Kate­go­rien

Benimm im Busi­ness oder: der George-Clooney-Faktor fehlt

Published On: 5. August 2007Cate­go­ries: Führung

Studien unter­strei­chen es: Wer sich nicht benehmen kann, macht keine Karriere. Oder anders: Gutes Benehmen ist gut für die Lauf­bahn — und macht auch sonst vieles im Leben ange­nehmer. Für mich fängt das beim “danke” und “bitte” an. Beides droht auszu­sterben. Mir geht des Herz auf, wenn die sechs­jäh­rige Freundin meines Sohnes sich für den schönen Nach­mittag oder das Nach­hau­se­bringen bedankt. … Weil es so unge­wöhn­lich ist. Und ich ärgere mich, wenn mich morgens am Flug­hafen eine Busi­­ness-Frau oder ein Karriere-Mann anrem­pelt ohne ein Wort der Entschul­di­gung. Weil es so normal geworden ist. Ein weiteres Phänomen ist, dass niemand mehr grüßt. Ich komme aus Köln und da (war…ist?) es normal, auch Fremden “Hallo”, “Morgen” oder “Guten Tag” zu sagen. Hier im Norden habe ich es aufge­geben. Manchen Menschen ist es sogar pein­lich, wenn andere Sie ansehen. Dann senken sie den Kopf. Ist das jetzt ein regio­nales Phänonem oder ein Trend? Eindeutig ist: Die Höflich­keit leidet auch in der schrift­li­chen Korre­spon­denz. Da beginnen Mails ohne persön­liche Ansprache und enden ohne Gruß­formel. Da wird irgend etwas drin­gend einge­for­dert und sich nie dafür bedankt. (Leider) kenne ich George Clooney nicht persön­lich, aber er scheint ein gutes Vorbild zu sein: angeb­lich höflich zu jeder­mann, ein Mensch weitest­ge­hend ohne Allüren, der auch die Reini­gungs­frau ernst nimmt. Der oft lächelt und immer freund­lich ist. Und der danke und bitte sagt. Toll. Vor allem weil ein bißchen mehr George Clooney die Welt besser, sondern den Einzelnen auch erfolg­rei­cher machen würde.

Svenja Hofert

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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