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Ole davon oder: Warum Arbeit manchmal so fertig macht

Veröffentlicht: 19. Juli 2010Kategorien: Organisation und Transformation

Was hinter Ole von Beusts Rücktritt steckt?  Fest steht: Der Mann hat keine Energie mehr. Und da sollen sich diejenigen, die Durchhalteparolen brüllen, doch bitte mal gepflegt zurücknehmen.

Oft treffe ich Menschen, die einfach keine Energie mehr haben. Meist liegt es daran, dass sie viele Jahre gegen sich selbst und eigene Bedürfnisse angekämpft haben, weil der Job ein Verhalten abverlangt hat, das einfach nicht zur eigenen Persönlichkeit passt. Es kann sein, dass ein Vertriebsleiter Erfolgen hinterherjagen musste, obwohl ihm das eigentlich gar nicht liegt. “Zum Jagen tragen” müsse man einige der Mitarbeiter, erzählte mir mal ein Kunde. Das fiel ihm schwer, denn er schleppte sich selbst.

Es kann auch sein, dass einem etwas am Anfang Spaß gemacht hat, was am Ende nur noch anstrengend ist. Oder dass sich  Prioritäten verschieben. Mag es gestern noch spannend gewesen sein, vier Tage die Woche im Hotel zu leben, so kann dies heute schon an den Kräften zehren. Mag sein, dass man vor drei Jahren den Focus auf Erfolg im Job legte, und heute auf ein ausgeglichenes Privatleben.

Es gibt ja nur dieses eine Leben. Möge jeder selbst entscheiden, wie er es gestaltet.

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Über Svenja Hofert

Svenja Hofert verbindet unterschiedliche Welten und Positionen. Dabei entwickelt sie neue und eigene Blickwinkel auf Themen rund um Wirtschaft, Arbeitswelt und Psychologie. Sie ist vielfache Buchautorin und schreibt hier unregelmäßig seit 2006. In erster Linie ist sie Ausbilderin und Geschäftsführerin ihrer Teamworks GTQ GmbH. Interessieren Sie sich für Ausbildungen in Teamentwicklung, Agilem Coaching und Organisationsgestaltung besuchen Sie Teamworks. Möchten Sie Svenja Hofert als Keynote Sprecherin gewinnen, geht es hier zur Buchung.

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2 Kommentare

  1. […] überfordernd? Diese Frage gehört zu den häufigsten – und möglicherweise hat sie sich auch Ole von Beust […]

  2. Thomas Hochgeschurtz 11. August 2010 at 18:51 - Antworten

    “Jeder hat nur dieses eine Leben.” Viele Führungskräfte scheitern, Ihre Erwartungen an Ihre Mitarbeiter zu formulieren und erzeugen so Demotivation.
    Noch mehr Menschen scheitern, die Erwartungen an das eigene Leben zu formulieren. Dies führt zu Frustration. Aber statt das eigene (Berufs-)Leben in die Hand zu nehmen, werden andere Menschen mit frustriert (Familie, Kollegen, Mitarbeiter).
    Die Lösung: Love it, change it, or leave it!
    Ole von Beust hat es richtig gemacht und ist gegangen, wählen Sie bitte nicht Variante 4: Aussitzen und jammern…

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