Karriere als System: Das Viable System Model weiter­ge­dacht

Karriere als System: Das Viable System Model weiter­ge­dacht

Ich habe das Viable Systems Model erst­mals auf ein Thema  ange­wendet, für das es nicht gedacht ist — auf Lauf­bahn oder auch Karriere. Daraus entstand ein Leit­faden mit 15 Seiten — Karriere als System. Meine Follower bei Substack können es als PDF “Karriere als System” herun­ter­laden.  Dann schickte ich es dem VSM-Experten  Conny Dethl­offs zu, der es wiederum auf Selbst­ma­nage­ment über­trug, berei­chert um Staf­ford Beers Audit-Kanal. Er hat also meinen Karrie­re­kon­text auf das gesamte Selbst­ma­nage­ment über­setzt. Und ich holte es — berei­chert durch seine Perspek­tive, vor allem durch seinen Umgang mit dem Audit-Kanal S3* — zurück in die Tiefe der […]

24. April 2026|Tags: , , |

T‑Shape ist out: Die neuen Karrie­re­mo­delle heißen Pi-Shape, Pilz­kar­riere und “Second skil­ling”

Wie macht man heute Karriere? Fordert die Digi­ta­li­sie­rung nicht auch ein Ende der Spezia­li­sie­rung? Während sich  New-Work-Propheten in ihren Utopien wälzen, geht die Arbeit in der durch­schnitt­li­chen Karrie­re­welt ganz normal — spezia­li­siert also — weiter. Immer noch bauen die meisten ihre Karriere T‑shaped auf, das heißt sie beginnen mit einer Spezia­li­sie­rung auf der Basis von Fach- und Prozess­kennt­nissen, was viel­fach fast auto­ma­tisch in nur wenigen Jahren zu einer Bran­chen-Fest­le­gung führt. Statt am Mindset wird am Skillset und am Toolset geschraubt (hier). Von einem Wandel hin zu einem neuen, offe­neren und flexi­bleren Verständnis von Karriere ist nur dort etwas zu spüren, […]

Mindset, Skillset, Toolset: Warum die Digi­ta­li­sie­rung das alles verän­dert

Bei Amazon ist jeder Tag „Tag 1“. Im Tag-1-Modus sind Mitar­beiter ange­halten, perma­nent an den Kunden zu denken, stets inno­vativ zu sein. Schneller, höher, weiter. Es gibt keinen Tag 2, der würde Still­stand bedeuten. Was für ein Stress für die Mitar­beiter — immer müssen sie voll aufge­dreht sein. Tempo, Tempo verlangen nicht nur für die US-Tech-Giganten. Die Kultur der schnellen Verän­de­rung, des stetigen Wandels und stän­digen Lernens hat auch anderswo Einzug gehalten. Wie ein Tsunami zieht das Schnel­lig­keits-Credo über uns. Binnen weniger Jahre hat sich dadurch auch die Karriere von Menschen funda­mental verän­dert, ihr Karrie­re­ma­chen, der beruf­liche Weg. Längst steuert […]

Warum nicht die Besten, sondern die Gleichsten Karriere machen

Was ist Ihr Bildungs­hin­ter­grund – und welchen haben die Kollegen? Wo haben Sie studiert oder gelernt, wo die anderen in ihrer “Peer-Group”? Sind die Führungs­kräfte in Ihrem Unter­nehmen sehr unter­schied­lich – oder glei­chen sie sich bei genauer Betrach­tung, wenn nicht optisch, so doch psycho­lo­gisch? Will­kommen in der normalen Welt der Ungleich­heit, in der nicht die besten, sondern oft die gleichsten Karriere machen. Und jetzt frage ich Sie: Könnte es sein, dass auch Sie selbst dazu beitragen, das Unter­schiede bestehen bleiben? Nicht sofort abwinken — vieles ist uns einfach gar nicht bewusst. 5 kleine Denk­an­stöße: Wer ist eher Vorbild für Sie? Ist […]

27. Oktober 2017|Tags: , , , , |

Nach dem Burnout ist vor der Sinn­suche: Das zweite Leben der unsi­cheren Leis­tungs­men­schen

What is real? How do you define real? Im Film “Die Matrix” hat der Held Neo die Wahl zwischen zwei Pillen. Nimmt er die blaue Pille bleibt die Welt ein von Robo­tern gestal­tetes Konstrukt, schluckt er die rote Pille, so wird er erkennen, dass nichts ist, wie es scheint: In Wahr­heit sind alle Menschen Teil einer großen Insze­nie­rung. Nun hatte Neo keinen Burnout, aber dieser kann wie eine rote Pille wirken und zu der Erkenntnis führen, dass man sich eine Welt konstru­iert hat, die ganz anders ist, als sie sich gibt. Manche verstehen plötz­lich, dass die Arbeits­welt auf Abhän­gig­keiten gründet, […]

14. September 2016|Tags: , , , |

Big Data für die Karriere: 5 Stra­te­gien für daten­ba­sierte Studi­en­wahl und Berufs­ent­schei­dungen

Was kann man damit machen? Was bringt es für die Zukunft? Womit werde ich morgen gefragt sein? Diese Fragen treiben viele Eltern, junge Leute nach dem Abitur bei der Studi­en­wahl und auch Berufs­er­fah­rene in einer Neuori­en­tie­rungs­phase ihrer Karriere an. Zu viele verlassen sich dabei auf den Bauch, die Medien und was sie aus unter­schied­li­chen Ecken hören. Dabei lässt sich für die Berufs­ent­schei­dung und Studi­en­wahl der gesunde Menschen­ver­stand ideal mit „Big Data“ kombi­nieren. Big Data ist ein noch recht junger Bereich der Daten­ana­lyse. Es geht darum, die großen Daten­mengen auszu­werten, die zum Beispiel das Internet bereit­stellt. Für beruf­liche Daten gibt es […]

15. Juni 2015|Tags: , , |

Akade­miker, die eigent­lich keine sind und Bache­lors, die nichts taugen

(aktua­li­siert 2.8.2024) Jeder soll studieren. Das zumin­dest war lange die Forde­rung von Experten, die ein Studium vor dem Hinter­grund der Zukunft der Arbeit als Lösung für alle betrachten. Doch je mehr Bachelor- und auch Master­ab­sol­venten ich sehe und höre, desto mehr zweifle ich, dass ein Studium die beste Lösung für sie war. Die Akade­mi­sie­rung führt dazu, dass für Jobs für die früher nur eine Ausbil­dung nötig war, jetzt ein Master notwendig ist. Das senkt die Qualität. Und entspricht oft nicht den Stärken der Menschen. Dabei würden wir so drin­gend gute Hand­werker brau­chen. Akade­miker auf dem Papier, aber nicht im Kopf […]

7 Über­zeu­gungen rund um Karriere und Bewer­bung, die man auch ganz anders sehen kann

Man bewirbt sich besser aus einer Fest­an­stel­lung? Man bittet Leute nicht um einen Gefallen, die man kaum kennt? Wir konstru­ieren uns unsere Wirk­lich­keit. Und was die Mehr­heit denkt, kann man auch ganz anders sehen — durchaus begründet. Ich habe  typi­sche Glau­bens­sätze  mal umge­dreht. 1. Man bewirbt sich besser aus unge­kün­digter Stel­lung Viele Menschen sagen, aus unge­kün­digter Stel­lung seien sie entspannter beim Bewerben. Das spie­gelt noch die alte Karriere- und Arbeits­welt, in der wir dankbar für jedes Joban­gebot sein mussten. Warum man das anders sehen kann: Den Job zu kündigen, kann sehr befreiend sein. Endlich hat man Zeit, die ersten drei Monate vergehen im Flug. Man […]

18. Juni 2014|Tags: , , , |

Karriere-Vitamine: Drei Typen von Durch­­starter-Lebens­­­läufen

Wie steht es um Ihre Karriere-Bonität? Haben Sie einen Triple-A-Lebens­lauf oder das Zeug dafür, eine Karriere auf hohem Niveau zu machen? Triple-A-CVs sind Lebens­läufe, die einem die Tür zu den großen, renom­mierten Unter­nehmen öffnen. Die Bezeich­nung kommt aus dem Rating: AAA heißt Kauf­emp­feh­lung. Was ist also das Gegen­teil eines solchen Türöffner-Lebens­lauf? Ein CV, der Türen schließt.  C‑Rating — wie es derzeit Grie­chen­land hat. Bewer­bern ist oft gar nicht bewusst, dass es solche unge­schrie­benen Kate­go­rien gibt und erst recht nicht, zu welcher sie selbst gehören. Lernen Sie die drei verschie­denen Triple-A-Typen kennen und orten Sie sich selbst. Was sind nun Triple-A-Lebens­läufe? Es gibt […]

Lässt sich stra­te­gisch denken lernen? Oder: Wie entwi­ckelt man Mitar­beiter und sich selbst?

MS Office Es gab eine Zeit, da traute ich jedem alles zu. Ich war sehr opti­mis­tisch, was die Entwick­lung von Kompe­tenzen von anderen betrifft. Eigent­lich, so dachte ich, könnte jeder alles lernen. Erste Irri­ta­tionen kamen im Studium, weitere in meiner Zeit als Führungs­kraft auf.  Die anderen machten ihre Arbeit nicht so wie ich dachte, dass sie es müssten. Ich erwar­tete gute Leis­tung, und bekam schlechte. Ich glaubte, die Aufgabe  klar anmo­de­riert zu haben, der Rest war für mich gesunder Menschen­ver­stand. Aber man kann gesunden Menschen­ver­stand und Anmo­de­ra­tionen sehr unter­schied­lich auslegen. Und Worte sind manchmal eher Projek­ti­ons­flä­chen für eigene Inter­pre­ta­tionen […]

Absagen mit Stil und ohne: „Bitte bewerben Sie sich nie mehr bei uns”

Wenn Bewerber sich auf einen Job freuen, auf den sie zu 100% zu passen scheinen, ist es nicht schön, im Post­fach eine Absage vorzu­finden. Vor allem, wenn diese eine lieb­lose Mail an die „sehr geehrten Bewerber/sehr geehrte Bewer­be­rinnen“ ist, die – vermut­lich oder manchmal sichtbar durch offenes CC: — gleich­zeitig an 100 andere Personen gegangen ist. „Wir haben uns für einen Kandi­daten entschieden, der mit seinen Quali­fi­ka­tionen besser zu unseren Anfor­de­rungen passte.“ Besser? Unsere Kunden leiten immer mal wieder Absagen an uns weiter mit dem Verweis „für Ihren Blog“ oder „für Ihre Samm­lung“. Meis­tens sind die Absagen-Texte haar­sträu­bend. Und ich könnte […]

7. Februar 2014|Tags: , , , , |

“Haben Sie mal einen Tipp für mich?”(Kolumne)

„Ich hab da mal eine Frage“ — im gest­rigen Blog rät Kollegin Gitte Härter zu einem gelas­senen Umgang — man soll solche Anfragen zum Beispiel auf andere Ange­bote umlenken (die natür­lich kosten­pflichtig sind). Unge­wollte E‑Mails sind Arbeits­be­schaf­fungs­maß­nahmen für alle, die eine gewisse Präsenz im Internet haben — man muss einfach darüber nach­denken. Aber je mehr man sich fragt, desto schwerer fällt es zu verstehen, was Leute reitet, Fragen zu stellen, für die es einfach gar keine Antwort gibt. © Picture-Factory — Fotolia.com Gitte Härter beschrieb Mails wie „Ich habe mich selbst­ständig gemacht. Haben Sie einen Tipp?“ Was werden diese Leute in der Selbst­stän­dig­keit machen? Schon diese Frage könnte darauf […]

Arvid wird Künstler und Hein­rich Buch­halter: Wie Namen Erfolg und Karriere beein­flussen

Es gibt viele Studien über den Zusam­men­hang von Namen und Erfolg, zu Vornamen wie Kevin und Chan­talle genauso wie zu Nach­namen wie Bauer und König. Kleider machen Leute, sagt man. Man darf noch weiter­gehen: Namen formen Persön­lich­keit, beein­flussen das Umfeld und damit auch beruf­liche Karrieren. Nehmen Sie meinen Namen. In meinem Alter werden Sie nicht viele Frauen mit dem Vornamen Svenja finden, vor 1970 war er so gut wie unbe­kannt, erst in den 1990ern kam er in Mode. Meine Mutter wollte etwas Beson­deres für mich, nicht so einen Namen, den jede trägt. Anfangs war das ein kleiner Fluch. Ich wollte lieber […]

9. Januar 2014|Tags: , , , , |

Schorn­stein­kar­rie­re­system: Im Fahr­stuhl nach oben

Deutsch­land ist das Land der Regeln und Gesetze. Da gibt es Haupt­ab­tei­lungen und Bereichs­di­rek­toren. Große Unter­nehmen klas­si­fi­zieren Gehälter nach „E4“ und „E15“. Wer was zu sagen hat, möge sich bitte hinten anstellen. Entschei­dungen werden durch mehrere Etagen  nach oben gereicht und am Ende entscheidet keiner (weil dieses System die nicht so Entschei­dungs­starken anzieht und fördert). Der Aufstieg ist strikt regle­men­tiert. Will­kommen im Schorn­stein­kar­rie­ren­system. Das ist Teil 3 meiner Serie. Das Schorn­stein­kar­rie­re­system folgt der Fürsorge- und der Macht­kar­riere. Die Schorn­stein­kar­riere ist in Deutsch­land behei­matet wie die Eiche. Sie wächst und gedeiht immer noch, selbst wenn Behörden etwa verzwei­felt versu­chen, mit Leis­tungs­ge­danken frischen Wind in dieses […]

Die Macht­kar­riere: Bei uns herr­schen Selbst­dar­steller und einfluss­reiche Bereichs­fürsten

Copy­right: Chris­tina Hucke Weiter geht es mit dem zweiten Teil meiner Serie über Karrie­re­sys­teme. Vor Jahren habe ich öfter Assess­ment Center mit Studenten durch­ge­führt. Eine meiner Lieb­lings­übungen: Die Teil­nehmer sollten in der Gruppe darüber disku­tieren, ob Bestechung normal und legitim, ja nötig sei, auch wenn ein Unter­nehmen diese offi­ziell verbiete. Nicht über­ra­schend, dass vor allem klas­sisch Karrie­re­ori­en­tierte diese Frage teils flam­mend bejahten. Das sei nötig, gehöre dazu etc. Womög­lich liegt es daran, dass auch viele Karrie­re­rat­geber auf Basis eines Macht­kar­rie­re­sys­tems argu­men­tieren, das vor allem dadurch gekenn­zeichnet ist, dass es unge­schrie­bene Gesetze neben den geschrie­benen Regeln gibt. Welche Werte […]

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