New Work: 5 blinde Flecken mit Blick auf die Zukunft der Arbeit

New Work: 5 blinde Flecken mit Blick auf die Zukunft der Arbeit

Was hat ein Nasen­ring mit einem Boss­anzug zu tun? Für die Antwort auf diese Frage bitte ich um etwas Geduld. Jetzt will ich Sie damit erst einmal in diesen Text herein­ziehen und ein wenig Drama­turgie aufbauen. Es geht in meiner Kolumne dieses Mal um die neue Arbeits­ge­sell­schaft, die gern mit dem Etikett „New Work“ verknüpft wird. Dieses Etikett erzeugt Erwar­tungen: Wenn wir nur endlich gut zuein­ander wären! Hier­ar­chie­frei, mindes­tens jedoch hier­ar­chiearm kommu­ni­zieren würden! Den Mensch in den Mittel­punkt stellten. Endlich sehen würden, dass wir Schöpfer der Arbeits­welt sind und als solcher Dinge SELBST möglich oder unmög­lich machen… Das New Work-Konzept […]

23. April 2017|Tags: , , |

Karriere mit Sinn: Die 7 Irrtümer der Sinn­su­cher

Vor wenigen Jahren war Arbeit noch Arbeit. Die Menschen waren froh, einen halb­wegs ordent­li­chen Job zu haben und erwar­teten keine Sinn­stif­tung von ihm. Mir ist etwas aufge­fallen: In dem Maße, in dem die Digi­ta­li­sie­rung und Roboter unsere Arbeit bedrohen, halten wir uns mehr an ihr fest. Es ist so, als würden wir ein Spiel­zeug umarmen, dass uns der böse Nach­bars­junge (Roboter) aus dem Arm reißen will. Dabei merken wir gar nicht, dass wir durch die Sinn­suche an unserer Arbeits­be­rech­ti­gung fest­halten wollen, denn die künst­liche Intel­li­genz könnte sie uns wegnehmen. Was bliebe wäre.… auf den ersten Blick schreck­lich: eine Lebens­be­rech­ti­gung. Und […]

25. März 2017|Tags: , , , , |

Groß­raum-Umer­­zie­hung: Wie Firmen an der Zwangs-Extro­­ver­­­ti­­sie­rung der Intro­ver­tierten arbeiten

Die durch­sich­tige Tele­fon­zelle sieht einer­seits gemüt­lich aus, andrer­seits finde ich sie auch erschre­ckend. Bei der Firma Bene zeigt man mir ein modernes Möbel auf etwa 2 Quadrat­me­tern. Darin sollen sich Mitar­beiter in Groß­raum­büros zum Tele­fo­nieren und Abschalten zurück­ziehen dürfen. Ich sehe im schi­cken Show­room auch Sofas mit hohen Lehnen und viele Dämm­wände. Es sieht bunt und gemüt­lich aus. Und doch fühle ich mich unge­müt­lich. Pseudo-Nähe mit Kommu­ni­ka­ti­ons­zwang Denn man erzählt mir auch, dass viele Unter­nehmen psycho­lo­gi­sche Faktoren völlig igno­rieren und einfach Umbauten vornehmen. Da werden dann Führungs­kräfte per order de mufti aus ihren Einzel­büros in die Mitte ihrer Mannen gesetzt […]

Arbeits­zeiten: Wer Frei­heit hat, braucht sie nicht mehr

Um 22 Uhr abends kam ich aus meinem Bera­tungs­raum ins andere Zimmer. Der Bild­schirm strahlte hell. Der Drucker spuckte ohne Ende Rech­nungen aus. Auf dem Bild­schirm konnte ich live beob­achten, wie sich Mails von selbst schrieben. Ich erschrak, denn ich wähnte mich in einem üblen Tatort – bald käme ein Ghost aus der Machine. Aber dann regis­trierte ich: Meine Mitar­bei­terin arbei­tete – über die Fern­steue­rung, die wir kürz­lich einge­richtet haben. „Ihre Mitar­bei­terin darf kommen, wann sie will?“ fragte heute unser IT-Mensch eher inter­es­siert als irri­tiert. Ich denke: Wo bleibt sie denn? Hatte sie nicht gesagt, sie wollte Donnerstag oder Freitag […]

27. November 2015|Tags: , , , |

Digi­tal­sklaven oder: Warum digi­tale Berufe oft nicht human sind

Peter hat einen Job der sich wirk­lich cool anhört. Einen Beruf mit Zukunft? Crea­tive Ad System Tech­no­logy Engi­neer. Ich hab das jetzt erfunden. In Wahr­heit heißt der Job nur so ähnlich. Wie viele dieser Art. Jobs aus einem Zeit­alter, das seine Berufe verloren hat. Peter wird kündigen. Das weiß ich, aber sein Arbeit­geber noch nicht. Er hat geerbt. Das macht ihn unab­hängig. An seinen Job hat er schon lange keine Bindung mehr. Lieber wird er etwas Soziales machen, ohne dafür Geld zu bekommen. Etwas, bei dem er sich bewegen kann. Etwas, das bleibt. Peter ist das, was ich einen Digi­tal­sklaven nenne. In seinem gut klin­genden […]

14. März 2015|Tags: , , |

Satte Löwen jagen nicht: Warum Arbeits­zu­frie­den­heit und Leis­tung nicht zusam­men­hängen

„Die Tränen lassen nichts gelingen: Wer schaffen will, muss fröh­lich sein“, schrieb Theodor Fontane. Feel­good-Manage­ment, New Work, Zukunft der Arbeit: In diesen Zusam­men­hängen wird impli­ziert, höhere Arbeits­zu­frie­den­heit hebe die Leis­tung – jüngst wieder in einem Beitrag bei tln3. Doch even­tuell ist teils sogar das Gegen­teil der Fall. Meta-Analysen zeigen, dass kein oder kaum ein Zusam­men­hang zwischen Arbeits­zu­frie­den­heit und Leis­tung besteht. Kein Grund also für den Feel-Good-Hype. Und Zeit, einen tieferen Blick in die Psycho­kiste zu werfen. 1. Was ist über­haupt Arbeits­zu­frie­den­heit? Arbeits­zu­frie­den­heit, auch Mitar­bei­ter­zu­frie­den­heit (hier die Defi­ni­tion), wird in der Arbeits­psy­cho­logie mit Frage­bögen gemessen; als Selbst­ein­schät­zung. Es exis­tieren zwei Modelle zur […]

6. September 2014|Tags: , , |

New Work — was ist das eigent­lich?

Vor einiger Zeit erschien im Micro­soft Blog mein Beitrag „Luther der Neuzeit“, der viel Zuspruch bekam, aber nicht mehr verfügbar ist. Es kam aber auch Kritik von Seiten der New-Work-Bewe­gung, die nicht erkennen wollte, dass meine Kolumne im Grunde eine Fürsprache für New Work war. Hier will ich die Frage klären, wovon über­haupt die Rede ist. Denn vielen ist das gar nicht klar… Zunächst: Was heißt New Work eigent­lich? Der Begriff geht zurück auf Frithjof Berg­mann. Für ihn heißt Arbeit, die eigene Krea­ti­vität und Persön­lich­keit zu entfalten – und sich damit auch aus der Lohn­ar­beit zu befreien. Der Mensch hat die […]

1. August 2014|Tags: , , |

Master of Demenz & Co. – Studieren für 4 Mega­trends der Zukunft

Werden wir in Zukunft weiter Ökonomen, Psycho­logen, Infor­ma­tiker, Juristen und Inge­nieure brau­chen – oder macht es Sinn auf neue Themen zu setzen und diese früh zu besetzen? Vorsicht: Im Bachelor halte ich eine zu frühe Spezia­li­sie­rung für schwierig, soll das Studium doch eher das Funda­ment bauen und nicht gleich das Dach liefern. Im Master jedoch kann das Pokern auf die Zukunft zum Gewinn führen. Ich habe mir Studi­en­gänge für Trend­themen ange­sehen und mal geschaut, ob in diesen Feldern bereits gesucht wird und was es an neuen Ange­boten gibt. Außerdem habe ich, soweit vorhanden, Alter­na­tiven im Ausbil­dungs­be­reich genannt – für den […]

13. Juni 2014|Tags: , , , , |

Agilität — oder Führung ohne Führung

Tagcloud zu diesem Artikel Vor der Nummer 1 auf der Liste zur Zukunft der Arbeit hatte ich bis heute etwas Respekt. Da steht nämlich Agilität. Das ist ein schwie­riger Begriff. Und sofort erin­nert er mich an die Hunde des Nach­barns; das sind spring­lustig drein­bli­ckende Tiere einer mir unbe­kannten Rasse (aber ich guck auch nicht so genau hin, wenn ich vorbei­jogge). Auf dem weißen Kasten­wagen, mit dem die Beißer­chen von den Hunde­el­tern spazieren gefahren werden steht neben sprin­genden Hunden: Agility. Das ist eine Hunde­sportart, weiß Wiki­pedia, und hat auf den ersten Blick wenig mit der Agilität zu tun, die in Sachen Future of work gemeint ist. […]

100 Wörter zur neuen Arbeit – es geht weiter 3

Und hier kommt der Arbeits­markt­ex­perte Holger Moller mit sage und schreibe 100 (!) Wörtern — DANK — zusammen sind wir jetzt bei 250. Mein Favorit hier ist “Brut­to­glück­pro­dukt”. Und Ihrer? Acht­same Wirt­schaft Alle Menschen sind Geschwister Ange­mes­sene Hono­rie­rung Arbeit als Weg Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe Arbeit ist Verän­de­rung Arbeiten mit Herz Ashoka Blue Economy Brut­to­glücks­pro­dukt Buck­minster Fuller Chan­cen­cleich­heit Commu­ni­ties Compas­sion instead of Compe­ti­tion Crea­tive Problem Solving Crowd­fun­ding Crowd­sour­cing Denken in Möglich­keiten Design Thin­king Digi­tale Boheme Dragon­d­re­a­ming Eigene Wünsche und Sehn­süchte wert­schätzen Eigen­leis­tung Entschleu­ni­gung Entwick­lung Every Act of Busi­ness can be an Act of Love Fabri­cator Faire Entloh­nung Fair­work Fami­li­en­ar­beit […]

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