Gehalt verhan­deln: Verlangen Sie einfach mal 50% mehr – und setzen Sie auf Psycho­ef­fekte

Gehalt verhan­deln: Verlangen Sie einfach mal 50% mehr – und setzen Sie auf Psycho­ef­fekte

Stellen Sie sich vor, Sie würden einfach 50% mehr Gehalt fordern. Ihr Chef würde Sie für verrückt halten – oder doch für sehr toll­kühn. Doch danach zeigen Sie sich über­ra­schend koope­ra­ti­ons­be­reit und einigen sich auf 10%. Dieser im Vergleich zu vorher kleinen Forde­rung wird der Gute dann sicher zustimmen. Was haben Sie getan? Sie haben die Door-in-the-Face-Technik verwendet, die besagt, dass kaum jemand zu einer kleinen Forde­rung „nein“ sagen wird, wenn er zuvor mit einer großen Unver­schämt­heit konfron­tiert wurde. So lassen es jeden­falls Studien vermuten. Es geht aber auch genau anders­herum: Sie bitten zuerst um eine Klei­nig­keit, etwa um die […]

Denker oder Lenker? Welche Rolle spielt Persön­lich­keit beim Coachen oder Beraten?

Wer das Abstrakte mag, hat oft Fantasie. MS Office Jeder Coach und Berater kocht mit demselben Wasser? Mit glei­chen Methoden kommt man zum glei­chen Ergebnis? Da bin ich nicht sicher. Klar, unter­schied­liche Ergeb­nisse würden auch bedeuten: eine Beein­flus­sung findet statt. Es ist mehr als nur Bezie­hungs­ebene herge­stellt ja/nein. Es kann also nicht sein, was strenge Syste­miker und Konstruk­ti­visten postu­lieren, nämlich dass der Coach im Grunde austauschbar ist, weil ja nur frei­ge­setzt wird, was ohnehin im Coachee liegt. Die Beein­flus­sung durch die Persön­lich­keit des Coachs fängt im Grunde schon vor der Kontakt­auf­nahme statt. Ob im Unter­nehmen oder privat: In der Regel […]

Wie finde ich den passenden Bera­tungs­an­satz für beruf­liche (Neu-)orientierung?

Wenn Coachs sich selbst­ständig machen, dann leider viel zu oft mit einem Thema, das zwar jeden arbei­tenden Menschen betrifft (Ziel­gruppe „alle“), aber dabei auch so ausge­lutscht ist wie ein altes Kaugummi. Das Thema heißt „Beruf­liche (Neu-) Orien­tie­rung“. Da soll es dann darum gehen, den beruf­li­chen Einstieg von jungen Menschen oder aber den „Change“ Berufs­er­fah­rener einzu­leiten, eigene Stärken wieder­zu­ent­de­cken und Jobträume zu reali­sieren. Diesen Artikel schreibe ich für alle, die sich einen Berater/Coach für beruf­liche Neuori­en­tie­rung auswählen und dafür Anhalts­punkte wollen — und für die Coachs selbst. Er soll einen Über­blick über den Markt geben und das rich­tige Angebot. Über­sicht: Svenja Hofert Was […]

“Wer rumge­kommen ist, will Sinn und Ethos” — ein Gespräch mit Gilbert Diet­rich über Google, Gen Y und Philo­so­phie

Wie tickt die Gen Y wirk­lich? Wie wird man als Philo­soph Banker oder Perso­nal­leiter? Und: Was ist wirk­lich entschei­dend für Berufs­er­folg? Mit dem Philo­so­phen, Coach und Perso­nal­leiter Gilbert Diet­rich sprach ich über dies und das. Diet­rich ist ehema­liger Goog­leianer und heute beim Leip­ziger Inter­net­un­ter­nehmen Unister für Personal verant­wort­lich. Er betreibt einen wissens- und geist­rei­chen Blog und ist Mitglied der Karrie­re­ex­perten. (Be-) Merken Sie diese Gene­ra­tion Y? Sind die wirk­lich so verwöhnt? Diet­rich (lacht): Verwöhnt, weiß ich nicht, aber anspruchs­voll kommen sie mir schon vor. Wobei das auch indi­vi­duell ganz verschieden ist. Als Faust­regel kann ich sagen: Wer rumge­kommen ist, ist […]

25. Oktober 2013|Tags: , , , , , |

Wachsen, aber richtig! Stra­te­gien, wie Coachs und Berater größer denken und werden

  © Mopic — Fotolia.com Wachsen tut weh. Und stellt gerade Solo­un­ter­nehmer wie Coachs und Berater vor Schwie­rig­keiten, denn sie können ja nicht so ohne weiteres Mitar­beiter zum Kunden schi­cken. Ich sprach darüber mit meiner Kollegin Monika Birkner, die soeben das Buch „Erfolg­reich als Solo-Unter­nehmer“ heraus­ge­bracht hat.  Es handelt sich dabei um eine komplett aktua­li­sierte Neuauf­lage von „Wachs­tums­stra­te­gien für Solo­un­ter­nehmer“. Ich erlebe, dass Wachstum manchmal unmög­lich scheint: da sind die laufenden Aufträge, die abso­lute Prio­rität haben, der Zwang Geld verdienen zu müssen – die Notwen­dig­keit, sich neu aufzu­stellen tritt da in den Hinter­grund. Man hat einfach keine Zeit. Birkner: Ja, das […]

Coaching-Ausbil­­dungen: Macht die akade­mi­sche Konkur­renz den Insti­tuten den Garaus?

(Achtung, ab hier leichte Ironie…) Sie möchten ein Diplom verleihen und viel Geld mit einer Ausbil­dung verdienen, etwa zum Profes­sional Speaker in Big Compa­nies (BSBC)? Der Abschluss ist von mir gerade frei erfunden, wäre aber von Ihnen — selbst ohne Abitur — sofort reali­sierbar, solange Sie die Ausbil­dung nicht online anbieten. Da verdirbt einem die staat­liche Insti­tu­tion ZFU (Zentral­stelle für den Fern­un­ter­richt) den Spaß. Mit einem live unter­rich­tendem Institut oder einer Akademie darf dagegen jeder fast alles. Wenn Sie sich dazu einen seriösen Anstrich geben wollen, gründen Sie zusätz­lich einen Verein mit sieben Leuten, die Sie  im Freun­des­kreis scouten. Dieser […]

Hunde-Marke: Coach-Posi­­tio­­nie­rung mal anima­lisch

Coaching ist ein hart­um­ge­kämpftes Busi­ness, die Diskus­sion von letzter Woche zeigt es an. Das früher übliche Marke­ting über Bücher hat sich weit­ge­hend totge­laufen, inzwi­schen gibt es sogar Coachs, die Geld dafür bezahlen, in Publi­ka­tionen und Zeit­schriften gedruckt zu werden. Sichtbar zu werden — alles andere als leicht. Wenn man sich nicht mal etwas ganz Anderes einfallen lässt. So wie Sabine Dinkel. Sie ist mir unter den Karrie­re­ex­perten aufge­fallen, weil sie etwas anders macht als die meisten. Ich traf mich mit ihr beim Birnen­ku­chen, um mit ihr über Coach-Marke­ting zu spre­chen. Das Wilma ‑Logo — dazu gibt es auch Pfoten zum Aufkleben […]

29. Januar 2013|Tags: , , , , , |

Das eine, das andere nicht haben

… Ja, was ist das? Leicht gesagt “man braucht eine Allein­stel­lung” — und schwer umge­setzt. In meinem Slow­Grow-Prinzip® rate ich von Quick-Posi­tio­nie­rungen ab, die in folgender Art und Weise gängig sind: Nehmen wir ein wenig Ziel­gruppen, mixen wir es mit Spezia­li­sie­rung und fertig ist die Quick-und-Dirty-Posi­tion, die natür­lich so am Markt über­haupt nicht funk­tio­niert. Denn der Kunde will etwa im Coaching-Bereich, gar keinen Super-Posi­tio­nierten. Er möchte Coaching, oft, ohne zu wissen, was das genau ist. Er reagiert auf Refe­renzen und even­tuell Lebens­lauf­erfah­rung oder Zerti­fi­zie­rung als Quali­ti­täts­ver­spre­chen. Er will als Unter­nehmen jemanden der Perso­nal­ent­wick­lungs- oder Trai­nings­kon­zepte erstellt — und keine “Trai­nings­kon­zep­tema­cherin”. Letz­teres […]

Was macht eigent­lich …ein Karrie­re­coach, ein Perso­nal­be­rater und wie sie alle heißen?

Was macht eigent­lich ein Karriere-Coach? Spätes­tens seitdem ich die jüngste Pres­se­mel­dung der PR-Agentur von Robert Half belesen habe, scheint mir das eine wich­tige Frage, da sie offenbar nicht jeder so beant­worten würde wie ich. Robert Half befragte für eine Studie Mitar­beiter, wie gut ihre Führungs­kraft als Karrie­re­coach sei. Wenn Sie sich jetzt die Augen wischen, richtig gelesen?, das habe ich auch getan. Der Manager als Karriere-Coach?  Offenbar wurde ein „In-Begriff“ medi­en­wirksam sinn­ent­fremdet. Um noch einen weiteren Aufhänger für die Trend-suchende Medi­en­ge­meinde zu finden, mischte man gleich noch etwas Gene­ra­tion Y dazu. Diese verwöhnte Gene­ra­tion verlangt angeb­lich nach Führungs­kräften, die zugleich […]

Ich könnte alles tun, wenn ich nur wüsste, was….oder: Das Dilemma, zu viele Optionen zu haben

Wir haben die Wahl: Kinder, Karriere, beides, Mann, neuer Mann, Frau, neue Frau, Beruf, neuer Beruf. Man sollte meinen, dass uns all die Möglich­keiten glück­li­cher machen. Das Gegen­teil ist der Fall. Und, oh, Wunder, das betrifft ganz beson­ders uns Frauen. Nach­weis­lich machen uns Möglich­keiten unglück­li­cher als Männer! Denn das Thema Kind ja, nein, wann und wie viele verfolgt uns mit erbit­terter Härte und biolo­gi­scher Unnach­gie­big­keit. Welche der vielen Karriere-Optionen ist meine?  Verpasse ich etwas, wenn ich auf ein Kind verzichte? Verpasse ich etwas, wenn ich auf Karriere setze? Geht mir eine Chance durch die Lappen, wenn ich diesen […]

Burnout: Auch mal Nein sagen! Multi­tas­king ade!

Gestern habe ich das Antrei­ber­kon­zept vorge­stellt, eines von vielen mögli­chen Burnout-Gegen­giften. Heute freue mich mich den Top-Experten für Burnout im Inter­view zu haben, den geschätzten Kollegen Markus Väth. Er gibt Tipps und sagt: Zwischen Privat und Beruf trennen!  Warum sind auch so viele recht junge Menschen von Burnout betroffen? Schon junge Leute leiden heute unter Burnout. Sie kennen ihre Grenzen noch nicht und bringen einen hundert­pro­zen­tigen Einsatz, ohne viel zu hinter­fragen. Der rebel­li­sche Geist der 68er Jugend ist verschwunden, heute bringt man Leis­tung und wartet auf die Beloh­nung. Das geht schon im Studium oder in der Schule los. Immer mehr […]

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