Kate­go­rien

Seh-Test: Sind Sie intro- oder extro­ver­tiert?

Published On: 20. Februar 2013Cate­go­ries: Karriere, Mensch & Orga­ni­sa­tion

Welcher schwarze Kreis ist größer? Wenn Sie beide gleich groß sehen, könnte es sein, dass Sie intro­ver­tiert sind. Es könnte aber auch sein, dass Sie meine kleine Täuschung ganz einfach durch­schaut haben. Oder beides.

Ich habe dieses Expe­ri­ment nach­ge­baut. Die Vorlage dafür findet sich auf der Website des Neuro-IPS®. Dieser ermit­telt in einem visu­ellen Verfahren den Persön­lich­keitstyp nach MBTI / Keirsey (hierzu bei Kexpa ein Kurz­test). Ich habe diesen Test, der in (Neuro-)Marketing und HR einge­setzt wird, selbst vor zwei Jahren absol­viert und seitdem einige Klienten begleitet, die durch Auswahl­ver­fahren liefen, in denen er — meist vor einem zweiten Gespräch — einge­setzt wurde. Das Ergebnis entsprach dem auf dem Papier ermit­telten, zumin­dest in drei Dimen­sionen — richtig war immer die Orien­tie­rung I(ntrovertiert) oder E(xtrovertiert). Wie kann das sein? Einfach: Intro­ver­sion lässt sich an den Gehirn­ak­ti­vi­täten erkennen.

Intro- und extro­ver­tierte besitzen unter­schied­liche Hirn­struk­turen, unter anderem im visu­ellen Cortex. Wer intro­ver­tiert ist hat einen klei­neren visu­ellen Cortex und nimmt opti­sche Täuschungen stärker wahr. Es gibt noch andere hirn­spe­zi­fi­sche Unter­schiede zwischen stärker extro­vier­tierten und stärker intro­ver­tierten Menschen. So braucht das Gehirn von Intro­ver­tierten weniger Reize, um stimu­liert zu werden. Der Mandel­kern ist schneller erregt: neue Gesichter und andere (neue) Einflüsse reizen ihn. Das strengt an. Mehr dazu lesen sie hier.  Deshalb sind Netz­werktreffen für Intro­ver­tierte mindes­tens ein Akt der Über­win­dung. Kalt­ak­quise ist blanker Horror. Und neue Kontakte? Auch hier gilt: nur dosiert und nicht zu viel auf einmal. Steht das der eigenen Karriere in Unter­nehmen und auch einer Grün­dung nicht ziem­lich konträr entgegen? Machen also Intro­ver­tierte seltener Karriere? Nein, nur anders. Wichtig ist es, die eigenen Stärken zu kennen und zu wissen, worauf im Umgang mit Extros zu achten ist. Dazu demnächst mehr. Bis dahin noch ein Hinweis auf das nunmehr ein Jahr alte Inter­view mit Sylvia Löhken in diesem Blog.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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