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Mich treibt der feste Glaube, dass eine neue Arbeitswelt am Entstehen ist

Veröffentlicht: 26. September 2014Kategorien: Organisation und Transformation

minikaDieses mal präsentiere ich allen Freunden der neuen Arbeitswelt eine ganz tolle Frau: Monika Kraus-Wildegger. Sie überrascht mich immer wieder mit ihrer Energie und steckt mich an mit ihrer unumstößlichen Überzeugung, dass es eine bessere Arbeitswelt geben kann und muss… und dass diese schon im kleinen sichtbar ist. Monika hat das Portal Goodplace.org gegründet und engagiert sich für das Thema Feelgood Management – das passt zu ihrem Worklifestyle (Family Style in der New-Work-Fassung). Steigen wir ein:

Stell dich kurz vor.

Als erstes muss ich mit einem Klischee aufräumen: Obwohl ich nicht der Generation Y, den heutigen Zwanzig- bis Dreißigjährigen, angehöre, treffen ihre Vorstellung wie sie arbeiten wollen, flexibel, sinnstiftend und dabei ein erfülltes Leben zu führen, voll auf mich zu. Mir stellte sich die Sinnfrage an einer Stelle in meinem Berufsleben als ich als Nachhaltigkeits-Expertin für einen großen Konzern, deutschlandweit im Einsatz war. Mein Flieger verspätet, Mann auch auf Businessreise, was nur tun mit unserem Kind? Unsere Tochter hält seit dem den fragwürdigen Rekord im Kindergartenkreis als jüngste, das erste mal bei einer Freundin übernachtet zu haben – muss das so sein?

Die klare Antwort, mein Job, meine Familie und mein Leben sollen zusammenpassen. Ich habe mich dann gefragt, wo finde ich Unternehmen mit flexiblen neuen Arbeitsformen, die ein „guter Ort“ für motivierte Mitarbeiter sind? Im Sommer 2012 habe ich GOODplace.org als Antwort darauf gegründet!

Was treibt dich an?

Mich treibt der feste Glaube an, dass eine neue bessere Arbeitswelt im Entstehen ist. Ein neue Generation von Arbeitgebern, die Glücklich sein und Produktivität gleichermaßen fördern, wächst heran. Zukünftig werden viel mehr Unternehmen als „guter Ort“ für Mitarbeiter sichtbar werden.

Warum glaubst du, brauchen Menschen heute andere Unternehmen?

Die Arbeitswelt verändert sich fundamental. Auslöser sind der Wertewandel in der Generation Y, die demographische Entwicklung und der digitale Fortschritt, der Arbeiten praktisch von jedem Ort aus möglich macht. Obendrein werden Aufgaben komplexer, Arbeiten „unter Dampf“ nimmt zu und Regenerationspausen fallen oft dem nächsten Projekt zum Opfer.

Die moderne Flexibilität gibt uns Freiheit und verschafft uns Vorteile, sie braucht aber gleichzeitig Leitplanken und eine neue Form der Verantwortung damit wir als Mensch nicht auf der Strecke bleiben. Unternehmen, die in diesem Spannungsfeld zwischen Hochleistung und Wohlbefinden verantwortungsvoll neue Wege gehen, entwickeln sich zu einem GOODplace. GOODplace steht für eine neue Generation von Unternehmen, die sich im modernen Verständnis fürsorglich um das Glücklich sein ihrer Mitarbeiter in der Arbeitswelt von heute und morgen kümmert.

Worauf sollten Bewerber achten?

Es führt kein Weg daran vorbei sich erst mal selbst klar zu machen wie man arbeiten möchte. Eine erste Einschätzung gibt das eigene Kopfarbeiter-Profil, das über die Teilnahme an der online-KAI-Umfrage des Fraunhofer Instituts, in minutenschnelle automatisch erstellt werden kann. Neue Plattformen, wie GOODplace, auf der Unternehmen Einblick in ihre Arbeitskultur geben, lassen Unternehmen transparenter werden. Fesselnde Stories und Bilder aus dem Arbeitsalltag vermitteln ein authentisches und glaubwürdiges Image als guter Arbeitgeber. Das GOODplace-Label ist das Markenzeichen von Unternehmen, die für optimale Arbeitsbedingungen und Feelgood Kultur stehen. Bewerber sollen verstärkt bei der Jobsuche auf das GOODplace-Label achten und in Vorstellungsgesprächen danach fragen.

Wo findet man Jobs von GOODplace-Unternehmen?

Auf der Partner-Plattform feelgood@work findet man Jobs von GOODplace-Unternehmen. Über erste Suchfunktionen können Unternehmen gefunden werden, die zu den eigenen Vorstellungen passen. Weitere Matching-Funktionen kommen in Kürze.

Wichtig ist, je mehr das Bild des Unternehmens mit den eigenen Vorstellungen von wie will ich arbeiten übereinstimmt, desto besser passt man zusammen.

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Über Svenja Hofert

Svenja Hofert verbindet unterschiedliche Welten und Positionen. Dabei entwickelt sie neue und eigene Blickwinkel auf Themen rund um Wirtschaft, Arbeitswelt und Psychologie. Sie ist vielfache Buchautorin und schreibt hier unregelmäßig seit 2006. In erster Linie ist sie Ausbilderin und Geschäftsführerin ihrer Teamworks GTQ GmbH. Interessieren Sie sich für Ausbildungen in Teamentwicklung, Agilem Coaching und Organisationsgestaltung besuchen Sie Teamworks. Möchten Sie Svenja Hofert als Keynote Sprecherin gewinnen, geht es hier zur Buchung.

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3 Kommentare

  1. Monika Kraus-Wildegger 26. September 2014 at 14:46 - Antworten

    Hallo Svenja,
    eine Svenja Hofert lässt sich nicht so mir nichts, dir nichs von einer Sache anstecken. Sie ist ein kritischer Geist mit blitzgescheitem Verstand. Es ist ein großes Kompliment für mich, Dich angesteckt und zu einer Überzeugungstäterin für eine bessere Arbeitwelt inspiriert zu haben 🙂 In naher Zukunft wird es eine Vielzahl von sichtbaren “GOODplace”-Unternehmen geben, das sind die Signale, die wir aus dem Markt aufnehmen. Damit Unternehmen mehr Fahrt in der Umsetzung aufnehmen können, setze ich mich für das neue Berufsbild des Feelgood Managers ein: den Profis, die den Umbau der Arbeitswelt im Unternehmen unterstützen.

  2. Bernd 27. September 2014 at 13:54 - Antworten

    Guter Gedanke. Gibt es denn schon eine Jobbörse, die solche GOODplace Stellenangebote anbietet? Ich bin momentan gar nicht zufrieden mit meinem Job. Und bin momentan auf Jobsuche.

    Viele Grüße
    Bernd

    • Svenja Hofert 28. September 2014 at 14:48 - Antworten

      nett, nur halten Sie mich nicht für so blöd, bitte – die Adresse der Jobbörse reinzuhängen ist doch ein wirklich billiger Trick. Hab ich gelöscht.

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