Die Quadratur des Kreises: Warum das Bundesamt für Migra­tion ein Beispiel für ein gene­relles Recrui­­ting-Problem ist

Die Quadratur des Kreises: Warum das Bundesamt für Migra­tion ein Beispiel für ein gene­relles Recrui­­ting-Problem ist

Arbeit­geber wollen Bewerber, die die perfekte Schnitt­menge mit den Anfor­de­rungen bilden. Die Quadratur des Kreises, das Unmög­liche soll möglich werden. Darauf wartet man Monate, was die langen Bear­bei­tungs­zeiten von Bewer­bungen teil­weise erklärt. Dieses Phänomen betrifft nicht nur die High-End-Arbeits­plätze in inter­na­tio­nalen Wirt­schafts­un­ter­nehmen. Dieser Trend ist überall zu erkennen. Ich habe ein aktu­elles Beispiel. Das Bundesamt für Migra­tion sollte eigent­lich jede Menge Stellen frei haben und müsste und aufgrund seines Bear­bei­tungs­not­stands offen sein für Quer­ein­steiger. Experten schreiben den Still­stand der Tatsache zu, dass es kaum Leute gebe, die entscheiden könnten, also kaum akade­mi­sche Sach­be­ar­beiter. Ich schaue mir daraufhin die Stel­len­an­zeigen auf […]

18. September 2015|Tags: , |

HR-Barcamp 2015, Teil 2 — Active Sourcing oder: Erzie­he­rinnen triffst du bei Ebay und Program­mierer ganz hinten im Code

Eine Session, alle Blicke nach vorn Der zweite Tag des Barcamps (gestern Teil 1) beginnt bei mir müde. Ich hätte früher ins Bett gehen sollen. Ich treffe Chris­toph Athanas vorm Früh­stücks­buffet (Top-Cate­ring!), der sich für meinen Beitrag bedankt. „Genau das ist übri­gens Barcamp – man weiß nie, wie eine Diskus­sion verläuft.“ Es sei essen­tiell, dass Perso­naler selbst Sessions geben. Und da ist halt manches nicht immer so perfekt. Da hat er Recht! Also, liebe Perso­naler, macht mit beim Barcamp 2016. Das Unper­fekte ist sowieso viel span­nender. Ich erkenne am zweiten Tag, dass es offen­sicht­lich verschie­dene Barcamp-Vari­anten gibt. Manche stehen vorn, geben einen Impuls und mode­rieren eine Diskus­sion, […]

1. März 2015|Tags: , |

Recrui­tin­g­di­lemma oder Digi­tal­ro­mantik? Wo stehen wir im Jahr 2025 wirk­lich? (Rezen­sion)

Sie ist schlank und muskulös, sieht gut aus und weint, als sie mit ihrer mega-erfolg­rei­chen Freundin spricht, die vor lauter Arbeit nicht mehr zum Sport kommt… sowas auch. Die ärmste Yvonne aus dem Kapitel „arbeitslos statt Voll­be­schäf­ti­gung“ im Buch „Das Recrui­ting-Dilemma“ von Sven-Gábor Jánszky: Seit drei Jahren aus dem Job, ein Schwer­ver­bre­chen im digi­talen Zeit­alter, in der die Mons­ter­kraken Wirt­schaft und Wandel uns gemeinsam diri­gieren.  So dumm, Yvonne! Eltern­zeit genommen, Landei geblieben, das ist halt die Geschichte der Verlierer am Arbeits­markt im Jahr 2025 (… ich glaube nicht daran, und halte auch nichts von dieser Art Panik­mache). 2025 — das ist die […]

19. Februar 2015|Tags: , , |

5 Methoden beruf­li­chen Erfolg vorher­sagen – und wann und wo sie Grenzen haben

Die rich­tige Einstel­lung lässt sich nicht berechnen. MS Office Bewerber mögen Unter­nehmen, die offen sind. Unter­nehmen sehen das anders: Am liebsten sind uns Mitar­beiter, die vorher schon das gleiche gemacht haben! So ist die gängige Haltung. Auch Freenet-Vorstand Chris­toph Vilanek bestä­tigt dies in der brand eins. Er begründet die konser­va­tive Einstel­lungs­po­litik mit der Tatsache, dass sich die Bereiche immer spezi­eller und spezia­li­sierter entwickelten.Ist diese Haltung berech­tigt? 5 gelebte Über­zeu­gungen der HR-Abtei­lung – und wie berech­tigt sie wirk­lich sind. 1. Vergan­gen­heit sagt die Zukunft voraus – aber nicht Inno­va­tions- und Führungs­fä­hig­keit Wie viele andere geht auch Vilanek bei der Einstel­lung von Mitar­bei­tern […]

23. Oktober 2014|Tags: , , , |

“Sie waren ja auf der glei­chen Grund­schule wie ich!” Wenn Perso­nal­aus­wahl zu mensch­lich wird

Lasst den Roboter recruiten Mich verfolgen zwei HR-Trau­mata. Meinen ersten Job hatte der Inter­ven­tion einer Sekre­tärin zu verdanken. „Die sieht nett aus, lad die ein“ — so “steckte” man mir, nötigte diese ihren Chef. Für mich eine persön­liche Belei­di­gung, die ich nie ganz verwunden habe. Trauma Nr. 2: Wenige Jahre später stellte ich selbst jemand ein — weil sie irgendwie nett wirkte. Die junge Dame lernte später einen Kollegen kennen; zumin­dest der Mann ist mir 20 Jahre danach immer noch dankbar. Unter Perso­nal­aus­wahl-Gesichts­punkten war das alles höchst unpro­fes­sio­nell. Damals hatte ich keinen blassen Schimmer vom Recrui­ting, hielt aber große Stücke […]

18. September 2014|Tags: , , |

Plug & Play-Arbeits­­kräfte: Warum Arbeit­geber suchen, was es nicht gibt

Manche glauben es erst, wenn sie es selbst erfahren. 100 Bewer­bungen? 300? Das ist keine Ausnahme, das ist Norma­lität. Bei Fach­kräften. Bei Führungs­kräften. Akade­mi­kern. Kurzum, bei denje­nigen, die die Wirt­schaft angeb­lich so drin­gend sucht. Gestern gab es dazu einen sehr gut recher­chierten Bericht in der ARD-Doku­men­ta­tion „Das Thema“. Ich möchte die Thesen aus der Repor­tage hier zusam­men­fassen und mit meinen eigenen Erfah­rungen anrei­chern: Es gibt keinen flächen­de­ckenden Fach­kräf­te­mangel Es fehlen Mitar­beiter in bestimmten Regionen, aber keines­falls überall. Das merkt man schon in Hamburg: Einige wenige Quali­fi­ka­tionen laufen gut, z.B. bestimmte Skills im IT-Bereich. Doch schon bei vielen klas­si­schen Funk­tionen wird es schwierig. Control­ler­stellen gibt […]

Jäger­la­tein: 9 Irrtümer über Head­hunter

 „Wie, die suchen gar nicht?“ Die meisten Bewerber sind erstaunt, wenn sie hören, dass Perso­nal­be­rater, aka Head­hunter, nicht sofort loslaufen und Stellen suchen, wenn sich ein inter­es­santer Bewerber bei Ihnen meldet. In diesem Beitrag will ich mit den typi­schen Irrtü­mern aufräumen, die über Head­hunter kursieren. 1. „Die suchen für mich“ Schön wäre es. Man geht zu einem Head­hunter, gibt ihm einen Jobauf­trag und schon macht er sich voller Energie und Begeis­te­rung auf die Suche. So ist das leider nicht. Im Grunde sind Head­hunter wie Immo­bi­li­en­makler: Meis­tens wird nur vermit­telt, wenn ein Haus (Job) da ist. Nur wenige Head­hunter agieren ohne […]

Gene­ra­tion Y: Zwischen Geld, Karriere und Sinn

Anna hat super Noten, einen tollen Lebens­lauf und einen  genialen Job in Berlin. 70 Prozent ihrer Freunde hangeln sich dagegen von Projekt zu Projekt, Sozial- und Geis­tes­wis­sen­schaftler; auch BWLer haben ohne Berufs­er­fah­rung nicht mehr die unbe­grenzte Wahl. Wollen halt alle in den coolen Städten bleiben und nicht aufs Land. Früher hätte man gesagt: Anna hat´s geschafft. Sie selbst empfindet das nicht so. Sie lang­weilt sich, der Job scheint ihr zu wenig sinn­voll. Sie kündigt und wird demnächst durch die Welt reisen, für Dawanda basteln und sich so ein paar Euros verdienen. Ob das ihren Lebens­lauf kaputt macht, fragt sie vorher noch. So ganz frei von Karrie­re­denken ist die […]

20. Mai 2014|Tags: , , , , , |

Gefähr­li­cher Persön­lich­keits­scan: Recrui­ting mit Face­­book-Tool „You are what you like“ (Selbst­ver­such)

Da jubeln Perso­nal­erherzen: In zwei Minuten soll sich über einen Maus­klick mehr über einen Bewerber heraus­be­kommen lassen als in einem aufwän­digen Vorstel­lungs­ge­spräch!  Alles, was man als Perso­naler dafür, braucht ist die Geneh­mi­gung auf nicht öffent­liche Daten zuzu­greifen. Als Bewerber kann man sich, viel­mehr seine Face­book-Seite, jeder­zeit selbst scannen lassen. Sodann analy­siert das Tool die eigene Face­book­seite und ein Algo­rithmus teilt das Like-Verhalten in die Big-Five-Kate­go­rien Offen­heit, Gewis­sen­haf­tig­keit, Verträg­lich­keit, Extra­ver­sion und Neuro­ti­zismus. Das Ganze hat durch zwei Forscher der Univer­sity of Cambridge, die das Programm entwi­ckelt haben, einen pseudo-wissen­schaft­li­chen Anspruch. Die Big Five zur Eignungs­dia­gnostik heran­zu­ziehen, ist nichts Neues. In Deutsch­land […]

Vorsicht, ein Getränk! Real­sa­tire im Vorstel­lungs­ge­spräch

MS Office Stellen Sie sich vor, Sie sind zum Vorstel­lungs­ge­spräch einge­laden. Und dann bietet man Ihnen etwas zu Trinken an. Sie nehmen an. “Ha, Fehler”, feixt Ihr Gegen­über – schon sind Sie raus. Wie das? Der Perso­naler hat gerade in einem Perso­nal­hand­buch für Einsteiger diesen heißen Trick gelesen. Ganz große Sache. Und natür­lich: größt­mög­li­cher Unsinn. Unpro­fes­sio­nelle Perso­naler (oder Fach­ent­scheider, die sich etwas ange­lesen haben), sind gefähr­li­ches Glatteis für Sie. Denn es kann sein, dass Sie aufgrund eines unsin­nigen Auswahl­kri­te­riums eine Absage bekommen. Wie Sie sonst noch erkennen, dass Sie es mit einem Gesprächs­partner zu tun haben, dessen Wissen sich auf […]

Falsch negativ: Der Fehler zweiter Art bei der Bewer­ber­aus­wahl

Fehler im Recrui­ting können teuer werden… Manche Recruiter und Talent­su­cher dürften sich im Nach­hinein ärgern. Spätes­tens wenn der Vorstand sie zitiert und zusam­men­faltet: Wie konnte dir ESEL dieser SUPERSTAR entgehen? So ein Esel heißt Alex­ander Sinclair und sein Absa­ge­schreiben kursiert im Internet. Sinclair schickte, so die Sache kein Fake ist, Bono von U2 im Mai 1978 eine Absage. Die klingt so wie auch heute noch Absagen klingen: „Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihren weiteren Karrie­reweg.“ Es muss um 1997, 1998 gewesen sein, als mir ein großer Elek­tronik­kon­zern absagte. Haben die jetzt was verpasst? Oder war es ein Glück […]

Eier­le­gende Bran­chensau & Lebens­­­zy­klus-Knopf: 4 HR-Inno­­va­­tionen, die einfach niemand erfindet

Jeden Tag begegnen mir Ideen, die andere schon hatten. Aber Dinge, die man wirk­lich  brau­chen  könnte, erfindet keiner. Meine Favo­riten fürs Erfunden-Werden: 1.       Die Jobsuch­ma­schine für Leute, die keine Berufe haben. Viel­leicht haben Sie Glück, und Sie sind SAP-Berater. Viel­leicht gehören Sie aber auch zu der wach­senden Schicht von Leuten, die keinen Beruf haben, sondern nur eine beruf­liche Präfe­renz —  Ihr Talent etwa im Bereich „gutes Klima in große Teams bringen” einsetzen können. Dann würden Sie eine Such­ma­schine zu schätzen wissen, die Präfe­renzen abfragt, persön­liche Kompe­tenzen — und keine Bran­chen, Berufe und Funk­tionen. Auch wenn Firmen heute immer noch die eier­le­gende […]

Absagen mit Stil und ohne: „Bitte bewerben Sie sich nie mehr bei uns”

Wenn Bewerber sich auf einen Job freuen, auf den sie zu 100% zu passen scheinen, ist es nicht schön, im Post­fach eine Absage vorzu­finden. Vor allem, wenn diese eine lieb­lose Mail an die „sehr geehrten Bewerber/sehr geehrte Bewer­be­rinnen“ ist, die – vermut­lich oder manchmal sichtbar durch offenes CC: — gleich­zeitig an 100 andere Personen gegangen ist. „Wir haben uns für einen Kandi­daten entschieden, der mit seinen Quali­fi­ka­tionen besser zu unseren Anfor­de­rungen passte.“ Besser? Unsere Kunden leiten immer mal wieder Absagen an uns weiter mit dem Verweis „für Ihren Blog“ oder „für Ihre Samm­lung“. Meis­tens sind die Absagen-Texte haar­sträu­bend. Und ich könnte […]

7. Februar 2014|Tags: , , , , |

Vom Unter­neh­menszoo bis zur Unter­neh­mens­stadt à la Google City: Wie Unter­nehmen sich im Wett­be­werb um Mitar­beiter posi­tio­nieren könnten

Weiter geht es mit meiner Trend­schau, wobei 2014 für diesen Teil der Serie noch etwas zu früh ist… Der Arbeits­markt macht mutig. „Ich habe dieses Jahr gelernt, dass ich nicht jeden Job annehmen muss. Es kommen noch genü­gend andere Ange­bote.“ Nehmen, was kommt, ist out. Da ist der Fahrtweg zu weit, die Orga­ni­sa­tion zu chao­tisch, sind die Räum­lich­keiten zu unat­traktiv oder ist der Führungs­stil von gestern. Immer mehr Vertreter der Baby­boomer und Gene­ra­tion X verhalten sich genauso wie man es sonst nur von der Gene­ra­tion Y liest. Man macht nicht mehr alles mit. Man opfert sich nicht mehr auf. Man gerät […]

Perso­nal­aus­wahl gewür­felt: 4 leider übliche Methoden, Bewerber zu sortieren

Mich haut eigent­lich nichts um. Dieser Kommentar auf einen Beitrag bei Spiegel Online über “Lebens­lauf-Pimping”, hat es aber dann aber doch geschafft. Da beschrieb ein Mitar­beiter, wie sein Chef — Bereichs­leiter — die Perso­nal­aus­wahl betreibt. Er wirft Mappen auf den Boden. Die Mappen, aus denen etwas raus­fällt, sind die Looser-Bewer­bungen, die sofort eine Absage bekommen. Die weiteren Schritte hören sich auch nicht viel profes­sio­neller an. Wie der besagte Bereichs­leiter sein System auf die Online-Bewer­bung über­tragen will? Gute Frage: Viel­leicht mit der Spam­fil­ter­me­thode. Wer es unge­fil­tert durch schafft, kommt in die nächste Runde! Ein Scherz? Keines­wegs. Ich erin­nere mich an die […]

18. Dezember 2013|Tags: , , , |
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