Bin ich ein Narzisst? Und wenn ja, wie viele?

Bin ich ein Narzisst? Und wenn ja, wie viele?

Bin ich ein Narzisst? Diese Frage stellen sich viele Menschen eher heimlich. Immer noch steht die Opferreflexion im Fokus, weniger die des Täters. Denn Narzissmus hat viel mit dunklen Seiten zu tun, mit Macht, Schattenhandeln, Erfolg und Erfolgskonzepten. Diesen Zusammenhang will keiner gern für sich selbst sehen. Ich breche mit diesem Beitrag deshalb mit einem Tabu. Er hilft Schritt für Schritt, den eigenen Narzissmus zu verstehen und ihn schließlich zu greifen. Dabei fördert er Kenntnis und Selbstkenntnis - das wünsche ich mir jedenfalls. Bist du Täter oder Opfer? In meiner Branche gibt es vermutlich besonders viele Narzissten. Der Buchautor Robert Haller [...]

6. Mai 2018|Tags: , , |

Da haben wir uns ja mal wieder gut unterhalten: Warum Coaching mehr sein muss als ein gutes Gespräch

Mensch, da haben wir uns doch wieder richtig gut unterhalten. Tolles Gespräch, gute Vibes. Wir mögen uns, aber wir drehen uns zusammen im Kreis; es ändert sich nichts. Aber gut war´s. Und der Coach richtig nett. Aber nett kommt halt von „netto“ und netto heißt nichts… Viele Coachinggespräche unterscheiden sich kaum von normalen Dialogen unter Freunden – selbst wenn der systemische Fragenkoffer ausgepackt wird und die gesammelte Kunst des Fragens angewendet wird. Ein Coaching, das Veränderungen einleitet oder einleiten soll (etwa im Rahmen der Führungskräfteentwicklung), sollte mehr sein als das Stochern in den Gedankengängen, die jemand ohnehin schon hatte. Der [...]

3. Oktober 2017|Tags: , , |

So bleiben Sie in guter Erinnerung: 3 Anforderungen an eine gute Beratung

„Dieser Frau habe ich es zu verdanken, dass ich heute bin, wo ich bin.“ Das sagt ein erfahrener Geschäftsmann, der einmal sehr an sich selbst zweifelte und an einem Wendepunkt seines Lebens zu einer Beraterin gegangen ist. Von da an wurde alles anders. In seinen Augen. Natürlich hat er sich diese Geschichte auch zurechtgelegt, selbstverständlich steigt in der Rückwärtsbetrachtung oft die Bedeutung von etwas, der Hindsight bias. Und ohne Frage ist der Mensch es, der „es geschafft“ hat, seine Persönlichkeit, seine Potenziale - und niemals der Berater. Und doch sind diese erst freigesetzt worden, als er dort saß, in dem Büro dieser [...]

9. Februar 2015|Tags: , , , |

Zu viel Coaching, das gar nichts bringt? Replik auf „wir coachen uns zu Tode“

Coachen wir uns zu Tode? Werden nur Berater beraten? Eine kleine Kolumne in der WELT wirbelt im Netz gerade mächtig. Ich hab den Text zufällig gefunden, gelacht und unbedarft bei Facebook eingestellt. Gleich ging die Kritik los: das sei doch wohl nicht lustig. Ich lese noch mal, denke „ist das so böse?“ - und verstehe, dass man geteilter Meinung sein kann. Für mich war´s wie ein guter Comic, nicht tiefsinnig. Überzeichnet und nicht sauber getrennt zwischen den Disziplinen Coach, Berater, Trainer, aber da sehe ich drüber hinweg. Für andere ist es eine unqualifizierte, ärgerliche Attacke. Geteilt wurde der Beitrag trotzdem bisher [...]

8. August 2014|Tags: , , , |

Was kann ich im Vergleich zu…? Potenzialanalysen mit Bezugsgruppen

Stärken-Selbstbilder haben eine große Schwäche: Es gibt immer blinde Flecken, also Bereiche, die Sie nicht sehen. Und Fehleinschätzungen, Verzerrungen.  Beispiel: Charlotte fällt in der Schule alles leicht, Deutsch genau wie Mathe und Naturwissenschaften, sie kann gar nicht sagen, was sie richtig gut kann. Fremdbilder sind genauso fehleranfällig. Sie können enorm hilfreich sein: Ein „Mensch, du bist richtig gut“ von der richtigen (weil akzeptierten) Person kann unheimlich viel auslösen und sehr nachhaltig beflügelnd wirken. Aber Fremdbilder haben auch blinde Flecken, Bereiche also, die Vertraute, Freunde und Kollegen – und auch Berater! - nicht sehen. Hinzu kommt: Außenstehende neigen dazu, eigene Bewertungsmaßstäbe [...]

Kleine Ackerkunde für Coachs: Feldkompetenz im Karrierecoaching

Auf so manchem Seminar habe ich den Satz gehört „ach, Feldkompetenz“: Gut zu haben, aber nicht wichtig. Feldkompetenz brauchen Berater.  Berater ist dabei als Seitenhieb zu verstehen. Das sind die Leute, die sich einen Lebenslauf anschauen und sagen: Machen Sie X, dann steigern Sie Ihr Gehalt um Y. So verstehe ich Karrierecoaching nicht. Das machen keine systemischen Coachs, und ich bin ja einer. Für mich steckt im Karrierecoaching auch ein Bündel von Methoden, die die Klienten helfen, für sich selbst eine Lösung zu finden. Um diese Methoden anwenden zu können, braucht es Feldkompetenz. Neben Selbstverständlichkeiten wie sozialer Kompetenz und Handlungskompetenz.  [...]

Betrügen und lügen: Welche Rolle spielt Ethik im Karrierecoaching?

Manchmal erfährt man im Karrierecoaching Dinge, die man besser nicht wüsste. Dabei gibt es kleine und große Themen, die heikel sind. Die kleinen Themen: Da lässt sich jemand krankschreiben, um mehr Zeit für Bewerbungen zu haben oder sich einem aktuellen Problem zu entziehen.  Da nimmt jemand formal einen Job an, um ihn sicher zu haben,  weiß aber schon, dass er/sie diese Stelle nicht antreten wird, wenn ein Arbeitgeber zusagt, der regional besser passt. Zu diesen Themen veröffentlichte Henrik Zaborowski gerade einen Leserbrief vom „Bewerber 2.0 - HR schlägt zurück“. Da erfinden Bewerber kranke Tanten und andere haarsträubende Geschichten, um Terminunpässlichkeiten, [...]

Gehalt verhandeln: Verlangen Sie einfach mal 50% mehr – und setzen Sie auf Psychoeffekte

Stellen Sie sich vor, Sie würden einfach 50% mehr Gehalt fordern. Ihr Chef würde Sie für verrückt halten – oder doch für sehr tollkühn. Doch danach zeigen Sie sich überraschend kooperationsbereit und einigen sich auf 10%. Dieser im Vergleich zu vorher kleinen Forderung wird der Gute dann sicher zustimmen. Was haben Sie getan? Sie haben die Door-in-the-Face-Technik verwendet, die besagt, dass kaum jemand zu einer kleinen Forderung „nein“ sagen wird, wenn er zuvor mit einer großen Unverschämtheit konfrontiert wurde. So lassen es jedenfalls Studien vermuten. Es geht aber auch genau andersherum: Sie bitten zuerst um eine Kleinigkeit, etwa um die [...]

25. März 2014|Tags: , , , |

Denker oder Lenker? Welche Rolle spielt Persönlichkeit beim Coachen oder Beraten?

Wer das Abstrakte mag, hat oft Fantasie. MS Office Jeder Coach und Berater kocht mit demselben Wasser? Mit gleichen Methoden kommt man zum gleichen Ergebnis? Da bin ich nicht sicher. Klar, unterschiedliche Ergebnisse würden auch bedeuten: eine Beeinflussung findet statt. Es ist mehr als nur Beziehungsebene hergestellt ja/nein. Es kann also nicht sein, was strenge Systemiker und Konstruktivisten postulieren, nämlich dass der Coach im Grunde austauschbar ist, weil ja nur freigesetzt wird, was ohnehin im Coachee liegt. Die Beeinflussung durch die Persönlichkeit des Coachs fängt im Grunde schon vor der Kontaktaufnahme statt. Ob im Unternehmen oder privat: In der Regel [...]

Wie finde ich den passenden Beratungsansatz für berufliche (Neu-)orientierung?

Wenn Coachs sich selbstständig machen, dann leider viel zu oft mit einem Thema, das zwar jeden arbeitenden Menschen betrifft (Zielgruppe „alle“), aber dabei auch so ausgelutscht ist wie ein altes Kaugummi. Das Thema heißt „Berufliche (Neu-) Orientierung“. Da soll es dann darum gehen, den beruflichen Einstieg von jungen Menschen oder aber den „Change“ Berufserfahrener einzuleiten, eigene Stärken wiederzuentdecken und Jobträume zu realisieren. Diesen Artikel schreibe ich für alle, die sich einen Berater/Coach für berufliche Neuorientierung auswählen und dafür Anhaltspunkte wollen - und für die Coachs selbst. Er soll einen Überblick über den Markt geben und das richtige Angebot. Übersicht: Svenja Hofert Was [...]

„Wer rumgekommen ist, will Sinn und Ethos“ – ein Gespräch mit Gilbert Dietrich über Google, Gen Y und Philosophie

Wie tickt die Gen Y wirklich? Wie wird man als Philosoph Banker oder Personalleiter? Und: Was ist wirklich entscheidend für Berufserfolg? Mit dem Philosophen, Coach und Personalleiter Gilbert Dietrich sprach ich über dies und das. Dietrich ist ehemaliger Googleianer und heute beim Leipziger Internetunternehmen Unister für Personal verantwortlich. Er betreibt einen wissens- und geistreichen Blog und ist Mitglied der Karriereexperten. (Be-) Merken Sie diese Generation Y? Sind die wirklich so verwöhnt? Dietrich (lacht): Verwöhnt, weiß ich nicht, aber anspruchsvoll kommen sie mir schon vor. Wobei das auch individuell ganz verschieden ist. Als Faustregel kann ich sagen: Wer rumgekommen ist, ist [...]

25. Oktober 2013|Tags: , , , , , |

Wachsen, aber richtig! Strategien, wie Coachs und Berater größer denken und werden

  © Mopic - Fotolia.com Wachsen tut weh. Und stellt gerade Solounternehmer wie Coachs und Berater vor Schwierigkeiten, denn sie können ja nicht so ohne weiteres Mitarbeiter zum Kunden schicken. Ich sprach darüber mit meiner Kollegin Monika Birkner, die soeben das Buch „Erfolgreich als Solo-Unternehmer“ herausgebracht hat.  Es handelt sich dabei um eine komplett aktualisierte Neuauflage von „Wachstumsstrategien für Solounternehmer“. Ich erlebe, dass Wachstum manchmal unmöglich scheint: da sind die laufenden Aufträge, die absolute Priorität haben, der Zwang Geld verdienen zu müssen – die Notwendigkeit, sich neu aufzustellen tritt da in den Hintergrund. Man hat einfach keine Zeit. Birkner: Ja, das [...]

Coaching-Ausbildungen: Macht die akademische Konkurrenz den Instituten den Garaus?

(Achtung, ab hier leichte Ironie...) Sie möchten ein Diplom verleihen und viel Geld mit einer Ausbildung verdienen, etwa zum Professional Speaker in Big Companies (BSBC)? Der Abschluss ist von mir gerade frei erfunden, wäre aber von Ihnen - selbst ohne Abitur - sofort realisierbar, solange Sie die Ausbildung nicht online anbieten. Da verdirbt einem die staatliche Institution ZFU (Zentralstelle für den Fernunterricht) den Spaß. Mit einem live unterrichtendem Institut oder einer Akademie darf dagegen jeder fast alles. Wenn Sie sich dazu einen seriösen Anstrich geben wollen, gründen Sie zusätzlich einen Verein mit sieben Leuten, die Sie  im Freundeskreis scouten. Dieser [...]

Hunde-Marke: Coach-Positionierung mal animalisch

Coaching ist ein hartumgekämpftes Business, die Diskussion von letzter Woche zeigt es an. Das früher übliche Marketing über Bücher hat sich weitgehend totgelaufen, inzwischen gibt es sogar Coachs, die Geld dafür bezahlen, in Publikationen und Zeitschriften gedruckt zu werden. Sichtbar zu werden - alles andere als leicht. Wenn man sich nicht mal etwas ganz Anderes einfallen lässt. So wie Sabine Dinkel. Sie ist mir unter den Karriereexperten aufgefallen, weil sie etwas anders macht als die meisten. Ich traf mich mit ihr beim Birnenkuchen, um mit ihr über Coach-Marketing zu sprechen. Das Wilma -Logo - dazu gibt es auch Pfoten zum Aufkleben [...]

29. Januar 2013|Tags: , , , , , |

Das eine, das andere nicht haben

... Ja, was ist das? Leicht gesagt "man braucht eine Alleinstellung" - und schwer umgesetzt. In meinem SlowGrow-Prinzip® rate ich von Quick-Positionierungen ab, die in folgender Art und Weise gängig sind: Nehmen wir ein wenig Zielgruppen, mixen wir es mit Spezialisierung und fertig ist die Quick-und-Dirty-Position, die natürlich so am Markt überhaupt nicht funktioniert. Denn der Kunde will etwa im Coaching-Bereich, gar keinen Super-Positionierten. Er möchte Coaching, oft, ohne zu wissen, was das genau ist. Er reagiert auf Referenzen und eventuell Lebenslauferfahrung oder Zertifizierung als Qualititätsversprechen. Er will als Unternehmen jemanden der Personalentwicklungs- oder Trainingskonzepte erstellt - und keine "Trainingskonzeptemacherin". Letzteres [...]

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