“Das wich­tigste ist Demut”

Podcast-Folge vom 10.06.2024

Jetzt rein­hören

Orga­ni­sa­tionen für Zukunft gestalten

“Und dann mutieren diese Unter­nehmen zu Sekten!” Conny Dethloff.

In meinem Gespräch mit dem Orga­ni­sa­ti­ons­de­si­gner Conny Dethloff fielen noch mehr solcher prägnanter Äuße­rungen. Eine Chall­enge für jene, die an Methoden kleben. Und ein Schman­kerl für alle, die Mut und Demut verbinden. Denn die brau­chen wir um, krea­tive und indi­vi­du­elle Lösungen für unsere Orga­ni­sa­tionen zu entwi­ckeln.

Im Zweifel nutzen die meisten Entscheider, was andere schon genutzt haben. Und so kommt es, dass sich Frame­works wie SAFe immer weiter verbreiten, auch wenn sie keine, wenig oder sogar nega­tive Wirkungen entfalten.

Bringt es, was es bringen soll?

Diese Frage stellen sich Entscheider oft nicht. Die Methoden- und Frame­work­gläu­big­keit führt dazu, dass auch Ergeb­nisse nicht mehr infrage gestellt werden.

Dethloff sagt: Wenn du Entscheider bist, hast du zwei Möglich­keiten. Entweder du machst, was alle in deiner Bramche machen. Das ist konven­tio­nelles, defen­sives Entschei­dungs­ver­halten. Läuft es schief, kann man die Methode beklagen. Oder du machst es unkon­ven­tio­nell. Das fordert Akti­vität, denn ich muss immer wieder über­prüfen, ob ich die Wahr­schein­lich­keit über­prüft habe, dass ich erfolg­reich bin. Es ist — mühsam. Und erfor­dert Demut.

Für die unkon­ven­tio­nelle Heran­ge­hens­weise sieht Conny Dethollf das Viable Systems Modell von Staf­ford Beer als gutes Meta­mo­dell. Es ist wie eine Check­liste, frage “welche Fähig­keiten brauche ich in meiner Organisation?”Wie du sie dann entwi­ckelst, so Dethloff, das liegt an dir. Es geht also darum, passende Methoden und Vorge­hens­weisen zu suchen. Und eben nicht umge­kehrt, was häufig passiert.

Sei gespannt auf ein facet­ten­rei­ches Gespräch über Verän­de­rung und den Umgang damit in Orga­ni­sa­tionen.

Conny Dethloff folge ich schon seit vielen Jahren. Weil mich seine Beiträge so begeis­tert haben, habe ich ihn 2014 um ein Inter­view für die erste Auflage meines Buches “Agiler Führen” gebeten. Damals war er noch bei Otto. Inzwi­schen arbeitet er für die Bera­tungs­bou­tique “Emer­gize”.

Weiter infor­mieren:
Die exklu­sive Erst­ver­öf­fent­li­chung meiner Podcasts findet über www.svenjahofert.substack.com statt. Dort finden Sie zusätz­liche Texte, Audios und Hinter­grund­in­for­ma­tionen.

Du suchst eine inspi­rie­rende Impuls­ge­berin und Keynote-Spre­cherin, jemand mit Humor und Tief­gang? Weitere Ange­bote und Coaching? Meine Website

  • Kommen­tare ansehen

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Svenja Hofert ist viel­fache Best­sel­ler­au­torin, die sich im deutsch­spra­chigen Raum über mehr als ein Vier­tel­jahr­hun­dert ein hohes Renommee als Vorden­kerin für das Thema Zukunft von Arbeit und Führung erworben hat. Ihr Motto “Zukunft der Arbeit mit Sinn und Verstand”. Dieses Blog besteht seit 2006 und wird nur noch gele­gent­lich gepflegt. Folgen Sie der Autorin, indem Sie Ihren kosten­losen News­letter Weiter­denken  abon­nieren. Auf  Linkedin können Sie der Autorin ebenso folgen und erhalten 14tätig die Weiter­denken Essen­tials.

Weitere Podcast Folgen

  • 16.11.2023 Was hinter der stillen Kündi­gung steckt Führungs­kräfte und Perso­nal­ver­ant­wort­liche kommen nicht an diesem Phänomen vorbei: Quiet Quit­ting steht für eine Bewe­gung vornehm­lich junger Arbeit­nehmer, die sich klare Grenzen gesetzt haben, […] zur Folge:

  • 31.10.2023 Anders werden — und es geht doch! Wir leben in einer Welt, die Verän­de­rung fordert. Doch wieviel Change ist möglich? Lassen sich Führungs­kräfte so einfach “trans­for­mieren”? Können Mitar­bei­tende neugie­riger werden? […] zur Folge:

  • Podcast Narzissmus und Veränderung

    17.10.2023 Ein großes Ego kann auch nütz­lich sein — dann wenn es sich für die Welt, das Gute und Verän­de­rung einsetzt. Prof. Dr. Mitja Back spricht im Weiter­denken Podcast mit Svenja […] zur Folge:

  • 18.09.2023 Im Gespräch mit Prof. Dr. Klemens Skibicki Wer die Konstanten im mensch­li­chen Verhalten sucht, versteht die Zukunft: In Guten­bergs Zeiten wurde die Lese­sucht beklagt, heute ist es die Inter­net­sucht. “Klage­wellen” […] zur Folge: