Kate­go­rien

Karrie­re­gruss vom Karrie­re­blog

Published On: 22. Dezember 2007Cate­go­ries: Führung

Liebe Lese­rinnen und Leser dieses Blogs,

das Jahr geht zu Ende, Weih­nachten – die Zeit des Frie­dens – steht vor der Tür und die vorweih­nacht­liche Hektik macht bereits alle aggressiv. Zum Jahres­ende, wenn viele Firmen inventur- und abschluss­be­dingt Urlaubs­sperren verhängen, steigen die Über­stunden oft ins Uner­mess­liche und der Frust ist vorpro­gram­miert. Erträg­lich wird das alles durch das Wissen: am ersten Januar ist der Spuk vorbei. Aber was halten Sie von der Aussicht, dass nächstes Jahr alles etwas entspannter wird? Ich habe dazu ein paar Tipps zusam­men­ge­stellt.

Ein frohes Weih­nachts­fest und ein erfolg­rei­ches, neues Jahr wünschen

Svenja Hofert und Sabine Korn­dörfer

Karriere & Entwick­lung Hamburg

www.karriereundentwicklung.de

Nieder mit den guten Vorsätzen!

Ein Klas­siker jedes neuen Jahres sind die guten Vorsätze. Sie entspringen meist der Einsicht, dass etwas anders werden sollte und münden in einer Beteue­rung, die dann doch nicht einge­halten wird und einem nichts als ein schlechtes Gewissen beschert.

Schaut man sich diesen Mecha­nismus einmal genauer an, dann ist es, als würde ein Unter­nehmen gegründet mit der guten Absicht, eine Million Jahres­um­satz zu erwirt­schaften – aber ohne bisher auch nur einen einzigen Vertriebler einzu­stellen. Das kann gut gehen – es gibt ja wirk­lich erstaun­liche Erfolgs­ge­schichten – aber wahr­schein­lich ist es nicht.

Der einzige „gute Vorsatz“ den ich empfehlen kann, ist eine jähr­liche Posi­ti­ons­be­stim­mung nach dem Muster: Wo bin ich? Wohin will ich? Wie erreiche ich das? Und erst dann ist es sinn­voll, sich etwas vorzu­nehmen, denn dann sind die Erfolgs­aus­sichten realis­tisch.

Jahres­end­stress

Wenn Ihnen jedes Jahr so richtig vor dem Dezember graut und Sie meinen, diesem Stress nicht entgehen zu können, versu­chen Sie es doch kurz­fristig mal mit einem Tage­buch. Das ist kein Scherz! Schreiben sie abends in kurzen Stich­punkten auf, was Ihnen so richtig auf die Nerven gegangen ist. Ob es nun unzu­ver­läs­sige Kollegen waren, der Auftrag vom Chef, „mal eben noch“ ein Weih­nachts­mai­ling zu orga­ni­sieren oder die zwölf­köp­fige Verwandt­schaft, die abends über­ra­schend zum Kekse backen vorbei­schaut. Sie müssen ja keine Romane schreiben. Packen Sie dieses Tage­buch bis mindes­tens Anfang Februar zur Seite (vorher werden Sie sich bei jedem Durch­lesen vermut­lich neu ärgern). Und wenn Sie dann im Februar mal richtig viel Ruhe haben, schauen Sie sich doch mal an, wo es Verbes­se­rungs­mög­lich­keiten gibt. Sie werden kaum glauben, wie einfach das ist!

Buch­tipps

Das Harvard – Konzept von Roger Fisher, William Ury, Bruce Patton

Eigent­lich ist dieses Buch nur eine Anlei­tung, wie man erfolg­reich verhan­delt. Aber da es eben kein Massen­pro­dukt à la „die 100 besten Tricks“ und hat einen sehr ange­nehmen Neben­ef­fekt: es erleich­tert den Weg zur eigenen Posi­ti­ons­be­stim­mung. Darge­stellt wird wie man, die eigene Posi­tion zugunsten eigener Inter­essen verläßt, Krite­rien für eine Lösung findet, die Sicht­weise des Gegen­übers einnimmt und zu guter Letzt auch die best­mög­li­chen Alter­na­tiven erkennt. Dieses Konzept lässt sich auf fast alle Inter­es­sen­kon­flikte über­tragen. Sollten Sie also die nächste Gehalts­ver­hand­lung planen, schauen Sie doch mal rein! Und wenn sie realis­tisch über die beste Alter­na­tive zum Ange­stell­ten­da­sein nach­denken wollen, empfehle ich Ihnen natür­lich mein Praxis­buch Exis­tenz­grün­dung und das „Praxis­buch für Frei­be­rufler“

Ach ja, und wenn Sie als Papa oder Mama nächstes Jahr mehr für die Familie tun möchten, ein Buch­tipp in eigener Sache: Mein Buch „Papa ist die beste Mama“ ist ein umfas­sender Ratgeber mit vielen Tipps rund um Beruf, Part­ner­schaft und Eltern­geld..

Zücker­chen

Nachdem sie nun ganz genau wissen, was Sie sich nicht mehr vornehmen, wie Sie Stress vermeiden und zukünftig besser an Verhand­lungen heran­gehen werden Sie schon eine ganze Menge Dinge iden­ti­fi­ziert haben, die anders oder gar besser laufen werden. Aber dabei möchte ich es nicht belassen, denn sonst wächst der Berg an Heraus­for­de­rungen ins uner­mess­liche.

Der letzte, ulti­ma­tive Tipp diese Jahr: geben Sie sich selbst auch mal Zucker! Reiter werden wissen, dass das Pferd selbst­ver­ständ­lich belohnt wird. Können Sie mir nur einen Grund nennen, warum das nur für Pferde gelten soll? Und jetzt kommen Sie nicht damit, dass Sie Diabe­tiker sind!

Wenn Sie sich selbst belohnen wollen, sollten Sie sich täglich mindes­tens einmal imaginär auf die Schulter klopfen für irgend­etwas, das Sie gut gemacht habe. Und sei es, dass sie die Weih­nachts­ge­schenke dieses Jahr beson­ders hübsch verpackt haben. Wetten, dass sie zumin­dest einen Moment lang viel entspannter sind?

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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