Heute wieder groß in der Presse: die Diskus­sion um Kombi-
und Mindest­lohn. Inter­es­sant finde ich dazu diese Grafik.

Also, ich halte ja nichts vom Kombi­lohn. Ich finde es nicht in Ordnung, dass einzelne Arbeit­geber oder ganze Bran­chen so wenig zahlen, dass der Staat noch etwas oben drauf legen muß, damit der Ange­stellte davon leben kann. Nun gut, viel­leicht erhält dieses Modell ein paar Arbeits­plätze, viel­leicht schafft es sogar einige Neue. Und das ist viel­leicht sogar güns­tiger für Vater Staat, als die betref­fenden Ange­stellten in der Arbeits­lo­sen­sta­tistik zu führen. Trotzdem: es gibt genug Projekte, die in genau bestimmten Situa­tionen zeit­lich befris­tete Lohn­zu­schüsse gewähren. Da muß nicht auch noch ein Kombi­lohn her. Ich finde es total daneben, sein Geschäfts­mo­dell auf
staat­liche Lohn­zu­schüsse aufzu­bauen. Wenn man nicht genug, d.h. entspre­chend
gewisser Mindest­löhne zahlen kann, kann man sich eben keine Ange­stellten
leisten. So einfach ist das. Und wenn dabei Firmen auf der Strecke bleiben, die
sich so nicht mehr rechnen: bitte­schön! Ich finde nicht, dass der Staat in
solche Firmen inves­tieren sollte. Da scheint es mir finan­ziell und mora­lisch
wesent­lich sinn­voller, den durch Mindest­lohn even­tuell arbeitslos werdenden
Menschen mit Quali­fi­ka­tionen und enga­gierter (!) Arbeits­ver­mitt­lung zu helfen.

Sabine Korn­dörfer

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.

 

One Comment

  1. […] ökono­mi­schen Kompo­nenten kann ich nicht abschlie­ßend beur­teilen. Ich glaube aber nicht, dass ein Mindest­lohn die Lösung wäre. Der Mindest­lohn ist ein Relikt der Arbeit 1.0 – man braucht ihn, dort wo Arbeit […]

Leave A Comment