Kate­go­rien

Abge­schrieben — neue Afa-Rege­­lungen 2008

Published On: 8. Januar 2008Cate­go­ries: Führung

Das Abschreiben kann man sich in Zukunft mehr oder weniger “abschminken”, denn die Rege­lungen sind gerade für Frei­be­rufler, die oft gerin­gere Inves­ti­tionen tätigen als ihre produ­zie­renden und verkau­fenden Gewer­be­kol­legen, seit dem 1.Januar 2008 viel schlechter geworden. Gering­wer­tige Güter lassen sich dann nicht mehr bis 410 Euro (netto) von der Einkom­mens­steuer abziehen, sondern nur noch bis 150. Alle Käufe und Inves­ti­tionen (z.B. für eine Website) in einem Inter­vall zwischen 150 und 1000 Euro werden in einem Sammel­posten zusam­men­ge­fasst und über fünf Jahre abge­schrieben (was im Beispiel kurz­le­bigen Website wirk­lich hane­bü­chen ist). Beispiel: Ich habe 2008 für insge­samt 5000 Euro betrieb­liche Anschaf­fungen zwischen 150 und 1000 Euro getä­tigt. Ich (oder genauer: mein geschätzter Steu­er­be­rater) teile die 5000 Euro durch 5 und setze jedes Jahr 1000 Euro an. Gut also, dass ich den neuen 399-Euro-Acer-PC meiner Mitar­bei­terin noch 2007 bestellt und bezahlt habe (schlecht, dass er gleich wieder in Repa­ratur ging, aber die jetzt mehr­fach anfal­lenden Service­stunden für unseren Tech­niker kann ich unver­än­dert ohne Grenze absetzen). Positiv ist das ganze auch für den Möbel­kauf. Waren Möbel über 410 Euro bisher auf eine Abschrei­be­dauer von 10 Jahren ange­legt, können sie nunmehr (sofern sie unter 1000 Euro kosten) in fünf Jahren durch­laufen. Ich kaufe also einen Tisch für 800 Euro, eine Lampe für 500 und ein Bild für 400, macht 1700. Durch 5 = 340 Euronen. Nach der alten Methode wären es 170 Euro gewesen. Aber welcher Frei­be­rufler kauft schon so viele Möbel? Summa­sum­marum ist die neue Rege­lung also nichts als ein neues Ärgernis.

Netten Beitrag zu dem Thema habe ich in einem Kollegen-Blog Unternehmercoaches.de gefunden, den ich bei der Gele­gen­heit auch empfehlen möchte, da etwas abseits von der Main­stream-Service-Nutzen-So-gehts-Linie anderer Ange­bote.

Svenja Hofert

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.

 

Leave A Comment