Kate­go­rien

Plug & Play-Arbeits­­kräfte: Warum Arbeit­geber suchen, was es nicht gibt

Published On: 23. Juli 2014Cate­go­ries: Mensch & Orga­ni­sa­tion

Manche glauben es erst, wenn sie es selbst erfahren. 100 Bewer­bungen? 300? Das ist keine Ausnahme, das ist Norma­lität. Bei Fach­kräften. Bei Führungs­kräften. Akade­mi­kern. Kurzum, bei denje­nigen, die die Wirt­schaft angeb­lich so drin­gend sucht. Gestern gab es dazu einen sehr gut recher­chierten Bericht in der ARD-Doku­­men­­ta­­tion „Das Thema“. Ich möchte die Thesen aus der Repor­tage hier zusam­men­fassen und mit meinen eigenen Erfah­rungen anrei­chern:

fachkräfteEs gibt keinen flächen­de­ckenden Fach­kräf­te­mangel

Es fehlen Mitar­beiter in bestimmten Regionen, aber keines­falls überall. Das merkt man schon in Hamburg: Einige wenige Quali­fi­ka­tionen laufen gut, z.B. bestimmte Skills im IT-Bereich. Doch schon bei vielen klas­si­schen Funk­tionen wird es schwierig. Control­ler­stellen gibt es beispiels­weise seit einiger Zeit weniger, vor allem im hoch­qua­li­fi­zierten Sektor. Das erlebe ich selbst durch Rück­läufe und habe kürz­lich bei Hays auch den statis­ti­schen Beweis im Fach­­kräfte-Index Finance gefunden. Controller haben meist studiert. Doch es werden Finanz- und Bilanz­buch­halter gesucht. Das sind oft Mitar­beiter, die auch mit einer kauf­män­ni­schen Ausbil­dung weiter­kommen. Apropos Akade­mi­sie­rung.

Plug & Play: Bitte nur „fertige“ Fach­kräfte

Eine Perso­nal­be­ra­terin in der Repor­tage fomu­liert es sehr tref­fend mit „Plug & Play“: Arbeit­geber wollen Mitar­beiter, die sie einfach an ihr Betriebs­system ando­cken können, ohne Einar­bei­tung, ohne Schu­lung. Es werden Bewerber ausge­sucht, die 100% passen, und zwar auch von ihrer Bran­chen­er­fah­rung und mehr noch Bran­chen­seg­men­t­er­fah­rung her. Im letzten Jahr habe ich vermehrt einen neuen Absa­ge­grund in den Briefen gelesen, und zwar „keine/fehlende Bran­chen­er­fah­rung“. Das offi­ziell zu formu­lieren ist AGG-konform, wäre aber noch vor 10 Jahren undenkbar gewesen. Es wider­spricht komplett den Entwick­lungen am Arbeits­markt: Durch zuneh­mende Segmen­ti­sie­rung, immer kürzere Lebens­zy­klen und abneh­mende Verweil­dauer auf einer Stelle, „über­leben“ sich Bran­chen­seg­mente schneller. Wo früher Wechsel über Bran­chen­grenzen hinaus möglich war, wird er im Moment immer schwie­riger. Keine Erfah­rung im Anla­genbau? Keine Chance! Selbst für Funk­ti­ons­be­reiche, in denen Prozess­kennt­nisse nicht oder nur bedingt nötig wären.

Deut­sche Wirt­schaft: Export-Fach­­kräfte sind billiger

Im Film wurde ein grie­chi­scher Arzt vorge­stellt, der in einer Klinik in Künzelsau trotz 10 Jahren Erfah­rung im Heimat­land als Einsteiger einge­stellt wurde. Kosten­spa­rend. Die beiden dazu inter­viewten Klinik­chefs waren sich wahr­schein­lich nicht annä­hernd bewusst wie Guts­her­ren­haft ihr Auftreten wirkt. „Ja, die Ausbil­dung sei schon im Wesent­li­chen gleich.“ Hm…. „Bis auf ein paar Klei­nig­keiten“, Arme verschränkt. Anderes Beispiel: Der spani­sche CNC-Fräser, der mit Freundin nach Sachsen gezogen war. Arbeit super! Nur das Umfeld! In dem Örtchen war nichts los, Kontakte zu Einhei­mi­schen — Fehl­an­zeige. Kann man es dem jungen Mann verdenken, dass er das Weite gesucht hat? Das Leben ist nicht nur Arbeit, weder für Deut­sche noch für andere EU-Bürger. Die Wahr­heit unterm Strich: Es gibt orts­weise Fach­kräf­te­mangel, der aber auch seinen Grund hat (nichts los in der Klein­stadt). Kaum ein deut­scher Groß­städter würde an einen Ort mit geringer Lebens­qua­lität ziehen. Was ist das für eine arro­gante Haltung, das von Menschen anderer Natio­na­li­täten zu erwarten? Nur, weil deren Wirt­schafts­lage weniger gut ist?

Zahlen­dre­herei bei Inge­nieuren

Dass den Herr­schaften beim VDI, also dem Verband der Inge­nieure, statis­ti­sches Grund­wissen fehlt, hat sich unter anderem via Simone Janson und Spiegel Online im Internet schon rumge­spro­chen. Die lustige Inge­nieur­lü­cken­be­rech­nung ist schon aus der Fern­be­trach­tung eine Lach­nummer und ganz leicht ausein­ander zu nehmen. Die prak­ti­sche Erfah­rung sagt: Junger Inge­nieur mit 100 Bewer­bungen und kaum 20% Einla­dungen? Normal! Gut, diese Quote ist immer noch sehr viel besser als bei Perso­na­lern, Marketern, Biotech­no­logen. Und würde statt der 2,8 eine bessere Note da stehen, wäre sie noch mal besser. Aber: Ein Zeichen des Inge­nieurm­an­gels sieht anders aus! Richtig proble­ma­tisch wird es mit mehr als sechs Jahren im Job, sofern nicht zufällig die “rich­tigen” Bran­chen­ent­schei­dungen getroffen wurden und was richtig ist, weiß man sowieso erst hinterher). Nach dem 2. Welt­krieg gab es mal eine schlimme Inge­nieur­schwemme, erzählt man mir. Davon sind wir viel­leicht nicht mehr weit entfernt. Zu viele hören auf die Rufe nach immer mehr MINT.

1:300 ist kein Mangel, 1:6 auch noch nicht

300–400 Bewer­bungen auf eine Trai­nee­stelle – wo ist da der Fach­kräf­te­mangel? Sechs Personen auf eine Seni­or­po­si­tion fern der Groß­stadt, selbst das kein Zeichen für Mangel. Offen­sicht­lich, so eine weitere These des Berichts, gehe es darum, möglichst viel Auswahl zu haben. Das genau führt zur Plug&play-Haltung.
Ich wünsche mir mehr Arbeit­geber, die klug genug sind, zu erkennen, dass es im Wett­be­werb ihr Vorteil sein wird, wenn sie sich gegen den Strom verhalten und inno­vativ in ihrer Perso­nal­po­litik sind. Wenn sie beispiels­weise sehen, dass es Bran­chen­fremde geben kann, die ein wahrer Schatz sind, wenn man ihn nur hebt. Die erkennen, dass es zu kurz gedacht ist, Arbeit­nehmer aus der EU in ein Dorf zu impor­tieren und zu hoffen, dass Arbeit zum glück­­lich-sein reicht. Und die begreifen, dass Ausbil­dung nichts ist, das man an Hoch­schulen dele­gieren kann.

Über mich

SBereits seit 1998 schreibe ich Karrie­re­rat­geber, seit dem Jahr 2000 betreibe ich “Karriere & Entwick­lung” für Outpla­ce­ment und Karrie­re­coa­ching. 2004 grün­dete ich meinen ersten Online-Shop, aus dem 2012 Kexpa wurde, 2011 mein Portal Karriereexperten.com. In diesem Jahr kam die Karrie­re­ex­per­ten­aka­demie dazu: verschie­dene Weiter­bil­dungen zur Profes­sio­na­li­sie­rung der Methoden und Vorge­hens­weisen im Karrie­re­coa­ching.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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15 Kommen­tare

  1. Sabine Dinkel 23. Juli 2014 at 9:09 — Reply

    Hallo Svenja,

    den Bericht hab ich gestern auch gesehen und war nicht nur über die Ärzte in Guts­her­ren­ma­nier pein­lich berührt. Auch die grauen Herrn des VDI oder der Agentur für Arbeit wirkten alles andere als vertrau­ens­er­we­ckend. Da wird nach wie vor eine Arro­ganz an den Tag gelegt, dass es einen grausen kann.

    Das Buch “Mythos Fach­kräf­te­mangel” von Martin Gaedt (er war auch kurz im Beitrag zu sehen und wurde ja auch schon bei dir im Blog bespro­chen) hat mir nochmal sehr schön klar­ge­macht, dass Arbeit­geber zuerst an ihrer Haltung arbeiten müssen, wenn sie gute Leute für sich gewinnen wollen. Und dass sie sich etwas anderes einfallen lassen müssen als immer wieder die glei­chen flos­kel­hafte Anzeigen zu schalten.

    Außerdem halte ich “Hire for atti­tude — train for skills” für die bessere Wahl als “Plug and Play”.

    Sonnige Grüße
    Sabine

    • Svenja Hofert 23. Juli 2014 at 13:40 — Reply

      Hallo Sabine, ja, nicht, es ist wirk­lich zum Fremd­schämen. Vor allem, da diesen Ärzten Ihr Auftreten nicht bewusst war, sonst wären Sie ja nie und nimmer vor die Kamera gegangen. Man hält sich für groß­zügig. Hire for atti­tude finde ich auch weitaus sympa­thi­scher, wird selten gemacht. LG Svenja

    • Dirk 23. Juli 2014 at 16:28 — Reply

      Hallo Sabine,

      das ungute Gefühl was ich beim Inter­view mit den Ärzten hatte, ist mit “Guts­her­ren­ma­nier” hervor­ra­gend ausge­drückt.

      Gruß
      Dirk

      • Sabine Dinkel 23. Juli 2014 at 21:09 — Reply

        Danke Dirk, das hatte Svenja Hofert oben schon so ähnlich beschrieben und ich konnte es 1:1 teilen als ich gestern den Beitrag sah. Martin Gaedt hat darüber ja auch in seinem Buch geschrieben.

        Ich habe vor meiner Selbst­stän­dig­keit mehrere Jahre im HR-Bereich eines großen Konzerns gear­beitet und bin sehr froh, dass ich diesen Satz nun in Vergan­gen­heits­form schreiben kann ;o)

  2. Stefan Nette 23. Juli 2014 at 9:56 — Reply

    Genau das, in kürzerer Form habe ich gestern in der Arbeit.Zeit.Leben Gruppe von Xing gesagt (Hier: http://bit.ly/1pc1mnt
    ) . Ich bin selbst HRler und die Praxis kotzt mich an, ich kann glück­li­cher­weise etwas anders arbeiten, aber wenn ich das Geschrei vom Fach­kräf­te­mangel höre dann wird mir wieder­lich. Ich kann und will es auch nicht feiner ausdrü­cken, eigent­lich müsste man es der Gesamten Bande mal ins Gesicht brüllen. So sehr nervt es mich, wie da mit Menschen umge­gangen wird und wie sich hart­nä­ckig die Haltung hält, dass am besten alle Quali­fi­ka­ti­ons­maß­nahmen über den Staat laufen sollten. Haupt­sache es kostet unsere feine Wirt­schaft nichts und die Steuern werden dann auch noch schön vermieden mit einer Depen­dance in Tiki­taki 😉 oder Irland… -.-

    • Svenja Hofert 23. Juli 2014 at 13:46 — Reply

      Ich kann Ihnen da nur zustimmen. Es klafft eine so unend­liche Lücke zwischen Theorie und Praxis. Fürchte aber, dass Schreien nicht ankommt: Druck erzeugt Gegen­druck. Die Firmen müssen es selbst merken. Doch die Politik könnte einiges tun — indem Andrea Nahles z.B., die sich laut Bericht noch “keine Meinung” gebildet hat -, mal sieht was da passiert. Und dass die Bildungs­po­litik diesen Akade­mi­sie­rungs­feldzug mal über­denkt. LG Svenja

  3. Johann 23. Juli 2014 at 12:01 — Reply

    Ich kann das voll und ganz bestä­tigen. Ich arbeite bei einem Dax30 wo Fach­kräf­te­mangel stän­diges stra­te­gi­sches BLA-BLA ist. Dabei bekommen wir seit Jahren massen­haft Bewer­bungen (kauf­män­nisch als auch tech­nisch) und von einem Mangel kann über­haupt keine Rede sein. Im Gegen­teil, pickt man sich die Plug&Play Leute raus, die dann meis­tens in Posi­tionen ohne weitere Lern­kurve landen (höherer Sach­be­ar­beiter). Aber einmal in den Genuss des IG-Metall Tarifs gekommen bleiben Sie dann auch.

    Auch resul­tiert der Über­fluss in einer Mono­tonie bei der Perso­nal­ein­stel­lung, denn alle Stellen werden von ähnli­chem Personal und glei­chem Lebens­­lauf-Muster besetzt (z.B. Controller: 3–6 Jahre Erfah­rung, Bran­chen­er­fah­rung, Master­stu­dium Finance, Ausland, SAP-Erfah­rung). Dabei wird Diver­sity so hoch­ge­lobt! Ach ja wir leben ja Diver­sity denn der Controller ist eine Frau, ein Ausländer, ein Ostdeut­scher oder hat einen anderen Glauben hat? *Ironie aus*

    Ein Haupt­pro­blem ist m.E. der fehlende Mut bzw. die fehlende Flexi­bi­lität mal bran­chen­fremde oder Leute mit Poten­zial und Atti­tüde einzu­stellen. Da gefällt mir der ameri­ka­ni­sche Markt besser. Da zählt Poten­zial immer noch mehr als der Lebens­lauf.

  4. Johann 23. Juli 2014 at 12:06 — Reply

    Ich kann das voll und ganz bestä­tigen. Ich arbeite bei einem Dax30 wo Fach­kräf­te­mangel stän­diges stra­te­gi­sches BLA-BLA ist. Dabei bekommen wir seit Jahren massen­haft Bewer­bungen (kauf­män­nisch und tech­nisch) und von einem Mangel kann über­haupt keine Rede sein. Im Gegen­teil, pickt man sich die Plug&Play Leute raus, die dann im meis­tens in Posi­tionen ohne weitere Lern­kurve landen (höherer Sach­be­ar­beiter, für einen Akade­miker 30–35 der Moti­vat­i­nons­killer) . Aber einmal in den Genuss des IG-Metall Tarifs gekommen bleiben Sie dann auch.

    Auch resul­tiert der Über­fluss in einer Mono­tonie bei der Perso­nal­ein­stel­lung, denn alle Stellen werden von ähnli­chem Personal und glei­chem Lebens­­lauf-Muster besetzt (z.B. Controller: 3–4 Jahre Erfah­rung, Bran­chen­er­fah­rung, Master­stu­dium Finance, Ausland, SAP-Erfah­rung). Dabei wird Diver­sity so hoch­ge­lobt. Ach da… wir leben ja Diver­sity denn der Controller ist idea­ler­weise eine Frau, ein Ausländer, ein Ostdeut­scher oder hat einen anderen Glauben. ? *Ironie aus*

    Ein Haupt­pro­blem ist m.E. der fehlende Mut bzw. die fehlende Flexi­bi­lität mal bran­chen­fremde oder Leute mir Poten­zial und Atti­tüde einzu­stellen. Da gefällt mir der ameri­ka­ni­sche Markt besser. Da zählt Poten­zial immer noch mehr als der Lebens­lauf.

    • Svenja Hofert 23. Juli 2014 at 13:37 — Reply

      Hallo Johann, lieben Dank für den prak­ti­schen Einblick. Geho­bene Sach­ar­beiter — ja, diese Form von Moti­va­ti­ons­killer kenne ich. herz­liche Grüße Svenja Hofert

  5. Samantha 23. Juli 2014 at 17:22 — Reply

    Schöne Repor­tage und schöne Zusam­men­fas­sung von Ihnen. Ich könnte als BioIng ohne adäquaten Job einfach heulen wenn ich das sehe/lese. Mir vergeht nur noch mehr die Lust Bewer­bungen zu schreiben.
    Zu den 32.000€ möchte ich noch erwähnen, dass selbst das unterste Einstiegs­ge­halt im Öffent­li­chen Dienst für Inge­nieure bei um die 35.500€ liegt (zumin­dest wenn sie das zahlen, was nach der Eintei­lung der Entgeld­gruppen vorge­sehen ist)…

  6. […] als Assis­tent eine Anstel­lung gefunden hat. Und wie es der Chef­arzt in bekannter Guts­her­ren­ma­nier ausdrückte, wird er dem deut­schen Stan­dard fast gerecht. Im Inter­view mit dem grie­chi­schen […]

  7. Claus F. Bert­hold 25. Juli 2014 at 15:20 — Reply

    Man möchte sich mit der Hand vor die Stirn schlagen. Gut aufge­stellter Mittel­ständler in der Provinz bietet Work-Live-Balance, Gehalt, Aufgabe, alles im rich­tigen Rahmen an. 1. Kandidat etwas zu alt, 2. Kandidat etwas zu wenig SAP, 3. Kandidat ohne Kommentar, können wir den ersten Kani­daten viel­leicht doch haben? Nach drei Monaten mit letztem Kontakt sagt der dann aber, danke habe mich ument­schieden.

    Man bekommt zuweilen den Eindruck, dass die Perso­naler oder die Fach­ab­tei­lungen Angst haben eine falsche Auswahl zu treffen. Bloß nicht den 88%-Kandidaten, wenn der nicht passt bin ich meinen Job los.

    Viel­leicht sollten die CEOs und Geschäfts­führer ihren Mitar­bei­tern einfach mal sagen, dass sie auch nicht nur Entschei­dungen mit 100% fällen, sondern über­haupt eine. Wofür haben wie die Probe­zeit einge­führt?

  8. […] Argu­mente, die den Fach­kräf­te­mangel als realis­ti­sches Problem darstellen, wurden auch nochmal von Svenja Hofert zusam­men­ge­tragen und entkräftet. Bleibt die Frage offen, warum eine solche Repor­tage erst […]

  9. Sven 18. August 2014 at 14:51 — Reply

    Es gibt einen Fehler im Beitrag. Der Ort ist Eisfeld und liegt in Thüringen. Bin erst vor kurzem mal durch gefahren.

  10. […] Zeit mehr für Einar­bei­tung. Svenja Hofert hat diesen Begriff in dem gran­diosen Beitrag “Plug & Play-Arbeits­­kräfte: Warum Arbeit­geber suchen, was es nicht gibt” weiter­ge­dacht. Erfah­rung wird erwartet, “plug & play” gesucht, aber […]

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