Kate­go­rien

Hand­werker sind nicht gebildet, oder ein funda­men­taler Denk­fehler über den Lohn der Bildung

Published On: 2. Dezember 2014Cate­go­ries: Führung

Der Maler­meister mag alte Musik. Er kann rechnen, fehler­frei schreiben. Und er liest die ZEIT. Eigent­lich dürfte er das nicht. Er ist ja nur ein Hand­werker. Vor fast 30 Jahren habe ich in Erzie­hungs­wis­sen­schaften folgendes gelernt: Mit einem IQ von 90 schafft man die Haupt­schule, mit 100 Real­schule, mit 110 das Abitur. Wer studiert braucht 120, während eine Promo­tion 130 erfor­dert. Da IQ auch Bildungs­fä­hig­keit misst, kann der Maler­meister nicht beson­ders gebildet sein. Es hat ja nur zur Haupt­schule gereicht.

MS Office

MS Office

Merken Sie was?

Unsere Gesell­schaft setzt Schul- und Berufs­ab­schlüsse mit einem Bildungs­ni­veau gleich. Sie verwech­selt dabei mehr und mehr Bildung und Ausbil­dung. Dabei vermischt man Bildung und Ausbil­dung und macht simple Punkt­kom­ma­strich­rech­nungen. Man attri­bu­iert zum Beispiel die ganze Zeit: Die hat Abitur also…. Muss sie studieren, wäre eine Schande wenn nicht. Der hat Haupt­schule ergo…. Bei uns auf dem Gymna­sium gibt es keine „Asis“… (wobei Asis gleich Bildungs­fremde sind).

Ich habe ein Studium mit Promo­ti­ons­be­rech­ti­gung, aber ich kenne im Grunde nur die Operette Fleder­maus. Neulich beim Friseur habe ich „Bild der Frau“ gelesen. Das kannst du doch nicht öffent­lich zugeben, höre ich mein Umfeld sagen. Und doch, ich tue es: zum Schutz der Hand­werker und anderer, denen Bildung abge­spro­chen wird und mit ihr die Ausbil­dung.

Irren sich Rifkin, Dueck und Horx?

Einer der besten Artikel, die ich seit langem gelesen habe, stand letzte Woche in der Zeit “wenn sich Bildung nicht lohnt”. Die ZEIT lese ich auch manchmal, so wie die  „Schund­blätter“, wie meine Oma sagte, die nicht­aka­de­mi­sche Frau eines Akade­mi­kers. Auf den Punkt gebracht, steht darin die These formu­liert, dass wir uns irren könnten, wenn wir weiter so einseitig auf höhere Bildung setzen. Weil nämlich die Computer das Denken über­nehmen könnten und so viele Wissens­ar­beiter dann gar nicht nötig sind (dazu auch hier). Computer müssen, wenn nicht bedient dann doch über­wacht werden, auch wenn das irgend­wann Gedan­ken­ge­steuert geschieht. Dafür braucht es keine Leute mit beson­ders viel „Wissen“ im Kopf. Kann es also sein, dass wir mit der Wissens­ge­sell­schaft auf dem Holzweg sind? Dass Jeremy Rifkin, Matthias Horx und Günter Dueck nicht Recht haben könnten? Dass alle Welt in eine Kerbe schlägt, die so sehr zum gesell­schaft­li­chen Konsens geworden ist, dass niemand sie mehr hinter­fragt und gar anzwei­felt?

Akade­mi­ker­ge­hälter müssen nicht höher bleiben

Akade­mi­ker­ge­hälter sind immer höher als die von Arbei­tern und kauf­män­ni­schen Ange­stellten sowie anderen mit mitt­lerer Bildung gewesen? Schön und gut. Der Zeit-Artikel zeigt, dass sich der Trend in anderen Ländern schon umge­kehrt hat. Und über­haupt, was sagt die Vergan­gen­heit über die Zukunft? Jeden­falls nicht alles. Zumal der Akade­miker von morgen nicht der von gestern sein wird. Der Bericht stellt die These auf, dass am Ende eher eine Kran­ken­schwester gebraucht sein könnte als ein Arzt und eher ein Maschi­nen­be­diener als ein Program­mierer. Auch andere Jobs könnten Opfer der Digi­ta­li­sie­rung werden, siehe auch hier. Über die Abschaf­fung der Perso­nal­ab­tei­lung wird schon länger disku­tiert, meine Gedanken dazu. Hirn­scanner könnten das Auswahl­ver­fahren über­nehmen. Viel­leicht sind diese aber auch über­flüssig, weil die Perso­nal­ab­tei­lung eh keine Wahl hat – sie har nur wenige mittel ausge­bil­dete Leute, der Rest ist über­qua­li­fi­ziert. Damit hat man schlechte Erfah­rungen gemacht. New Work ist dann auch ganz anders als alle gedacht haben, dazu empfehle ich auch Henrik Zabo­row­skis Bericht “Newwork 2025” von gestern.

Warum denken wir eigent­lich, wir bräuchten weiter Entwickler, wenn es immer mehr Frame­works gibt? Websites kann jetzt schon jeder erstellen. Und man sieht ihnen nicht an, dass sie Templates sind.

Nein, am Ende könnte vor allem eine Fähig­keit wich­tiger werden als alles andere: Die Fähig­keit zur höheren Kommu­ni­ka­tion. Denn was bleibt übrig, wenn sowohl Dienst­leis­tungen als auch Produkte mit Maschinen produ­ziert werden können? Ein riesen­großes Kommu­ni­ka­ti­ons­loch, Milli­arden Miss­ver­ständ­nisse, Abstim­mungs­hemm­nisse, inter­kul­tu­relle und intel­lek­tu­elle Barrieren, Team­de­saster und unbe­dingt zu verhin­derndes Groupt­hink. Es geht bei dieser Kommu­ni­ka­tion nicht um Sprache, sondern darum, die Dilem­mata des Verbalen und Nonver­balen zu lösen. Denn Sprache an sich kann auch digi­ta­li­siert werden: Der Sprach­com­puter von Voda­fone & Co. ist immer noch fehler­an­fällig, doch er wird schlauer. Wenn ich ihn anbrülle „Rekla­ma­tion“, bekommt der folgende Mitar­beiter  einen Zettel „Eska­la­ti­ons­kundin – Gutschrift, wenn A erfüllt“. Basis-Kommu­­ni­­ka­­tion wird es also nicht sein, sondern höhere…

Der Computer könnte dabei immer noch auf die Plätze verwiesen werden. Ich habe letzte Wochen meine Ideen zur digi­talen Bera­tung begraben, weil ich sehe, dass niemand das will und es nicht funk­tio­niert. Es mag möglich sein, dass ein Programm auto­ma­ti­siert Ideen zur Neuori­en­tie­rung ausspuckt, jedoch wird das einem persön­li­chen Gespräch hoff­nungslos hinter­her­hängen. Auch die Berufs­ori­en­tie­rung, theo­re­tisch von allen Karrie­re­be­ra­tungs­themen am leich­testen digi­ta­li­sierbar, wird mensch­lich bleiben. Ich habe viel expe­ri­men­tiert, und bin da inzwi­schen sehr sicher. Nur ein Beispiel: “Stimmt über­haupt nicht“, sagt mein Sohn als er nach der Beant­wor­tung des Frage­bo­gens von What­chado sieht, dass er (90%) genauso tickt wie ein öster­rei­chi­scher Profi­fuß­baller oder ein Program­mierer (89%). Der Computer wird nach ein paar Fragen nicht wissen, wie ich ticke, es sei denn er wird zum Hirn­scanner. Und das dauert sicher.

Zurück zur Bildung, die ja eine Art Gehalts- und Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung sein soll. Ein Aspekt, der aus meiner Sicht wichtig ist, wird dabei immer außen vor gelassen. Die Bildung ist als ökono­misch unab­hän­gige, von der Wirt­schaft losge­löste Bildung gänz­lich von der Bild­fläche verschwunden. Ich meine die Bildung, die keine Ausbil­dung ist. Jene berufs­un­ge­bun­dene Bildung, die es einem ermög­licht, eine gepflegte Unter­hal­tung zu führen, meinet­wegen auch über Robotik, es muss nicht mehr Goethe sein. Jene Bildung, die einfach nur das Denken schärft, eine kriti­sche Haltung fördert. Wo ist heute Platz für eine kriti­sche Haltung? Fast alles wird schon in der Schule und erst recht später an der Uni nach Check­listen bewertet, die opti­male Lösung steht in einem Muster. Die maxi­male Anpas­sung an das Erwünschte wird geför­dert. Früh­zeitig werden wir zu abhän­gigen Konsu­menten erzogen, die immer nach dem nächst­schnel­leren Handy lechzen. Schon mit 14 Jahren sollen Schüler ein Prak­tikum machen, auch an Gymna­sien, um sich für den Beruf vorzu­be­reiten. Frühe Stär­ken­för­de­rung ist sinn­voll, aber das hat damit gar nichts zu tun, nichts! Bevor ich mich für etwas entscheiden kann, muss ich entscheiden können. Niemand lernt heute mehr entscheiden.

Man kann heute einen Master in Design Thin­king machen und Change Manage­ment für die Wasser­wirt­schaft studieren. Das ist gut – aber es hat so gar nichts mit der Bildung zu tun, die ich meine. In letzter Zeit werden immer mehr Weiter­bil­dungs­themen akade­mi­siert. Diese Themen sind kurz­zeitig aktuell und nach­ge­fragt. Aber sie machen auch Fach­idioten aus Menschen, die viel­leicht im Jahr 2025 vor allem mit kommu­ni­ka­tiven Aufgaben, siehe oben, Geld verdienen müssen. Und die immer neu lernen müssen, weil Themen kommen und gehen.…

Weil die Computer am Ende eben doch schlauer sind. Fragen Sie einmal einen ITler, was er vor 10 Jahren machen durfte und was heute. Es ist immer weniger geworden, das Denken wird ersetzt. Das kann frus­trieren, wenn man keinen Ausgleich hat. Etwa durch Bildung und ein Privat­leben, indem man noch denken darf.

Der Maler­meister findet seine intel­lek­tu­elle Bestä­ti­gung in anderen Feldern. Er sucht sie nicht auf der Arbeit. Und viel­leicht ist das ein weiterer Denk­fehler. Wir müssen nicht unseren IQ nicht in die Arbeit versenken, sondern könnten uns auf anderes konzen­trieren, wenn die Computer unsere Arbeit machen. Die Welt könnte wirk­lich noch ein paar Retter gebrau­chen.

Heute abend sind Henrik Zabo­rowski und ich “Mitspre­cher” in einem 30minütigen Beitrag auf Deutsch­land­ra­dio­kultur, 19 Uhr 30 — einschalten.

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.

 

10 Kommen­tare

  1. Kai G. Werzner 2. Dezember 2014 at 12:49 — Reply

    Sehr schöne Sicht­weise, viele sollten darüber mal nach­denken.
    Da ich ja selbst Hand­werker und Akade­miker bin und auch in beiden Berei­chen irgendwie immer noch aktive bin kann ich auch ein Lied darüber singen. Ich habe mir zur Zeit meines Theo­lo­gie­stu­diums ein Spiel daraus gemacht, die überaus intel­li­genten Fragen zu Glauben und Reli­gion von Hand­wer­kern direkt an die entspre­chenden Fachprof’s zu richen natür­lich im Rahmen von Semi­naren. Man mag es mir glauben oder nicht ich habe keinerlei befrie­di­gende Antwort von diesen hoch­kom­pe­tenten Menschen bekommen. Fragende Realität trifft auf unver­stän­dige Hoch­kom­pe­tenz. Die Fragen wurden offen stehen gelassen und zum nächsten Thema gewech­selt.
    Stel­len­weise haben es sich die Prof’s dann sogar verbeten weiterhin solchen Fragen ausge­setzt zu sehen, die man einfach nicht so ohne weiteres abbü­geln kann. So habe ich dann später auch das fach­ge­biet gewech­selt und meinen Magister in Reli­gi­ons­wis­sen­schaft gemacht.
    Im Hand­werk braucht man zumeist auch keinen Prozess­ma­nager, die einem Hand­werker bebringen müssen welcher Prozess­schritt wann zu erfolgen haben, dieser würde da nur müde lächeln.
    Und diese Menschen / Hand­werker können auch gegen jede Annahme Bücher lesen, Opern / Museen / Theater / Konzerte (auch klas­si­sche) besu­chen oder mit ihren Fragen auch Fach­per­sonal zur Verzweif­lung bringen, weil diese es nie gelernt haben Einfache Dinge auch Einfach zu erklären und sich dann durch entspre­chende vertie­fende Nach­fragen oder Bitten zur Sinn­erklä­rung von Fach­wörten sich gelö­chert und gestört fühlen.
    Gleich­zeitig höre ich auch von Freunde die an Gymna­sien mit Schü­lern oder an Unis und F‑Hochschulen arbeiten, wie doch das Bildungs­ni­veau sinkt durch abge­hacktes lernen und keinerlei Bezug­nahme zu anderen Fächern die Themen­ähn­lich sind. Kein Wunder das eine Hand­werks­aus­bil­dung aus meiner Beob­ach­tung heraus einen Menschen mehr bilden kann als manch Abitu­ri­enten oder BA-Absol­­venten der heutigen Zeit. Dies Thema hängt auch ganz stark mit dem Thema Mittelmaß aus einer ihrer letz­teren Artikel zusammen als viele denken mögen. Dort werde ich heut oder morgen auch noch kommen­tieren ich finde das Thema noch sehr ober­fläch­lich betrachtet und zwar auf breiter gesell­schaft­li­cher Ebene.
    Soweit erstmal hier. Mit freund­li­chen Grüßen
    Kai G. Werzner

    ps.: Ich hoffe der Beitrag auf Deutsch­land­ra­dio­kultur wird aufge­zeichnet und viel­leicht zum Down­load zur Verfü­gung gestellt.

  2. Henrik Zabo­rowski 2. Dezember 2014 at 17:36 — Reply

    Moin Svenja,
    vielen Dank für diesen tollen Artikel. Stelle immer wieder fest, dass wir einfach zu leicht Dinge/Meinungen über­nehmen. Da hilft Deine Sicht­weise, um mal wieder nach­zu­denken 🙂
    Herz­li­chen Gruß,
    Henrik

  3. Roland Althof 3. Dezember 2014 at 0:15 — Reply

    Hallo Svenja,
    diesen Artikel habe ich, Hand­werks­meister, mit großem Vergnügen gelesen. Bei meinem Bildungs­grad dürfte ich gar nicht kommen­tieren…
    Nur als Denk­an­satz: kann der heutige Prozeß­ma­nager, bzw. ‑gläu­bige noch Entschei­dungen treffen die ergebnis- und lösungs­ori­en­tiert sind, da er nur noch seinen Teil­be­reich beherrscht?
    Als prag­ma­ti­sche Lösungs­mög­lich­keit kann ich mir eine einfache Grund­lage vorstellen: WAS mache ich? WIE mache ich es? und, (ganz wichtig!), WARUM mache ich diese Tätig­keiten auf diese Weise?
    Viele Grüße und noch viel Freude beim Nach­denken
    Roland Althof

    • Svenja Hofert 3. Dezember 2014 at 12:21 — Reply

      Hallo Roland, will­kommen in meinem Blog. Und schön dass es dir gefallen hat. LG Svenja

  4. Sabine Dinkel 3. Dezember 2014 at 8:15 — Reply

    Wich­tiger Artikel. Danke!

  5. Kai G. Werzner 4. Dezember 2014 at 8:52 — Reply

    Hallo,
    Mann oder Frau sollte sich mit unserem Bildungs­system mal ausein­an­der­setzen und wie die soge­nannte Gausche Vertei­lungs­kurfe der Bildung und zum soge­nannten Mittelaß kommt.
    Hier mal ein Vortrag von Prof. Huisken:
    http://bit.ly/1pWK9Ch

    und wenn das nicht reicht sollte man sich mit den Lehren von Vera Birken­bihl ausein­an­der­setzen.
    Mit lieben Grüßen
    Kai Werzner

  6. Tanja Bläs­chke 4. Dezember 2014 at 17:34 — Reply

    Liebe Svenja,
    toller Artikel, danke­schön dafür ! An manchen Stellen musste ich richtig schmun­zeln .… ich habe selbst ein sehr gutes Abitur gemacht, habe auch einen über­durch­schnitt­li­chen IQ, hatte aber schlicht und ergrei­fend keine Lust, zu studieren und bin heute mit Leib und Seele Hand­werks­meis­terin.
    Auch nach 25 Jahren im Hand­werk bereitet es mir immer noch das größte Vergnügen, hin und wieder selbst mit Hand anlegen zu dürfen.
    Aber auch mein Intel­lekt kommt nicht zu kurz: aufwän­dige Planungen, inten­sive Gespräche mit anspruchs­vollen Kunden und Weiter­bil­dung in unter­neh­me­ri­schem Denken stehen täglich auf dem Programm.
    Ich liebe meinen Beruf.
    Hand­werk rockt !

    Liebe Grüße
    Tanja

  7. Moin Svenja,
    sehr wich­tiger Artikel mit einer intel­li­genten Sicht­weise. Danke dir!
    — Ich lese übri­gens gerne die Gala und die Zeit 🙂

  8. Cornelia Bohlen 8. Dezember 2014 at 8:36 — Reply

    Liebe Svenja, der Artikel spricht mir aus dem Herzen. Ich habe in meinem Leben schon viele Menschen mit einem hohen Ausbil­dungs­grad getroffen, die mensch­lich gesehen “Armleuchter” waren und sich nur über ihre Posi­tion defi­nieren. Je nachdem in welchem Unter­nehmen man arbeitet, ist man mit Dr. Titel per se auch als Mensch mehr Wert. Das halte ich für sehr frag­würdig. Ein Freund von mir, der als Tech­niker große Maschinen repa­riert, hat einmal gesagt, viele Menschen im Büro hätten den emtio­nalen Bezug zu sich selbst und ihren Fami­lien verloren, sich quasi “entfremdet” von sich selbst. Für mich ist es die fehlende “Erdung”, wenn nur noch der Kopf darüber entscheidet, was wichtig ist. Liebe Grüße Cornelia

  9. Surf­tipps Juni 2015 5. Juli 2015 at 11:02 — Reply

    […] Hand­werker sind nicht gebildet, oder ein funda­men­taler Denk­fehler über den Lohn der Bildung – „Nein, am Ende könnte vor allem eine Fähig­keit wich­tiger werden als alles andere: Die Fähig­keit zur höheren Kommu­ni­ka­tion. Denn was bleibt übrig, wenn sowohl Dienst­leis­tungen als auch Produkte mit Maschinen produ­ziert werden können? Ein riesen­großes Kommu­ni­ka­ti­ons­loch, Milli­arden Miss­ver­ständ­nisse, Abstim­mungs­hemm­nisse, inter­kul­tu­relle und intel­lek­tu­elle Barrieren, Team­de­saster und unbe­dingt zu verhin­derndes Groupt­hink. Es geht bei dieser Kommu­ni­ka­tion nicht um Sprache, sondern darum, die Dilem­mata des Verbalen und Nonver­balen zu lösen.“ […]

Leave A Comment