Was Gefühle wirk­lich sind — und wieso Ekman falsch lag

Was Gefühle wirk­lich sind — und wieso Ekman falsch lag

Wir suchen Worte, die zu unseren Gefühlen passen. Svenja Hofert Die BWL träumte lange vom Homo oeco­no­micus. Das ist ein ratio­naler und inso­fern bere­chen­barer Nutzen­ma­xi­mierer. Aber wie kann es dann sein, dass manche Menschen an völlig irra­tio­nalen Über­zeu­gungen fest­halten? Wie kann es sein, dass sie so offen­sicht­lich gegen ihren eigenen Vorteil handeln? Die Psycho­logie beschäf­tigt sich erst mit Gefühlen, seit dem uns die Neuro­wis­sen­schaften einen neuen Zugang gegeben haben. Mit Emoti­ons­for­schung war lange kein Blumen­topf zu gewinnen. So kommt es, dass wir erst in letzter Zeit mit dem Kern der Gefühle in Berüh­rung kommen. Und so langsam verstehen, dass wir wenig […]

23. Mai 2024|

Lebens­phasen: Vom Eintreten, Ankommen, Karrie­re­ma­chen und Sinn­su­chen

Ich sage immer: Das wich­tigste ist ein guter Start. Die ersten Erfah­rungen im Beruf sollten positiv sein. Denn ist die erste Berüh­rung mit dem Berufs­leben schwierig, führt dass dazu, dass ein Mensch sich nicht finden kann. Er kann seine Iden­tität nicht gesund ausbilden. Das belastet auch alles, was danach kommt. Das heißt nicht, dass man nicht mal falsch liegen darf. Aber drei Jahre in einem total unge­sunden Umfeld, in dem die Stärken nicht gefragt und die Persön­lich­keit nicht wachsen darf, die werden sich bemerkbar machen. Konnten wir den Berufs­ein­tritt positiv erleben — oder begann das Arbeits­leben gleich mit “null Bock”? […]

22. April 2024|

Hört auf zu coachen, liebe Führungs­kräfte!

Wenn morgen ein Wunder geschehen wäre? Dann hätte ich einen neuen Chef! Eine Führungs­kraft ist kein Coach. So wie ein Mitar­beiter auch kein Coaches ist. Das liegt an der Logik des Systems, in dem Coachee und Coach inter­agieren. “Das Busi­ness von Busi­ness ist Busi­ness”, sagte Milton Friedman. Eine ange­stellte Führungs­kraft ist deshalb ange­stellt, weil sie sich durch einen Arbeits­ver­trag diesem Zweck verpflichtet hat. Deshalb ist sie nie neutral, objektiv und absichtslos. Die Bezie­hung ist auf wech­sel­sei­tige Abhän­gig­keit ausge­richtet. Und: Es gibt immer ein Macht­ge­fälle — selbst wenn es unsichtbar ist und die Führungs­kraft das nicht wahr­haben will. Wir gehen von der Möglich­keit […]

6. Februar 2024|

Nichts wie weg hier: Die Flucht aus Deutsch­land

Als ich Anfang des Jahres das erste Mal über die Flucht aus Deutsch­land sprach, wunderte ich mich noch über die unge­wöhn­lich große Reso­nanz, die mein Beitrag auf allen Platt­formen bekam. Ich hatte eine Replik auf eine WELT-Kolumne mit dem Titel „Wie froh ich bin, nicht mehr in Deutsch­land zu leben“ geschrieben. Sie war mir aufgrund der außer­ge­wöhn­li­chen Zahl an Kommen­taren aufge­fallen. Mein News­letter No. 35 erschien dann unter dem Titel “Nichts wie weg hier” am 15.1.2023 hier. Da weilte ich gerade … auf einer südli­chen Insel. Weggehen ist für immer mehr mehr als eine Option Seitdem über­schlagen sich die Nach­richten […]

2. Juli 2023|

Die 5 Gesetze mensch­li­cher Dumm­heit — und was wirk­lich schlau wäre

Wie kann man nur …? Falls Sie sich manchmal über Ihre Mitmen­schen wundern, geben Sie es besser auf. Es ist einfach nicht zu fassen, jeder hat eine eigene Erklä­rung dafür, sich für dies oder jenes zu entscheiden. Und die ist vom eigenen Stand­punkt aus immer logisch — und natür­lich schlau. Wenn Sie schlau sind, dann werden Sie spätes­tens nach dem Lesen dieses Beitrags bitte Teil meiner Weiter­denken-Commu­nity. Danke. Mit dem IQ hat Dumm­heit nichts zu tun Doch ganz so relativ ist es nicht. Dumm­heit ist nicht nur eine Frage der Perspek­tive. Sie hat auch mit dem IQ nichts zu tun. Auch […]

7. Januar 2022|

Psycho­logie der Verän­de­rung: 5 Schritte, die jede echte Trans­for­ma­tion braucht

Verän­de­rung? Bitte nicht. Viele Menschen sagen mir, sie wollten endlich ankommen. Doch ist es wirk­lich das große Bedürfnis, in einen Bahnhof einzu­fahren, der „Ende“ heißt? Wenn ich dieses Bild in die rechte Gehirn­hälfte male, wird schnell bewusst, dass es das nicht sein kann. Ankommen heißt für viele „endlich ruhig und gelassen reisen“. Es ist der Wunsch nach mehr Zufrie­den­heit als jetzt. Doch was ist der Vater oder die Mutter dieses Gedan­kens? Eine gewisse Träg­heit. Viele wünschen sich die Endsta­tion “Ponyhof”. Sie möchten am liebsten irgendwo einsteigen, wie in einen Zug. Und dann nicht selbst fahren. Der Zug des Lebens soll maxi­malen […]

13. April 2019|Tags: , , |

Ich-Entwick­­lung: Die verges­sene Ebene der Persön­lich­keit

Arbeiten Sie mit Menschen? Sind Sie Perso­naler, Berater, Pädagoge oder Führungs­kraft? Dann ist dieser Artikel wichtig für Sie. Er zeigt Ihnen eine Dimen­sion der Persön­lich­keit, die Sie bisher vermut­lich nicht beachtet haben. Ein wich­tiges Unter­schei­dungs­merkmal — mindes­tens so wichtig wie der IQ. Die Ich-Entwick­lung kenn­zeichnet die Fähig­keit einer Person, mit Komple­xität umzu­gehen. Sie ist nicht ange­boren, sondern erlernt. Neugierig? Dann los. Haben Sie auch schon fest­ge­stellt, dass Persön­lich­keits­tests wie die Big Five oft kaum etwas über den Menschen sagen? Oder beob­achtet, dass manche Menschen wahre Wunder­tüten sind, während andere einfach nicht mehr als einen oder zwei unter­schied­liche Aspekte zusam­men­denken können? Letz­teres […]

Inse­cure Overa­chiever: Die Psycho­logie unsi­cherer Leis­tungs­men­schen — und ihre innere Befreiung

(aktua­li­siert 2.8.2024) Viele Menschen in Leis­tungs­jobs sind große Zweifler an sich selbst. Sie wirken nach außen sicher, aber sind inner­lich leicht erschüt­terbar. Kritik von der rich­tigen, ihre Karriere bestim­menden Seite reicht aus, um den inneren Motor anzu­zünden: Der Leis­tungs­mensch arbeitet dann an sich, um besser zu werden. Er über­ar­beitet Folien, merzt Fehler aus, inves­tiert seine Zeit. Ursprung: McKinsey Der McKinsey-Berater Matias Dals­gaard prägte für diese Menschen den Begriff „inse­cure overa­chiever“, also unsi­chere Über­leister. Die Brand­eins über­setzte das, was die Inse­cure Overa­chiever ausmacht, 2009 mit „noch wenig gefes­tigt“. Ihr ehema­liger Autor Wolf Lotter traf es damit gut. Mir gegen­über haben Führungs­kräfte ein […]

Akade­miker, die eigent­lich keine sind und Bache­lors, die nichts taugen

(aktua­li­siert 2.8.2024) Jeder soll studieren. Das zumin­dest war lange die Forde­rung von Experten, die ein Studium vor dem Hinter­grund der Zukunft der Arbeit als Lösung für alle betrachten. Doch je mehr Bachelor- und auch Master­ab­sol­venten ich sehe und höre, desto mehr zweifle ich, dass ein Studium die beste Lösung für sie war. Die Akade­mi­sie­rung führt dazu, dass für Jobs für die früher nur eine Ausbil­dung nötig war, jetzt ein Master notwendig ist. Das senkt die Qualität. Und entspricht oft nicht den Stärken der Menschen. Dabei würden wir so drin­gend gute Hand­werker brau­chen. Akade­miker auf dem Papier, aber nicht im Kopf […]

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