Der Arbeits­markt für Akade­miker: Mehr Stel­len­zu­gänge für Geis­tes­wis­sen­schaftler und weniger für Inge­nieure?

Der Arbeits­markt für Akade­miker: Mehr Stel­len­zu­gänge für Geis­tes­wis­sen­schaftler und weniger für Inge­nieure?

Wie bitte? Mehr Stel­len­zu­gänge für Geis­tes­wis­sen­schaftler als für Inge­nieure? Wie kann das sein? Ein Screen­shot, den ich bei Face­book hochlud, zeigte genau das an. Er stammt aus dem Bericht zur Akade­miker-Arbeits­lo­sen­sta­tistik „Gute Bildung – gute Chancen: Der Arbeits­markt für Akade­miker und Akade­mi­ke­rinnen“. Die rund 100 Seiten, die sich über­wie­gend auf das Jahr 2013 und teils mangels Daten noch auf 2012 beziehen, enthalten Zünd­stoff. Zünd­stoff für Diskus­sionen 1: Höhere Arbeits­lo­sig­keit unter Akade­mi­kern Im Bericht sind zwei Aussagen, die auffallen. Die eine lautet: “Die Zahl Arbeits­loser mit akade­mi­schem Abschluss ist 2013 auf durch­schnitt­lich 191.100 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies […]

11. September 2014|Tags: , , |

Karrie­re­check Geis­tes­wis­sen­schaften: Alles ist möglich, nur schwie­riger

Was willst du denn damit machen? Das ist doch über­flüssig! Geis­tes­wis­sen­schaftler werden früh von allen Seiten gegän­gelt. Macht es Sinn, sie aussterben zu lassen? Oder könnte es sein, dass sie demnächst  eine Renais­sance erleben? In meinem Karrie­re­check Geis­tes­wis­sen­schaften, der den Natur­wis­sen­schaften folgt, widme ich mich heute dem womög­lich schwie­rigsten Karrie­re­check-Thema. Kann man einem jungen Menschen wirk­lich ernst­haft empfehlen, heute noch Geis­tes­wis­sen­schaften zu studieren? Jetzt wo durch disrup­tive Entwick­lung sogar ein geis­tes­wis­sen­schaft­li­ches Auffang­be­cken, das Taxi­ge­werbe, vom Aussterben bedroht ist, wie ich neulich ironisch bei Face­book anmerkte? Ich glaube, ja. Es wird eine Renais­sance und neue Aner­ken­nung für Studie­rende von Fächern wie […]

Die Käfig­hal­tung von Akade­mi­kern – und wohin uns die Suche nach Frei­land­hal­tung führen kann

Vor zwei Tagen entdeckte ich via Twitter einen Artikel im The Guar­dian. Dort schrieb die Autorin über die Akade­mi­ker­schwemme in Groß­bri­tan­nien. Die Politik schreie nach Akade­mi­kern und die Wissen­schaft liefere passende Zahlen dazu. Etwa die, dass Akade­miker mehr verdienen als Nicht-Gradu­ierte. Was dabei vergessen würde: Die Zahlen sind aus einer Zeit, als es noch viel weniger Akade­miker gab. Inzwi­schen würden Geis­tes­wis­sen­schaftler kaum mehr verdienen als Unge­lernte. Ich muss an eine junge Akade­mi­kerin denken, der ein großer Konzern 1.800 EUR brutto als Junior-Online-Redak­teurin geboten hat – im Anschluss an ein weit unter Tarif bezahltes Volon­ta­riat. Der Artikel belegt, dass es kaum […]

Von unge­sunden Studi­en­cock­tails und anderen Bachelor-Sünden

Die „Kultur­raum­stu­dien“ der Univer­sität Passau, inzwi­schen zum dritten Mal anders benannt, sind mir immer wieder begegnet und leider trotz des Eigen­lobs der Uni und begeis­terter Studie­render in den Lebens­läufen nicht beson­ders positiv aufge­fallen. Es war in den meisten Fällen schwer, diesen Studi­en­gang den Arbeit­ge­bern zu vermit­teln. […]

Lena schmeißt Studium – darf man so einfach abbre­chen?

Es währte nur ein Semester. Unser Star für Oslo hat ihr Studium der Afri­ka­nistik und Philo­so­phie an der Uni Köln geschmissen. Darf man das? Einfach so? Und die Zukunft? Weiß ja kein Mensch, ob der zweite Anlauf als Sängerin ein Erfolg sein wird. Siehe Blüm­chen. Die war zwar kein Star für Oslo, aber auch ein One-Hit-Wonder, das fortan und bis heute aller­dings Zutritt zu gewissen Parties und damit Kreisen bekam und soviel ich weiß auch noch bisweilen in der Bunte zitiert wird. So kommt man immerhin an Spon­soren für seine Klamotten — wenn es wenig andere Einnahmen mehr gibt. Nun zum […]

„Damit kannst Du doch nichts anfangen“: Vom Sinn des Studiums ohne direkten Berufs­bezug

„Damit kannst du doch gar nichts anfangen“, hören Studenten geistes- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Fächer schon im ersten Semester, was einige zum Selbst­zwei­feln, andere zur Verzwei­feln und dritte zum Fach­wechsel gebracht haben soll. Muss das sein? Ich finde nicht. Es gibt unterm Strich nur wenige Fächer, die Wissen aus dem Studium unmit­telbar abfragen – vor allem sind dies die Inge­nieur­wis­sen­schaften.  Kaum ein Fach ist geeignet, Absol­venten direkt als Arbeits­kraft zu nutzen, das erklärt den Boom der dualen Studi­en­gänge, die aus meiner Sicht vor allem zu einem geeignet sind: die frühere Ausbil­dung zu ersetzen. Denn an die Stelle des ehedem ange­se­henen Indus­trie­kauf­manns tritt […]

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