Zum Nerd geboren, zum Chef bestimmt? Warum wir Diver­­­sity-Diskus­­sionen ganz anders führen sollten

Zum Nerd geboren, zum Chef bestimmt? Warum wir Diver­­­sity-Diskus­­sionen ganz anders führen sollten

Sind Frauen von Geburt an weniger für Tech­nik­jobs und Führungs­po­si­tionen geeignet? Die derzei­tige Diskus­sion, ange­stoßen durch den Google Entwickler James Damore, findet etwa auf dem Niveau von „Männer sind vom Mars und Frauen von der Venus“ statt. Sie ist rück­ständig, im Schwarz-Weiß-Denken verhaftet, unpro­duktiv wie eine dieser sinn­ent­leerten Talk­shows, nach denen man hinterher genauso schlau ist wie vorher. Worum geht es? In einer eigent­lich nur für die interne Kommu­ni­ka­tion bestimmten Schrift argu­men­tierte Damore gegen die aktu­elle Diver­sity-Politik von Google. Mit Diver­sity steht es nämlich schlecht im Silicon Valley, mehr Geschlech­te­run­ge­rech­tig­keit als Google hat nur noch Micro­soft. 21% der neuen Mitar­beiter […]

12. August 2017|Tags: , , , |

Stärken & Studium: Wie sich Persön­lich­keit in der Studi­en­wahl zeigen

Warum wählen die einen BWL und entscheiden sich die anderen für Inge­nieur­wesen? Was bringt manche zur Sozio­logie und andere zur Medizin? Es sind nicht nur  Abitur­noten, Fami­li­en­his­torie und Inter­essen. Es ist auch die Persön­lich­keit, aus der sich Eigen­schaften und Stärken ableiten. Verschie­dene Studien haben sich mit dem Zusam­men­hang von Persön­lich­keit und Studi­en­wahl auf Basis der Big Five befasst. Diese wurden in unter­schied­li­chen Ländern von Spanien über Kanada bis in die USA mit ähnli­chen Ergeb­nissen durch­ge­führt. Eine aktu­elle Studie legte jetzt Anna Vedel für Däne­mark vor. Einige Ergeb­nisse – und was das konkret für Studi­en­wahl und Berufs­ori­en­tie­rung sowie für die persön­liche […]

6. Mai 2016|Tags: , , , |

Weib­lich bleiben und trotzdem hart sein: Frauen in Top-Etagen stecken im Teufels­kreis (Inter­view)

Sind Frauen im Top-Manage­ment viel­leicht sogar schlimmer als Männer? Chris­tian Mai  von der German Graduate School of Manage­ment and Law ist der Autor der in meinem letzten Beitrag über die dunkle Triade der Macht vorge­stellten Studie, die Dax-30 Manager mit dem Durch­schnitts­mann vergleicht. Im Rahmen seiner Doktor­ar­beit beschäf­tigt er sich näher mit diesem Thema – und hat auch Führungs­frauen unter die Lupe des Persön­lich­keits­scan­ners Big Five genommen. Ich habe ihn im Zug erwischt und ihm ein paar Fragen gestellt. Frauen gelten als empa­thi­scher. Sind sie das wirk­lich – und gilt es auch für Frauen im Top-Manage­ment? Chris­tian Mai: Das Gegen­teil […]

22. Oktober 2015|Tags: , , |

Selbst­stän­dig­keit: So schaffen Sie den Weg von der Idee- zur Chan­cen­phase

Es gibt Menschen, die machen aus Wasser Wein, und aus einer Nickel­brille ein Image. Warum schaffen es manche einige, funk­ti­ons­fä­hige Unter­nehmen zu gründen und andere nicht? Ich meine funk­ti­ons­fähig, nicht erfolg­reich, das Wort mag ich nicht mehr, es wird so miss­braucht. Funk­ti­ons­fähig heißt: So, dass es passt, für den Geld­beutel und die Seele. Ich habe eine einfache Erklä­rung gefunden. Für mich geht jeder Gründer durch vier Phasen und nur, wer die dritte Phase hinter sich bringt, wird zum Unter­nehmer. Die Königs­dis­zi­plin aber ist die vierte Phase. In diesen vier Phasen zeigen sich unter­schied­liche Stärken und Eigen­schaften: Die Ideen­phase In dieser […]

14. April 2015|Tags: , |

Gefähr­li­cher Persön­lich­keits­scan: Recrui­ting mit Face­­book-Tool „You are what you like“ (Selbst­ver­such)

Da jubeln Perso­nal­erherzen: In zwei Minuten soll sich über einen Maus­klick mehr über einen Bewerber heraus­be­kommen lassen als in einem aufwän­digen Vorstel­lungs­ge­spräch!  Alles, was man als Perso­naler dafür, braucht ist die Geneh­mi­gung auf nicht öffent­liche Daten zuzu­greifen. Als Bewerber kann man sich, viel­mehr seine Face­book-Seite, jeder­zeit selbst scannen lassen. Sodann analy­siert das Tool die eigene Face­book­seite und ein Algo­rithmus teilt das Like-Verhalten in die Big-Five-Kate­go­rien Offen­heit, Gewis­sen­haf­tig­keit, Verträg­lich­keit, Extra­ver­sion und Neuro­ti­zismus. Das Ganze hat durch zwei Forscher der Univer­sity of Cambridge, die das Programm entwi­ckelt haben, einen pseudo-wissen­schaft­li­chen Anspruch. Die Big Five zur Eignungs­dia­gnostik heran­zu­ziehen, ist nichts Neues. In Deutsch­land […]

Was sind meine Stärken und Talente? Selbst­test Gallup Stär­ken­finder

(aktua­li­siert 1/2019, der Test­be­richt entstand 2014!) Mehrere Kunden haben mich das in den letzten Wochen nach dem Strength Finder gefragt. Da musste ich mir das doch mal selbst ansehen.Der Strengths Finder ist eine Entwick­lung des Gallup Insti­tute und ist ein psycho­me­tri­sches Verfahren. Es handelt sich um einen um einen Internet-Test, zu dem ein Buch aus dem Campus-Verlag den Zugangs­code liefert. Zum anderen kann man sich als Coach oder Perso­naler für die Anwen­dung wie bei kommer­zi­ellen Verfahren üblich, zerti­fi­zieren oder viel­mehr durch Teil­nahme an einem Kurs akkre­di­tieren lassen. Das nennt sich dann “Elite Coach”, was für mich sehr befremd­lich klingt. Talente — was ist das? […]

9. März 2014|Tags: , , , , , |

Genau, ganz schön schlau, super­nett oder offen: Wie sollten Führungs­kräfte sein?

Folge mir! Charis­ma­ti­sche Führung, MS Office Zu meinen “Bera­tungs-Toys” gehört ein kleines Kartenset. Das über­setzt die Belbin-Rollen in Musik­in­stru­mente nach Richard de Hoop. Das Klavier verkör­pert dabei den „Koor­di­nator“, eine Führungs­rolle. Auf dem Kärt­chen steht bei Schwä­chen „keine auffal­lende Intel­li­genz“. Was ja irgendwie gemein klingt. Wer wird das Klavier für sich wählen, wenn er das liest? Und: Sollten Führungs­kräfte nicht gerade beson­ders intel­li­gent sein? Laut Lehr­buch jeden­falls stehen Führungs­er­folg und Intel­li­genz in engerer Korre­la­tion. Deshalb habe ich mal nach­ge­sehen – weil ich orches­tral gesehen eine „Harfe“ bin und zum Fakten­che­cken neige. Also, die Sache ist nicht ganz so eindeutig, […]

Charakter zeigen im Netz: Wie viele Ecken und Kanten sind erlaubt?

Darf man sich im Netz so zeigen wie man ist?  Diese Frage stellte sich mein Netz­werk Karriereexperten.com auf der Zukunft Personal, auf der ich leider nicht dabei sein konnte. Chris­toph Burger initi­ierte davon ausge­hend eine Blog­pa­rade. Das ist mein Beitrag dazu. Was ist über­haupt Charakter? Ich habe gelernt: Ein Alltags­be­griff für Persön­lich­keit. Persön­lich­keit = über einen längeren Zeit­raum stabile Eigen­schaften, darunter Intel­li­genz und soziale Kompe­tenz (ebenso wie Inkom­pe­tenz) und weitere persön­liche “Charak­te­ris­tika” wie etwa Krea­ti­vität. In der Alltags­sprache wird Charakter oft aber nicht mit Persön­lich­keit an sich, sondern mit Ecken und Kanten asso­zi­iert. Es gibt „guten“ und „schlechten“ Charakter. Die Persön­lich­keit als psycho­lo­gi­scher […]

12. November 2013|Tags: , , , , |

Sich selbst und andere verstehen: Warum Schub­laden helfen

Schub­laden sind nur für die Sortie­rung von Strümpfen akzep­tierte Einord­nungs­hilfen. Die Schub­laden namens ENTP, ENFJ etc. des Tests „MBTI“ sowie den damit verbun­denen Namen des Psycho­logen C.G. Jung sollte man dagegen in Exper­ten­kreisen, vor allem wenn diese mit Psycho­logen besetzt sind, nicht verwenden — will man keine verächt­li­chen Blicke ernten.  Vom Fach­kreis-Image her kann es der MBTI mit Para­psy­cho­logie und Astro­logie aufnehmen, C.G. Jung ist so etwas wie der Chef­as­tro­loge. In seinem Buch “Menschen­kenntnis. Der große Typen­test” führt Lars Lorber, seit 2002 Betreiber der Website Typen­test, MBTI-Typen und Big Five zusammen und neutra­li­siert dabei die wertenden Aspekte. Was ist das beides? Und warum dieser Ansatz? Die eine Seite: […]

Haben Sie die Eigen­schaft, die zuver­lässig, diszi­pli­niert und erfolg­reich macht? Gewis­sen­haf­tig­keit im Big Five

keks — ms office fotolia Jetzt habe ich diesen Keks doch gegessen und mir ein Kölsch dazu geneh­migt. Dabei wollte ich doch einen Diättag einlegen, einmal die Woche 500 Kalo­rien. So schlecht ist es um meine Gewis­sen­haf­tig­keit bestellt. Heute jeden­falls. Lange habe ich mich um einen Artikel zur Gewis­sen­haf­tig­keit gedrückt, weil er mich zu einer gewissen Ehrlich­keit zwingt. Ich muss nämlich zugeben, in Sachen Gewis­sen­haf­tig­keit meinen eigenen Ansprü­chen oft genug nicht zu genügen. Wenn ich mir von etwas „mehr“ von einer guten Fee wünschen  würde, so wäre es Gewis­sen­haf­tig­keit. Es ist deshalb nicht ohne Grund der letzte in […]

1. Oktober 2013|Tags: , , , , |

Prognose oder falsche Prophe­zeiung: Was sagen Noten wirk­lich?

In einem Inter­view mit der New York Times hat der Google Chef-Perso­nal­ent­wickler Lazlo Bock kürz­lich zuge­geben, dass Noten einige Jahre nach der Uni – also bei Berufs­er­fah­renen — keinerlei Aussa­ge­kraft mehr für den Job-Erfolg hätten. Das habe eine Big-Data-Analyse ergeben. Kurze Zeit später verkündet die Deut­sche Bahn, in jüngster Zeit einer der HR-Vorreiter, demnächst die Persön­lich­keit testen zu wollen – und Bewerber mit einer 4 in Mathe nicht gleich vorher auszu­sor­tieren. Woher kommt dieser Umschwung? Sind Noten nun ein Vorher­sa­ge­kri­te­rium für Erfolg oder nicht? Ich habe mir Studien und Meta-Analysen ange­schaut. Hier die Fakten: Noten und Erfolg im Studium: Noten […]

Warum Berater und Coachs besser neuro­tisch sein sollten, und Piloten eher nicht

Fliegen Sie? Dann hoffen Sie mal, dass Ihre Airline einen ordent­li­chen Persön­lich­keits­test gemacht hat, am besten die wissen­schaft­lich weit­ge­hend unum­strit­tenen Big Five. Stellen Sie sich nur vor, der Pilot neigte zu psychi­scher Insta­bi­lität, auch Neuro­ti­zismus genannt. Dann könnte er schnell nervös werden, wenn Turbu­lenzen kommen. Folge wäre der para­ly­sierte-Kanin­chen-Effekt oder aber ein hyste­ri­sches Nach-Luft-Geschnappe. Beides macht hand­lungs­un­fähig, was für die 255 Passa­giere an Bord des Fluges SH 234 weniger lustig wäre. Neuro­ti­sche Menschen wünschen wir uns auch nicht als Verant­wort­liche von Atom­kraft­werken oder als Kapi­täne von Kreuz­fahrt­schiffen. Apropos: Schet­tinos Arbeit­geber hat wohl keinen Test gemacht. In den letzten Wochen habe […]

Ihre Sack­­gassen-Bilanz: 3 Gründe endlich auszu­bre­chen

40 Prozent aller Erwerbs­tä­tigen denken derzeit im Sommer­loch über einen Wechsel und eine beruf­liche Verän­de­rung nach, so meldet Linkedin. Viele fragen sich: „Habe ich ein Luxus­pro­blem? Sollte ich nicht besser zufrieden sein, mit dem was ich habe?“ Ich liefere Ihnen drei verdammt gute Gründe, Ihre bishe­rige beruf­liche Situa­tion einmal gründ­lich zu über­denken. Füllen Sie Step by Step Ihre Bilanz auf wie im Beispiel (Bild) vorge­macht. Wo stehen Sie nach Punkt 3? 1.       Lernen Sie noch genug? Und plötz­lich sind Sie stehen geblieben, Sie wollten das nie. Sie drücken nur noch Knöpf­chen, machen dasselbe wie vor drei Jahren. Was haben Sie […]

Der Schlüssel zur Zukunft: Welche persön­li­chen Eigen­schaften machen kreativ? Lässt sich Krea­ti­vität über­haupt entwi­ckeln?

© pesh­kova — Fotolia.com Weit­ge­hend unbe­stritten, dass Krea­ti­vität der Schlüssel zur Zukunft ist. Wir werden in dieser riesigen Müll­halde, in dieser sozialen Unge­recht­ver­tei­lung und globalen Schief­lage nur über­leben können, wenn genü­gend Menschen IDEEN haben. Längst kann ein Roboter ähnliche viele Rechen­ope­ra­tionen wie ein mensch­li­ches Gehirns durch­führen. Einziger Haken: Es kostet noch zu viel Energie, Robo­ter­ge­hirnen Leben einzu­hau­chen. Doch wie lange wird es dauern, bis komplexe Stra­te­gien die Frage eines Knopf­drucks sind? Es wird deshalb in der Arbeits­welt der Zukunft den höchsten „Wert“ haben, was nicht voll­ständig tech­nisch erzeugbar ist, Krea­ti­vität und Mensch­lich­keit. Doch was macht eigent­lich Krea­ti­vität aus? […]

Big5-Test: Nicht zum Kuscheln, aber für den Klar­text

Erfah­rungs­be­richt Vor einer Woche habe ich mich für den Einsatz des Big-Five-Reflector-Tests (Big5) zerti­fi­zieren lassen. Den Test hatte ich schon einige Wochen zuvor gemacht, zusammen mit meiner Mitar­bei­terin und Kollegin Ludwig. Jeder von uns hatte ein biss­chen daran zu verdauen.  “Es ist kein Kuschel­test“, sagt der Trainer Tobias vor der Brüggen auch gleich. Natür­lich weiß ich, dass ich kreativ bin, recht analy­tisch und meine ehrliche Meinung sage, egal ob Vorstand oder Vorar­beiter vor mir steht.  Es wundert also nicht, dass mir Seite 14 in der Auswer­tung – hier geht es um Kompe­tenzen, die sich aus der Persön­lich­keit ableiten —  weit­ge­hend Bekanntes attes­tiert: „Problem­ana­lyse sehr […]

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