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„Mein Coach hat mir nichts Neues gesagt“: Nebenwirkungen im Coaching

Nicht immer führt ein Coaching beim Kunden zu einem Motivationsschub und positiven Aha-Effekten. Es kann auch mal stocken, oder sogar haken. Selbst Rückwärtsbewegungen sind möglich: Dann verschlimmbessert das Coaching die Situation, weil plötzlich Zweifel sind, wo vorher keine waren. Nebenwirkungen im Coaching — und wie wir damit umgehen können.
Wann kommt es zu Nebenwirkungen im Coaching?
Bei Beratern kann man auf deren Unwissen schimpfen. Bei Coachs ist der Ärger mehr mit dem verflochten, was Interventionen ausgelöst haben – oder auch nicht. Dass der Kunde nachher nicht “klüger” rauskommt, sondern verwirrter, ist durchaus normal. Denn: Jede Reflexion erhöht auch die Komplexität im eigenen Denken und Fühlen. So ist Verwirrung sogar gewollt. Aber ist das jedem Klienten klar?
Erwartungen sind nicht immer bewusst
Oft hat das mit der Auftragsklärung zu tun: Während der Coach seinen systemischen Ansatz erklärt hat, hoffte die Klientin auf ein Wunder. Selbst wenn ihr gesagt worden ist, dass es das nicht geben kann, wird manche das nicht hören wollen. Oder zwei Stimmen in der Brust spüren: Die eine ist sich völlig klar darüber, dass sie im Coaching selbst “arbeiten” muss, die andere hofft leise auf Erlösung.
Natürlich wird niemand in zwei Stunden eine Lebenslösung erarbeiten können, weshalb Kunden, die so etwas heimlich erwarten, im Grunde auch kein Coaching suchen, sondern manchmal nur eine Bestätigung – oder ein Wunder. Wenn dann die Bestätigung eher dazu führt, dass die eigene Idee ins Wanken gerät, ist die Motivation hin. Und es ist leicht dem Coach die Schuld zu geben.
Das Nichts-Neues-Feedback
Die Wundersuchenden, die meist alles wissen und auch schon alles durchdacht haben (alles!!!) neigen zum „Nichts-Neues-Feedback“, das jeder Coach kennt. Manche Kunden wechseln dann den Coach, um festzustellen, das auch der nächste nichts Neues weiß bzw. auch kein Wundermittel hat. Dann pausieren sie. Im Idealfall fangen sie an nachzudenken. Und suchen dann wieder nach einem Coach, oft nach längerer Zeit der Abstinenz. Dann hat die Sache vielleicht Aussicht auf Erfolg, vor allem wenn nicht mehr nach Neuem gesucht wird, weil sich so langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass es das wohl nicht gibt. Der Coach der ersten Phase kann nichts für dieses Kreisdrehen, obwohl viele die Schuld bei sich suchen.
Im schlechten Fall suchen die Nicht-Zufriedenen einen Wunderheiler auf, einen Guru-Life-Coach, der ihnen 5.000 EUR für ein Event abknöpft. Nur um zu merken, dass auch das am grundsätzlichen Thema nicht mal rüttelt.
Ich will gar nicht wissen, bei welchem Coach jemand vorher war, sondern nur, wie gearbeitet wurde, ob auf etwas aufgebaut werden kann und worauf der Anfragende den Misserfolg zurückführt. Das sagt oft eine Menge über das eigentliche Thema des Klienten, um das er sich nun schon ewig dreht.
Nebenwirkung starke Emotion
Nichts Neues ist das eine: Es kann auch sein, dass im Coaching etwas ausbricht, das stärkere emotionale Reaktionen hervorruft. Gerade im beruflichen Coaching und Karrierecoaching gehört es dazu, auch mal Dinge ans Tageslicht zu bringen, die Schattenseiten auf und hinter dem Lebenslauf oder der Persönlichkeit offenbaren. Wer wünscht sich schon die Bestätigung, dass man als älterer Redakteur oder Designer auf dem offenen Stellenmarkt so gut wie keine Chance hat? Wer möchte sich schon damit auseinandersetzen, dass fehlende Zielorientierung mit Festhalten an Komfortzonen zu tun hat — und der Coach nichts machen kann, wenn man sich nicht selbst bewegt. Oder auch: Wer will wirklich daran arbeiten, dass die Suche nach einem Traumjob in Wahrheit ein Konfliktvermeidungsprogramm ist.
Nebenwirkung enttäuschte Hoffnung
Auch wenn ich immer wieder im Vorgespräch darauf hinweise, dass ich kein Wunderdoktor bin und den Arbeitsmarkt nicht verzaubern kann, ist gerade bei Themen, die mit freiwilliger oder erzwungener Veränderung zu tun haben, oft noch dieses Fünkchen spürbar. Vielleicht kann mir der Coach ja doch einen Weg zeigen, ohne Aufwand und Kosten dieses Problem aus der Welt zu löschen! Vielleicht kann ein Coach Lösungen zaubern, einfach kraft seiner Erfahrung? Natürlich… nein.
Negative Wirkungen aufgrund von Ablösungs-Phasen
Wer als Karrierecoach Outplacement-Kunden hat kennt das: Es gibt verschiedene Phasen der Loslösung. Besonders deutlich wird dies bei Menschen, die lange in einem Job waren und durch eine Kündigung oder Aufhebung gezwungen sind, umzudenken. Die Phasen sind Leugnen (“mich betrifft das nicht”), Wut und Ärger (bei entsprechenden Persönlichkeiten nach außen, bei anderen nach innen gerichtet) und Trauer.
Bevor sich jemand zu neuen Ufern aufmachen kann, gilt es oft die alten Wunden zu versorgen. Das kann dann sehr psychologisch werden. Denn in diesen Phasen kann nie nach vorne gerichtet sein, das „Hin-Zu“ ist noch in weiter Ferne. Bei bestimmten Lebensläufen und Berufsgruppen muss man mit ein, zwei, ja mitunter sogar drei Jahren rechnen muss, bis eine positive und nach vorne gerichtete Energie wieder erreicht werden kann. Das heißt Aufarbeiten und Aufbauen steht im Vordergrund. Und auch Experimentieren.
Trotzdem will die Firma und/oder der Kunde, dass man am Lebenslauf arbeitet und sich bewirbt. Die Resonanzen in dieser ersten Phase sind oft schlecht. Das hat mehr mit der Ausstrahlung des Bewerbers in Gesprächen zu tun, sofern diese überhaupt zustande kommen. 30 Jahre im selben Betrieb sind eben auch wie 30 Jahre mit dem selben Ehepartner. Das prägt. Verwoben ist das alles mit Erkenntnissen, die man noch nicht wirklich wahrhaben will (“ich muss etwas ändern, will es aber vermeiden”). Aber wie heißt es: Erfahrungen lernt man nicht, man macht sie…
Nebenwirkung: Der Bösewicht
Als Coach müssen wir aushalten, eine Weile der/die Böse zu sein, auch wenn sie es nur hintenrum oder gar nicht erfahren. Wir sind irgendwie auch Mitschuld am Mißerfolg der Klienten. Vor allem wenn wir unangenehme Dinge aussprechen wie “300.000 EUR halte ich im nächsten Job für eher ambitioniert”. Damit lösen wir vielleicht auch manches Gewitter aus, und wir müssen vorher überlegen, auf was gesagt werden will und was nicht.
Sinnvoll ist oft an dieser Stelle erst einmal eine längere Biografiearbeit, ein psychologisches Coaching oder gar Therapie sinnvoll. Wenn Sie die ersten beiden Optionen oder das Budget das nicht leisten können, besprechen Sie, dass Sie sich nur auf arbeitsmarktbezogene Beratung beschränken möchten und geben Sie z.B. Empfehlungen, wie man schnell einen Therapeuten finden kann. Am besten haben Sie Adressen in der Schublade.
Nebenwirkung ehrliches Feedback
Manchmal fragen mich Kollegen, ob ich empfehle, schon früh auszusprechen, was man weiß: z.B. dass man keine Bankergehälter mehr bekommen wird oder mit diesem Lebenslauf ohne Upskilling kaum Chancen haben wird. Ich bin der Meinung: Ja. Aber annehmen werden es die Klienten in dieser frühen Ablösephase nicht wirklich, sondern nur vordergründig, leugnen ist bei Berufstätigen mit mehr als 8–10 Jahren in einem Job typisch. Sie werden sich aber Monate oder Jahre später an Ihre Einschätzung erinnern. Es ist rückwirkend besser, wenn ein Klient sagt „mein Coach hat das ja schon damals gesagt“ als „mein Coach hat nicht mal gesehen, dass ich als Beteiligungscontroller keine 100.000 EUR mehr bekomme.“ Dank dieser Offenheit von Anfang an habe ich viele treue Kunden, die sich heute nicht mehr erinnern, dass es mal eine Gewitter-Phase gab…
Nebenwirkung durch negative Kontextwirkungen
Stellen Sie sich vor, Sie coachen eine junge Frau so, dass diese mehr Selbstbewusstsein entfaltet und im Job anders auftritt. Das muss nicht nur positiv ankommen (was vor allem für Sie ein scheinbares Dilemma ist, wenn die Firma zahlt). Möglich, dass Ihre Kunden plötzlich gemobbt und ausgegrenzt wird und sogar gekündigt. Wie verändertes Verhalten auf den Kontext – Unternehmen, Partner, Familie etc. – wirkt, lässt sich besprechen, aber nicht vorausschauen. Tatsache: Mit dem Menschen verändert sich auch sein Umfeld. Nicht immer in der vom Auftraggeber gewünschten Weise.
Was tun? Nichts. Besprechen Sie mit dem Auftraggeber, welche Reaktionen neues Verhalten auslösen kann, schon bei der Auftragsklärung. Lassen Sie den Kunden Risiken selbst entdecken, indem sie entsprechende Kontextfragen stellen. Und wenn dem Auftraggeber die Wirkung Ihres Coachings nicht gefällt, ist das so. Rechtfertigen müssen Sie das nicht.
Coaching-Nebenwirkung durch fehlende Beziehungsebene
Niemand kann zu jeder Zeit mit allen gleich gut andocken und connecten. Und dann gibt es Störfunk. So erzählte mir mal eine Kundin im Vorgespräch, mit dem vorherigen Coach sei die Beziehungsebene schon dadurch gestört gewesen, dass dieser für die erste, abgesagte Stunde Geld verlangt habe. Ich habe gleich gesagt, dass ich das richtig finde und selbst auch mache, wohlwissend, dass diese Kundin dann nicht kommen würde. Es kann auch sein, dass aus anderen Gründen kein Funke überspringt, das muss man nicht weiter ergründen… (und kann es auch nicht).
Coaching-Nebenwirkung durch “Persönlichkeitsunpassung”
Ich gebe ganz ehrlich zu, dass ich nicht so gut mit Menschen kann, die sich nicht entwickeln wollen und sich für nichts interessieren. Auch Menschen, die nur machen, was man ihnen sagt, lösen bei mir irgendetwas Flaues im Magen aus. (Update aus dem Jahr 2025: Das ist heute nicht mehr so).
Dafür freue ich mich über begabte Menschen, egal welche Begabung und welche Stärken sie haben (das ist immer noch so). Da fällt es mir sehr leicht zu motivieren. Ich kann auch leicht Impulse gebe, weil ich so vielseitig interessiert bin. Das passt zu offenen Menschen besser. Will sagen: Ihre eigene Prägung durch die Big Five wird sich immer bemerkbar machen. Ein sehr extravertierter Coach wird für Introvertierte furchtbar anstrengend sein – und wahrscheinlich auch umgekehrt. Der beste Tipp hier: Lernen Sie sich kennen und zeigen Sie Persönlichkeit. Dann erkennen das auch die Kunden, und unpassende Klienten sortieren sich selbst aus.
Zuletzt: Nebenwirkung Feedback-Fehlinterpretation
Wann ist ein Coaching erfolgreich? Man sollte es jedenfalls nicht mit gutem Feedback verwechseln. Und dann ist der Zeitpunkt wichtig: Unmittelbar danach ist anders als ein Jahr später. Feedback ist so eine Sache. Es sind bestimmte Persönlichkeiten, die begeistert empfehlen, das sagt nur sehr bedingt etwas über Wirkung/Erfolg aus. Es könnte auch sein, dass man eigentlich gar nichts bewirkt hat und gerade deshalb empfohlen wird. Deshalb schön trennen. Was soll das Ergebnis sein, was das Ziel? Und sich selbst prüfen: Lasse ich mich von einem Lächeln leiten — oder blicke ich tiefer? Und was ist in einem Jahr?
Coaching ist ein Prozess. Und zu unterschiedlichen Punkten können beide Seiten — Coach und Coachee — diesen sehr unterschiedlich bewerten. Da hilft nur eins: Sich die Kriterien klar machen. Also ab auf die Metaebene.
Mehr zum Thema finden Sie in meinem Buch “Die Coachig-Falle”.
Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeitswelt der Gegenwart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewigkeit. Ich coache bei Veränderung, spreche über das, was Veränderung mit uns macht und berate an Weggabelungen. Als Unternehmerin habe ich immer wieder erfolgreich gegründet, aktuell meine Akademie der Veränderung.
Weiterdenken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktueller, etwas pointierter, etwas tiefsinniger und pragmatisch vorausschauend.
Vielleicht kennen wir uns…
… aus dem Bücherregal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.
Als Kolumnistin schrieb ich DER SPIEGEL oder WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psychologen-Fachblatt „Wirtschaftspsychologie aktuell“ eine regelmäßige Kolumne. Man findet meine Interviews zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.
Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonntagskolumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abonnenten gehöre ich zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren auf dieser Plattform.
Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.
Hallo Frau Hofert,
ein bemerkenswerter und vor allem extrem praxisrelevanter Artikel, den Sie hier wieder geschrieben haben-vielen Dank dafür! Als Coach und Berater kann ich dem zu 100 Prozent zustimmen. Und gerade dann, wenn z.B. ein Vorgesetzter für seine Führungskraft ein Coaching beauftragt (über die HR-Abteilung), und nicht binnen kurzer Zeit eine komplett veränderte Führungskraft “zurückbekommt”, wird es interessant. Manchmal hätten diese Vorgesetzte nur gerne einen Mitarbeiter, der genauso tickt wie sie selbst. Tja, wie meine liebe Kollegin immer sagt: “Nicht immer kommt ein Happy Hippo aus dem Überraschungsei…”. Ihren Beitrag sollten auch so manche Kunden lesen, um den eigenen Widerstand ehrlicher anzuerkennen, der durchaus ganz menschlich ist. Doch das ist auch unsere Aufgabe: die eigenen Wahrnehmungen ehrlich und direkt dem Kunden als Feedback zu geben, um die eigene Selbstreflektion zu fördern und Raum zu schaffen für mehr Veränderungsbereitsschaft. Da ich Ihr Buch bereits nutze, freue ich mich Ihre wertvollen Anregungen und die darin enthaltenen Tools weiterhin in der Praxis umzusetzen und mein Angebot zum Karrierecoaching und Businesscoaching zu optimieren. Ihr Buch: “Meine besten 100 Tools für Coaching und Beratung” ist eine große Arbeitshilfe, genauso Ihr Blog mit den Tipps & Infos. Ich kann beides allen angehenden und praktizierenden Coaches und Beratern besonders für Ihre Praxis empfehlen!
Dankeschön, das freut mich. Ich war so einige Male in der Bedrouille, wenn es hieß “Firma zahlt” und der Kunde am Ende z.B. gemerkt hat, dass er sich gar nicht innerhalb der Firma entwickeln möchte 😉 Hier hat Supervision und ein mit der Zeit immer entspannterer Umgang sehr geholfen. Anfangs meint man noch sich rechtfertigen zu müssen, irgendwann nicht mehr 😉 Ihnen viel Erfolg und liebe Grüße Svenja Hofert
Sehr gerne…vielen Dank für Ihre Antwort. Ja, das mit dem Rechtfertigen kenne ich auch aus der Praxis. Genauso, dass der Kunde plötzlich feststellt, dass diese Firma nichts mehr für ihn ist. Oder er feststellt, dass er die Verantwortung als Führungskraft nicht mehr tragen möchte oder kann. Im Sinne Ihres anderen Buchtitels “Das Slow-Grow-Prinzip” lernen und wachsen wir ja täglich mit unseren Auftraggebern und Kunden; Schritt für Schritt 🙂
Vielen Dank, Ihnen auch ganz herzliche Grüße zurück aus dem Augsburger Raum
Jörg Hohlfeld
Liebe Frau Hofert,
auch mich hat dieser Artikel wieder sehr überzeugt. Auch ich hatte Coachees, welche nach Sitzungen sagten, dass sie überlegen das Coaching zu unterbrechen, da es ja gar nichts neues gibt. Nach jeder Sitzung sind diese Coachees aber oftmals mit einem aha- Effekt raus. Auch wenn er teilweise nur klein war. Ich bestätige hier die Coachees manchmal. Ja. Genau. Es gibt nichts komplett neues. “Die Antwort steckt im System” heist es oft. Nur die Sichtweise bzw. der Perspektivenwechsel ändert sich. Oder der Schwerpunkt. Die Fakten, dass man 50 Jahre alt ist, drei Leitungsfunktionen inne hatte und sich jetzt neu orientieren möchte bleiben Fakten. Aber wo ein Coach unterstützen kann: diese Fakten zu benennen und die “inneren Stimmen” zu hören. Einzeln. Zu sortieren. Und so kann es durchaus vorkommen, dass es 4–5 Sitzungen “kein Wunder” gibt aber “plötzlich” in der kommenden Sitzung der Hebel gefunden wurde. Der Anker gefasst hat. “Who is myself- and what is my work” sagt Otto Scharmer. Und um dies zu beantworten, benötigt es keine Wunder oder Magie, sondern der Blick aufs Ganze. Und das bekannte Verhaltensmuster im eigenen System auszusprechen und anzunehmen ist etwas anderes als es “ganz tief innen zu ahnen” und zu verdrängen.
Um auf Ihr Buch “Meine 100 besten Coaching Tools” zu kommen- hier nutze ich sehr gerne den Berg-Tal Lebenslauf. Hier können manchmal wiederholende Verhaltensmuster- z.B. sofortiger Rückzug und Kündigung- eindrucksvoll aufgeschlüsselt und bearbeitet werden.
Mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Dankeschön, lieber Herr Jannasch, tolle Ergänzung. Ja, das Tool liebe ich. Man kann auch zwei Linien machen, eine, die das private und eine die das berufliche Leben betrifft. Und dann erkennt man plötzlich, wo was zusammenläuft… LG Svenja Hofert
Hallo Frau Hofert,
Ihr Artikel trifft es auf den Kopf. Ich erlebe es mindestens einmal pro Woche, dass ein Kollege mit einem Problem zu mir kommt und einen Ratschlag möchte. Was er bislang probiert hat, hat nicht geklappt, aber er wünscht sich, dass es irgendwann klappt.
Den Blick über den Tellerrand hinaus hat er schon gewagt, aber die Konsequenzen will er nicht tragen. Ein klassischer Fall von “Wasch mich, aber mach mich nicht nass!”
Beim Lesen Ihres Artikels fielen mir die 3 Kategorien ein, in die Steve de Shazer die Personen einteilt, die in seine Praxis kamen:
1. Besucher
2. Klagende
3. Kunden
Seine “Gäste” schnell einordnen zu können, schafft wieder mehr Entspannung beim Coach.
Viele Grüße,
David Goebel
[…] müssen. Damit lösen Sie bestimmt auch manches Gewitter aus (lesen Sie dazu auch den Artikel von Svenja Hofert über negatives Feedback im Karriere-Coaching). Oft entspannt sich die Situation wieder, wenn […]
Liebe Frau Hofert,
interessanter Artikel.
Sie schreiben darüber, dass eine im Coaching erzielte Veränderung des Kunden möglicherweise im Umfeld nicht zu den gewünschten Veränderungen führt. Sie erwähnen eine junge Frau, die möglicherweise, nachdem sie selbstbewusster auftritt, gemobbt wird. Was ist in solch einem Fall der Erfolg? Läge aus Ihrer Sicht der Erfolg bereits darin, dass, wie in Ihrem Beispiel, die junge Frau anders auftritt, auch wenn sie damit Reaktionen hervorruft, die unerwünscht sind? Oder liegt ein Erfolg erst darin, dass die junge Frau, durch ihr verändertes Auftreten, tatsächlich auch die gewünschte Reaktion hervorruft? Anders gefragt, wie geht ein Coach damit um, wenn zwar möglicherweise die Zwischenschritte eines Coachings, erreicht wurden, (etwa besseres Auftreten in einem Vorstellungsgespräch) aber das Gesamtziel (etwa eine neue Position) nicht?
MfG
Erfolg definiert jeder selbst — und immer wieder neu. So kann ein Misserfolg rückblickend ausschlaggebend für einen Neubeginn gewesen sein. Und so betrachtet ein Erfolg.
Viele Menschen glauben, dass ein Karriere-Coaching alle Antworten auf offene Fragen gibt, aber man muss schon selbst etwas leisten, sehen sie das nicht auch so? Ein Coaching alleine ist nicht ausreichend, um erfolgreich zu sein.
Guter Beitrag,bin vielleicht so ein schwieriger Fall selbst, doch vielleicht sollte man die Ziele und was man schaffen könnte mit einem Kunden vorab besprechen.….zu viele Blakovertragberater wollen viel Geld ohne zu spezifizieren wofür und wie sich das auf die Karriere bewirken soll.…da ist Ärger vorprogrammiert.
Wer so die Fragen die der Kunde hat ignoriert oder zurückspiegelt, schaut wohl als Berater nur auf seinen eigenen Vorteil. Ratsuchende sind keine wiedergeborenen Seelen, die nur auf externe Hilfe warten die Antworten aus sich zu schöpfen.
Berater und Coaches zeigen sich in vielen Foren inklusive Facebook super dünnhäutig, wenn man sie nach Erfolgen bei der Beratung in bestimmten Karrierepfaden und Berufen fragt.
Dabei sind die Fragen vergleichbar mit dem wie sich ein Bewerber in einem Bewerbungsgespräch stellen muss.
Sie bringen es oft auf den Punkt, Erfahrungen macht man, die Möglichkeiten zu wählen sind gering.
Ich würde dann gerne wissen, was soll ich machen um mehr zu verdienen, oder was soll ich machen um in eine Stelle zu kommen, die ich nicht bei jemand anderem identisch die letzten zehn Jahre machte.
Und wenn doch, wie finde ich jemanden der mehr dafür zahlt, warum sonst ein Wechsel.
Ein Jobwechsel bedeutet immer Risiko, aber wo ist die Rendite und kann ein Berater hier helfen, oder doch nur Grinsen.
[…] müssen. Damit lösen Sie bestimmt auch manches Gewitter aus (lesen Sie dazu auch den Artikel von Svenja Hofert über negatives Feedback im […]
Liebe Frau Hofert,
Puh! Genau diese Dynamik erlebe ich gerade mit einem Kunden, weshalb ich Ihnen sehr dankbar bin, dass Sie mir mit diesem Artikel, den Nebel gelichtet haben. jetzt weiß ich wieder, wie es weiter geht. Danke!