Das Gesetz der heißen Herd­platte: Warum wir in Zukunft anders lernen müssen

Das Gesetz der heißen Herd­platte: Warum wir in Zukunft anders lernen müssen

Trauen Sie sich in unbe­kannte Gebiete? Sind Sie bereit, sich auch schon mal die Finger zu verbrennen? Würden Sie also morgen eine Vorle­sung in Statistik besu­chen, auch wenn Sie  bisher über­haupt keinen Bezug dazu hatten? Wenn Sie sich viel­leicht sogar als “Mathe­looser” begreifen (oder dass auf Ihren nied­rigen Testes­to­ron­spiegel schieben ;-))? Wahr­schein­lich nicht, und das ist ein Problem, wenn Sie in der Arbeits­welt der Zukunft bestehen wollen. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie Ihnen das mit der Herd­platte anders weiter­geben als bisher. Nicht “Finger weg”, sondern ran an den Speck. Es gehen ja schließ­lich auch Leute über heiße Kohlen. Die […]

27. Mai 2017|Tags: , , , |

Zukunfts­themen: 6 Denk­fallen bei Berufs­wahl und Bildungs­ent­schei­dung

Was muss ich tun, um maxi­male Jobsi­cher­heit zu haben? Auf welche Themen soll ich setzen? Diese Fragen stellen sich nicht nur junge Leute bei der Berufs­wahl, sondern auch Berufs­er­fah­rene, die den eigenen Lebens­lauf weiter­ent­wi­ckeln möchten. Dabei unter­laufen sie oft typi­schen Denk­fallen. Denk­falle 1: Setze auf Zukunfts­themen, dann bist du sicher. These: Die meisten Zukunfts­themen sind Themen der Gegen­wart. Die Zahlen spre­chen für sich: Aktuell sind 1.447 Jobs auf der Meta­job­such­ma­schine joblift.de veröf­fent­licht, die sich mit künst­li­cher Intel­li­genz (KI) bezie­hungs­weise Robotik beschäf­tigen. VW sucht einen Arti­fi­cial Intel­li­gence Rese­ar­cher und auch der Corpo­rate Travel Manager im Prak­tikum soll künst­liche Intel­li­genz einbe­ziehen. Machine […]

2. September 2016|Tags: , , |

Lebens­langes Lern­ein­kommen: Risi­ko­aus­gleich für die Arbeit der Zukunft

Der Arbeits­markt verän­dert sich, in einigen Berei­chen von Jahr zu Jahr schneller. Es wird für viele Menschen immer schwerer, im digi­talen Zeit­alter Anschluss­jobs zu finden. Im Grunde kann man sogar eine simple Regel aufstellen: Je höher quali­fi­ziert, desto schwie­riger der nächste und über­nächste Job – wenn man nicht zufällig den Zeit­geist getroffen hat und ein inter­es­santes, digital kompa­ti­bles oder hinsicht­lich der Mega­trends inter­es­santes Mosaik vorzu­weisen hat (zum Thema Mosa­ik­kar­riere hier). Solch ein Mosaik verlangt oft mehrere Aus- und Weiter­bil­dungen. Und Bildung kostet — gerade denkt man wieder über die Einfüh­rung von Studi­en­ge­bühren nach. Vorbild: Über­gangs­hilfe der Bundes­wehr Doch wer soll […]

Job-Trends Deutsch­land: Drei Wahr­heiten hinter den guten Zahlen

Die Zahlen signa­li­sieren das Para­dies auf dem Arbeits­markt: So niedrig wie zuletzt 1991 ist die Arbeits­lo­sig­keit. Das hört sich zunächst gut an. Doch wenn Sie wie ich tagtäg­lich mit Prozessen der frei­wil­ligen oder zwangs­weisen Neuori­en­tie­rung zu haben, rela­ti­viert sich das Bild stark. Es besteht eine immense Schief­lage auf dem Arbeits­markt und bei der Suche nach Fach­kräften. Diese mache ich an drei Eckpfei­lern fest: WAHRHEIT 1: Gesucht wird, was nicht beliebt ist Es gibt Stellen und Mangel­be­reiche, aber das sind alles andere als Traum­jobs. „Wenn ich doch nur aus der Bera­tung raus­käme!“ Diesen Satz höre ich beson­ders oft von Inge­nieuren und […]

5. Februar 2016|Tags: , , , |

Hand­werker sind nicht gebildet, oder ein funda­men­taler Denk­fehler über den Lohn der Bildung

Der Maler­meister mag alte Musik. Er kann rechnen, fehler­frei schreiben. Und er liest die ZEIT. Eigent­lich dürfte er das nicht. Er ist ja nur ein Hand­werker. Vor fast 30 Jahren habe ich in Erzie­hungs­wis­sen­schaften folgendes gelernt: Mit einem IQ von 90 schafft man die Haupt­schule, mit 100 Real­schule, mit 110 das Abitur. Wer studiert braucht 120, während eine Promo­tion 130 erfor­dert. Da IQ auch Bildungs­fä­hig­keit misst, kann der Maler­meister nicht beson­ders gebildet sein. Es hat ja nur zur Haupt­schule gereicht. MS Office Merken Sie was? Unsere Gesell­schaft setzt Schul- und Berufs­ab­schlüsse mit einem Bildungs­ni­veau gleich. Sie verwech­selt dabei […]

2. Dezember 2014|Tags: , , |

Bildungs­burger 2: Besser erst mal eine Lehre, danach kann man sich ein Studium auch kaufen (Streit­ge­spräch)

Meine spitze Kolumne über Kauf­stu­dien hat mir viele Protest­mails einge­bracht, ein Nach­klapp findet sich hier. So ganz einver­standen war auch Weiter­bil­dungs­experte Lars Hahn nicht mit meiner These, a.) dass die Ökono­mi­sie­rung zu einer Benach­tei­li­gung von Haus aus schlechter gestellter Menschen führt und b.) dass die Quali­täts­un­ter­schiede in der Bildung, wirt­schaft­lich getrieben, immer größer werden. Bereits vor zwei Jahren hatten wir uns auf einen Bildungs­burger getroffen. Dieses Mal war es eine Bildungs-Zitro­nentarte und ein doppelter Espresso Macchiato im Café Schmidt. Lars Hahn:  Willst du im Ernst eine Lanze für staat­liche Bildung brechen? Das wäre ja die Konse­quenz deiner Aussagen. SH: Mir ging es […]

30. Mai 2014|Tags: , , , |

Die Zukunft der Bildung: Futter für die Wirt­schaft oder für den Geist?

Früher gab es vor allem einen Grund zu lernen: Non scholae sed vitae discimus. Wir lernen fürs Leben. Viele berufen sich noch heute noch auf dieses Humboldt­sche Bildungs­ideal. Nach Wilhelm von Humboldt ist das Bedürfnis, sich zu bilden, im Inneren des Menschen ange­legt und natur­ge­geben. Im Humboldt­schen Ideal steht die Persön­lich­keits­ent­wick­lung im Mittel­punkt, durch die Indi­vi­dua­lität möglich wird.  Jedem soll deshalb Bildung zugäng­lich gemacht werden  Mate­ri­elle Ziele gehen damit nicht einher. Ökono­mi­sie­rung der Bildung Doch die Ökono­mi­sie­rung der Bildung schreitet in anderen Berei­chen voran, die Verkür­zung der Schul­zeit auf 12 Jahre („G8“) ist nur ein Zeichen. Leider hat die Wirt­schaft die […]

Wieder Zeit zum Brot­ba­cken: Unsere Zukunft in einer tech­ni­sierten Arbeits­welt (Rezen­sion)

Mensch = gut und besser? Nicht immer. Die Kuh mag ihren Milch­ro­boter lieber. Der massiert gleich die Zitzen und ist außerdem immer verfügbar. Auf den Menschen dagegen muss die Kuh warten. Ich beschreibe eine Szene  aus dem ersten Teil des Buchs „Arbeits­frei“ von Constanze Kurz und Frank Rieger. Beide sind Infor­ma­tiker und als Spre­cher im Chaos Computer Club enga­giert. Das Buch aus dem Riemann-Verlag beleuchtet die Arbeit der Zukunft mit konse­quentem Blick auf die tech­ni­schen Möglich­keiten inklu­sive Besuch in verschie­denen Produk­ti­ons­hallen von Groß­bä­ckerei bis Agrar­pro­du­zent. Man sollte von Infor­ma­ti­kern keine Tech­nik­feind­lich­keit erwarten, jeden­falls nicht in jungen Jahren, denken war an […]

Future­pre­neur: Unter­neh­me­risch Denken schon in der Schule lernen

Keine Berufs­gruppe wächst so schnell wie die der Selbst­stän­digen. Doch unter­neh­me­ri­sches Denken liegt von Natur aus nur Unter­neh­mer­kin­dern; alle anderen tun sich schwer damit. Was liegt also näher, als Kinder und Jugend­liche auf etwas vorzu­be­reiten, das ihnen von Haus aus fern­liegt?  Der Verein Future­pre­neur e.V. will bei  Kindern und Jugend­li­chen Unter­neh­mer­geist zünden und  Spaß am Unter­neh­mertum vermit­teln. Ich sprach mit Kerstin Heuer, die die Idee der „Mini-Unter­nehmer-Camps“ für  Jugend­liche aus Schweden nach Hamburg gebracht hat. Was tun Sie genau? Heuer: Wir ermög­li­chen Jugend­li­chen ab 13 Jahren Erfah­rungen als Mini-Unter­nehmer in Koope­ra­tion mit Schulen und Jugend­zen­tren in vier verschie­denen Programmen. Im […]

Bologna-Bashing: Wie wichtig ist das Auslands­se­mester im Studium wirk­lich? Exper­ten­ge­spräch mit Dr. Eva Reich­mann

Letzte Woche war in diesem Blog von zu bunten Bachelor-Cock­tails die Rede. Heute habe ich die Bildungs­expertin Eva Reich­mann zum Gespräch über das Thema Auslands­se­mester im Bachelor gebeten. Im Mittel­punkt steht einer der Haupt­kri­tik­punkte der Bologna-Kritiker: Die Tatsache, dass weniger Studie­rende ins Ausland gehen als es die Ziel­marken der Experten vorsahen. Ist das wirk­lich  so schlimm?, Frau Reich­mann? Ein Studi­en­auf­ent­halt im Ausland würde durch das neue System verhin­dert, heißt es. Dieser Mangel wird als erstes und am lautesten ange­pran­gert. Tatsache ist, dass noch nie so viele Studie­rende deut­scher Hoch­schulen ein Semester im Ausland absol­viert haben, wie heute. Von einer Verhin­de­rung […]

Von unge­sunden Studi­en­cock­tails und anderen Bachelor-Sünden

Die „Kultur­raum­stu­dien“ der Univer­sität Passau, inzwi­schen zum dritten Mal anders benannt, sind mir immer wieder begegnet und leider trotz des Eigen­lobs der Uni und begeis­terter Studie­render in den Lebens­läufen nicht beson­ders positiv aufge­fallen. Es war in den meisten Fällen schwer, diesen Studi­en­gang den Arbeit­ge­bern zu vermit­teln. […]

Der neue Bildungs­trend: Zerti­fi­kate

© vege — Fotolia.comHilmar Schneider von der IZA hat es vor rund einem Jahr in einem hervor­ra­gendem Papier zur Zukunft der Karriere auf den Punkt gebracht: Es geht nicht mehr um Berufe; es geht um Quali­fi­ka­tionen. Er hielt fest, dass nur der Wandel konstant sei. Der Wert einer Arbeits­kraft wird, wie man jetzt bereits überall sieht und bald noch mehr erkennen wird, durch Bausteine bestimmt, die sich als Module anein­an­der­fügen. Es geht nicht mehr darum, was jemand studiert oder gelernt hat; es geht darum, was ein Mensch kann. Das macht es immer schwie­riger für Perso­nal­ent­scheider Bewerber fach­lich richtig einzu­schätzen. Das Können der Experten […]

Bildungs-Burger: Ein belegtes Seminar und zwei Kurs-Cokes, bitte

© Robert Neumann — Fotolia.com Bildungs-Burger für den kleinen Weiter­bil­dungs­hunger, Copy­right: Fotolia.comWir haben ein dickes Problem: Obwohl  aktu­elle Kennt­nisse für Fach­kräfte immer wich­tiger werden, wird Bildung immer weiter priva­ti­siert. Nur das Notwen­digste finan­ziert  heute noch der Staat – Kurse, möglichst billig, schnell aufge­legt und kurz gebraten. Ich sprach mit Lars Hahn von der LVQ in Mülheim an der Ruhr, die auch ein Firmen­profil bei den Karrie­re­ex­perten haben. Die LVQ hat sich bundes­weit durch die erste von der IHK-zerti­fi­zierte Weiter­bil­dung zum Social Media Manager einen Namen gemacht. Ein Kunde, dem ich die Ausbil­dung empfahl, bekam unmit­telbar danach einen Job.  […]

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