Nebenwirkungen von Achtsamkeit
Podcast-Folge vom 06.01.2026

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Warum Achtsamkeit Nebenwirkungen hat
In diesem Podcast spricht Svenja Hofert mit dem Forscher und Psychologen Dr. Simon Schindler, wobei es um eine differenzierende Betrachtung von Achtsamkeit und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Trend geht. Dieser Podcast stammt von 2023 und wurde aktuell neu geschnitten.
Achtsamkeit verstehen: Warum Differenzierung wichtiger ist als Programme
Achtsamkeit gilt heute als Schlüsselkompetenz. In Unternehmen, Coaching und Führungskräfteentwicklung wird sie häufig als universelles Heilmittel eingesetzt, weil man dadurch Mitarbeiter psychisch gesund halten will. Dabei wird oft übersehen, dass Achtsamkeit kein einheitliches Konzept ist. Wer sie sinnvoll nutzen will, sollte genauer hinschauen, was mit Achtsamkeit eigentlich gemeint ist und welche Wirkungen realistisch sind.
Trait Achtsamkeit und State Achtsamkeit unterscheiden
Ein zentraler Punkt ist die Unterscheidung zwischen Trait und State Achtsamkeit, denn Trait Achtsamkeit beschreibt eine relativ stabile Eigenschaft. Sie meint die grundsätzliche Tendenz eines Menschen, achtsam wahrzunehmen. State Achtsamkeit hingegen bezeichnet ein momentanes Erleben, also einen Zustand, der situativ auftreten kann.
Viele Studien, auf die sich Achtsamkeitsprogramme beziehen, untersuchen lediglich State Achtsamkeit. Sie sagen wenig darüber aus, ob Menschen dadurch dauerhaft achtsamer werden oder ob sich langfristige Effekte einstellen. Diese Unterscheidung ist entscheidend, wird in der Praxis jedoch häufig ignoriert.
Bevor Achtsamkeit eingesetzt oder gefördert wird, sollte geklärt werden, was konkret damit gemeint ist. Ohne gemeinsame Bedeutungszuschreibung entstehen Missverständnisse und unrealistische Erwartungen.
Achtsamkeit ist kein Performance-Tool
In Organisationen wird Achtsamkeit häufig im Performance-Stil eingeführt. Sie soll Stress reduzieren, Produktivität steigern oder Veränderungsfähigkeit erhöhen. Genau hier liegt ein Risiko. Achtsamkeit lässt sich nicht instrumentalisieren, ohne ihre Wirkung zu verzerren.
Bekannte Beispiele wie die sogenannte AmaZEN-Box zeigen, dass Achtsamkeitsprogramme in Unternehmen auch nach hinten losgehen können, wenn sie als Mittel zur Leistungssteigerung eingesetzt werden.
Weitere Vertiefung in diesem Text.
Über Svenja Hofert

Svenja Hofert ist vielfache Bestsellerautorin, die sich im deutschsprachigen Raum über mehr als ein Vierteljahrhundert ein hohes Renommee als Vordenkerin für das Thema Zukunft von Arbeit und Führung erworben hat. Ihr Motto “Zukunft der Arbeit mit Sinn und Verstand”. Dieses Blog besteht seit 2006 und wird nur noch gelegentlich gepflegt. Folgen Sie der Autorin, indem Sie Ihren kostenlosen Newsletter Weiterdenken abonnieren. Auf Linkedin können Sie der Autorin ebenso folgen und erhalten 14tätig die Weiterdenken Essentials.








