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Benimm im Business oder: der George-Clooney-Faktor fehlt
Studien unterstreichen es: Wer sich nicht benehmen kann, macht keine Karriere. Oder anders: Gutes Benehmen ist gut für die Laufbahn — und macht auch sonst vieles im Leben angenehmer. Für mich fängt das beim “danke” und “bitte” an. Beides droht auszusterben. Mir geht des Herz auf, wenn die sechsjährige Freundin meines Sohnes sich für den schönen Nachmittag oder das Nachhausebringen bedankt. … Weil es so ungewöhnlich ist. Und ich ärgere mich, wenn mich morgens am Flughafen eine Business-Frau oder ein Karriere-Mann anrempelt ohne ein Wort der Entschuldigung. Weil es so normal geworden ist. Ein weiteres Phänomen ist, dass niemand mehr grüßt. Ich komme aus Köln und da (war…ist?) es normal, auch Fremden “Hallo”, “Morgen” oder “Guten Tag” zu sagen. Hier im Norden habe ich es aufgegeben. Manchen Menschen ist es sogar peinlich, wenn andere Sie ansehen. Dann senken sie den Kopf. Ist das jetzt ein regionales Phänonem oder ein Trend? Eindeutig ist: Die Höflichkeit leidet auch in der schriftlichen Korrespondenz. Da beginnen Mails ohne persönliche Ansprache und enden ohne Grußformel. Da wird irgend etwas dringend eingefordert und sich nie dafür bedankt. (Leider) kenne ich George Clooney nicht persönlich, aber er scheint ein gutes Vorbild zu sein: angeblich höflich zu jedermann, ein Mensch weitestgehend ohne Allüren, der auch die Reinigungsfrau ernst nimmt. Der oft lächelt und immer freundlich ist. Und der danke und bitte sagt. Toll. Vor allem weil ein bißchen mehr George Clooney die Welt besser, sondern den Einzelnen auch erfolgreicher machen würde.
Svenja Hofert
Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeitswelt der Gegenwart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewigkeit. Ich coache bei Veränderung, spreche über das, was Veränderung mit uns macht und berate an Weggabelungen. Als Unternehmerin habe ich immer wieder erfolgreich gegründet, aktuell meine Akademie der Veränderung.
Weiterdenken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktueller, etwas pointierter, etwas tiefsinniger und pragmatisch vorausschauend.
Vielleicht kennen wir uns…
… aus dem Bücherregal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.
Als Kolumnistin schrieb ich DER SPIEGEL oder WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psychologen-Fachblatt „Wirtschaftspsychologie aktuell“ eine regelmäßige Kolumne. Man findet meine Interviews zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.
Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonntagskolumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abonnenten gehöre ich zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren auf dieser Plattform.
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