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Über 4 Ecken ins Tor: Besser werden leicht gemacht

Veröffentlicht: 3. August 2014Kategorien: Karriere und Beruf

Wir alle wollen voran kommen. Doch wie geht das? Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, dass man auch ohne Ziele erfolgreich sein kann. Dieses Mal stelle ich eine weitere Methode vor, mit der man „ziellos“ weiterkommt: Die 4-Ecken-Standortanalyse, ideal für Einzelpersonen in der Kompetenzentwicklung und Teams – und wie immer: sehr einfach zu handhaben.

Fußball Treffer, mit sonnigem HimmelDie erste Ecke geht über die Frage „was habe ich geschafft?“ Viele Menschen schauen immer nur auf das, was Sie NICHT erreicht haben, aber nicht auf das, was Sie erreicht haben. „Ich habe doch mit diesem Lebenslauf nichts erreicht“ – Sie glauben nicht, wie oft ich das höre. Ich sage zum Beispiel: „die Prüfung des Auswärtigen Amts zu bestehen, ist das nichts?“ Die Reaktion: „Aber ich habe nichts daraus gemacht.“  Hm. So kann man sich selbst im Wege stehen. Ziel der Übung ist es, im ersten Schritt nur das Erreichte zu betrachten. Punkt. So genannter Mindfuck kommt weg.

Die nächste Ecke beinhaltet die Frage „worin bin ich gut?“ Auch da höre ich nicht selten „nichts“. Man muss etwas graben, aber ziemlich sicher findet man etwas. Vor allem unter den zahlreichen Dingen, die einem überhaupt nicht bewusst sind, weil sie so leicht von der Hand gehen. Auch in Dingen nicht perfekt zu sein, kann “gut” sein. Perfekt ist langweilig und unsympathisch.

Weiter geht es mit Ecke Nummer drei: „worauf bin ich stolz?“ Die Antwort wird höchst individuell sein, aber es wird etwas geben. Fällt Ihnen nichts ein, gehen Sie längere Zeit mit der Frage schwanger. Manchmal ist das Wort “Stolz” mit einer falschen Programmierung belegt. Es wird als unanständig und egoistisch interpretiert, stolz zu sein. Vielleicht hindert das, Stolz zu empfinden. Manche Menschen sind auch so leistungsorientiert, dass der Stolz auf der Strecke bleibt. Da hat jemand die Eiger Nord Wand erklimmt, ist aber nicht stolz darauf, weil der Kilimanjaro noch aussteht.

Jetzt kommt die letzte Ecke: „Worin will ich noch besser werden?“ Ich schreibe mir nach jedem Training im Rahmen meiner Karriereexpertenakademie auf, was ich noch verbessern kann. Da stehen dann Dinge wie „Seitenzahlen einfügen“ oder „Logo rechts“ oder „statt Beispiel A, B nehmen“. Oder auch „nicht rumeiern mit Du und Sie, entweder- oder festlegen.“ Wichtig ist, dass der Arbeitsauftrag an einen selbst konkret ist und man weiß, was genau umgesetzt werden soll.

Die 4-Ecken-Standortanalyse kann man auch im Team im Rahmen einer Teamentwicklung machen.

Dann lauten die Schritte und Fragen:

  • Was haben wir geschafft?
  • Worin sind wir gut?
  • Worauf sind wir stolz?
  • Worin wollen wir noch besser werden?

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Über mich

SBereits seit 1998 schreibe ich Karriereratgeber, seit dem Jahr 2000 betreibe ich “Karriere & Entwicklung” für Outplacement und Karrierecoaching. 2004 gründete ich meinen ersten Online-Shop, aus dem 2012 Kexpa wurde, 2011 mein Portal Karriereexperten.com. In diesem Jahr kam die Karriereexpertenakademie dazu: verschiedene Weiterbildungen zur Professionalisierung der Methoden und Vorgehensweisen im Karrierecoaching.

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Über Svenja Hofert

Svenja Hofert verbindet unterschiedliche Welten und Positionen. Dabei entwickelt sie neue und eigene Blickwinkel auf Themen rund um Wirtschaft, Arbeitswelt und Psychologie. Sie ist vielfache Buchautorin und schreibt hier unregelmäßig seit 2006. In erster Linie ist sie Ausbilderin und Geschäftsführerin ihrer Teamworks GTQ GmbH. Interessieren Sie sich für Ausbildungen in Teamentwicklung, Agilem Coaching und Organisationsgestaltung besuchen Sie Teamworks. Möchten Sie Svenja Hofert als Keynote Sprecherin gewinnen, geht es hier zur Buchung.

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