Job-Trends Deutsch­land: Drei Wahr­heiten hinter den guten Zahlen

Job-Trends Deutsch­land: Drei Wahr­heiten hinter den guten Zahlen

Die Zahlen signa­li­sieren das Para­dies auf dem Arbeits­markt: So niedrig wie zuletzt 1991 ist die Arbeits­lo­sig­keit. Das hört sich zunächst gut an. Doch wenn Sie wie ich tagtäg­lich mit Prozessen der frei­wil­ligen oder zwangs­weisen Neuori­en­tie­rung zu haben, rela­ti­viert sich das Bild stark. Es besteht eine immense Schief­lage auf dem Arbeits­markt und bei der Suche nach Fach­kräften. Diese mache ich an drei Eckpfei­lern fest: WAHRHEIT 1: Gesucht wird, was nicht beliebt ist Es gibt Stellen und Mangel­be­reiche, aber das sind alles andere als Traum­jobs. „Wenn ich doch nur aus der Bera­tung raus­käme!“ Diesen Satz höre ich beson­ders oft von Inge­nieuren und […]

5. Februar 2016|Tags: , , , |

Fach­kräf­te­mangel — der große Täuschungs­ver­such (Replik brandeins/Linkedin)

Lieber Herr Kästner von Linkedin DACH, die brand­eins hat mich auf Ihren Diskus­si­ons­bei­trag bei Linkedin hinge­wiesen. Sie sind also einer von denen, die sich über die Thesen meines Inter­views ärgern. Ich wundere mich seit Wochen, dass man über meine Aussagen über­haupt disku­tieren kann. Aus meiner beschei­denen Prak­tiker-Sicht gibt es gar keine Frage. Die Sache ist für mich eindeutig, 120%, ach 150. Es gibt ihn nicht, den Fach­kräf­te­mangel. Denn für mich wäre Fach­kräf­te­mangel dann gegeben, wenn Fach­kräfte einen adäquaten Job bekämen. Adäquat heißt: Ihren Fähig­keiten ange­messen. Wenn  Quer­ein­stiege leicht wären und die Firmen Bewerber nicht drei Monate und mehr mit ihren […]

3. November 2014|Tags: , |

Ehrliche Joban­zeigen: Wie sich die Zahl passender Bewerber ganz einfach erhöhen ließe

„Sie werden 90 Prozent Ihrer Zeit hoch­kon­zen­triert mit Excel arbeiten, weshalb eine Leiden­schaft für dieses Tool sowie ein Blick für kleinste Details essen­tiell sind. Sie haben so gut wie keinen Kontakt mit Kollegen. Ihr Vorge­setzter sitzt in Singapur. Diese Einstiegs­po­si­tion wollen wir mit 45.000 EUR vergüten.“ Haben Sie so etwas schon gelesen? Ich nicht. Aber es gibt solche Stellen. Nur, dass man sie erst erkennt, wenn man schon längst im Job arbeitet und sich wundert, wo denn hier  jene Team­fä­hig­keit und jener Unter­neh­mer­geist erfor­der­lich ist, die die Stel­len­an­zeige forderten. Eine Kundin arbei­tete mit einem anderen Kollegen in einem abgeschlossenen,verglasten Raum, das sie […]

Plug & Play-Arbeits­­kräfte: Warum Arbeit­geber suchen, was es nicht gibt

Manche glauben es erst, wenn sie es selbst erfahren. 100 Bewer­bungen? 300? Das ist keine Ausnahme, das ist Norma­lität. Bei Fach­kräften. Bei Führungs­kräften. Akade­mi­kern. Kurzum, bei denje­nigen, die die Wirt­schaft angeb­lich so drin­gend sucht. Gestern gab es dazu einen sehr gut recher­chierten Bericht in der ARD-Doku­men­ta­tion „Das Thema“. Ich möchte die Thesen aus der Repor­tage hier zusam­men­fassen und mit meinen eigenen Erfah­rungen anrei­chern: Es gibt keinen flächen­de­ckenden Fach­kräf­te­mangel Es fehlen Mitar­beiter in bestimmten Regionen, aber keines­falls überall. Das merkt man schon in Hamburg: Einige wenige Quali­fi­ka­tionen laufen gut, z.B. bestimmte Skills im IT-Bereich. Doch schon bei vielen klas­si­schen Funk­tionen wird es schwierig. Control­ler­stellen gibt […]

Fach­kräf­te­mangel: Akade­miker = gesucht? Vergesst es! Werdet lieber Tech­niker und Hand­werker

Gestern sprach ich mit einem Kunden, der mitt­ler­weile 180 Bewer­bungen draußen hat, ein Akade­miker mit fundiertem betriebs­wirt­schaft­li­cher Studium und inter­na­tio­naler Erfah­rung. Der Mensch ist intel­li­gent und eloquent, es gibt keinen Grund für die vielen Absagen außer den, dass die vorhe­rige Berufs­er­fah­rung etwas speziell war und das sie gerade am Markt nicht exakt abge­bildet ist. Er hat auch keinen tech­ni­schen Hinter­grund. Wirt­schafts­in­ge­nieur würde besser laufen. So, nur mit BWL, beträgt die Einla­dungs­quote kaum 5%. Wenn Menschen meine Einschät­zung zu Lebens­läufen wissen wollen, klafft diese manchmal ausein­ander mit dem, was überall zu lesen ist. „Ich bin doch eine Fach­kraft! Ich habe doch […]

Trends 2014: Wird es das Jahr der “No-Shows”?

Was war, was kommt? Zum Jahres­ende folgen Gedanken zu diesem Thema. Beginnen möchte ich mit den Fach­kräften. Zunächst mit den begehrten. Trend 1: Es wird eng, aber nicht überall „Bei  Inge­nieuren wird es so richtig eng“, erzählte mir ein Werks­leiter, den ich auf einem Seminar getroffen habe. Das deckt sich mit dem, was ich sonst so höre und erlebe, wobei auch hier eine gene­relle, alle Bereiche umfas­sende Beob­ach­tung greift: In der mitt­leren Gehalts­stufe ist es auch für Ings nicht immer leicht. Kein Problem, mit 5–6 Jahren Berufs­er­fah­rung etwas zu finden. Auch MINT-Einsteiger gehen weg wie leckere Fisch­bröt­chen. Selbst mit einer 3,0. Aller­dings, das will betont […]

23. Dezember 2013|Tags: , , , , |

Zu viel Kunst und zu wenig Persön­li­ches — Bewer­bungs­expe­ri­ment (Teil 2)

Inzwi­schen habe ich mit dem anonymen Bewerber tele­fo­niert, der Teil dieses Expe­ri­ments in Zeiten des Fach­kräf­te­man­gels ist. Wie ich vermutet habe, ist er ein analy­ti­scher Mensch, der Freude daran hat, Lösungen zu finden. Er ist Zahlen­affin sowie quali­täts­be­wusst und gewis­sen­haft. Das Unter­nehmen, in dem er ein Prak­tikum absol­viert und die Diplom­ar­beit geschrieben hat, hätte ihn 2008, vor der Aufnahme von Studium Nr. 2, sogar über­nommen. Doch es war leider das Jahr der Wirt­schafts­krise. Dass er eine Fernuni gewählt hat, hat mit einer privaten Situa­tion zu tun, nicht wie man leicht vermutet mit Einzel­kämp­fertum (denn es war ein haupt­be­ruf­li­ches Studium). Ich […]

Warum bin ich nicht erfolg­reich? Ein Bewer­bungs­expe­ri­ment im Fach­kräf­te­mangel (Teil 1)

„Warum sind manche Menschen nicht erfolg­reich?“ schrieb ich hier vor einiger Zeit. Daraufhin wandte sich ein junger Wirt­schafts­in­ge­nieur und Master of Science der Wirt­schafts­wis­sen­schaften an mich, der anonym auch schon einige Beiträge bei Kollegin Janson über seine erfolg­lose Jobsuche geschrieben hat. Kein Job trotz Fach­kräf­te­mangel! Er fragte mich, ob ich mir seine Unter­lagen und den bishe­rigen Bewer­bungs­ver­lauf ansehen würde. Ich dürfte darüber in meine Blog schreiben, so lange es ohne Namen sei. Das tue ich hiermit, der Beitrag ist mit ihm abge­spro­chen. In diesem ersten Teil widme ich mich der Analyse der Unter­lagen und der Stra­tegie und mache konkrete Opti­mie­rungs­vor­schläge. […]

An der Fach­kräf­te­angel: Wie Perso­naler im Trüben fischen

© Dron — Fotolia.com Während sich die tech­ni­sche Welt dreht und dreht, bleibt die Welt der Wert­vor­stel­lungen bei vielen im 20. Jahr­hun­dert stecken. Damals gab es Bewerber, die froh waren, über­haupt einen Job zu haben. Die nicht auf die Idee kamen, Fragen zu stellen, von eigenen Forde­rungen ganz zu schweigen. Der Arbeit­geber war wie der gest­enge Vater, der die Regeln vorgibt, dafür aber auch den fami­liären Schutz gewährt, inklu­sive Sicher­heits­ver­spre­chen. Diesen Schutz kann heute kein Arbeit­geber mehr geben, selbst wenn er wollte. Die Folge, die wir gerade sehen: Bewerber sehen sich mehr und mehr als gleich­be­rech­tigte Partner. Das Problem: Unter­nehmen können damit nicht […]

Der kommt sowieso nicht in Frage! Wenn Bewerber aus kultu­rellen Gründen aussor­tiert werden

“Die Unter­neh­mens­kultur ist wie ein Eisberg – das Wich­tigste an ihr ist unsichtbar und unbe­herrschbar.” (Edgar Schein, Erfinder des Karrie­re­an­kers). Diese Woche sprach ich einen perso­nal­ver­ant­wort­li­chen Manager. „Wir merken den Fach­kräf­te­mangel, unglaub­lich, selbst im Marke­ting. Es gibt immer weniger vernünf­tige Bewerber. Naja, die die sowieso nicht in Frage kommen, rechne ich jetzt mal raus. Sie wissen schon, welche ich meine.“ Ich wusste, welche er meint. Doch wissen Bewerber auch, dass sie ein No Go sind und zu denen gehören, die sowieso nicht in Frage kommen? Nicht aufgrund der Quali­fi­ka­tion, sondern aufgrund von Gründen, über die keiner offen spricht. Viele […]

Der schöne Schein des Inge­­nieur-Daseins

Das Job-Para­dies sucht nicht jeden Inge­nieur heim. Uwe ist Fahr­zeug­bau­in­ge­nieur und arbeitet bei einem großen Konzern, der ganz am Anfang des Alpha­bets steht. Er hat mitt­ler­weile drei Abtei­lungen durch­laufen, die geschlossen wurden, weil die Tätig­keiten nach Indien vergeben worden sind. Seitdem muss er deut­lich mehr arbeiten, 9 to 5 war einmal, denn die neuen Jobs mit Anspruch haben immer weniger mit Konstruk­tion und immer mehr mit inter­na­tio­nalen Projekten und Manage­ment zu tun. Dafür braucht man Kennt­nisse in Lean Produc­tion, im Projekt­ma­nage­ment, Six Sigma und all diese Sachen. Er ahnt: Würde er sich draußen bewerben, drohten Zeit­ar­beit und Dienst­leis­ter­ver­träge. Denn immer […]

„Hingehen und mit den Leuten spre­chen“: Wie das Unter­nehmen Otto IT- und E‑Com­­merce-Fach­­kräfte gewinnen möchte

Gerade im IT‑, E‑Com­merce- und Social-Media-Bereich wird die Perso­nal­suche immer schwie­riger. Gleich­zeitig sind diese Kräfte beson­ders anspruchs­voll. Was unter­nimmt der Hamburger Otto-Konzern, um die begehrten Kräfte zu finden und zu binden? Ich sprach mit Stefanie Hirte, Bereichs­lei­terin für Perso­nal­ent­wick­lung und Perso­nal­mar­ke­ting. Spüren Sie den Werte­wandel, die Gene­ra­tion Y, die Verän­de­rung? Hirte: Aber ja. Es gibt beson­ders perso­nal­kri­ti­sche Bereiche wie IT und E‑Commerce. Die Ansprüche der Bewerber steigen gerade dort, weil der Markt eng ist. Man sieht starke Unter­schiede bei den Ansprü­chen der Bewerber und auch bei den Mitar­bei­tern. So haben wir gar keine Nach­wuchs­sorgen in Berei­chen wie Personal. Hier haben […]

Sides­teps — oder “wie probiere ich beruf­lich mal etwas anderes aus?”

Sie bewerben sich in einer fremden Branche und wundern sich gerade über die hohe Zahl der Absagen? Trotz Fach­kräf­te­mangel und obwohl Sie ein erfolg­rei­cher Manager sind? Dieser Beitrag liefert Ihnen die Erklä­rung – und ein Tool, wie Sie damit umgehen können.

Warum sind manche Menschen einfach nicht erfolg­reich?

Viele Bewerber beklagen, dass sie trotz guter Quali­fi­ka­tion einfach nichts bekommen. Die Karrie­re­be­ra­terin Svenja Hofert meint: Das hat immer einen Grund — und nicht nur die Arbeit­geber sind schuld, sondern oft auch Bewerber mit über­zo­genen Vorstel­lungen.

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