„Damit kannst Du doch nichts anfangen“: Vom Sinn des Studiums ohne direkten Berufs­bezug

„Damit kannst Du doch nichts anfangen“: Vom Sinn des Studiums ohne direkten Berufs­bezug

„Damit kannst du doch gar nichts anfangen“, hören Studenten geistes- und sozi­al­wis­sen­schaft­li­cher Fächer schon im ersten Semester, was einige zum Selbst­zwei­feln, andere zur Verzwei­feln und dritte zum Fach­wechsel gebracht haben soll. Muss das sein? Ich finde nicht. Es gibt unterm Strich nur wenige Fächer, die Wissen aus dem Studium unmit­telbar abfragen – vor allem sind dies die Inge­nieur­wis­sen­schaften.  Kaum ein Fach ist geeignet, Absol­venten direkt als Arbeits­kraft zu nutzen, das erklärt den Boom der dualen Studi­en­gänge, die aus meiner Sicht vor allem zu einem geeignet sind: die frühere Ausbil­dung zu ersetzen. Denn an die Stelle des ehedem ange­se­henen Indus­trie­kauf­manns tritt […]

Drei Szena­rien zum Grund­ein­kommen: Wenn Putz­frauen sich selbst verwirk­li­chen und Hand­werker aussterben

Was macht das Grund­ein­kommen mit kleinen Unter­nehmen? Ich möchte dieses Mal als Beitrag zu Diskus­sion einmal eine ganz andere Perspek­tive einnehmen, eine die ich am besten kenne: die von mir selbst als Arbeit­geber.

Weg mit den Jobcen­tern, her mit einem Grund­ein­kommen

Also erst einmal: Natür­lich leben Hartz-IV-Empfänger nicht in Saus und Braus und gar “spät­rö­mi­scher Deka­denz”. Guido, dein Beitrag mag genau gelesen, nicht so schlimm sein, wie die Presse schreibt — aber der Vergleich hinkt auch, wenn man den WELT-Kommentar im Zusam­men­hang liest. Was aller­dings stimmt und was die derzei­tige Debatte an den Tag trägt, ist — ein sehr oft auch mich erschre­ckendes Ungleich­ge­wicht zwischen Arbei­tenden und Nicht-Arbei­tenden. Es ist wirk­lich verfüh­re­risch, nichts zu tun, wenn man sieht, wie wenig es sich lohnt. Heute erzählte mir eine Mitar­bei­terin von einer Freundin, die ihr Einkommen gerade von 700 auf 900 Euro erhöhen […]

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