Stellen Sie sich vor: Ihr Arbeit­geber oder Auftrag­geber würde Sie weiter­emp­fehlen. Was würde er sagen? Das muss mehr sein, als einfach „ein Jour­na­list“, ein “SAP-Berater” oder ein Banker.  Sie kaufen ja auch nicht ein Bröt­chen beim Bäcker, nur weil es ein Bröt­chen ist. Sie kaufen es, weil es dort beson­ders lecker aussieht, letztes Mal lecker war oder die Bedie­nung nett ist. „Der ist selbst Arzt“, „du kannst dich wirk­lich auf den verlassen“, “der hat das und das für dies oder jenes Unter­nehmen aufge­baut” oder „als gelernte Bank­kauf­frau kannst du der ein Wert­pa­pier­thema anver­trauen“ funk­tio­nieren sehr viel besser. In meinem Slow-Grow-Prinzip nenne ich das Beispiel von 10 Desi­gnern, die alle das gleiche machen, Print und Online, aber jeder einzelne hat etwas Empfeh­lens­wertes — was ihnen leider selbst nicht bewusst ist.

Über­legen Sie sich einmal, für was Sie empfohlen werden. Und wenn Sie es nicht wissen, fragen Sie nach. Fragen Sie auch, für was Sie nicht empfohlen werden würden. Das ist mutig, aber hilf­reich. Es deutet manchmal darauf hin, dass Sie zuviel machen und sich besser konzen­trieren sollten. Even­tuell sollten Sie  ein Angebot oder Teil Ihrer Tätig­keit strei­chen – und daran arbeiten, in dem empfeh­lens­werten Bereich noch empfeh­lens­werter zu werden.

Wenn Sie einen Auftrag­geber, Chef oder Kollegen fragen, sagen Sie: „Ihre ehrliche Einschät­zung hilft mir sehr.“ Viel­fach nutzt es auch, zusätz­lich einmal grund­sätz­lich Stärken reflek­tieren und sich ein Fremd­bild zu holen. Diese Woche liegt dazu ein Tool von mir bei Face­book im Fanbe­reich.

Was daraus machen? Verstärken Sie das, was empfeh­lens­wert ist, arbeiten Sie damit in Ihrer Selbst­dar­stel­lung. Es ist manchmal gar nicht leicht heraus­zu­finden, was einen selbst aus- und empfeh­lens­wert macht. Das ist ein Prozess, auch Teil von Slow Growing, aber machen Sie mal einen Anfang. Hilft.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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4 Kommen­tare

  1. Chris­toph Burger 3. November 2011 at 22:04 — Reply

    Heißt das nicht “Stärken stärken”?

  2. Wilhelm Zorem 4. November 2011 at 11:04 — Reply

    Warum immer wieder diesen Mist? Einzel — Feed­backs sind Moment­auf­nahmen, haben selten Rele­vanz und verleiten zu unpas­senden Posi­tio­nie­rungen. Wenn schon Konzen­tra­tion, dann doch bitte mit der EKS von Mewes.

  3. Lars Hahn 4. November 2011 at 20:11 — Reply

    EKS ist Stra­tegie, Planung. Was für Ratio­nale. Finde ich übri­gens gut.

    Slow Growing hingegen verlangt Intui­tion, Vertrauen und Mut zum Lernen durch Anwen­dung und Erfah­rung. Finde ich auch gut. Und liegt mir persön­lich mehr.

  4. Wilhelm Zorem 5. November 2011 at 20:00 — Reply

    Slow Growing heißt: langsam gehen. Was ist daran Mut zum Lernen, Anwen­dung durch Erfah­rung oder Intui­tion?

    Langsam gehen ist ein Abklatsch von Sprich­wör­tern, wie:
    Wer langsam geht, geht weiter.
    Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel.

    Aus diesen Sprich­wör­tern ein Prinzip zu machen, ist eine super Idee von Agentur, Verlag, Lektor und Autor. Wer diesen Quatsch jedoch glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

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