Bera­tung: Warum das Syste­mi­sche so viele über­for­dert und das zentrale Dilemma des Karrie­re­coa­chings

Bera­tung: Warum das Syste­mi­sche so viele über­for­dert und das zentrale Dilemma des Karrie­re­coa­chings

Eines meiner frühen Lieb­lings­bü­cher war „Am Anfang war Erzie­hung“ von Alice Miller aus dem Jahr 1983.* Am Anfang war Erzie­hung, denn die hat uns Berater gelehrt, uns selbst zurück­zu­nehmen. Ja, einige syste­misch-konstruk­ti­vis­ti­sche Ansätze machten uns zu einer fragenden Hülle, die einem klar ausdif­fe­ren­zierten Regel­system zu folgen hat. Die Bera­ter­per­sön­lich­keit soll in den Hinter­grund treten. Dies scheint ein extremer Kontrast zu einer bunten, scheinbar von Dogmen freien Coach-Szene, die ihren Klienten beispiels­weise per Video „Erfolg“ und „Beru­fung“ verspricht und für mein Empfinden dabei nied­rigste Bedürf­nisse antrig­gert. Ich nenne sie mal als Abgren­zung zur „seriösen“ syste­mi­schen Szene Fantasy-Coachs. Bei diesen Fantasy-Coachs muss […]

So bleiben Sie in guter Erin­ne­rung: 3 Anfor­de­rungen an eine gute Bera­tung

„Dieser Frau habe ich es zu verdanken, dass ich heute bin, wo ich bin.“ Das sagt ein erfah­rener Geschäfts­mann, der einmal sehr an sich selbst zwei­felte und an einem Wende­punkt seines Lebens zu einer Bera­terin gegangen ist. Von da an wurde alles anders. In seinen Augen. Natür­lich hat er sich diese Geschichte auch zurecht­ge­legt, selbst­ver­ständ­lich steigt in der Rück­wärts­be­trach­tung oft die Bedeu­tung von etwas, der Hind­sight bias. Und ohne Frage ist der Mensch es, der „es geschafft“ hat, seine Persön­lich­keit, seine Poten­ziale — und niemals der Berater. Und doch sind diese erst frei­ge­setzt worden, als er dort saß, in dem Büro dieser […]

9. Februar 2015|Tags: , , , |

Zu viel Coaching, das gar nichts bringt? Replik auf „wir coachen uns zu Tode“

Coachen wir uns zu Tode? Werden nur Berater beraten? Eine kleine Kolumne in der WELT wirbelt im Netz gerade mächtig. Ich hab den Text zufällig gefunden, gelacht und unbe­darft bei Face­book einge­stellt. Gleich ging die Kritik los: das sei doch wohl nicht lustig. Ich lese noch mal, denke „ist das so böse?“ — und verstehe, dass man geteilter Meinung sein kann. Für mich war´s wie ein guter Comic, nicht tief­sinnig. Über­zeichnet und nicht sauber getrennt zwischen den Diszi­plinen Coach, Berater, Trainer, aber da sehe ich drüber hinweg. Für andere ist es eine unqua­li­fi­zierte, ärger­liche Attacke. Geteilt wurde der Beitrag trotzdem bisher […]

8. August 2014|Tags: , , , |

Denker oder Lenker? Welche Rolle spielt Persön­lich­keit beim Coachen oder Beraten?

Wer das Abstrakte mag, hat oft Fantasie. MS Office Jeder Coach und Berater kocht mit demselben Wasser? Mit glei­chen Methoden kommt man zum glei­chen Ergebnis? Da bin ich nicht sicher. Klar, unter­schied­liche Ergeb­nisse würden auch bedeuten: eine Beein­flus­sung findet statt. Es ist mehr als nur Bezie­hungs­ebene herge­stellt ja/nein. Es kann also nicht sein, was strenge Syste­miker und Konstruk­ti­visten postu­lieren, nämlich dass der Coach im Grunde austauschbar ist, weil ja nur frei­ge­setzt wird, was ohnehin im Coachee liegt. Die Beein­flus­sung durch die Persön­lich­keit des Coachs fängt im Grunde schon vor der Kontakt­auf­nahme statt. Ob im Unter­nehmen oder privat: In der Regel […]

Wie finde ich den passenden Bera­tungs­an­satz für beruf­liche (Neu-)orientierung?

Wenn Coachs sich selbst­ständig machen, dann leider viel zu oft mit einem Thema, das zwar jeden arbei­tenden Menschen betrifft (Ziel­gruppe „alle“), aber dabei auch so ausge­lutscht ist wie ein altes Kaugummi. Das Thema heißt „Beruf­liche (Neu-) Orien­tie­rung“. Da soll es dann darum gehen, den beruf­li­chen Einstieg von jungen Menschen oder aber den „Change“ Berufs­er­fah­rener einzu­leiten, eigene Stärken wieder­zu­ent­de­cken und Jobträume zu reali­sieren. Diesen Artikel schreibe ich für alle, die sich einen Berater/Coach für beruf­liche Neuori­en­tie­rung auswählen und dafür Anhalts­punkte wollen — und für die Coachs selbst. Er soll einen Über­blick über den Markt geben und das rich­tige Angebot. Über­sicht: Svenja Hofert Was […]

Das eine, das andere nicht haben

… Ja, was ist das? Leicht gesagt “man braucht eine Allein­stel­lung” — und schwer umge­setzt. In meinem Slow­Grow-Prinzip® rate ich von Quick-Posi­tio­nie­rungen ab, die in folgender Art und Weise gängig sind: Nehmen wir ein wenig Ziel­gruppen, mixen wir es mit Spezia­li­sie­rung und fertig ist die Quick-und-Dirty-Posi­tion, die natür­lich so am Markt über­haupt nicht funk­tio­niert. Denn der Kunde will etwa im Coaching-Bereich, gar keinen Super-Posi­tio­nierten. Er möchte Coaching, oft, ohne zu wissen, was das genau ist. Er reagiert auf Refe­renzen und even­tuell Lebens­lauf­erfah­rung oder Zerti­fi­zie­rung als Quali­ti­täts­ver­spre­chen. Er will als Unter­nehmen jemanden der Perso­nal­ent­wick­lungs- oder Trai­nings­kon­zepte erstellt — und keine “Trai­nings­kon­zep­tema­cherin”. Letz­teres […]

Kultur­re­vo­lu­tion bei der Bundes­agentur? Drin­gend nötig!

Die Arbeits­agentur will sich ganz neu aufstellen und bietet jetzt z.B. Assess­ment Center an. Man spricht von einer Kultur­re­vo­lu­tion. Dieser Artikel zeigt einen Blick hinter die Kulissen — wie es derzeit wirk­lich ist.

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