Kate­go­rien

Namens­spiele: Head of Name Drop­ping oder…?

Published On: 6. September 2011Cate­go­ries: Führung

Ihnen gefällt die Bezeich­nung für den neuen Job nicht? Fordern Sie
zusätz­lich zum Gehalt einen ordent­li­chen Titel. Schließ­lich schreiben Sie
damit ja auch schon den ersten Satz in Ihrem Zeugnis. Und ob dort
“Mitar­beiter IT und Einkauf” oder “Manager Supply Chain & Tech­no­logy” steht, macht eben doch einen deut­li­chen Unter­schied. Letzte Woche habe ich in  Spiegel Online über Jobtitel philo­so­phiert. Hier geht´s nun um die konkrete Umset­zung. Machen Sie mit im Jobna­mens­spiel!

  • Klang­voller als einfach ein “Mitar­beiter XY” zu sein, ist ein Manager oder Head of XY.
  • Assistant (englisch ausge­spro­chen) klingt stets nach deut­lich mehr als “Sekretär” — und ist auf jede Posi­tion anwendbar, die nicht direkt mit Führung verbunden ist.
  • Sie kommu­ni­zieren Wissen und sind Ansprech­partner für ein bestimmtes Thema? Dann macht sich der Experte oder wahl­weise Spezia­list für XYZ ganz gut.
  • Sie wollen mehr sein als einfach nur ein schlichter Vertriebs­mit­ar­beiter? Als “Evan­ge­list” klingen Sie dem Kunden ganz anders im Ohr.
  • Bei abtei­lungs­über­grei­fenden Aufgaben, die sich nicht richtig zuordnen lassen, glänzen der Koor­di­nator oder Orga­ni­sator (und dann bitte ein möglichst beein­dru­ckendes engli­sches Wort…).
  • Sie führen etwas ein? Wenn Sie mal da, mal dort einge­setzt werden, hilft viel­leicht auch der “Projekt­ma­nager” als Jobtitel aus?
  • Sie tüfteln kunden­in­di­vi­du­elle Lösungen aus? Wenn da immer noch nicht Consul­tant auf Ihrer Karte steht, gehen Sie zum Chef.
  • Sie verän­dern “alles”? Wie wär´s mit Change Manager?

Ach ja: Sie sind ein Meister darin, an der rich­tigen Stelle, den passenden Namen fallen zu lassen? Machen Sie daraus einen Beruf, ich schlage den Head of Name Drop­ping vor, oder kennen wir uns etwa nicht persön­lich?

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.

 

4 Kommen­tare

  1. Mark 9. September 2011 at 10:38 — Reply

    Hallo Frau Hofert, sehr amüssant und soo wahr! Es grüßt der Head of Namens­fin­dung von Namestorm.de 😉

  2. […] SAP reicht dabei für solide 100.000 – 150.000 EUR. Wer mehr will, muss Guru werden oder Evan­ge­list, aber auch dann wird es schwierig. (Gegen­bei­spiele bitte melden.) Das Gehalt reicht aber siehe 1. […]

  3. […] Unter­nehmen, Ihre Posi­tion Im Zeit­alter von Angli­zismen und selt­samsten Jobbe­schrei­bungen heißt es nun mal nicht mehr Haus­meister, sonder Faci­lity Manager. Die Frage aber ist doch, ob Ihre […]

  4. […] Unter­nehmen, Ihre Posi­tionIm Zeit­alter von Angli­zismen und selt­samsten Jobbe­schrei­bungen heißt es nun mal nicht mehr Haus­meister, sonder Faci­lity Manager. Die Frage aber ist doch, ob Ihre […]

Leave A Comment