Das neue Telemediengesetz
Das neue Telemediengesetz
Kaum ist des neue Telemediengesetz beschlossene Sache, wird auch schon eine Verfassungsbeschwerde dagegen angekündigt, siehe hier . Es geht dabei hauptsächlich um die Tatsache, dass ein Auskunftsverlangen über Nutzerdaten zukünftig deutlich erleichtert werden soll. Ein richterlicher Beschluß ist für den Erfolg eines solchen Ansinnens nicht mehr unbedingt notwendig. Auch in Bloggerkreisen sieht man mit größtem Unbehagen die Tatsache, dass auch private Blogs u.U. als jornalistische Tätigkeit betrachtet und entsprechend auch juristisch beurteilt werden. Eine weitere, ausführliche Kritik an dem neuen Gesetz ist hier nachzulesen. Sabine Korndörfer
Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen
Zu dem folgenden Thema habe ich am 8.2.2007 im Rahmen des Trainingclubs einen Vortrag gehalten. Ein Interview dazu finden Sie hier. „Sicherheit ist mir einfach extrem wichtig“, sagen mir Absolventen in Seminaren oft. „Ich will Karriere machen, Hauptsache weiter kommen“ – auch solche Sätze lese ich nicht selten. Sie machen mich nachdenklich. Denn immer wieder merke ich: Die Arbeitswelt verändert sich offenbar viel schneller als die Menschen. Niemand hat die Menschen darauf vorbereitet, was sie jetzt und in Zukunft zu erwarten haben. Sicherheit und eine vertikale Karriere nach dem Muster der Nachkriegsjahrzehnte? Alle Wissenschaftler sagen einmütig: Passé, auch wenn man […]
Karriere alaaf!
In Kölle hört man derzeit nur noch “alaaf” — Gelegenheit für mich als Ex-Kölnerin die Karriere einmal unter karnevalistischem Aspekt zu betrachten: §1: ET ES WIE’T ES. Heißt: Sieh den Tatsachen ins Auge – und mit DIESEM Lebenslauf gibt es nun mal nur 50.000 Euro/Jahr ;-)§2: ET KÜTT WIE’T KÜTT. Heißt: Schaun wir mal, was die Karriereleiter bringt, mal oben, mal unten — alles locker sehen.§3: ET HÄTT NOCH IMMER JOT JEJANGE. Heißt: Cool bleiben, auch nach drei Absagen hintereinander. Irgendwann geht was.…§4: WAT FOTT ES ES FOTT. Heißt: Was weg ist, ist weg: Gilt auch für Jobverluste! Das typisch […]
Mindestlohn oder Kombilohn?
Heute wieder groß in der Presse: die Diskussion um Kombi- und Mindestlohn. Interessant finde ich dazu diese Grafik. Also, ich halte ja nichts vom Kombilohn. Ich finde es nicht in Ordnung, dass einzelne Arbeitgeber oder ganze Branchen so wenig zahlen, dass der Staat noch etwas oben drauf legen muß, damit der Angestellte davon leben kann. Nun gut, vielleicht erhält dieses Modell ein paar Arbeitsplätze, vielleicht schafft es sogar einige Neue. Und das ist vielleicht sogar günstiger für Vater Staat, als die betreffenden Angestellten in der Arbeitslosenstatistik zu führen. Trotzdem: es gibt genug Projekte, die in genau bestimmten Situationen zeitlich befristete […]
Na, gehts gut?
Wenn sie diese Frage nicht so genau beantworten können, schauen Sie doch einmal nach, wie ihr Land im “Happy-Planet-Index” liegt…dann haben sie zumindest schon einmal einen Vergleichswert!Sabine Korndörfer
Generationendialog , die zweite
Soeben habe ich diese Seite im Web gefunden. Interessant, dass da bereits jemand auf die demographische Entwicklung reagiert! Leider ist die Website etwas lieblos gemacht und geizt an entscheidenden Stellen mit Informationen. Mich hätte bei den „Good Practice“ Geschichten sehr interessiert, wie diese Unternehmen ausgewählt wurden und wie die Altersstruktur der genannten Firmen ist. Nun ja, vielleicht wird da noch nachgebessert. Ich behalte es im Auge… Sabine Korndörfer
Gutes Praktikum, schlechtes Praktikum
Sinnvolles Praktikum? Das Angebot an Praktikantenstellen ist groß. Die Anforderungen an Praktikanten werden immer höher. Manch einer ärgert sich, wenn er eine Stellenausschreibung für einen Praktikumsplatz liest, die vor nicht allzu langer Zeit noch dem Qualifikationsprofil eines mittleren Managers entsprochen hätte. Da liegt die Vermutung nahe, dass hier das Hauptinteresse des Arbeitgebers die Beschaffung von Mitarbeitern zum Nulltarif ist. Wer sich auf sein Talent, bei Stellenanzeigen zwischen den Zeilen zu lesen nicht ausschließlich verlassen möchte, kann sich auch hier informieren. Hier können ehemalige Praktikanten Bewertungen abgeben. Sabine Korndörfer
Bloggen schadet
Nun ist es heraus: Blogs und Karrierenetzwerke sind nicht immer hilfreich! Diese bahnbrechende Erkenntnis bringt uns eine Studie von BDU und Wirtschaftswoche. Die Studie gibt an, dass sich bereits gut ein Viertel der befragten Personalberater bei der Überprüfung von Bewerberdaten des Internets bedient – wow, das beeindruckt! Was tut der Rest? Datenaufzeichnungen auf Lochkarten durchsehen? Und dann gibt es da noch den Hinweis, dass man sich gut überlegen möge, welche persönlichen (Daten-) Spuren man im Internet hinterlässt. Wieder mal eine Studie, deren Innovationspotenzial mit der Lupe zu suchen ist…. Sabine Korndörfer
Bremst die Ehe die Karriere?
So lautet der aktuelle Titel des Manager-Magazins. Das entlockt mir doch bestenfalls ein müdes Gähnen. Wer denkt sich solche Titel aus (und „garniert“ sie dann mit einem entsprechenden Titelbild)? Allein die Ignoranz gegenüber Tatsache, dass es auch Partnerschaften ohne Trauschein gibt, ist schon Grund genug, nicht weiter zu lesen. Die ein ums andere Mal verbreitete Aussage, dass eine Karriere immer furchtbare Arbeitszeiten und Stress mit sich bringt, die dann die Ehe zerstören, wird durch Wiederholung nicht wahrer. Hier kommt es doch wohl ganz entscheidend auf die Qualität der Partnerschaft und die Prioritäten des „Karrieristen“ an. Autorin: Sabine Korndörfer
Will denn niemand mehr wechseln?
Die Stellenbörse Jobware meldet, dass der Personalmangel bei Fach- und Führungskräften in vielen Berufsfeldern mittlerweile bedrohliche Ausmaße annimmt. “Immer mehr Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern mit einschlägiger Berufserfahrung. Die Chancen, geeignetes Personal zu finden, stehen dabei eher schlecht, denn für rd. drei Viertel der deutschen Fach- und Führungskräfte kommt ein Wechsel weder kurz- noch mittelfristig in Betracht. Dies ist das Ergebnis einer Repräsentativbefragung, die das Karriere-Portal Jobware bei der forsa Gesell¬schaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH in Auftrag gegeben hat. 73 Prozent der derzeit in Unternehmen tätigen Fach- und Führungskräfte wollen demnach auf Dauer bei ihrem jetzigen Arbeitgeber […]
Kuschelnoten
Schon seit Schulzeiten weiß ich, dass Noten relativ sind – relativ zu Schule und Studienort, relativ zum Lehrer. Spätestens als meine Mitschülerin Petra mit der Beton‑5 in Mathe 1984 von unserem Gymnasium auf das in der Nachbarstadt Kerpen wechselte und dort plötzlich Einsen bekam, war mir klar: Anderswo ist manche Note besser, und die Berufschance damit auch. Nun ist klar: auch Noten sind relativ zum Studienfach sehr unterschiedlich verteilt. Sie haben Hochachtung vor einem Diplom-Psychologen mit Einser-Abschluss? Das brauchen Sie nicht: 51,8 Prozent aller Psychologie-Absolventen haben Top-Noten, bei den Biologen sind es sogar ühber 60 Prozent. Auch unter Informatikern grassiert […]
Immer weniger feiern krank, immer mehr sind es
…oder etwa nicht? Unter Berufung auf eine Studie des Gesundheitsministeriums berichtet die WELT heute, dass der Krankenstand 2006 mit 7,2 durchschnittlichen Tagen auf ein Rekordtief gefallen sei. Die unterschiedlichsten Medien haben das Thema aufgegriffen, auch NDR 2. Dieses zitierte gleich zwei Experten mit gegensätzlichen Interpretationsansätzen: Einer führte den seit sieben Jahren (also dem Ende der New-Economy-Blase) andauernden Rückgang auf mehr Fitness und Gesundheitsbewusstsein und auf eine immer jünger werdende Belegschaft zurück, der andere — vom Deutschen Gewerkschaftsbund DGB — auf die Angst um den Arbeitsplatz, die auch “Halbtote” ins Büro treibt. Allerdings räumt auch Spiegel Online ein, die das Thema […]
Wie Aktien an der Börse — Drei Gehaltstrends
Wir haben es noch nicht richtig bemerkt, uns noch nicht wirklich daran gewöhnt: Arbeit wird in Zukunft ganz anders bewertet werden. Verschiedene Trends zeichnen sich ab. So werden Gehälter und Honorare immer weniger an Erfahrung und Alter geknüpft sein; sie werden vielmehr wie Börsenkurse von der Nachfrage dominiert. Das erfordert ein radikales Umdenken. Heute viel wert, morgen wenig! Wo früher der Wert auf dem Arbeitsmarkt durch Erfahrung immer weiter zunahm, bewegt er sich nun in Kurvenform: auf und ab. Ein Indiz für die Verstärkung dieser Entwicklung ist die Verlangsamung des Tempos bei den Gehaltserhöhungen trotz guter Konjunktur. Die Löhne und […]
Alle freuen sich aufs Elterngeld….
…oder etwa nicht? Ja, ich gebe es zu: ich freue mich über das neue Elterngeld! Ich finde es wunderbar, wenn endlich klar wird daß ein Kind gemeinhin ZWEI Elternteile hat, von denen sich Vater Staat wünscht, dass sie sich beide an der Erziehung beteiligen. Die schöne Ausrede, dass es gesellschaftlich nicht anerkannt sei, wenn Papa in Elternzeit geht, ist hoffentlich bald nicht mehr anwendbar. Sicher, über die schmalen zwei Monate, die „der andere Partner“ nehmen soll, lässt sich trefflich streiten. Aber es ist ein Anfang! Und man stelle sich erst einmal die Generation der Kinder und insbesondere der Söhne vor, […]
Generationendialog am Schreibtisch
Neulich hatte ich Besuch von einer Freundin aus dem Ruhrgebiet, die staunend bemerkte: hier ist es aber schön – hier gibt es ja auch noch junge Menschen! Die lang angekündigte Umkehrung der Bevölkerungspyramide nimmt langsam Einzug in unseren Alltag. Immer mehr Stellenangebote für Altenpfleger und Krankenschwestern finde ich in den Anzeigenteilen. Die animierte Grafik der Bundesamtes für Statistik zur Bevölkerungsentwicklung zeigt deutlich, wie tiefgreifend diese Veränderung sein wird. Aber was passiert in der Arbeitswelt? Das Rentenalter wird angehoben – das bedeutet, dass im Berufsleben immer ältere Menschen wie gehabt auf Schulabgänger treffen. Aber wie werden diese völlig unterschiedlichen Generationen miteinander […]