Was kann ich im Vergleich zu…? Poten­zi­al­ana­lysen mit Bezugs­gruppen

Was kann ich im Vergleich zu…? Poten­zi­al­ana­lysen mit Bezugs­gruppen

Stärken-Selbst­bilder haben eine große Schwäche: Es gibt immer blinde Flecken, also Bereiche, die Sie nicht sehen. Und Fehl­ein­schät­zungen, Verzer­rungen.  Beispiel: Char­lotte fällt in der Schule alles leicht, Deutsch genau wie Mathe und Natur­wis­sen­schaften, sie kann gar nicht sagen, was sie richtig gut kann. Fremd­bilder sind genauso fehler­an­fällig. Sie können enorm hilf­reich sein: Ein „Mensch, du bist richtig gut“ von der rich­tigen (weil akzep­tierten) Person kann unheim­lich viel auslösen und sehr nach­haltig beflü­gelnd wirken. Aber Fremd­bilder haben auch blinde Flecken, Bereiche also, die Vertraute, Freunde und Kollegen – und auch Berater! — nicht sehen. Hinzu kommt: Außen­ste­hende neigen dazu, eigene Bewer­tungs­maß­stäbe […]

Lässt sich stra­te­gisch denken lernen? Oder: Wie entwi­ckelt man Mitar­beiter und sich selbst?

MS Office Es gab eine Zeit, da traute ich jedem alles zu. Ich war sehr opti­mis­tisch, was die Entwick­lung von Kompe­tenzen von anderen betrifft. Eigent­lich, so dachte ich, könnte jeder alles lernen. Erste Irri­ta­tionen kamen im Studium, weitere in meiner Zeit als Führungs­kraft auf.  Die anderen machten ihre Arbeit nicht so wie ich dachte, dass sie es müssten. Ich erwar­tete gute Leis­tung, und bekam schlechte. Ich glaubte, die Aufgabe  klar anmo­de­riert zu haben, der Rest war für mich gesunder Menschen­ver­stand. Aber man kann gesunden Menschen­ver­stand und Anmo­de­ra­tionen sehr unter­schied­lich auslegen. Und Worte sind manchmal eher Projek­ti­ons­flä­chen für eigene Inter­pre­ta­tionen […]

Folge deinen Inter­essen und du findest deinen Weg? Nicht immer.

„Finde deine Inter­essen, das wird schon richtig sein!“ So wird vielen Berufs­ein­stei­gern geraten. Die Empfeh­lung basiert auf einer Grund­über­zeu­gung, die diffe­ren­ziert werden sollte. Denn es gibt echte, über Jahre und Jahr­zehnte stabile Inter­essen — und es gibt Ideen und Wunsch­vor­stel­lungen. Beides wird leider oft unter demselben Namen in einen Topf geworfen.  Das „ich inter­es­siere mich für“ wird dann zur Falle, wenn man hier nicht trennt. Echte Inter­essen entstehen meist schon in der Kind­heit. Sie werden teils vom Eltern­haus geformt, teils von der Umwelt. Inter­essen sollen sogar hormo­nell gesteuert sein, was erklärt, dass das mathe­mat­sche Inter­esse bei Jungs und das soziale bei […]

15. November 2013|Tags: , , , |

Gott hilf! Wenn Sie die Stelle des Papstes besetzen müssten…

Er soll belesen sein (also ein Experte). Viele Sprache spre­chen (ergo ein Kommu­ni­kator). Mensch­lich handeln (sozial also) und doch klar in der Sache (also Führungs­stark). Die Rich­tung weisen (ein Stra­tege) und dann auch noch Menschen unter­schied­lichster Natio­na­li­täten, Bildungs­hin­ter­gründe und höchst verschie­dener Norm­ge­bun­den­heit einen. In einem Alter Höchst­leis­tungen erbringen, in dem andere längst in Rente sind. Der Papst: Dieser Mensch soll ein Wunder sein. Kein Wunder, dass er da zurück­tritt. Denn er ist kein Wunder enormer Kompe­ten­zen­viel­falt, sondern vor allem belesen, intel­lek­tuell, vermut­lich intro­ver­tiert — ein Gelehrter eben. Nun stellen Sie sich einmal vor, Sie wären Head­hunter. Beauf­tragt, einen geeig­neten Nach­folger für den Papst zu […]

Lebens­ar­chi­tektur: Bauen Sie Ihr Karrie­re­haus

Unsere Antreiber sind oft die wich­tigsten Archi­tekten in unserem Leben.   Vor allem am Anfang bauen sie das Funda­ment dessen, was ich “Karrie­re­haus” nenne. So entsteht oft teils, manchmal ganz zufällig das Modell unseres Berufs­le­bens. Viel­leicht nur, weil die Eltern gesagt haben “am besten wirst du Arzt”. Oder jemand einen gut fand und einem eine Chance gab. Weil man doch was Vernünf­tiges machen musste… Krank wurde… Ein Kind kam…So entsteht Stein auf Stein. Später, oft mit über 40, manchmal auch schon mit 25 Jahren, wollen wir selbst am Bau mitwirken. Die Zufäl­lig­keit gefällt uns nicht mehr. Dafür ist es wichtig […]

Wie Sie Ihre Poten­ziale entwi­ckeln

Was sind denn Ihre Stärken? Wer sich nicht regel­mäßig mit sich selbst beschäf­tigt, ständig Vorstel­lungs­ge­spräche absol­viert oder Tests, kommt bei der Antwort leicht ins Stocken. Über­legen Sie deshalb zunächst einmal anders­herum: Was machen Sie gern? Was fällt Ihnen leicht? Was tun Sie ohne Anstren­gung? … Fällt Ihnen etwas ein? Mir zum Beispiel fällt das Schreiben sehr leicht. Das ist also eine Fähig­keit — oder auch eine Fertig­keit. Eine Fähig­keit wäre es, wenn diese Fähig­keit ange­boren sein sollte (was neuere Forschungen nicht nahe legen, besten­falls ist Talent eine Mischung aus Ererben und Erlernen). Eine Fertig­keit ist es, wenn  etwas erlernt und durch Üben verfes­tigt […]

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