Familie: Wie unsere Verwandt­schaft das Berufs­leben prägt, wie wir uns befreien

Familie: Wie unsere Verwandt­schaft das Berufs­leben prägt, wie wir uns befreien

Kürz­lich habe ich mit meinem 15jährigen Sohn seinen Lebens­lauf über­ar­beitet, das bleibt jetzt bitte unter uns, dass ich da einge­griffen habe. Wir haben eine Rubrik erfunden, die haben wir „fami­li­en­be­dingte Lebens­er­fah­rung“ genannt. Da haben wir rein­ge­schrieben, was man in der Schule nicht lernt, und das ist das meiste. Seit 20 Jahren sind Eltern­be­rufe im Lebens­lauf verpönt. Auch über Geschwister schreibt man nicht mehr. Zu Recht. Wenn da steht „Mutter, Haus­frau“ und „Vater, Inge­nieur“ macht das etwas mit den Lesern. Es wirft eine völlig subjek­tive, nicht-data­ba­sierte Asso­zia­ti­ons­ma­schine an. Viel­leicht denken wir an einen spie­ßigen Vorstadt­haus­halt, viel­leicht an Fami­li­en­idylle. So oder so […]

4. Januar 2017|Tags: , , |

Non-Skill-CV: Mit Ehrlich­keit punkten

Diese Woche veröf­fent­lichte tln3 hier einen knappen Bericht über das Bewer­bungs­expe­ri­ment von Jeff Scar­dino, der sich mit einem Lebens­lauf ohne Skills test­weise beworben hatte – und damit viel erfolg­rei­cher war als mit dem klas­si­schen Ich-kann-alles-Lebens­lauf. So hatte er geschrieben, dass er bei seinem aktu­ellen Arbeit­geber Ogilvy & Mater drei erfolg­lose Pitches hatte. Unter Non-Skills führte er beispiels­weise auf, dass er Schwie­rig­keiten habe, sich Namen zu merken. Nun die zwei Haken. Scar­dino bewarb sich in den USA — und er ist ein Werber. Die ganze Aktion star­tete er offen­sicht­lich um Aufmerk­sam­keit für sein Projekt Frei­be­ruf­lich­keit zu bekommen. Einer meiner aktu­ellen Outpla­ce­ment-Kunden […]

24. Juli 2015|Tags: , , |

Lars, 39 oder: Die fünf häufigsten Gründe, aus denen erfah­rene Manager und Fach­kräfte mit ihrem Lebens­lauf nicht punkten

Wollen Unter­nehmen keine quali­fi­zierten und erfah­renen Bewerber? Warum bekommen Top-Kandi­daten so viele Absagen? Auf meine letzte Spiegel-Online-Kolumne hier habe ich viel Reso­nanz bekommen. Viele luden Ausschnitte aus dem CV bei Face­book hoch oder schickten CVs unauf­ge­for­dert. Bei etwa 80% war jedoch zu sehen, dass sie nicht wirk­lich waren wie mein real exis­tie­render „Proband“, sondern dass die schlechte Einla­dungs­quote in der Aufbe­rei­tung des  Lebens­laufs und falscher oder unklarer Posi­tio­nie­rung begründet lag. Diese Fälle waren bei näherer Betrach­tung also komplett anders als bei „Lars, 39“ — entspre­chend lässt sich auch einfa­cher etwas dagegen unter­nehmen. Deshalb hier noch mal die häufigsten Fehler, die […]

25. Juni 2015|Tags: , |

Jäger­la­tein: 9 Irrtümer über Head­hunter

 „Wie, die suchen gar nicht?“ Die meisten Bewerber sind erstaunt, wenn sie hören, dass Perso­nal­be­rater, aka Head­hunter, nicht sofort loslaufen und Stellen suchen, wenn sich ein inter­es­santer Bewerber bei Ihnen meldet. In diesem Beitrag will ich mit den typi­schen Irrtü­mern aufräumen, die über Head­hunter kursieren. 1. „Die suchen für mich“ Schön wäre es. Man geht zu einem Head­hunter, gibt ihm einen Jobauf­trag und schon macht er sich voller Energie und Begeis­te­rung auf die Suche. So ist das leider nicht. Im Grunde sind Head­hunter wie Immo­bi­li­en­makler: Meis­tens wird nur vermit­telt, wenn ein Haus (Job) da ist. Nur wenige Head­hunter agieren ohne […]

Karriere-Vitamine: Drei Typen von Durch­­starter-Lebens­­­läufen

Wie steht es um Ihre Karriere-Bonität? Haben Sie einen Triple-A-Lebens­lauf oder das Zeug dafür, eine Karriere auf hohem Niveau zu machen? Triple-A-CVs sind Lebens­läufe, die einem die Tür zu den großen, renom­mierten Unter­nehmen öffnen. Die Bezeich­nung kommt aus dem Rating: AAA heißt Kauf­emp­feh­lung. Was ist also das Gegen­teil eines solchen Türöffner-Lebens­lauf? Ein CV, der Türen schließt.  C‑Rating — wie es derzeit Grie­chen­land hat. Bewer­bern ist oft gar nicht bewusst, dass es solche unge­schrie­benen Kate­go­rien gibt und erst recht nicht, zu welcher sie selbst gehören. Lernen Sie die drei verschie­denen Triple-A-Typen kennen und orten Sie sich selbst. Was sind nun Triple-A-Lebens­läufe? Es gibt […]

Kogni­ti­ons­psy­cho­logie: 7 Tricks für eine moderne und effi­zi­ente Bewer­bung

Entscheider beschäf­tigen sich nur kurz mit einem Lebens­lauf.  Eine Minute viel­leicht, wenn es hoch­kommt zwei… Sie lesen nicht sukzes­sive von vorne nach hinten und nicht jedes Wort. Was behält der Perso­naler von Ihrer Bewer­bung, wenn er sie ablegt? Nicht viel, machen Sie sich da keine Hoff­nungen. Und oft haften Dinge wie Kleb­stoff im Gehirn, die Sie gar nicht auf dem Plan hatten: „Wirrer Aufbau“, „oh gott wie komplex“ oder „Layout wie auf der Beer­di­gung“. Wie Sie mit Hilfe des Wissens aus der Kogni­ti­ons­psy­cho­logie Ihre Bewer­bung wirk­samer in den Köpfen veran­kern – und wahr­schein­li­cher einge­laden werden lesen Sie hier. Dabei geht es […]

9. April 2014|Tags: , , , , , |

Warum Bewer­bungen auch zu schön sein können

Stellen Sie sich vor, Sie müssten 30 Bewer­bungen sichten. Sie haben nicht viel Zeit, 30–60 Sekunden. Sie scannen die Unter­lagen, hier und da bleiben Sie hängen. Da ist jemand, der schreibt sehr lebendig, dyna­misch, blumig und selbst­be­wusst. Er strahlt Energie aus, ein echter Kunden­fänger, so scheint es. Das Foto und das schicke Layout unter­strei­chen das Dyna­mi­sche. Wow, denken Sie, den brau­chen wir. Die perfekte Bewer­bung. Sie ist wie ein Pfau­en­schwanz: Schön, bunt und breit aufge­fä­chert. Nun kommt der Mann und ist still, zurück­hal­tend, sach­lich, distan­ziert und konser­vativ. Seine Rede ist normal. Sie sind enttäuscht. Zu Recht. Nun heißt das nicht, dass […]

Zu viel Kunst und zu wenig Persön­li­ches — Bewer­bungs­expe­ri­ment (Teil 2)

Inzwi­schen habe ich mit dem anonymen Bewerber tele­fo­niert, der Teil dieses Expe­ri­ments in Zeiten des Fach­kräf­te­man­gels ist. Wie ich vermutet habe, ist er ein analy­ti­scher Mensch, der Freude daran hat, Lösungen zu finden. Er ist Zahlen­affin sowie quali­täts­be­wusst und gewis­sen­haft. Das Unter­nehmen, in dem er ein Prak­tikum absol­viert und die Diplom­ar­beit geschrieben hat, hätte ihn 2008, vor der Aufnahme von Studium Nr. 2, sogar über­nommen. Doch es war leider das Jahr der Wirt­schafts­krise. Dass er eine Fernuni gewählt hat, hat mit einer privaten Situa­tion zu tun, nicht wie man leicht vermutet mit Einzel­kämp­fertum (denn es war ein haupt­be­ruf­li­ches Studium). Ich […]

Schi­cken Sie uns doch mal Ihr Profil…Hilfe, was meinen die denn?

Der gute, alte Lebens­lauf bildet die Erfah­rungen von Wissens­ar­bei­tern, zumal von jenen, die in Projekten arbeiten, nur unzu­rei­chend ab. Auch Wissen­schaftler finden sich nicht ausrei­chend wieder auf den zwei bis drei angeb­lich maximal zuläs­sigen Seiten. Arbeiten Wissens­ar­beiter als Free­lancer hören Sie norma­ler­weise „Schi­cken Sie doch mal ein Profil“. Schweizer spre­chen mitunter auch von einem Dossier. Gemeint es dasselbe. Wer aus einer Ange­stell­ten­po­si­tion kommt, setzt Profil oft mit CV gleich. Doch das ist es nicht. Nicht mal Wiki­pedia kennt und erklärt solch ein Profil, wie ich es meine. Es kennt nur das Xing-Profil. Googelt man „Profil“, so findet man vor allem […]

Inter­view mit Kerstin Hoff­mann: „Wissen verschenken, um Können zu verkaufen“

Wie viel und was darf ich verschenken? Mit PR-Doktor Kerstin Hoff­mann, die gerade ihr neues Buch „Prinzip Kostenlos“ veröf­fent­licht hat, sprach ich über die Grenzen des Kostenlos-Marke­tings – und seinen Nutzen. Bekomme ich von Ihnen meinen Segen, weiter zu verschenken? Hoff­mann: Aber natür­lich. Deshalb waren Sie ja auch eine Wunsch­kan­di­datin für mein Buch. Weil Sie bereits eine sinn­volle Verschenk-Stra­tegie haben. Ich verschenke seit Jahren z.B. Wissen im Blog, Tools bei Face­book und Bewer­bungs­muster. Manchmal denke ich: Macht man sich damit nicht auch selbst den Markt kaputt? Hoff­mann: Ich finde es gut, dass Sie verschenken. Denn damit kann sich jeder schnell ein Bild […]

So sieht der CV von morgen heute aus! Jetzt zum Down­load — mit Aufruf zum Wett­be­werb!

Heute mache ich es kurz. Nachdem ich öfter mal über zeit­ge­mäße Lebens­läufe geschrieben und an dieser Stelle unter anderem Visualize.me vorge­stellt habe, fragte ich mich: Wie lässt sich ein zeit­ge­mäßer CV mit Bord­mit­teln — also Word — umsetzen? Wie bringt man komplexe Infor­ma­tionen auf eine einzige Seite? Wie funk­tioiert das auch für ein IT-Profil, das ja nicht selten 7–10 Seiten lang ist und von einer Über­sichts­seite sehr profi­tiert? Ich beauf­tragte eine Free­lan­cerin, die ein sehr gutes Gespür für die Umset­zung komplexer Info­ma­tionen und das Mach­bare hat. Hier das Ergebnis, es gibt insge­samt vier Vari­anten (Sie sehen zwei). Ich finde es super! […]

Lebens­läufe: alle bald schön bunt — und bis dahin?

Inzwi­schen gibt es mit Visualize.me per Knopf­druck zu erstel­lende Lebens­läufe, die den Inhalt z.B. aus Linkedin.com gene­rieren. Svenja Hofert nimmt das zum Anlass, über die derzei­tigen Stan­dards bei deut­schen Lebens­läufen nach­zu­denken.

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