T‑Shape ist out: Die neuen Karrie­re­mo­delle heißen Pi-Shape, Pilz­kar­riere und “Second skil­ling”

T‑Shape ist out: Die neuen Karrie­re­mo­delle heißen Pi-Shape, Pilz­kar­riere und “Second skil­ling”

Wie macht man heute Karriere? Fordert die Digi­ta­li­sie­rung nicht auch ein Ende der Spezia­li­sie­rung? Während sich  New-Work-Propheten in ihren Utopien wälzen, geht die Arbeit in der durch­schnitt­li­chen Karrie­re­welt ganz normal — spezia­li­siert also — weiter. Immer noch bauen die meisten ihre Karriere T‑shaped auf, das heißt sie beginnen mit einer Spezia­li­sie­rung auf der Basis von Fach- und Prozess­kennt­nissen, was viel­fach fast auto­ma­tisch in nur wenigen Jahren zu einer Bran­chen-Fest­le­gung führt. Statt am Mindset wird am Skillset und am Toolset geschraubt (hier). Von einem Wandel hin zu einem neuen, offe­neren und flexi­bleren Verständnis von Karriere ist nur dort etwas zu spüren, […]

Karriere mit Sinn: Die 7 Irrtümer der Sinn­su­cher

Vor wenigen Jahren war Arbeit noch Arbeit. Die Menschen waren froh, einen halb­wegs ordent­li­chen Job zu haben und erwar­teten keine Sinn­stif­tung von ihm. Mir ist etwas aufge­fallen: In dem Maße, in dem die Digi­ta­li­sie­rung und Roboter unsere Arbeit bedrohen, halten wir uns mehr an ihr fest. Es ist so, als würden wir ein Spiel­zeug umarmen, dass uns der böse Nach­bars­junge (Roboter) aus dem Arm reißen will. Dabei merken wir gar nicht, dass wir durch die Sinn­suche an unserer Arbeits­be­rech­ti­gung fest­halten wollen, denn die künst­liche Intel­li­genz könnte sie uns wegnehmen. Was bliebe wäre.… auf den ersten Blick schreck­lich: eine Lebens­be­rech­ti­gung. Und […]

25. März 2017|Tags: , , , , |

Nach dem Burnout ist vor der Sinn­suche: Das zweite Leben der unsi­cheren Leis­tungs­men­schen

What is real? How do you define real? Im Film “Die Matrix” hat der Held Neo die Wahl zwischen zwei Pillen. Nimmt er die blaue Pille bleibt die Welt ein von Robo­tern gestal­tetes Konstrukt, schluckt er die rote Pille, so wird er erkennen, dass nichts ist, wie es scheint: In Wahr­heit sind alle Menschen Teil einer großen Insze­nie­rung. Nun hatte Neo keinen Burnout, aber dieser kann wie eine rote Pille wirken und zu der Erkenntnis führen, dass man sich eine Welt konstru­iert hat, die ganz anders ist, als sie sich gibt. Manche verstehen plötz­lich, dass die Arbeits­welt auf Abhän­gig­keiten gründet, […]

14. September 2016|Tags: , , , |

Gene­ra­tion Y: Zwischen Geld, Karriere und Sinn

Anna hat super Noten, einen tollen Lebens­lauf und einen  genialen Job in Berlin. 70 Prozent ihrer Freunde hangeln sich dagegen von Projekt zu Projekt, Sozial- und Geis­tes­wis­sen­schaftler; auch BWLer haben ohne Berufs­er­fah­rung nicht mehr die unbe­grenzte Wahl. Wollen halt alle in den coolen Städten bleiben und nicht aufs Land. Früher hätte man gesagt: Anna hat´s geschafft. Sie selbst empfindet das nicht so. Sie lang­weilt sich, der Job scheint ihr zu wenig sinn­voll. Sie kündigt und wird demnächst durch die Welt reisen, für Dawanda basteln und sich so ein paar Euros verdienen. Ob das ihren Lebens­lauf kaputt macht, fragt sie vorher noch. So ganz frei von Karrie­re­denken ist die […]

20. Mai 2014|Tags: , , , , , |

“Wer rumge­kommen ist, will Sinn und Ethos” — ein Gespräch mit Gilbert Diet­rich über Google, Gen Y und Philo­so­phie

Wie tickt die Gen Y wirk­lich? Wie wird man als Philo­soph Banker oder Perso­nal­leiter? Und: Was ist wirk­lich entschei­dend für Berufs­er­folg? Mit dem Philo­so­phen, Coach und Perso­nal­leiter Gilbert Diet­rich sprach ich über dies und das. Diet­rich ist ehema­liger Goog­leianer und heute beim Leip­ziger Inter­net­un­ter­nehmen Unister für Personal verant­wort­lich. Er betreibt einen wissens- und geist­rei­chen Blog und ist Mitglied der Karrie­re­ex­perten. (Be-) Merken Sie diese Gene­ra­tion Y? Sind die wirk­lich so verwöhnt? Diet­rich (lacht): Verwöhnt, weiß ich nicht, aber anspruchs­voll kommen sie mir schon vor. Wobei das auch indi­vi­duell ganz verschieden ist. Als Faust­regel kann ich sagen: Wer rumge­kommen ist, ist […]

25. Oktober 2013|Tags: , , , , , |

Der Gender Career Gap oder: Das Recht des Mannes auf ein karrie­re­freies Leben

„Du musst erfolg­reich sein“, mahnen die Lehrer, haben aber nicht ohne Grund einen Job gewählt, in dem Erfolg bei maxi­maler Gehalts­si­cher­heit (noch) eher indi­vi­duell defi­niert werden kann. „Du musst etwas studieren, mit dem Du Geld verdienen kannst“, sagen immer noch viele Eltern, in erster Linie zu ihrem Sohn. So wachsen Jungs auf mit der Vorstel­lung schon früh bei der Berufs­wahl daran denken zu müssen, dass später nicht der Spaß an der Arbeit zählt, sondern des Geld. Neben einem Ungleich­ge­wicht bei der Bezah­lung – viel Geld für Männer­jobs, vor allem Inge­nieure, wenig für weib­lich geprägte Tätig­keiten — hindern Scheren im Kopf […]

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