Kate­go­rien

Ehrliche Joban­zeigen: Wie sich die Zahl passender Bewerber ganz einfach erhöhen ließe

Published On: 12. August 2014Cate­go­ries: Mensch & Orga­ni­sa­tion

„Sie werden 90 Prozent Ihrer Zeit hoch­kon­zen­triert mit Excel arbeiten, weshalb eine Leiden­schaft für dieses Tool sowie ein Blick für kleinste Details essen­tiell sind. Sie haben so gut wie keinen Kontakt mit Kollegen. Ihr Vorge­setzter sitzt in Singapur. Diese Einstiegs­po­si­tion wollen wir mit 45.000 EUR vergüten.“

Haben Sie so etwas schon gelesen? Ich nicht. Aber es gibt solche Stellen. Nur, dass man sie erst erkennt, wenn man schon längst im Job arbeitet und sich wundert, wo denn hier  jene Team­fä­hig­keit und jener Unter­neh­mer­geist erfor­der­lich ist, die die Stel­len­an­zeige forderten. Eine Kundin arbei­tete mit einem anderen Kollegen in einem abgeschlossenen,verglasten Raum, das sie „Aqua­rium“ nannte. Jeder excelte vor sich hin. Ein super Job, wenn man eher intro­ver­tiert ist und „frickeln“ mag. Die Hölle für Kommu­ni­ka­tive. Warum kann das nicht in der Anzeige stehen? Wieso werden Texte über­la­gert von Anfor­de­rungen, die in der Praxis den Job gar nicht ausma­chen?

Die Bewer­ber­quote muss hoch sein

Die Erklä­rung nennt sich „Bewer­ber­quote“ und „Basis­rate“. Auf manche Stelle bekommen Firmen immer noch 300 Bewer­bungen – das ist die Bewer­ber­quote, 300 auf eine Stelle. Doch die meisten Unter­nehmen klagen dennoch über den Fach­kräf­te­mangel. Sie meinen: „Unsere Basis­rate ist zu niedrig.“ Das ist perso­na­le­risch und bedeutet: „Ich habe zu wenig PASSENDE Bewerber unter den ganzen Bewer­bungen.“ Es ist nämlich ganz einfach: Wer aus 300 Bewer­bern 10 passende zieht, kann mit Aner­ken­nung unter seines­glei­chen und „von oben“ rechnen. Mehr ist also besser als weniger. Man könnte Anzeigen so gestalten, dass sich nur noch 10 oder gar weniger bewerben, aber das ist nicht gut fürs Image. Also lieber passende aus den unpas­senden sortieren. Die guten ins Töpf­chen…

Passend ist relativ

Was nun aber passend ist, lässt sich höchst frei auslegen. Heißt passend, dieser Mitar­beiter wird sich ohne viel Einar­bei­tung sofort „rentieren“ und ein gutes Invest­ment sein? Sehr oft wird genau das erwartet. Oder heißt „passend“, dieser Mitar­beiter bringt adäquate persön­liche Voraus­set­zungen mit – z.B.  die notwen­dige Konzen­tra­ti­ons­fä­hig­keit, um stun­den­lang am Rechner zu sitzen? Schon besser, weil konkreter. Oder heißt passend gar: Der Mitar­beiter bringt auch die passenden Wert­vor­stel­lungen mit, um diesen Job auszu­üben? Wird so gut wie nie abge­fragt. Spielt aber eine erheb­liche Rolle. Zieht mich nichts zur Arbeit in  Aqua­rien, werde ich mich da auch nicht wohl­fühlen. Und jetzt sagen Sie nicht, niemand mag in Aqua­rien arbeiten. Doch, da gibt es einige. Nicht jeder ist mag Groß­raum­büros und ständig mit Kollegen quat­schen 😉

Selek­ti­ons­quote 50% wäre super, aber nicht wenn man nur zwei passende Leute hat..

Würde man die Tätig­keit im Aqua­rium offen beschreiben, hätte man zwar weniger Arbeit, müsste sich vor dem  Manage­ment recht­fer­tigen, denn die Bewer­ber­quote würde sinken – wenn auch die Basis­rate stiege. Und wie! Zum Beispiel auf zwei Bewerber, die den Job richtig cool finden. Aber zwei Bewerber sind schlecht fürs Image. Zwei von denen man einen auswählt,  macht eine Selek­ti­ons­quote von 50%. Dieser Wert ist theo­re­tisch super. Aber leider schlecht zu verkaufen.

Deshalb arbeiten alle mögli­chen Unter­nehmen mit Hilfe von Employer Bran­ding an der Erhö­hung ihrer Bewer­ber­quote. Da wird geschminkt, gepimpt und gepusht, was das Zeug hält. Aus kleinen, schlecht dotierten Stellen, die vor allem Excel­kennt­nisse erfor­dern, werden Super-Jobs gemacht.  Bei einer unge­schminkten Fakten­ver­mitt­lung könnte es schließ­lich passieren, dass sich tatsäch­lich hur noch drei bewerben – aber erzählen Sie das mal einem Vorstand, für den viel gleich gut ist.

Zum Gehalts­raten gleich ins Casino gehen

Je ehrli­cher die Aussagen zu Stelle und Unter­nehmen, desto nied­riger die Bewer­ber­quote, so ist das nun mal. Aber auf der anderen Seite stünde ein wirk­lich konkreter Nutzen für beide Seiten, Unter­nehmen und Bewerber. Unter­nehmen hätten Bewerber, die nicht auf dem Sprung sind und weg, sobald ihnen „besseres“ winkt. Und  Bewerber wüssten von vorne­herein, dass die Stelle nur für 60.000 EUR dotiert ist und müssten sich nicht auf ein uner­quick­li­ches Rate­spiel einlassen. Denn diese Rate­spiele zum Gehalt werden immer mehr ein Glück­spiel, für das man auch gleich ins Casino gehen könnte

Neulich hatte ich eine Anzeige in der Hand, die sich anhörte als würde ein Projekt­ma­nager gesucht, der in ALLEM Erfah­rung hat, von Six Sigma, über TQM, Lean Manage­ment, Prince 2, Scrum, mehr als zwei Spra­chen, inter­kul­tu­rell, darunter notwendig im asia­ti­schen Raum erfahren. Ich tippte auf 95.000 EUR+. Die Stelle sah ich über ein halbes Jahr immer wieder. Am Ende bekam sie  jemand für 52.000 EUR – die Person hatte absolut nichts von dem, was gefor­dert wurde. In den Gesprä­chen kam raus, dass man im Grunde einen Einsteiger suchte. Und warum sagt man das nicht? Das Unter­nehmen war kein Noname…

MS Office, Collage

MS Office, Collage

Realis­ti­sche Job-Previews haben die Tendenz, Erwar­tungen an den Job zu senken, wohin­gegen sie die Treff­si­cher­heit bei der Entschei­dung sich zu bewerben, die Zufrie­den­heit bei der Arbeit und auch die Wahr­schein­lich­keit des Verbleibs im Job erhöhen. Zu diesem Schluss kam bereits 1985 eine in der Psycho­lo­gical Review publi­zierte Meta­ana­lyse („a meta-analysis of reali­stic job preview expe­ri­ments“).

Ich glaube man sollte anfangen, Stellen und Bewerber zusam­men­zu­wür­feln. Mögli­cher­weise lässt sich so die Bewer­ber­quote UND die Basis­rate noch weiter erhöhen. Dann kann man kräftig inves­tieren in teure Auswahl­ver­fahren und sein Budget auf den Kopf hauen, außerdem hat man Gründe, weitere Mitar­beiter für die Perso­nal­ab­tei­lung zu fordern. War das jetzt Ironie? Nö, ich glaube nicht.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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28 Kommen­tare

  1. Marc Mertens 12. August 2014 at 13:46 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    ja, als Senior Recruiter finde ich mich doch in Ihrem Artikel sehr wieder. Nur, dass ich diese Ausschrei­bungen im Engi­nee­ring zu besetzen habe. Die fach­li­chen und persön­li­chen Anfor­de­rungen an das jewei­lige Talent sind aber wohl iden­tisch.

    Ich glaube auch, dass dieser Beitrag ganz hervor­ra­gend zum HR-Blog von Frau Gaus­mann (http://www.blickwinkel-blog.de/) passen würde, nicht wahr? Einer der Artikel dort beschreibt dies humor­­voll-ernst aus der Sicht der suchenden HRlerin.

    Inter­es­san­ter­weise wird im anglo-ameri­­ka­­ni­­schen Bereich anschei­nend anders rekru­tiert bzw. gewertet. Zumin­dest wenn ich den Tipps aus dem LinkedIn-Talent-Blog folgen darf.

    Aber für eine solche Bewer­tung fehlen mir die prak­ti­schen, inter­na­tio­nelen und grund­sätz­li­chen über­pro­por­tional ausge­bil­deten multi­kul­tu­rellen Erfah­rungen. Macht mich das jetzt eigent­lich weniger “wert­voll?” ;-))

    Mit besten Grüßen aus Bayern
    Marc Mertens

    • Svenja Hofert 12. August 2014 at 21:06 — Reply

      Hallo Herr Mertens,
      ich denke, im anglo­ame­ri­ka­ni­schen Raum rekru­tiert man auch anders — weniger scharf nach fach­li­chem Fit. Es wird auch öfter gesagt, was man verdient — ich persön­lich finde das sehr wichtig und fair. Eins will ich aber sagen: Sie sind wert­voll, und wie! Wer sich auf Diskus­sionen einlässt und andere Perspek­tiven einnimmt, hat doch schon mal die Grund­vor­aus­set­zung. DANKE. LG Svenja Hofert

  2. Chris­toph Burger 12. August 2014 at 13:58 — Reply

    wunder­voll konkret beschrieben! Tatsäch­lich würde das Eingangs­bei­spiel es treffen — seit 1985 nie gelesen. Aber die Zukunft wartet auf uns alle 🙂

    • Svenja Hofert 12. August 2014 at 21:07 — Reply

      🙂 Ich bin gespannt, lieber Chris­toph…

  3. Heiko Stein 12. August 2014 at 14:14 — Reply

    Sehr tref­fend beschrieben, Frau Hofert — genau das ist der Denk­fehler: Der (ange­nom­mene) Wert als Arbeit­ge­ber­marke verhält sich propor­tional zur Anzahl der Bewer­bungen auf eine ausge­schrie­bene Stelle. Viele Bewer­bungen = “Hurra, wir sind toll!”

    • Svenja Hofert 12. August 2014 at 21:09 — Reply

      🙂

  4. Bernd Slag­huis 12. August 2014 at 15:11 — Reply

    Stimmt, Stel­len­aus­schrei­bungen sind heute genauso stark in der Wort­hül­sen­dichte wie die meisten Bewer­bungen. (Eine Folge des AGG oder war das immer schon so?) Ich glaube aber, dass Unter­nehmen, die eine Posi­tion konkret beschreiben und sagen, was ihnen tatsäch­lich wichtig ist, noch mehr Bewer­bungen erhalten würden als heute. Denn viele Bewerber sind von diesem Allge­­mein-Blabla so sehr verun­si­chert, dass sie sich erst gar nicht ange­spro­chen fühlen. Ich fürchte aller­dings, dass viele Perso­nal­ent­scheider zum Zeit­punkt der Ausschrei­bung oft selbst nicht so genau wissen, was einen für die jewei­lige Stelle passenden Kandi­daten genau auszeichnet. Dann doch lieber Gieß­­kannen-Anfor­­de­rungen und darauf hoffen, das sich der Bewerber Gedanken gemacht hat, ob er zur Stelle passt 😉

    • Marc Mertens 12. August 2014 at 16:03 — Reply

      Hallo Herr Slag­huis,

      jetzt fühle ich mich als Recruiter/HRler zwar etwas auf den Schlips getreten, aber tatsäch­lich ist das eine große Diskus­sion, die z.B. von Herrn Henrik Zabo­rowski treff­lich geführt wird.

      Das Recrui­ting startet in meinen Augen nicht einfach beim lustigen Stel­len­an­zeigen schalten, sondern sollte zwin­gend auf einen opti­malen Kontakt in die jewei­ligen Fach­be­reiche aufbauen.

      Das AGG finde ich hier weniger rele­vant, als den eigent­li­chen “Frechmut” endlich mal nach den wirk­li­chen Must-haves zu fragen. Es gilt wie immer, wer fragt, der führt und das kann doch auch gerne mal im HR geschehen. Es ist auch für Inge­nieure oder Spezia­listen sicher nicht immer einfach deren eigene Erwar­tungs­hal­tung in Form einer Vakanz zu über­setzen.

      Aber das ist wieder eine neue Geschichte wert.
      ;-))

    • Svenja Hofert 12. August 2014 at 21:09 — Reply

      Hallo Bernd, ja, viele wissen nicht genau, was sie suchen. Aber sieht man es ökono­misch, wäre doch genau das die rich­tige Maßnahme: Köpf­chen in wirk­lich gute Anfor­de­rungs­ana­lysen stecken, scharf formu­lieren und dann die Zeit auf die verwenden, die wirk­lich passen. Ich finde, das ist doch eigent­lich 100% rational. LG Svenja

    • Hans Steup 13. August 2014 at 17:41 — Reply

      Stimmt, Bernd: “Ich fürchte aller­dings, dass viele Perso­nal­ent­scheider zum Zeit­punkt der Ausschrei­bung oft selbst nicht so genau wissen, was einen für die jewei­lige Stelle passenden Kandi­daten genau auszeichnet.”
      .
      Dann doch lieber … gleich den Rich­tigen mit der Gewin­nung des Mitar­bei­ters beauf­tragen.
      .
      Ganz einfach den, der mit dem Neuen später arbeiten und dessen Ergeb­nisse recht­fer­tigen muss. Das ist der Team­chef oder ein Kollege. In der Fach­ab­tei­lung. In der Nähe des Schreib­ti­sches oder in der Nähe der Werk­bank des Kandi­daten. Mitten drin. Janz vorne.
      .
      Und nicht irgend­je­mand in Ha-Err, der die Stel­len­be­schrei­bung aus Text­bau­steinen zusammen frickelt und im besten Fall nicht einen einzigen Bewerber sieht. Geschweige denn spricht. Geschweige denn einstellt. Geschweige denn mit ihm arbeitet…
      .
      — Hans Steup, Berlin

  5. Maurizio Di Noia 12. August 2014 at 15:43 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    ich les Ihren Blog tatsäch­lich sehr gern und dieser Artikel ist ein Grund, es auch weiter zu tun:) Lieben Dank dafür, habe sehr gelacht, wenn es auch gleich­zeitig trau­rige Realität ist.

    Übri­gens ein Beispiel für inter­es­sante Job-Beschrei­­bungen ist mein Website-Anbieter Jimdo, http://www.jimdo.de. Die haben verstanden…

    Viele Grüße
    Maurizio Di Noia

  6. Rein­hard Kröger 13. August 2014 at 11:03 — Reply

    Super Artikel! Vielen Dank!

  7. Norbert Sülzner 13. August 2014 at 11:09 — Reply

    Hallo Frau Hofert,
    allein was bei der Bear­bei­tung der 300 mögli­chen Bewer­bungen an Zeit (und Geld) drauf geht.
    Viele Grüße
    Norbert Sülzner

  8. Ann-Carolin H. 14. August 2014 at 12:19 — Reply

    Welch’ groß­ar­tiger, amüsant zu lesender und vor allem wahrer Artikel.

    Danke dafür.

    • Svenja Hofert 15. August 2014 at 12:02 — Reply

      Danke auch, liebe Ann-Carolin! LG Svenja Hofert

  9. Henner Knaben­reich 14. August 2014 at 12:38 — Reply

    Mir scheint, die Deut­sche Bundes­bank hat sich den Artikel zu Herzen genommen (der mir im Übrigen aus der wunden Seele spricht!) 🙂

    http://bit.ly/1uw0QFt

    • Svenja Hofert 15. August 2014 at 12:04 — Reply

      @hennerknabenreich: ich sag ja, bis zum Bachelor of Clea­ning ist es nicht mehr weit…und der Master beinhaltet dann den Rettungs­schwimmer 😉 LG SH

  10. […] Die dazu passende Rech­nung hat Svenja Hofert aufge­stellt: „Je ehrli­cher die Aussagen zu Stelle und Unter­nehmen, desto nied­riger die Bewer­ber­quote, so ist das nun mal. Aber auf der anderen Seite stünde ein wirk­lich konkreter Nutzen für beide Seiten, Unter­nehmen und Bewerber.“ Auch mal wieder keine so neue Über­le­gung. Leider sieht das Gros der Perso­nal­ab­tei­lungen aber nach wie vor so, dass man eine möglichst hohe Anzahl Bewerber haben muss, denn erst dann lässt sich scheinbar die getane Perso­nal­ar­beit auch gut an den Vorstand verkaufen. Sonst lohnt sich ja das teure Employer Bran­­ding-Programm nicht. Also schöpft man lieber 10 passende Bewerber von 300 Bewer­bern ab, anstatt Anzeigen so zu gestalten, dass sich direkt nur die 10 passenden Bewerber melden. […]

  11. Justine Lagiewka 19. August 2014 at 15:10 — Reply

    Sehr tref­fend!
    Viel­leicht werden wir in Zukunft weniger auf WORTHÜLSENSCHLAGABTAUSCH
    (sowohl auf Seiten der Stel­len­an­zei­gen­schalter als auch der Anschrei­­ben/CV-Pamphlet-Kreierer) als auf BILDER Wert legen?
    Ich denke, das ist die beste Lösung, um uns ein gutes Bild (UND GEFÜHL) zu der mögli­chen neuen Positon machen zu können?
    Schöne Vorreiter: http://bit.ly/Xxx1am

    zukunfts­ori­en­tierte Grüße aus Frank­furt
    Justine Lagiewka

  12. Marco Engels 20. August 2014 at 16:27 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    ich geben Ihnen Recht — Man sollte doch eigent­lich bei der Auswahl der Arbeitsrkräfte auf die Qualität und nicht auf Quan­tität achten.

    Habe dies beson­ders während den Bewer­bungen für Prak­tikas im Studium gemerkt, dass dies aber wie von Ihnen beschrieben prak­ti­ziert wird. Da heisst es dann unter den Studenten: “Bei Firma XY brauchst du dich gar nicht bewerben, die haben immer viel zu viel Auswahl.” Weiss nicht ob das Respekt oder Ehrfurcht einlösen soll oder was der Sinn dahinter ist — erschließt sich mir nicht.

    Gut zu wissen, dass es noch Firmen gibt, die erfri­schend anders sind und eher darauf achten dass ein Bewerber passt und nicht dass er noch 500 Mitbe­werber hat. Ich kann hier als Beispiel die Firma Envi­ro­chemie nennen, wo mein Bruder ange­stellt ist.

    In diesem Sinne, freue mich auf weitere Artikel und werde sie gerne wieder lesen.

    Grüße
    Engels

  13. Burk­hard May 9. September 2014 at 16:19 — Reply

    Hallo,

    Zustim­mung. Meiner Erfah­rung nach auch ein Ausfluss der Auffas­sung, dass Perso­nal­aus­wahl von “oben” durch die Perso­naler und die Fach­be­reiche — sprich den Arbeit­geber erfolgt. Und der Arbeit­geber sieht sich selbst auch als einzige Kompe­tenz für diese Aufgabe.

    Was eben vergessen wird ist, dass der Arbeit­nehmer — oder der der es werden soll — auch einen Teil der Entschei­dung tragen sollte. Der ist nämlich der Experte für sich selbst.

    Wenn also der Arbeit­geber — als Experte für den Job — offen sagt worum es geht, dann kann auch der Experte für den Bewerber (er selbst) eine sinn­volle Entschei­dung treffen. Selbst­se­lek­tion ist das Stich­wort.…

    Dann kann eigent­lich nicht viel schiefgehen…eigentlich…

    Beste Grüße
    Burk­hard May

  14. Susanne Gamm 19. September 2014 at 18:06 — Reply

    Ich wurde zu einem Vorstel­lungs­ge­spräch einge­laden und habe gefragt, warum in der Stel­len­aus­schrei­bung stünde “sehr gute Englisch­kennt­nisse”, ob denn Englisch für die Stelle rele­vant sei.
    Man war sehr erstaunt und musste sich die Ausschrei­bung erst noch einmal ansehen. Dann kam heraus, der Text war von einer anderen Ausschrei­bung kopiert und man hatte vergessen, den Teil zu löschen. Wie verläss­lich sind die Aufgaben- und Anfor­de­rungs­be­schrei­bungen in Stel­len­aus­schrei­bungen also.
    Beste Grüße
    Susanne Gamm

  15. […] Y schwerer haben.  Karrie­re­ex­pertin Svenja Hofert hat es neulich gut auf den Punkt gebracht: „Wir brau­chen mehr ehrliche Job-Anzeigen.“ Doch solange Perso­naler an einer hohen Bewer­ber­quote (möglichst viele Bewer­bungen je Stelle) […]

  16. […] dieses Manko hat schon die Karriere- und Entwick­lungs­expertin Svenja Hofert in ihrem Artikel „Ehrliche Joban­zeigen – Wie sich die Zahl passender Bewerber ganz einfach erhöhen ließe“ bemän­gelt. Talente lassen sich so weder finden noch im eigenen Unter­nehmen […]

  17. Jörg Kopitzke 12. Juli 2015 at 12:53 — Reply

    Hallo Frau Hofert, ich möchte diesem Beitrag nichts mehr hinzu­fügen. Gefühlt ist es noch etwas schlimmer und ich bin gespannt, ob sich 2015 irgend etwas entwi­ckelt, das es dem Bewerber richtig, also spürbar, einfa­cher macht, sich zu bewerben. UND die Unter­nehmen anfangen (an einigen Stellen: weiter­ma­chen), all das dumme Zeug ersatzlos zu strei­chen und durch echte, klare, inter­pre­ta­ti­ons­freie Aussagen ersetzten.
    Bitte mehr von derar­tigen Beiträgen. Danke.

  18. Ronny Behr 5. September 2016 at 15:04 — Reply

    Hallo Freu Hofert, sehr inter­es­sant, dass ich via Google zur Such­kom­bi­na­tion “bewer­ber­zahl erhöhen” zu diesem Artikel gekommen bin. Inter­es­sant dabei: Hier ergibt sich die Erkenntnis, die Bewer­ber­zahl zu verrin­gern. Und das zwin­gend! Ein toller Artikel. Gefällt mir sehr gut und zeigt wieder ein Beispiel, dass Zahlen für den Chef oft “geschönt” sind.

  19. Holger Rabuske 25. November 2016 at 10:16 — Reply

    Sehr geehrte Frau Hofert,

    wo kann ich diesen Job finden? Ich würde unheim­lich gerne in so einem “Aqua­rium” mit Excel arbeiten 😀

    P.S.: bin Chemiker mit Weiter­bil­dung im Quali­­täts- und Umwelt­ma­nage­ment und momentan auf Jobsuche

    Freund­liche Grüße

    Holger Rabuske

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