Coachingausbildungen

Coachingausbildungen 2017-11-19T14:41:21+00:00

Svenja Hofert hat mehrere Aus- und Weiterbildungen sowie Seminare konzipiert und etabliert. Im Rahmen ihres Projekts „Karriereexpertenakademie“ bietet sie „Karriereexperte Professional“ und „Psychologie für Berater, Coaches, Personalentwickler“ an. Beides sind ideale Ergänzungen zu systemischen Coachingausbildungen. Für Teamworks GTQ GmbH hat sie gemeinsam mit Thorsten Visbal und Prof. Reinhard Schulte von der Universität Lüneburg die neunmonatige Ausbildung TeamworksPLUS für zeitgemäße Teamentwicklung konzipiert, die Aspekte des Change Managements und der Organisationsentwicklung beinhaltet. Es ist die erste integrative Teamentwicklungsausbildung, die psychologische, gruppendynamische und systemische Ansätze vereint. Sie führt diese Ausbildung seit 2015 zusammen mit Visual zwei Mal im Jahr als offenes Format durch.

Karrieexperte Professional

Ideal für alle, die sich in der berufsbezogenen Beratung und dem Coaching fit machen wollen und dafür nach bewährten Methoden und Vorgehensweisen suchen. An drei Tage Intensiv-Seminar fügen sich drei Monate individuelles Coaching durch Svenja Hofert persönlich zur nachhaltigen Sicherung des Lernerfolgs.

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Psychologie für Coaches

Ideal für alle, die in ihren Coachingausbildungen psychologische Grundlagen vermisst haben. Der Schwerpunkt liegt auf Entwicklungspsychologie. Weitere relevante  Themen reichen von neurobiologischen Voraussetzungen für Lernen und Veränderung bis zur Grenze zwischen „Genie und Wahnsinn“. Aspekte von Individuum und Team/Gruppe sind integriert.

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Teamworks Plus

Die einzige wirklich integrative Teamenwicklungsausbildung im deutschsprachigen Raum, die von einem Universitäts-Lehrstuhl zertifiziert wird. Von Anfang an wird ein Praxisteam in den Lernprozess integriert. Fünf Module à 3 Tage über 9 Monate. Teamentwickler werden händerringend gesucht, also informieren Sie sich jetzt!

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Interview über die Ausbildungen aus dem Jahr 2013 (aktualisiert 2017)

Seit 2013 bietet Svenja Hofert drei Mal im Jahr ein einzigartiges Konzept für die Ausbildung von Karrierecoachs an: Karriereexperte Professional. In einem dreitägigen Seminar mit anschließender dreimonatiger Coachingphase entwickeln Sie neue Herangehensweisen, Produkte und Ideen. Außerdem erhalten Sie einzigartige Tools und Insider-Tipps – direkt aus der Hand von Svenja Hofert mit ihrem ungewöhnlich breiten Erfahrungsschatz. Das Coaching-Seminar ist vielfach top bewertet und wird von bisherigen Teilnehmern wärmstens empfohlen. Es ist auch die ideale Ergänzung für systemische Coachs, die sich für berufliches Coaching fit machen wollen. 2017 hat Hofert zusätzlich „Psychologie für Berater, Coaches, Teamentwickler“ eingeführt, das dieses Konzept ideal ergänzt, aber auch einzeln buchbar ist.

Frau Hofert, was hat Sie bewogen, eine eigene Weiterbildung zu entwickeln?

Es gab und gibt eine Schwemme von Coachingausbildungen – und gerade kommen Ausbildungen zum Karriereberater und Outplacementberater dazu, außerdem erste Masterstudiengänge. Die Inhalte sind jedoch oft fern von dem, womit meine Kollegen und ich Geld verdienen. Entweder wird Karriereberatung nur als Kurzzeitberatung „verkauft“ und Bewerbungstraining steht im Fokus, oder im Mittelpunkt steht die Begleitung der persönlichen Umbruchssituation; es geht weniger um Hilfestellung bei karrierespezifischen Lösungen. Einige Anbieter fahren auch veraltete, konservative Ansätze, die heute einfach nicht mehr funktionieren.

Gab es Schlüsselerlebnisse, die Sie die Karrierecoaching-Weiterbildung entwickeln ließen?

Zu mir kamen Klienten, die vorher bei anderen Coachs waren, dort aber nicht bekommen haben, was sie wollten, zum Beispiel eine Einschätzung ihrer Chancen auf den Arbeitsmarkt. Einer hatte nach dem Buch von Bolles gearbeitet und 20 Stunden investiert, war aber keinen Schritt weitergekommen. Ein anderer war bei einem Coach, suchte Orientierung, bekam jedoch unerwünschte Hinweise zu seiner Bewerbung – keine Auftragsklärung. Viele haben pauschale Aussagen zu ihren Stärken und Potenzialen erhalten, etwa „Sie sind introvertiert, also….“. Oder: „Als Führungskraft sind Sie nicht geeignet.“ Das finde ich hochgradig unseriös. Andere wollten Empfehlungen, aber die systemisch geprägten Coachs drucksten rum.

Irgendwie schien ich einen anderen Ansatz zu haben. Karrierecoaching ist für mich etwas anderes als Business Coaching. Es ist auch keine Karriereberatung. Es ging mir darum, meinen Ansatz zu vermitteln. Nebenbei wurde mir immer bewusster, wie wichtig professionelle Auftragsklärung und Produktentwicklung sind. Und dass eigene Grenzen gesehen und benannt werden müssen. Im Karrierecoaching ist es besonders wichtig, deutlich zu sagen, was ich aufgrund meiner Feldkompetenz leisten kann oder will – und was nicht.

Sie betonen Weiter- statt Ausbildung und legen Wert darauf, dass keine Beratungsgrundlagen vermittelt werden.

Ja, weil ich nicht ausbilde, sondern auf dem vorhandenen Wissen aufbaue, es ordne und neu strukturiere, um eigene Ziele zu erreichen. Die Teilnehmer von „Karriereexperte Professional“ sollten deshalb bereits im Geschäft sein, eine Coachingausbildung wäre hilfreich. Ein Studium und Lebens- und Beratungserfahrung setze ich voraus. Man lernt bei mir nicht zu coachen, sondern neue Ansätze Klienten in beruflichen Veränderungsprozessen zu unterstützen – und eigene, der Persönlichkeit und Vorerfahrung entsprechende Produkte zu entwickeln. Für nicht wenige war ein Seminar bei mir auch der Anfang einer Neupositionierung. Ich habe einen sehr guten Marketingblickund weiß, was sich verkaufen lässt – intern in Unternehmen wie extern. Das wird mir immer zurückgemeldet, dass das sehr ungewöhnlich und besonders ist.

Sie arbeiten mit einem Phasenmodell …

Das von mir entwickelte 4-Lebensphasen-Modell des Karrierecoachings hilft, Themen klarer zu fassen und die Angebote aus meinem „Baukasten“ darauf zuzuschneiden. Jede Phase braucht andere Methoden oder eine andere Kombination von Methoden. Ein Beispiel: Berufliche Neuorientierung gestaltet sich in der „Karrierephase“ ganz anders als in der „Sinnphase“. Sie braucht andere Inhalte und Herangehensweisen, der Coachee eine andere Führung.

Gibt es für Sie einen Unterschied zwischen Karrierecoach und Karriereberater?

Genau definiert ist das nicht. Ich stelle nur fest: Wenn Klienten in unser Büro kommen, sagen sie zu 90 %, sie hätten nach einem Karrierecoach gesucht, nicht nach einem Karriereberater. Ich glaube, Karriereberater wird immer noch eher mit reiner Bewerbungsberatung assoziiert, mit der karriereorientierten Lebenslaufanalyse, dem Training von Gehaltsverhandlungen und Vorstellungsgesprächen. Das sind wichtige Bausteine, die gut für den Einstieg sind, aber bei uns nur den kleineren Teil der Anfragen ausmachen. Der wesentliche Teil sind Veränderungsprozesse in beruflicher Neu- oder Umorientierung. Kompetenzentwicklung, Potenzialanalyse, Führungskräfteentwicklung und Persönlichkeitsentwicklung sind ebenso relevant. Dabei müssen und sollten Teilnehmer nicht alles abdecken: das Seminar hilft auch, seinen Fokus zu finden. Meist hat der mit der Schwerpunkterfahrung zu tun. Jemand, der vor der Coachingausbildung Marketing-Führungskraft in einem Konzern war, wird andere Klienten ziehen als ein Dipl. Psychologe mit Diagnostikkenntnissen.

Seit 2015 gibt es zusätzlich die Teamentwicklungs­ausbildung TeamworksPLUS, seit 2016 „Agiler führen“ und seit 2017 „Psychologie für Coaches“? 

TeamworksPLUS habe ich gemeinsam mit Thorsten Visbal entwickelt, der ebenso wie ich über eine langjährige Expertise in der Berater- und Führungskräfteausbildung verfügt. Das war einfach die ideale Ergänzung, zum wir beide sehr unterschiedlich ticken – beide aber immer das Beste geben wollen und daran arbeiten, uns immer weiterzuentwickeln. „Agiler Führen“ war eine logische Konsequenz des Erfolgs meines Buches, „Psychologie-Grundlagen“ ist einfach eine Marktlücke. In Coaching-Ausbildungen kommt das Thema zu kurz oder es werden aus meiner Sicht nicht die wirklich relevanten Themen gesetzt.

Sie bieten die Seminare offen und inhouse an?

Ja, unsere Teamentwicklungsausbildung eignet sich verkürzt oder auch mit E-Learning-Elementen angereichert ideal für die Ausbildung lateraler Führungskräfte und von Teamentwicklern. Auch die anderen Themen sind vor allem als Train-the-Trainer geeignet, also um diejenigen zu schulen, die andere schulen oder ausbilden wollen oder sollen.