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Wochenschau: Wenn ein üppiges Gehalt nicht mehr reicht und das Zeugnis fehlt…

Veröffentlicht: 29. November 2014Kategorien: Karriere und Beruf
MS Office

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Von Selbstverwirklichung bis Zeugnis: Diese Woche war eine Woche der Gegensätze. Es erschienen Beiträge und Zitate von mir in Handelsblatt Online, Spiegel Online und in der Karrierebibel. Darüber ging mein Beitrag über die Anzugskraft von Unternehmen im eigenen Blog etwas unter, den ich gerade noch mal etwas überarbeitet habe. Hier der Überblick:

Aussteiger: Wenn ein üppiges Gehalt nicht mehr reicht

Wenn ein üppiges Gehalt nicht mehr reicht – dieser Beitrag in Handelsblatt Online mit Zitaten von mir spricht Bedürfnisse von Menschen an, die in der derzeitigen Arbeitswelt keine Erfüllung mehr finden. Die Architektin, die Hundekekse backt, diente als Identifikationsfigur. An der Plattform mit den Likes meine ich manchmal zu erkennen, wer davon angesprochen wurde. In diesem Fall gab es viele Likes bei Xing und Facebook, aber weniger z.B. bei Twitter und Google+. Heißt für mich: Angesprochen wurden mehr Menschen im Beruf und weniger die Multiplikatoren. Aussteigen aus der Jobmühle: Passend dazu hatte ich diese Woche auch einige Beratungstermine mit Menschen, die Ihren Job wohl kündigen werden. Ob das Zufall war?

Zeugnis: Wertloses Papier

Zeugnisse waren dieser Tage gerade in der allgemeinen Diskussion. Eine Angestellte wollten erreichen, dass die Gerichte die üblichen Abschlussbewertungen hochstuften. Dazu hier der Hintergrund. Über Zeugnisse ich Bände erzählen. Sie beschaffen meiner Branche Arbeit, was für mich aber kein Grund ist, sie zu legitimieren (da bin ich irgendwie anders als die meisten Kollegen…) Der Text ging mir also leicht von den Händen. Unter Multiplikatoren aus HR und Personalberatung, die sich typischerweise via Twitter und G+ äußern, war die Zustimmung bei 100%, in den Foren wurde wie bei SPON üblich konträr diskutiert.

Zeugnis: Alternativen

Keine Diskussion gab es auch zu meinen Vorschlägen zu den Alternativen von Zeugnissen in der Karrierebibel. Ich vermute, weil es unter den erfahrenen Beratern wohl wenige geben kann, die in Frage stellen, dass Zeugnisse ihren Wert mehr und mehr verloren haben. Und man ja sieht, dass so gut wie alle anderen Länder sehr gut ohne auskommen. Im Zweifel also lieber eine Referenz, auch zusätzlich zum Zeugnis. Beispiele dafür finden ITler hier und alle anderen in diesem Kexpa-Paket “Jobwechsel”.

Die Anziehungskraft von Unternehmen

Wie gesagt, ging dieser Beitrag etwas unter, wobei er sehr gut zu dem Handelsblatt Online Beitrag passt. Immer mehr Menschen stellen fest, dass die Anziehungskraft nachlässt je länger diese besteht. Aus diesem Grund habe ich den Artikel um eine Tabelle ergänzt, die aussagt, was die zentralen Werte sind, die in Unternehmen in bestimmten Lebensphasen gesucht werden. Auch interessant für Coachs und Karriereberater.

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Über Svenja Hofert

Svenja Hofert verbindet unterschiedliche Welten und Positionen. Dabei entwickelt sie neue und eigene Blickwinkel auf Themen rund um Wirtschaft, Arbeitswelt und Psychologie. Sie ist vielfache Buchautorin und schreibt hier unregelmäßig seit 2006. In erster Linie ist sie Ausbilderin und Geschäftsführerin ihrer Teamworks GTQ GmbH. Interessieren Sie sich für Ausbildungen in Teamentwicklung, Agilem Coaching und Organisationsgestaltung besuchen Sie Teamworks. Möchten Sie Svenja Hofert als Keynote Sprecherin gewinnen, geht es hier zur Buchung.

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2 Kommentare

  1. HRspy 30. November 2014 at 8:57 - Antworten

    Hallo Frau Hofert!
    Ich denke das Thema mit dem Arbeitszeugnis ist ein rein psychologisches. Leider. Ich selbst war im mittleren Management und hatte Mitarbeiterführung. Die Erkenntnis, welche ich daraus ziehe ist, dass den Mitarbeiter in den meisten Fällen wohl die geringste Schuld trifft. Dieser kann immer nur so gut oder auch so schlecht sein, wie die Führungskompetenzen des jeweiligen Vorgesetzten und in weiterer Folge natürlich die Firmenkultur es erlauben. Das Sprichwort „Der Fisch fängt am Kopf zu stinken an“ trifft es perfekt. Insofern stellt sich der Arbeitgeber in Wahrheit jedes Mal selbst ein schlechtes Zeugnis aus. Bei einer Bewertung schlechter als „Sehr gut“ lautet die dann in etwa wie folgt: „Ich war diesem Mitarbeiter aus folgenden Gründen nicht gewachsen: Mangelnde Führungskompetenzen sind immer schon ein Thema. Die erforderliche Selbstreflektion überfordert mich jetzt aber völlig. Außerdem steheich ja auch selbst immer unter Druck. Gut, dass da ein Mitarbeiter ist, dem ich die Schuld geben kann, sonst geriete mein instabiles Selbstwertgefühl und damit meine Wertewelt ja völlig aus den Fugen.“
    Ich habe zu diesem Thema schon selbst die unglaublichsten Auswüchse erlebt und ich bin nach wie vor völlig erstaunt, dass die geschätzten Führungspersonen nicht erkennen, dass sie sich in dem Zeugnis letztlich nur selbst eine (schlechte) Referenz ausstellen. Aber wahrscheinlich ist das systemimmanent, sonst müsste ja zugegeben werden, dass vieles nicht so läuft, wie es das eigentlich sollte.

  2. Hans 8. Januar 2015 at 16:20 - Antworten

    Der Kommentar von HRSpy trifft den Nagel auf den Kopf.
    Oggers “Nieten in Nadelstreifen” ist auch +20 Jahre nach seiner Veröffentlichung aktueller denn je – eben systemimmanent.

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