Bewer­bungs­pla­giate: Darf man sich Bewer­bungen “fremd­schreiben” lassen? #blog­pa­rade

Bewer­bungs­pla­giate: Darf man sich Bewer­bungen “fremd­schreiben” lassen? #blog­pa­rade

Neulich hatte ich wieder so ein Buch in der Hand, das lesbar nicht von dem geschrieben war, der auf dem Cover stand. In einer Dankes­zeile im Nach­wort verschwand der Name der eigent­li­chen Autorin, eine, die für viele Speaker und Berater schreibt. Ich frage Sie: Würden Sie sich getäuscht fühlen, wenn Sie wüßten, dass Ihr Lieb­lings­werk gar nicht von dem stammt, der auf dem Cover steht? Ich lasse die Frage mal im Raum stehen.. Unstrittig ist, dass Profes­soren sich getäuscht fühlen, wenn eine Promo­tion im Nach­hinein als Plagiat entlarvt wird. Die Sache könnte sogar illegal sein und den Tatbe­stand der Urkun­den­fäl­schung erfüllen. […]

Warum Bewer­bungen auch zu schön sein können

Stellen Sie sich vor, Sie müssten 30 Bewer­bungen sichten. Sie haben nicht viel Zeit, 30–60 Sekunden. Sie scannen die Unter­lagen, hier und da bleiben Sie hängen. Da ist jemand, der schreibt sehr lebendig, dyna­misch, blumig und selbst­be­wusst. Er strahlt Energie aus, ein echter Kunden­fänger, so scheint es. Das Foto und das schicke Layout unter­strei­chen das Dyna­mi­sche. Wow, denken Sie, den brau­chen wir. Die perfekte Bewer­bung. Sie ist wie ein Pfau­en­schwanz: Schön, bunt und breit aufge­fä­chert. Nun kommt der Mann und ist still, zurück­hal­tend, sach­lich, distan­ziert und konser­vativ. Seine Rede ist normal. Sie sind enttäuscht. Zu Recht. Nun heißt das nicht, dass […]

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