Kate­go­rien

Kurze Anlei­tung für echtes Quer­denken

Published On: 5. Mai 2022Cate­go­ries: Aktuell

Damit das von Anfang an klar ist: Quer kommt von schräg in Bezug auf eine räum­liche Rich­tung. Es bedeutet, etwas aus einem anderen Winkel zu sehen. So wie der Elefant auf dem Ast eine unge­wöhn­liche Perspek­tive einnehmen kann.

Quer­denker laufen niemand hinterher

“Quer­denken” hat nichts mit dem zu tun, wozu die Medien oder Twitter oder wer auch immer den Begriff gemacht haben. Quer­denker jagen keinen kruden Verschwö­rungs­theo­rien nach. Sie laufen nicht hinterher, sondern bleiben stehen.

Über­haupt nach­jagen… Beim Quer­denken bleibt man stehen, beschäf­tigt sich mit eigenen Denk-Mustern und denen der anderen. Echte Quer­den­kende fragen — und hinter­fragen. Quer­denken ist somit eine Stärke, die vor allem eines erfor­dert: Offen­heit für andere Wege, neue Erfah­rungen, unkon­ven­tio­nelle Gedanken. Und für andere Menschen und deren Gedanken!

Matthias Varga von Kibéd unter­scheidet innere und äußere Quer­denker. Innere Quer­denker sitzen in mir und suchen immer wieder die andere Perspek­tive. Das hilft, den eigenen Blick auf ein Problem weiter zu entwi­ckeln. Genau darum geht es: um das Weiter­ent­wi­ckeln. Stehen­bleiben ist kein Problem­löser durch Quer­denken. Und Probleme stehen immer im Vorder­grund, denn für sie braucht man ja das Quer­denken.

Und nun zu einigen konkreten Punkten und meiner Anlei­tung.

Anlei­tung zum Quer­denken

  1. Arbeiten Sie das Problem hinter dem Problem heraus. Machen Sie das Unsicht­bare sichtbar — darum geht es wirk­lich. Auch darin kann schon ein Quer­denken liegen, denn oft sind Probleme nicht das, was sie zu sein scheinen.
  2. Versetzen Sie sich in völlig andere Perspek­tiven. Dazu hilft es, sich in anderes Denken hinein­zu­ver­setzen. Wie würde Elon Musk auf das Problem schauen, wie ihre Oma?
  3. Beziehen Sie Ihre Gedanken auf das Problem und nicht auf sich. Denken Sie nicht, dass sie beson­ders kluge Ideen einbringen müssten oder vor irgend­je­mand gut dastehen müssen. Konzen­trieren Sie sich auf das, um das es geht.
  4. Vergessen Sie alles, was Sie bisher zu wissen glaubten. Lassen Sie bishe­rige Lösungs­stra­te­gien los. Machen Sie nicht, was Sie sonst immer machen.
  5. Egal, was du denkst, denk das Gegen­teil dazu — machen Sie sich dieses Poldenken zu eigen. Wer da mehr rein­finden möchte: In meinem Buch “Busi­ness Show­down” ist das eine der Grund­ideen.
  6. Erhöhe den Spaß am anders und schräg Denken — die meisten schauen nur auf möglichst schnelle Lösungen. Dabei ist der Weg das Span­nende.
  7. Suche dir äußere Quer­denker, die die inneren akti­vieren. Wir verbinden uns gern mit Menschen, die uns ähnlich sind. Viel mehr inno­va­tive Kraft liegt aber in denen, die anders sind. Wichtig ist hier ein Rahmen in der Gruppe, der offenes Denken erlaubt.

Zu diesem und ähnli­chen Themen erhalten Sie auf meinem Kanal Svenja Hofert Minds­hift  kurze Video­im­pulse. YouTube belohnt markt­schreie­ri­sche Titel und Cover. Wenn Sie mir direkt folgen, kann ich darauf verzichten 😉

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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