Hand­werker sind nicht gebildet, oder ein funda­men­taler Denk­fehler über den Lohn der Bildung

Hand­werker sind nicht gebildet, oder ein funda­men­taler Denk­fehler über den Lohn der Bildung

Der Maler­meister mag alte Musik. Er kann rechnen, fehler­frei schreiben. Und er liest die ZEIT. Eigent­lich dürfte er das nicht. Er ist ja nur ein Hand­werker. Vor fast 30 Jahren habe ich in Erzie­hungs­wis­sen­schaften folgendes gelernt: Mit einem IQ von 90 schafft man die Haupt­schule, mit 100 Real­schule, mit 110 das Abitur. Wer studiert braucht 120, während eine Promo­tion 130 erfor­dert. Da IQ auch Bildungs­fä­hig­keit misst, kann der Maler­meister nicht beson­ders gebildet sein. Es hat ja nur zur Haupt­schule gereicht. MS Office Merken Sie was? Unsere Gesell­schaft setzt Schul- und Berufs­ab­schlüsse mit einem Bildungs­ni­veau gleich. Sie verwech­selt dabei […]

2. Dezember 2014|Tags: , , |

Akade­mi­sche oder betrieb­liche Ausbil­dung: Was braucht die Zukunft?

Vor einiger Zeit habe ich einen Bürokaufmann/frau gesucht. Ich ließ mir Lebens­läufe von einem Vermittler senden. Es war eine Kata­strophe. Etwa 20 Frauen, kein Mann. Mehr als die Hälfte hatten studiert, viele BWL. Mein Joban­gebot beinhal­tete Ablage, Excel­ta­bellen und Vorbe­rei­tung für den Steu­er­be­rater. „Ich will keine Studierte, um Gottes willen!“ rief ich beim Lesen der Unter­lagen. Nicht, dass ich etwas gegen Akade­miker habe, Gott oder wer auch immer bewahre. Aber so ein Job ist keine Perspek­tive für jemand, der mehr leisten könnte. Ich bin doch kein Ausbeuter, dachte ich.… Wenn alle Akade­miker sind, wer hält dann noch Hände? Szenen­wechsel. In […]

8. Oktober 2014|Tags: , , |

Die Zukunft der Bildung: Futter für die Wirt­schaft oder für den Geist?

Früher gab es vor allem einen Grund zu lernen: Non scholae sed vitae discimus. Wir lernen fürs Leben. Viele berufen sich noch heute noch auf dieses Humboldt­sche Bildungs­ideal. Nach Wilhelm von Humboldt ist das Bedürfnis, sich zu bilden, im Inneren des Menschen ange­legt und natur­ge­geben. Im Humboldt­schen Ideal steht die Persön­lich­keits­ent­wick­lung im Mittel­punkt, durch die Indi­vi­dua­lität möglich wird.  Jedem soll deshalb Bildung zugäng­lich gemacht werden  Mate­ri­elle Ziele gehen damit nicht einher. Ökono­mi­sie­rung der Bildung Doch die Ökono­mi­sie­rung der Bildung schreitet in anderen Berei­chen voran, die Verkür­zung der Schul­zeit auf 12 Jahre („G8“) ist nur ein Zeichen. Leider hat die Wirt­schaft die […]

Vorsicht, Mickey­­­maus-Abschluss: 8 Indi­zien für einen Bachelor oder Master made in Enten­hausen

Gibt es immer mehr Mickey­maus-Abschlüsse, also Abschlüsse auf dem akade­mi­schen Niveau von Enten­hausen? Absolut! Die “akade­mi­schen” Ausbil­dungen haben sich  zwar formal ange­gli­chen, doch die Niveaus inner­halb des Bachelor-Master-Einheits­sys­tems driften drama­tisch ausein­ander. Wir sehen leider erschre­ckend oft Studi­en­ab­schlüsse, die das Wort „akade­misch“ nicht verdienen. Für Studi­en­an­fänger genauso ein Problem wie für Perso­naler. Was ist was und was ist gut? Das wird immer schwerer zu beur­teilen. Ich habe Krite­rien zusam­men­ge­stellt, die es doch möglich machen. 1. Wie lange hält das im Studi­en­gang vermit­telte Wissen vor? Manche „Studi­en­gänge“ vermit­teln Wissen, das morgen schon von gestern sein könnte. Bedenk­lich finde ich einen Studi­en­gang wie […]

18. November 2013|Tags: , , , , |

Monster.de-Interview „Berufs­wahl“ — Am besten wirst du Arzt.…Oder?

Heute führte ich bei Face­book zu “Am besten wirst du Arzt” ein Live-Inter­view mit der Commu­nity Mana­gerin (und Bioche­mi­kerin wie ich gerade erfuhr) Eva-Maria Gold­mann von Monster. Hier noch mal zum Mitlesen für alle die wich­tigsten Fragen und Antworten — mit ein paar Ergän­zungen. Monster.de: Was macht man als Jugend­li­cher, wenn man noch nicht weiß, was man werden will? Wie können die Eltern hierbei unter­stützen? Nur 2% sind Inter­esse-Kinder, die schon mit 7 wissen, dass Sie z.B. Pyro­tech­niker werden wollen und ziel­si­cher darauf hinsteuern. Der Rest ist orien­tie­rungslos oder hängt(manchmal falschen) Vorbil­dern nach. Beruf­li­ches Glück und Persön­lich­keit stehen in einem […]

Denken — nein, Danke: Die Folgen der Prozess­op­ti­mie­rung in der Arbeits­welt

Die Prozess­op­ti­mie­rungen in der Arbeit­welt führen zu einer fort­schrei­tenden Stan­dar­di­sie­rung. So werden Arbeits­plätze geschaffen, die den Menschen unter­for­dern, es entsteht Boreout. Was tun?

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