Weiter­denken: Die besten Reads aus meinem Substack-News­­­letter 2025

Weiter­denken: Die besten Reads aus meinem Substack-News­­­letter 2025

Zun Jahres­ende haben einige von euch viel­leicht etwas Zeit. Jeden­falls sehe ich derzeit vermehrte Zugriffe auf meine Substack-Kolumnen. Damit du nicht lange suchen musst, präsen­tiere ich dir hier die 5  belieb­testen Lese­stücke aus dem Jahr 2025. 1. Hört auf zu coachen — über ein Miss­ver­ständnis Dieser Beitrag ist sogar von 2023. Ich habe ihn aber dieses Jahr aktua­li­siert. Und aufgrund der zuneh­menden Aufrufe das Gefühl, dass er erst jetzt so richtig Rele­vanz bekommt. Zitat: “Coaching könnte nun dazu beitragen, dass Gedanken, Gefühle und Hand­lungen in Schwung und Harmonie kommen. Es könnte dafür sorgen, dass Menschen spüren, was sie wollen. „Was […]

29. Dezember 2025|Tags: , , , , |

Rang, Rolle, Posi­tion: Macht­dy­na­miken, die verän­dern

Macht dehnt sich aus und konzen­triert sich. Sie geht einher mit Dyna­miken, die weit über einzelne Personen und Netz­werke hinaus­geht. Macht ist das, was eine Bewe­gung, eine Idee, eine Gruppe wachsen lässt. In diesem Beitrag beleuchte ich Macht­dy­na­miken auf der Basis der so genannten Rang­dy­namik nach Raoul Schindler und über­trage sein Modell in die moderne Zeit. Macht verteilt sich, Macht konzen­triert sich Wir können es in der Politik beob­achten: Die Macht verteilt sich einer­seits immer wieder neu — und konzen­triert sich andrer­seits auf wenige Zentren. Wir sehen auch: Sie kommt nicht isoliert. Das “Trump II” soviel mäch­tiger auf die globale […]

10. Dezember 2025|Tags: , , , , |

Persön­lich­keits­stile: Normal ist nur der Wahn­sinn

Was Menschen als „crazy“ wahr­nehmen, verschiebt sich gerade. Das hat mit einer zuneh­menden Aufmerk­sam­keit für neuro­di­ver­gente Stärken und Persön­lich­keits­stile zu tun. Der “Wahn­sinn” wird normaler — und das ist gut so. Denn Stärken finden sich überall: Jenseits der Norm und mitten­drin. Diagnosen sind gesell­schafts­fähig geworden. Eine Kollegin stöhnte kürz­lich, sie könne die ADHS-Welle nicht mehr hören. Nicht aus Abwer­tung, sondern aus Müdig­keit. Eine Diagnose kann entlasten, Iden­tität stiften, Zuge­hö­rig­keit erzeugen – und dennoch über­treiben wir es kollektiv. Diagnosen sind Trend­ba­ro­meter. Sie sagen mehr über gesell­schaft­liche Sorgen aus als über indi­vi­du­elle Abwei­chungen. Wir stehen vor der Frage: Was ist eigent­lich normal? […]

25. November 2025|Tags: , , , |

Future Skills 2030: Wunsch­kon­zert oder bald Realität?

Die so genannten Future Skills werden von den Medien gehypt. Doch sie sind oft weit entfernt von der Karriere- und Berufs­wirk­lich­keit. Sie spielen lieber im Wunsch­kon­zert von Bildungs­for­schern. Denn analy­ti­sches Denken, krea­tives Denken  und tech­no­lo­gi­sche Fähig­keiten sind derzeit gar nicht so gefragt. Statt­dessen legt das Hand­werk einen Siegeszug hin. Mate­rial- und Werk­zeug­kom­pe­tenz taucht aber nirgends auf. Lena arbeitet als Soft­ware­ent­wick­lerin in einem Indus­trie­un­ter­nehmen. Vor zwei Jahren galt sie als Muster­bei­spiel für eine nd MINT-Karriere. Sie hat die neuen Future Skills inha­liert, die im Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum als entschei­dend für die kommenden Jahre beschrieben werden: analy­ti­sches […]

9. Oktober 2025|Tags: , , , |

Mut zu Zwischen­tönen!

Zwischen­töne sind Nuancen, feine Abstu­fungen zwischen klar erkenn­baren Posi­tionen oder Aussagen. Zwischen­töne verbinden. Leider gibt es sie immer seltener. Viel­leicht weil Menschen Angst vor ihnen haben. Sie sind aber eine beson­dere Stärke, die vor allem Menschen entwi­ckeln, die sich selbst nicht so wichtig nehmen. Als Fried­rich Merz diese Woche weinte, war das für mich ein wohl­tu­ender Zwischenton. Dieses Weinen war echt, ehrlich. Wer weint, der ist auch berührt. Trauer zeigt den Weg zum Spüren, der viel zu vielen versperrt ist. Doch schon wird diese ehrliche Berührt­heit mit der eigenen Sicht auf eine Person verbunden: Dieser Merz, den (fast) keiner mag. […]

21. September 2025|Tags: , , , |

Gehirn: Warum Verän­de­rungs­kom­pe­tenz mit flexi­blem Denken und Ente oder Hase zusam­men­hängt

Emma Darwin schrieb am 21. November 1838 an Charles, kurz nach ihrer Verlo­bung: „My reason tells me that honest & consci­en­tious doubts cannot be a sin.” Sie meint damit, dass Glauben auch eine Frage der Vernunft sei. Emma haderte zeit­le­bens mit den Hypo­thesen ihres Ehemanns. Der Entwick­lung der Evolu­ti­ons­theorie wiederum zwei­felte am Glauben. Emmas Zweifel führten soweit, dass sie einen Abschnitt aus Darwins Werk strei­chen ließ, indem er seinen Zweifel kundtat. Während Darwin also flexibel dachte und seine eigenen und die Über­zeu­gungen der Welt in Frage stellte, blieb Emma mit ihrem Glauben fusio­niert. Er war Teil ihrer Iden­ität. Man könnte es auch […]

Verän­de­rung im Change: Was aus Sicht der Wissen­schaft am meisten wirkt

Im Coaching, der Team- und Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung geht es immer auch um Verän­de­rung von Verhalten, sei es verbunden mit Change oder Trans­for­ma­tion. Aber was zahlt über­haupt auf Verhal­tens­än­de­rung ein? Welche Inter­ven­tionen beein­flussen Verhalten – und wie wirksam sind diese? In diesem Beitrag schauen wir auf das, was aus Sicht der Wissen­schaft am meisten wirkt. Hier hilft eine aktu­elle wissen­schaft­liche Meta­na­lyse. Der Verän­de­rungs­fa­vorit der meisten Unter­nehmen ist die Wissens­ver­mitt­lung? Doch die wirkt (allein) kaum. Die Effekt­stärke könnte man auch so inter­pre­tieren: Das kann man auch gleich sein lassen. Aber halt, natür­lich ist Wisen­s­ver­mitt­lung nicht gleich Wissens­ver­mitt­lung. Meine Erfah­rung: Es ist die Kombi. Wissens­ver­mitt­lung […]

1. Juni 2025|Tags: , , , |

Life-Story-Forming: Wie Sie Ihr Leben umdeuten und auch die Zukunft neu gestalten

Erin­nern Sie sich jetzt bitte an ein Ereignis aus Ihrer Jugend, Ihrer Ausbil­dung, dem Studium, dem Berufs­leben, das prägend für Sie war. Malen Sie ein Mindmap mit Asso­zia­tionen zu diesem Ereignis. Sind Sie der Held? Wenn nicht erzählen Sie die Geschichte anders… Das schaffst du nie! „Das schaffst du nie!“ Susanne erin­nert sich daran, dass zwei Mitschü­le­rinnen, Inge und Ingrid, auch die doppelten Ingen genannt, genau das einmal zu ihr gesagt haben, als sie den beiden im Vertrauen erzählte, sie wolle von der Real­schule aufs Gymna­sium wech­seln, studieren und irgend­wann ein Unter­nehmen leiten. Susanne war damals sehr schüch­tern und sagte […]

23. Januar 2016|Tags: , , , |

Erfolg ist keine Glücks­sache: Was Führungs­kräfte von der deut­schen Natio­nalelf lernen können

Am Ende waren unsere Jungs auch psycho­lo­gisch stärker. Doch das ist es nicht allein. Was macht den Erfolg eines guten Teams wirk­lich aus? Eine Erklä­rung. Eine klare Stra­tegie entwi­ckeln Wie ist der Gegner aufge­stellt, was sind seine Schwä­chen und Stärken? Wie in der agilen Team­ar­beit wird im Fußball einer­seits geplant und ande­rer­seits der Moment genutzt. Für alles gibt es einen über­ge­ord­neten Stra­te­gie­plan, der seit 2000 aufge­stellt wurde, sich immer weiter­ent­wi­ckeln durfte und konse­quent in einzelne Maßnahmen, Projekte und Teil­pro­jekte aufge­teilt wurde. Zu nennen sind hier die Leis­tungs­zen­tren, aber auch die verstärkte Einbe­zie­hung der Psycho­logie seit 2004 unter Klins­mann. Den Wir-Geist fördern Stra­tegie, Struktur, […]

15. Juli 2014|Tags: , , |

7 Über­zeu­gungen rund um Karriere und Bewer­bung, die man auch ganz anders sehen kann

Man bewirbt sich besser aus einer Fest­an­stel­lung? Man bittet Leute nicht um einen Gefallen, die man kaum kennt? Wir konstru­ieren uns unsere Wirk­lich­keit. Und was die Mehr­heit denkt, kann man auch ganz anders sehen — durchaus begründet. Ich habe  typi­sche Glau­bens­sätze  mal umge­dreht. 1. Man bewirbt sich besser aus unge­kün­digter Stel­lung Viele Menschen sagen, aus unge­kün­digter Stel­lung seien sie entspannter beim Bewerben. Das spie­gelt noch die alte Karriere- und Arbeits­welt, in der wir dankbar für jedes Joban­gebot sein mussten. Warum man das anders sehen kann: Den Job zu kündigen, kann sehr befreiend sein. Endlich hat man Zeit, die ersten drei Monate vergehen im Flug. Man […]

18. Juni 2014|Tags: , , , |

Die Kunst des Loslas­sens: Wie Sie die Dinge locker(er) sehen

Wir sollen Ziele haben! Dinge unbe­dingt wollen! Und doch ist es gerade das, dieses Unbe­dingt-wollen-sollen, was uns anspannt, verkrampft,  fest­hält, manchmal sogar in Ehrgeiz erstarren lässt. Klappt das — jetzt, endlich, sofort? Was, wenn nicht? Gedanken kreisen wie Fliegen um den Kopf. In solch einer Situa­tion wird weder das Joban­gebot noch der Auftrag kommen. Dann heißt es: Loslassen! MS Office Einmal bekam ich von einer lang­jäh­rigen, ganz tollen Kundin inner­halb von drei Tagen erst eine ange­spannte Mail (es muss!), dann eine „ich lasse los“-Mail und schließ­lich „juchu, der Auftrag ist da“. Ich sende zwischen­durch manchmal Inter­ven­tionen, ein Wort, ein Satz, ein Bild. Manchmal lasse ich mir Übungen […]

30. April 2014|Tags: , , , , |

Geben und Nehmen: Warum Sie als gutwil­liger Geber viel erfolg­rei­cher sein können (Rezen­sion)

„Ich möchte Sie als Dank für Ihre vielen hilf­rei­chen Beiträge auf etwas hinweisen“, schrieb mir jemand letzte Woche. Es folgte ein selbst­loser Tipp, den ich sicher beher­zigen werde. Eine beson­ders clevere Form der Akquise? Hinter­ge­danken? Offen­sicht­lich nicht. Der Schreiber war ein Geber. Gerade deshalb werde ich mir ihn merken und „abspei­chern“. Ganz anders als die Nehmer  und Tauscher, die sich ständig mit Pseudo-Win-Win-Vorschlägen anpir­schen, nach Tipps suchen und bei einem Gehalt von 150.000 Euro nach Rabatten fragen. Geber sind nach Wharton-Professor Adam Grant selbst­lose, also altru­is­ti­sche Menschen, die gerne helfen und keine Gegen­leis­tung dafür wollen. Über diese Menschen hat Grant […]

27. April 2014|Tags: , , , |

Kogni­ti­ons­psy­cho­logie: 7 Tricks für eine moderne und effi­zi­ente Bewer­bung

Entscheider beschäf­tigen sich nur kurz mit einem Lebens­lauf.  Eine Minute viel­leicht, wenn es hoch­kommt zwei… Sie lesen nicht sukzes­sive von vorne nach hinten und nicht jedes Wort. Was behält der Perso­naler von Ihrer Bewer­bung, wenn er sie ablegt? Nicht viel, machen Sie sich da keine Hoff­nungen. Und oft haften Dinge wie Kleb­stoff im Gehirn, die Sie gar nicht auf dem Plan hatten: „Wirrer Aufbau“, „oh gott wie komplex“ oder „Layout wie auf der Beer­di­gung“. Wie Sie mit Hilfe des Wissens aus der Kogni­ti­ons­psy­cho­logie Ihre Bewer­bung wirk­samer in den Köpfen veran­kern – und wahr­schein­li­cher einge­laden werden lesen Sie hier. Dabei geht es […]

9. April 2014|Tags: , , , , , |

„Mein Coach hat mir nichts Neues gesagt“: Neben­wir­kungen im Coaching

Nicht immer führt ein Coaching beim Kunden zu einem Moti­va­ti­ons­schub und posi­tiven Aha-Effekten. Es kann auch mal stocken, oder sogar haken. Selbst Rück­wärts­be­we­gungen sind möglich: Dann verschlimm­bes­sert das Coaching die Situa­tion, weil plötz­lich Zweifel sind, wo vorher keine waren. Neben­wir­kungen im Coaching — und wie wir damit umgehen können. Wann kommt es zu Neben­wir­kungen im Coaching? Bei Bera­tern kann man auf deren Unwissen schimpfen. Bei Coachs ist der Ärger mehr mit dem verflochten, was Inter­ven­tionen ausge­löst haben – oder auch nicht. Dass der Kunde nachher nicht “klüger” raus­kommt, sondern verwirrter, ist durchaus normal. Denn: Jede Refle­xion erhöht auch die Komple­xität im […]

Gehalt verhan­deln: Verlangen Sie einfach mal 50% mehr – und setzen Sie auf Psycho­ef­fekte

Stellen Sie sich vor, Sie würden einfach 50% mehr Gehalt fordern. Ihr Chef würde Sie für verrückt halten – oder doch für sehr toll­kühn. Doch danach zeigen Sie sich über­ra­schend koope­ra­ti­ons­be­reit und einigen sich auf 10%. Dieser im Vergleich zu vorher kleinen Forde­rung wird der Gute dann sicher zustimmen. Was haben Sie getan? Sie haben die Door-in-the-Face-Technik verwendet, die besagt, dass kaum jemand zu einer kleinen Forde­rung „nein“ sagen wird, wenn er zuvor mit einer großen Unver­schämt­heit konfron­tiert wurde. So lassen es jeden­falls Studien vermuten. Es geht aber auch genau anders­herum: Sie bitten zuerst um eine Klei­nig­keit, etwa um die […]

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