Deutsch­land­radio: Verbrau­cher­tipp Online-Bewer­­bung

Deutsch­land­radio: Verbrau­cher­tipp Online-Bewer­­bung

Ich gebe zu: Niemand hat soviel über Online-Bewer­bungen geschrieben, mein Lieb­lings­thema sind sie aber nicht. Aus einen einfa­chen Grund: Seit 1998 mein erstes Buch zu dem Thema bei Humboldt erschien (das in neuer Auflage immer noch auf dem Markt ist — kein anderes Konkur­renz­werk hat das geschafft), ist es ein über all die Jahre so oft nach­ge­fragtes Inter­view­thema, dass es bei mir ein Gähnen auslöst. Mich plagt der Sätti­gungs­ef­fekt zu häufiger Wieder­ho­lung.… Anja Lueg von Campus & Karriere hat mich auch befragt, aber ein bißchen diffe­ren­zierter. Und das Ergebnis kam gestern in “Campus und Karriere” — und heute als geschrie­bener […]

30. Januar 2008|

Ausschnitt­ser­vice für Bewerber

Es gibt wieder mal ein neues Service­an­gebot für Bewerber: „Jobsper­post“ Jobsper­Post bietet den Abon­nenten das Pendant für den Tages­zei­tungs­be­reich zu den Such­agenten der Online-Börsen. Der Kunde legt sich ein oder mehrere Profile an und erhält dann die Auswer­tungen der Tages­presse für den entspre­chenden Such­auf­trag. Das hört sich zunächst einmal nicht revo­lu­tionär an. Die Frage ist: gibt es wirk­lich in den Tages­zei­tungen so viel mehr Stel­len­an­ge­bote als im Internet? In manchen Bran­chen ist dies nach wie vor so (etwa im öffent­li­chen Bereich, einigen Segmenten der Kultur, bei B2B-Unter­nehmen). Wer jedoch in der Konzern­welt sucht, kann sich das Angebot mit hoher Wahr­schein­lich­keit […]

25. Januar 2008|

Abge­schrieben — neue Afa-Rege­­lungen 2008

Das Abschreiben kann man sich in Zukunft mehr oder weniger “abschminken”, denn die Rege­lungen sind gerade für Frei­be­rufler, die oft gerin­gere Inves­ti­tionen tätigen als ihre produ­zie­renden und verkau­fenden Gewer­be­kol­legen, seit dem 1.Januar 2008 viel schlechter geworden. Gering­wer­tige Güter lassen sich dann nicht mehr bis 410 Euro (netto) von der Einkom­mens­steuer abziehen, sondern nur noch bis 150. Alle Käufe und Inves­ti­tionen (z.B. für eine Website) in einem Inter­vall zwischen 150 und 1000 Euro werden in einem Sammel­posten zusam­men­ge­fasst und über fünf Jahre abge­schrieben (was im Beispiel kurz­le­bigen Website wirk­lich hane­bü­chen ist). Beispiel: Ich habe 2008 für insge­samt 5000 Euro betrieb­liche Anschaf­fungen […]

8. Januar 2008|

Lohn­schmelze oder: Hartz IV als Gewinn­op­ti­mierer der Unter­nehmen

Touris­tik­fach­kraft für 1800 Euro? Mode­de­si­gner mit 1600 brutto? Jour­na­list mit 60-Stunden-Woche und 1500 Euro auf vermeint­lich freier, in Wahr­heit schein­selbst­stän­diger, also Ange­stellen-Basis? Eine Doktorin, die an der Uni 2200 Euro bekommt? Als Karrie­re­be­ra­terin bekomme ich seit Jahren hautnah mit, wie wenig in einigen Berei­chen und Bran­chen gezahlt wird. Das gilt längst nicht mehr für Menschen mit schlechter Ausbil­dung, sondern immer öfter und gerade für Akade­miker. Teil­weise sind Gehälter seit Jahren im Sink­flug, teil­weise stagnieren sie. Beson­ders kriti­sche Bran­chen und Segmente: Touristik, Tages­zei­tungs­jour­na­lismus, Kultur, Mode/Textil, Design, Foto, Werbung. Je “schöner” die Branche, desto höher der Zulauf, desto geringer das Gehalts­ni­veau. Das […]

5. Januar 2008|

Karrie­re­gruss vom Karrie­re­blog

Liebe Lese­rinnen und Leser dieses Blogs, das Jahr geht zu Ende, Weih­nachten – die Zeit des Frie­dens – steht vor der Tür und die vorweih­nacht­liche Hektik macht bereits alle aggressiv. Zum Jahres­ende, wenn viele Firmen inventur- und abschluss­be­dingt Urlaubs­sperren verhängen, steigen die Über­stunden oft ins Uner­mess­liche und der Frust ist vorpro­gram­miert. Erträg­lich wird das alles durch das Wissen: am ersten Januar ist der Spuk vorbei. Aber was halten Sie von der Aussicht, dass nächstes Jahr alles etwas entspannter wird? Ich habe dazu ein paar Tipps zusam­men­ge­stellt. Ein frohes Weih­nachts­fest und ein erfolg­rei­ches, neues Jahr wünschen Svenja Hofert und Sabine Korn­dörfer […]

22. Dezember 2007|

Haus­mann des Jahres

Der Haus­mann des Jahres 2007 steht fest: es ist Bernd Bongartz aus Krefeld! Die Firma Spontex hat ihn in ihrem alljähr­li­chen Wett­streit gekürt. Der Wett­streit wurde ausge­tragen in den Diszi­plinen Schuhe putzen, Tisch reinigen & einde­cken, Schlaf­lied-Singen, Abwa­schen und Bügeln. Soweit könnte man die Nach­richt noch mit einem erfreuten Schmun­zeln begrüßen. Hätte Bongartz nicht der Zeitung „Die Welt“ ein Inter­view gegeben. Dort erfahren wir alles, was wir garan­tiert nicht über den Haus­mann des Jahres wissen wollten. Es stellt sich heraus, dass Bongartz’ Verständnis vom Dasein als Haus­mann sich haupt­säch­lich in der Perfek­tion ‚hand­werk­li­cher’ Fähig­keiten erschöpft. Wenn er das Bad reinigt, […]

12. Dezember 2007|

Gleich­be­hand­lung im Bewer­bungs­alltag

Über eine merk­wür­dige Form der Mitglieds­wer­bung bin ich in der letzten Wochen einige Male gestol­pert. Da betreute ich Bewerber, die sich auf unter­schied­liche Stellen beim größten Deut­schen „Social Network“ bewarben. Diese erhielten post­wen­dend die Auffor­de­rung, sich zu regis­trieren. Taten sie das nicht, erfolgte inner­halb exakt einer Woche eine Absage. Nun ist die Mitglied­schaft in diesem Netz­werk kostenlos und birgt auch sonst keinerlei Verpflich­tungen. Auch kann man argu­men­tieren, dass soviel Iden­ti­fi­ka­tion mit dem poten­ti­ellen Arbeit­geber schon sein muß, wenn man eine Chance auf eine Gesprächs­ein­la­dung haben möchte. Aber mal ehrlich: in Zeiten, da sogar kirch­liche Stel­len­aus­schrei­bungen nicht mehr mit der Verpflich­tung […]

12. Dezember 2007|

Deutsch­land, Repu­blik schüt­zenden Vorschriften

Eigent­lich fand ich es immer klasse, dass man sich darauf verlassen kann, dass in Deutsch­land immer alles gut gere­gelt ist. Ich brauche mir als Verbrau­cher keine Sorgen zu machen, ob die Lebens­mittel, die ich einkaufe gut und frisch sind – es gibt für alles Vorschriften. Dann lernte ich die Inhaber eines Ziegen­hofes kennen. Sie stellen Rohmilch­käse her und erzählten mir von den Lebens­mit­tel­kon­trollen. Es war eine Groteske. Die Käse­pro­du­zenten, Menschen mit Intel­li­genz, Leiden­schaft für den Job und Respekt vor der Arbeit der Kontrol­leure, waren oft mit den Nerven am Ende: es gibt s viele Vorschriften, die so voll­kommen sinnlos sind. […]

12. Dezember 2007|

Gewerbler unter sich: Arbeiten.de

Gewerb­liche Arbeit ist anders: Um gewerb­liche Jobs — als Koch, Kran­ken­schwester, Elek­tro­in­stal­la­teur — zu vergeben schalten Unter­nehmen keine pompösen Anzeigen, sondern ledig­lich kurze Gesuche. Bisher war die einzige Stel­len­börse, die gewerb­liche Stellen ausschrieb, die der Arbeits­agentur. Immer wieder schimpfen jedoch Bewerber, dass 50 bis 80 Prozent der dortigen Stellen nicht mehr aktuell seien oder aber fingiert oder dubios. Die Tatsache, dass es bei der Agentur möglich ist, kostenlos Anzeigen aufzu­geben, zieht eben auch die Halb­welt an. Zudem fühlen sich Firmen, die nur mal so eben ein Inserat schalten, scheinbar auch nicht verant­wort­lich für selbiges: Sie lassen die Ausschrei­bung drin, auch […]

10. Dezember 2007|

Wirt­schafts­psy­cho­logie: Macht­aus­übung ruiniert ganze Firmen

“Promi­nente Persön­lich­keiten ruinieren ihren Erfolg häufig selbst”, lese ich heute in einer Pres­se­mel­dung, die ich sehr inter­es­sant finde und deshalb hier weiter­gebe. Auch ich stelle fest, dass es häufig das Macht­motiv ist (nach den 16 Lebens­mo­tiven von Steven Reiss), das Menschen extrem erfolg­reich macht. Macht  birgt eine unbän­dige (posi­tive) Kraft, gleich­zeitig aber auch eine Gefahr in sich, wenn Macht zum Selbst­zweck wird. Aus meiner Sicht ist das ein Grund, aus dem Perso­naler ihre gängigen Beför­de­rungs­mo­delle über­denken sollten, nach dem starker Ehrgeiz und Führungs­wille (in dem eben oft Macht­wille inne wohnt) als posi­tive Karrie­re­mo­toren einge­stuft werden. Wissens- und Inter­es­se­ge­steu­erte Menschen (Motiv […]

7. Dezember 2007|

Diät für die Vita

Lebens­läufe werden ständig länger und komplexer. Doch die wach­sende Infor­ma­ti­ons­menge in einer Vita verkauft die Bewer­bung nicht besser, sondern führt zum Infor­ma­tions-Over­kill. Kürze und gekonntes Weglassen sorgen dagegen für eine schlanke und erfolg­reiche Bewer­bung. Der Wunsch, eine perfekte Bewer­bung zu verfassen führt nicht selten zu einem aufge­blähten Mappen-Mons­trum. Fünf, sieben, ja zehn Unter­punkte umfasst manch Tätig­keits­be­schrei­bung im Lebens­lauf. Und selbst Absol­venten schreiben schon drei­sei­tige Viten, in denen vier­wö­chige Prak­tika halbe Seiten füllen. So viel Infor­ma­tion schafft mehr Verwir­rung als Klar­heit. Mit der Folge, dass der Entscheider – sei er von der Personal- oder von der Fach­ab­tei­lung – die wirk­lich rele­vanten […]

5. Dezember 2007|

Kreativ bewerben — aber bitte mit Köpf­chen!

Erst einmal: Was ist über­haupt kreativ? Und da schon hier jeder seine eigene Inter­pre­ta­tion einbringt, gibt es Miss­ver­ständ­nisse. So wie jenes weit verbrei­tete, dass ein Buch­halter nicht kreativ sein kann. Krea­tive Bewer­bungen sind für mich Bewer­bungen, die einen eigenen Ansatz finden, den Entscheider zu errei­chen. Genau, richtig gehört: Es geht darum, jemanden zu ERREICHEN, in dem Fall den Perso­naler oder, besser den Fach­ent­scheider. Meist sogar beide: Die beste krea­tive Bewer­bung kommt am Perso­naler vorbei und schlägt dann beim Fach­ent­scheider ein. Denn beide, das machen sich die wenigsten bewusst, haben oft unter­schied­liche Inter­essen und Entschei­dungs­kri­te­rien. Der eine (Perso­naler) handelt check­lis­ten­ori­en­tiert (ist […]

20. November 2007|

Perso­nal­mar­ke­ting — auch nicht immer einfach…

Ein schier unend­li­ches Betä­ti­gungs­feld bietet die Betrach­tung der Selbst­dar­stel­lung der Unter­nehmen als Arbeit­geber. Viele wollen ganz weit vorn sein, indem sie die Möglich­keiten des Web 2.0 nutzen. Meist endet das in einer Bauch­lan­dung. Beson­ders beim Thema “Video”. Es ist schon viel wert, wenn die Stel­len­an­zeigen (ebenso wie die Bewer­bungen) nicht ganz und gar pein­lich ausfallen. Ein neulich gefun­denes Video der Metro, in dem die Stel­len­an­zeige mehr gestot­tert als gespro­chen war, verschwand schnell wieder aus den Weiten des Netzes. Etwas erträg­li­cher, aber immer noch Licht­jahre entfernt von „gut“ sind die Videos, die sich z.B. bei Stepstone finden lassen (z.B. hier, und […]

14. November 2007|

Verein­bar­keit von Beruf und Familie

Wie an anderer Stelle bereits beklagt ist die Verein­bar­keit von Beruf und Familie im Notfall gar nicht so leicht zu bewältigen.Trotzdem bieten sich einige Möglich­keiten, wie berufs­tä­tige Eltern den kurz­fris­tige einge­tre­tenen Betreu­ungs­not­stand (Tages­mutter krank? Groß­el­tern verreist?) abfe­dern können, z.B. die kurz­fris­tige Gast­kin­der­be­treuung der Hamburger Kinder­ta­ges­stätten, die Aktion Kinder­pa­ra­dies, Jung und Alt in Zuwen­dung e.V. sowie  Kinder­ho­tels und Notbe­treu­ungs­agen­turen. Detail­liert nach­lesen kann man diese Infos noch einmal hier. Sabine Korn­dörfer

14. November 2007|

Was Toyota und Linux erfolg­reich macht

Gerade flat­tert mir eine Pres­se­mel­dung rein, die ich inter­es­sant finde: Danach ist die Unter­neh­mens­kultur entschei­dend für den Erfolg bei Toyota. Der Psycho­loge und Arzt Prof. Dr. Dr. Michael Kastner (Dort­mund): “Zentrale Voraus­set­zungen sind für die opti­male Arbeit von Hoch­leis­tungs­teams neben einer einfa­chen, verbrei­teten Technik vor allem frei verfüg­bares geis­tiges Eigentum und ein hohes Maß an Vertrauen. In einer solchen Atmo­sphäre müssen die Mitglieder des Netzes bereit sein, ohne mone­täre Anreize ihr Knowhow auszu­tau­schen” und konti­nu­ier­lich abzu­glei­chen.” Ähnli­ches soll auch für Linux gelten. Und weiter: “Statt der übli­chen Markt­prin­zi­pien Geld, Verträge, Hier­ar­chie, Auto­rität und Verant­wor­tung scheint die Arbeits­weise von Linux und […]

5. November 2007|
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