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Sind Sie empfehlenswert?

Veröffentlicht: 3. November 2011Kategorien: Karriere und Beruf

Stellen Sie sich vor: Ihr Arbeitgeber oder Auftraggeber würde Sie weiterempfehlen. Was würde er sagen? Das muss mehr sein, als einfach „ein Journalist“, ein “SAP-Berater” oder ein Banker.  Sie kaufen ja auch nicht ein Brötchen beim Bäcker, nur weil es ein Brötchen ist. Sie kaufen es, weil es dort besonders lecker aussieht, letztes Mal lecker war oder die Bedienung nett ist. „Der ist selbst Arzt“, „du kannst dich wirklich auf den verlassen“, “der hat das und das für dies oder jenes Unternehmen aufgebaut” oder „als gelernte Bankkauffrau kannst du der ein Wertpapierthema anvertrauen“ funktionieren sehr viel besser. In meinem Slow-Grow-Prinzip nenne ich das Beispiel von 10 Designern, die alle das gleiche machen, Print und Online, aber jeder einzelne hat etwas Empfehlenswertes – was ihnen leider selbst nicht bewusst ist.

Überlegen Sie sich einmal, für was Sie empfohlen werden. Und wenn Sie es nicht wissen, fragen Sie nach. Fragen Sie auch, für was Sie nicht empfohlen werden würden. Das ist mutig, aber hilfreich. Es deutet manchmal darauf hin, dass Sie zuviel machen und sich besser konzentrieren sollten. Eventuell sollten Sie  ein Angebot oder Teil Ihrer Tätigkeit streichen – und daran arbeiten, in dem empfehlenswerten Bereich noch empfehlenswerter zu werden.

Wenn Sie einen Auftraggeber, Chef oder Kollegen fragen, sagen Sie: „Ihre ehrliche Einschätzung hilft mir sehr.“ Vielfach nutzt es auch, zusätzlich einmal grundsätzlich Stärken reflektieren und sich ein Fremdbild zu holen. Diese Woche liegt dazu ein Tool von mir bei Facebook im Fanbereich.

Was daraus machen? Verstärken Sie das, was empfehlenswert ist, arbeiten Sie damit in Ihrer Selbstdarstellung. Es ist manchmal gar nicht leicht herauszufinden, was einen selbst aus- und empfehlenswert macht. Das ist ein Prozess, auch Teil von Slow Growing, aber machen Sie mal einen Anfang. Hilft.

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Über Svenja Hofert

Svenja Hofert verbindet unterschiedliche Welten und Positionen. Dabei entwickelt sie neue und eigene Blickwinkel auf Themen rund um Wirtschaft, Arbeitswelt und Psychologie. Sie ist vielfache Buchautorin und schreibt hier unregelmäßig seit 2006. In erster Linie ist sie Ausbilderin und Geschäftsführerin ihrer Teamworks GTQ GmbH. Interessieren Sie sich für Ausbildungen in Teamentwicklung, Agilem Coaching und Organisationsgestaltung besuchen Sie Teamworks. Möchten Sie Svenja Hofert als Keynote Sprecherin gewinnen, geht es hier zur Buchung.

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4 Kommentare

  1. Christoph Burger 3. November 2011 at 22:04 - Antworten

    Heißt das nicht “Stärken stärken”?

  2. Wilhelm Zorem 4. November 2011 at 11:04 - Antworten

    Warum immer wieder diesen Mist? Einzel – Feedbacks sind Momentaufnahmen, haben selten Relevanz und verleiten zu unpassenden Positionierungen. Wenn schon Konzentration, dann doch bitte mit der EKS von Mewes.

  3. Lars Hahn 4. November 2011 at 20:11 - Antworten

    EKS ist Strategie, Planung. Was für Rationale. Finde ich übrigens gut.

    Slow Growing hingegen verlangt Intuition, Vertrauen und Mut zum Lernen durch Anwendung und Erfahrung. Finde ich auch gut. Und liegt mir persönlich mehr.

  4. Wilhelm Zorem 5. November 2011 at 20:00 - Antworten

    Slow Growing heißt: langsam gehen. Was ist daran Mut zum Lernen, Anwendung durch Erfahrung oder Intuition?

    Langsam gehen ist ein Abklatsch von Sprichwörtern, wie:
    Wer langsam geht, geht weiter.
    Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel.

    Aus diesen Sprichwörtern ein Prinzip zu machen, ist eine super Idee von Agentur, Verlag, Lektor und Autor. Wer diesen Quatsch jedoch glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

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