Das neue Tele­me­di­en­ge­setz

Das neue Tele­me­di­en­ge­setz

Kaum ist des neue Tele­me­di­en­ge­setz beschlos­sene Sache, wird auch schon eine Verfas­sungs­be­schwerde dagegen ange­kün­digt, siehe hier . Es geht dabei haupt­säch­lich um die Tatsache, dass ein Auskunfts­ver­langen über Nutzer­daten zukünftig deut­lich erleich­tert werden soll. Ein rich­ter­li­cher Beschluß ist für den Erfolg eines solchen Ansin­nens nicht mehr unbe­dingt notwendig. Auch in Blog­ger­kreisen sieht man mit größtem Unbe­hagen die Tatsache, dass auch private Blogs u.U. als jorn­a­lis­ti­sche Tätig­keit betrachtet und entspre­chend auch juris­tisch beur­teilt werden. Eine weitere, ausführ­liche Kritik an dem neuen Gesetz ist hier nach­zu­lesen. Sabine Korn­dörfer 

21. Februar 2007|

Kompe­tenzen für die Arbeits­welt von morgen

Zu dem folgenden Thema habe ich am 8.2.2007 im Rahmen des Trai­ning­clubs einen Vortrag gehalten. Ein Inter­view dazu finden Sie hier. „Sicher­heit ist mir einfach extrem wichtig“, sagen mir Absol­venten in Semi­naren oft. „Ich will Karriere machen, Haupt­sache weiter kommen“ – auch solche Sätze lese ich nicht selten. Sie machen mich nach­denk­lich. Denn immer wieder merke ich: Die Arbeits­welt verän­dert sich offenbar viel schneller als die Menschen. Niemand hat die Menschen darauf vorbe­reitet, was sie jetzt und in Zukunft zu erwarten haben. Sicher­heit und eine verti­kale Karriere nach dem Muster der Nach­kriegs­jahr­zehnte? Alle Wissen­schaftler sagen einmütig: Passé, auch wenn man […]

16. Februar 2007|Tags: , |

Karriere alaaf!

In Kölle hört man derzeit nur noch “alaaf” — Gele­gen­heit für mich als Ex-Kölnerin die Karriere einmal unter karne­va­lis­ti­schem Aspekt zu betrachten: §1: ET ES WIE’T ES. Heißt: Sieh den Tatsa­chen ins Auge – und mit DIESEM Lebens­lauf gibt es nun mal nur 50.000 Euro/Jahr ;-)§2: ET KÜTT WIE’T KÜTT. Heißt: Schaun wir mal, was die Karrie­re­leiter bringt, mal oben, mal unten — alles locker sehen.§3: ET HÄTT NOCH IMMER JOT JEJANGE. Heißt: Cool bleiben, auch nach drei Absagen hinter­ein­ander. Irgend­wann geht was.…§4: WAT FOTT ES ES FOTT. Heißt: Was weg ist, ist weg: Gilt auch für Jobver­luste! Das typisch […]

16. Februar 2007|

Mindest­lohn oder Kombi­lohn?

Heute wieder groß in der Presse: die Diskus­sion um Kombi- und Mindest­lohn. Inter­es­sant finde ich dazu diese Grafik. Also, ich halte ja nichts vom Kombi­lohn. Ich finde es nicht in Ordnung, dass einzelne Arbeit­geber oder ganze Bran­chen so wenig zahlen, dass der Staat noch etwas oben drauf legen muß, damit der Ange­stellte davon leben kann. Nun gut, viel­leicht erhält dieses Modell ein paar Arbeits­plätze, viel­leicht schafft es sogar einige Neue. Und das ist viel­leicht sogar güns­tiger für Vater Staat, als die betref­fenden Ange­stellten in der Arbeits­lo­sen­sta­tistik zu führen. Trotzdem: es gibt genug Projekte, die in genau bestimmten Situa­tionen zeit­lich befris­tete […]

14. Februar 2007|Tags: , |

Na, gehts gut?

Wenn sie diese Frage nicht so genau beant­worten können, schauen Sie doch einmal nach, wie ihr Land im “Happy-Planet-Index” liegt…dann haben sie zumin­dest schon einmal einen Vergleichswert!Sabine Korn­dörfer

2. Februar 2007|

Gene­ra­tio­nen­dialog , die zweite

Soeben habe ich diese Seite im Web gefunden. Inter­es­sant, dass da bereits jemand auf die demo­gra­phi­sche Entwick­lung reagiert! Leider ist die Website etwas lieblos gemacht und geizt an entschei­denden Stellen mit Infor­ma­tionen. Mich hätte bei den „Good Prac­tice“ Geschichten sehr inter­es­siert, wie diese Unter­nehmen ausge­wählt wurden und wie die Alters­struktur der genannten Firmen ist. Nun ja, viel­leicht wird da noch nach­ge­bes­sert. Ich behalte es im Auge… Sabine Korn­dörfer

31. Januar 2007|

Gutes Prak­tikum, schlechtes Prak­tikum

Sinn­volles Prak­tikum? Das Angebot an Prak­ti­kan­ten­stellen ist groß. Die Anfor­de­rungen an Prak­ti­kanten werden immer höher. Manch einer ärgert sich, wenn er eine Stel­len­aus­schrei­bung für einen Prak­ti­kums­platz liest, die vor nicht allzu langer Zeit noch dem Quali­fi­ka­ti­ons­profil eines mitt­leren Mana­gers entspro­chen hätte. Da liegt die Vermu­tung nahe, dass hier das Haupt­in­ter­esse des Arbeit­ge­bers die Beschaf­fung von Mitar­bei­tern zum Null­tarif ist. Wer sich auf sein Talent, bei Stel­len­an­zeigen zwischen den Zeilen zu lesen nicht ausschließ­lich verlassen möchte, kann sich auch hier infor­mieren. Hier können ehema­lige Prak­ti­kanten Bewer­tungen abgeben. Sabine Korn­dörfer

27. Januar 2007|

Bloggen schadet

Nun ist es heraus: Blogs und Karrie­renetz­werke sind nicht immer hilf­reich! Diese bahn­bre­chende Erkenntnis bringt uns eine Studie von BDU und Wirt­schafts­woche. Die Studie gibt an, dass sich bereits gut ein Viertel der befragten Perso­nal­be­rater bei der Über­prü­fung von Bewer­ber­daten des Inter­nets bedient – wow, das beein­druckt! Was tut der Rest? Daten­auf­zeich­nungen auf Loch­karten durch­sehen? Und dann gibt es da noch den Hinweis, dass man sich gut über­legen möge, welche persön­li­chen (Daten-) Spuren man im Internet hinter­lässt. Wieder mal eine Studie, deren Inno­va­ti­ons­po­ten­zial mit der Lupe zu suchen ist…. Sabine Korn­dörfer

26. Januar 2007|

Bremst die Ehe die Karriere?

So lautet der aktu­elle Titel des Manager-Maga­zins. Das entlockt mir doch besten­falls ein müdes Gähnen. Wer denkt sich solche Titel aus (und „garniert“ sie dann mit einem entspre­chenden Titel­bild)? Allein die Igno­ranz gegen­über Tatsache, dass es auch Part­ner­schaften ohne Trau­schein gibt, ist schon Grund genug, nicht weiter zu lesen. Die ein ums andere Mal verbrei­tete Aussage, dass eine Karriere immer furcht­bare Arbeits­zeiten und Stress mit sich bringt, die dann die Ehe zerstören, wird durch Wieder­ho­lung nicht wahrer. Hier kommt es doch wohl ganz entschei­dend auf die Qualität der Part­ner­schaft und die Prio­ri­täten des „Karrie­risten“ an. Autorin: Sabine Korn­dörfer

23. Januar 2007|

Will denn niemand mehr wech­seln?

Die Stel­len­börse Jobware meldet, dass der Perso­nal­mangel bei Fach- und Führungs­kräften in vielen Berufs­fel­dern mitt­ler­weile bedroh­liche Ausmaße annimmt. “Immer mehr Unter­nehmen suchen hände­rin­gend nach quali­fi­zierten Mitar­bei­tern mit einschlä­giger Berufs­er­fah­rung. Die Chancen, geeig­netes Personal zu finden, stehen dabei eher schlecht, denn für rd. drei Viertel der deut­schen Fach- und Führungs­kräfte kommt ein Wechsel weder kurz- noch mittel­fristig in Betracht. Dies ist das Ergebnis einer Reprä­sen­ta­tiv­be­fra­gung, die das Karriere-Portal Jobware bei der forsa Gesell¬schaft für Sozi­al­for­schung und statis­ti­sche Analysen mbH in Auftrag gegeben hat. 73 Prozent der derzeit in Unter­nehmen tätigen Fach- und Führungs­kräfte wollen demnach auf Dauer bei ihrem jetzigen Arbeit­geber […]

23. Januar 2007|

Kuschel­noten

Schon seit Schul­zeiten weiß ich, dass Noten relativ sind – relativ zu Schule und Studi­enort, relativ zum Lehrer. Spätes­tens als meine Mitschü­lerin Petra mit der Beton‑5 in Mathe 1984 von unserem Gymna­sium auf das in der Nach­bar­stadt Kerpen wech­selte und dort plötz­lich Einsen bekam, war mir klar: Anderswo ist manche Note besser, und die Berufs­chance damit auch. Nun ist klar: auch Noten sind relativ zum Studi­en­fach sehr unter­schied­lich verteilt. Sie haben Hoch­ach­tung vor einem Diplom-Psycho­logen mit Einser-Abschluss? Das brau­chen Sie nicht: 51,8 Prozent aller Psycho­logie-Absol­venten haben Top-Noten, bei den Biologen sind es sogar ühber 60 Prozent. Auch unter Infor­ma­ti­kern gras­siert […]

22. Januar 2007|

Immer weniger feiern krank, immer mehr sind es

…oder etwa nicht? Unter Beru­fung auf eine Studie des Gesund­heits­mi­nis­te­riums berichtet die WELT heute, dass der Kran­ken­stand 2006 mit 7,2 durch­schnitt­li­chen Tagen auf ein Rekord­tief gefallen sei. Die unter­schied­lichsten Medien haben das Thema aufge­griffen, auch NDR 2. Dieses zitierte gleich zwei Experten mit gegen­sätz­li­chen Inter­pre­ta­ti­ons­an­sätzen: Einer führte den seit sieben Jahren (also dem Ende der New-Economy-Blase) andau­ernden Rück­gang auf mehr Fitness und Gesund­heits­be­wusst­sein und auf eine immer jünger werdende Beleg­schaft zurück, der andere — vom Deut­schen Gewerk­schafts­bund DGB — auf die Angst um den Arbeits­platz, die auch “Halb­tote” ins Büro treibt. Aller­dings räumt auch Spiegel Online ein, die das Thema […]

15. Januar 2007|

Wie Aktien an der Börse — Drei Gehaltstrends

Wir haben es noch nicht richtig bemerkt, uns noch nicht wirk­lich daran gewöhnt: Arbeit wird in Zukunft ganz anders bewertet werden. Verschie­dene Trends zeichnen sich ab.  So werden Gehälter und Hono­rare immer weniger an Erfah­rung und Alter geknüpft sein; sie werden viel­mehr wie Börsen­kurse von der Nach­frage domi­niert. Das erfor­dert ein radi­kales Umdenken. Heute viel wert, morgen wenig! Wo früher der Wert auf dem Arbeits­markt durch Erfah­rung immer weiter zunahm, bewegt er sich nun in Kurven­form: auf und ab. Ein Indiz für die Verstär­kung dieser Entwick­lung ist die Verlang­sa­mung des Tempos bei den Gehalts­er­hö­hungen trotz guter Konjunktur. Die Löhne und […]

14. Januar 2007|Tags: , , |

Alle freuen sich aufs Eltern­geld….

…oder etwa nicht? Ja, ich gebe es zu: ich freue mich über das neue Eltern­geld! Ich finde es wunderbar, wenn endlich klar wird daß ein Kind gemeinhin ZWEI Eltern­teile hat, von denen sich Vater Staat wünscht, dass sie sich beide an der Erzie­hung betei­ligen. Die schöne Ausrede, dass es gesell­schaft­lich nicht aner­kannt sei, wenn Papa in Eltern­zeit geht, ist hoffent­lich bald nicht mehr anwendbar. Sicher, über die schmalen zwei Monate, die „der andere Partner“ nehmen soll, lässt sich treff­lich streiten. Aber es ist ein Anfang! Und man stelle sich erst einmal die Gene­ra­tion der Kinder und insbe­son­dere der Söhne vor, […]

11. Januar 2007|

Gene­ra­tio­nen­dialog am Schreib­tisch

Neulich hatte ich Besuch von einer Freundin aus dem Ruhr­ge­biet, die stau­nend bemerkte: hier ist es aber schön – hier gibt es ja auch noch junge Menschen! Die lang ange­kün­digte Umkeh­rung der Bevöl­ke­rungs­py­ra­mide nimmt langsam Einzug in unseren Alltag. Immer mehr Stel­len­an­ge­bote für Alten­pfleger und Kran­ken­schwes­tern finde ich in den Anzei­gen­teilen. Die animierte Grafik der Bundes­amtes für Statistik zur Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung zeigt deut­lich, wie tief­grei­fend diese Verän­de­rung sein wird. Aber was passiert in der Arbeits­welt? Das Renten­alter wird ange­hoben – das bedeutet, dass im Berufs­leben immer ältere Menschen wie gehabt auf Schul­ab­gänger treffen. Aber wie werden diese völlig unter­schied­li­chen Gene­ra­tionen mitein­ander […]

10. Januar 2007|
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