Bräu­te­schule: Zurück in die Stein­zeit

Bräu­te­schule: Zurück in die Stein­zeit

Ursula van den Leyen will uns vorwärts bringen und hat das “Beschäf­ti­gungs­ri­siko Erzie­hungs­ur­laub”, das massen­weise Frauen aus dem Beruf kata­pul­tiert hat, endlich abge­schafft. Part­ner­schaft­lich soll die neue Zeit sein, Männer und Frauen die Chance auf Beruf UND Familie haben. Doch immer wenn sich neue Trend zeigen, entwi­ckeln sich Gegen­trends: Eva Herr­mann mit ihrer Küchen­psy­cho­logie für Haus­frauen war letztes Jahr ein Beispiel, dieses Jahr ist es die neue Serie “Bräu­te­schule”. Einen witzigen Kommentar hat dazu Hans-Georg Nelles in seinem Väter-und-Karriere-Blog gemacht. Lesens­wert!

9. Januar 2007|

Die Arbeits­welt hinter den schönen Zahlen

Die Arbeits­lo­sig­keit sinkt, das freut uns alle. Was mich aller­dings ärgert: Kaum jemand schaut hinter die Kulissen. Und da sind die Zahlen dann immer noch gut, aber doch geschönt. Etwa eine Million Menschen in Quali­fi­zie­rungs­maß­nahmen sind offi­ziell nicht arbeitslos. Diese Menschen sind oft “geparkt” — und meiner Erfah­rung nach nach mehr als zwei Quali­fi­zie­rungs­maß­nahmen auf den ersten Arbeits­markt gar nicht mehr vermit­telbar. Kein Wunder: Neulich hörte ich, dass in solchen Maßnahmen nicht Goethe, sondern das SGB II auswendig gelernt wird. Oder: Dass immer mehr Lang­zeit­ar­beits­lose als Dozenten “gecastet” werden, von Perso­nal­ver­mitt­lern, die von der Arbeits­agentur z.B. 18 EUR pro Stunde […]

5. Januar 2007|

Team Arbeit ist weg…

Plötz­lich war sie weg die Seite von “Team­ar­beit”, dem bundes­weiten Projekt, das für mehr Arbeit in Deutsch­land sorgen sollte. Am selben Tag, den 2.1.2007 erreichte mich ein Schreiben von Franz Münte­fe­ring, anschei­nend eigen­händig und nur bei genauem Hingu­cken sichtbar digital unter­schrieben. Er (bzw. seine PR-Agentur) bedankt sich ebenso herz­lich wie wort­reich für mein Enga­ge­ment… und sagt auf einer Seite sonst — nichts. Inhalts­leer, aber mit vielen Worten verkauft. Inhalts­leer, aber mit vielen Worten an die Medien verkauft war auch das Projekt. Auch ich war ein Team­ar­beit-Mitglied, eine von zahl­rei­chen Experten, die gesam­melt wurden wie Brief­marken. Ich erin­nere mich an 2004, […]

3. Januar 2007|

Wer arbeitet eigent­lich zu Sylvester?

Gibt es außer mir eigent­lich noch andere Menschen, die einen ruhigen und beschau­li­chen Jahres­wechsel der Knal­lerei und Sauferei vorziehen? Die letzten Tage lassen mich daran zwei­feln. Etwa 25 Hotels und Restau­rants haben wir durch­te­le­fo­niert, auf der Suche nach nur einem, dass KEINEN Ball, All-Inclu­sive-Parties und statt dessen simple a‑la-carte-Menüs anbietet. Fehl­an­zeige. Das Verständnis für den Wunsch nach Ruhe — wenig ausge­prägt: „Was, ähm, verstehe ich richtig: Sie wollen ruhig essen? Morgen? Ausge­rechnet zu Sylvester?“ Klar, dass ruhe­schät­zende Zeit­ge­nossen den Gastro­nomen ein Dorn im Auge sind: Kosten Drei-Gang-Menüs norma­ler­weise 39 EUR, so ist Sylvester locker das Drei­fache fällig…. Die geschei­terte Sylvester-Aktion […]

31. Dezember 2006|

Loewe: Fairer Arbeit­geber

Schade, dass das so selten ist: Das Unter­nehmen LOEWE zahlt seinen Mitar­bei­tern die gestun­deten Löhne zurück — mit 25 Prozent Zinsen. Das Unter­nehmen hatte den Zug der Flach­bild­schirme verpasst, war ins Strau­cheln geraten und hatte von den Mitar­bei­tern 2004 1,5 Monats­ge­hälter erbeten. Ende 2006 ist nun der Turn­around geschafft, LOEWE verkauft wieder Fern­seher und bedankt sich zugleich. Toll! Der Hinter­grund­be­richt ist zu lesen in der FTD. Der erste Konzern, der von Mitar­bei­tern eine Gehalts­ein­buße verlangte war Hewlett Pack­hard, 2001. Den aktu­ellste Fall liefert die Telekom 2006: 30–50% weniger soll es für ca. 45.000 Mitar­beiter geben. Ob sich da am Ende […]

29. Dezember 2006|
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