Ein Thema, das immer wieder sehr konträr disku­tiert wird:
Wie kreativ darf ich bei der Jobsuche sein, oder wie kreativ muss ich sogar
sein?

Die Extreme sind schnell benannt: wer nicht auffällt, wird
über­sehen aber wer zu sehr auffällt wirkt unse­riös. Für die Band­breite
dazwi­schen sind die Richt­li­nien nirgendwo fixiert. Trotzdem gibt es ein paar
Faust­re­geln, an die man sich halten kann:

  1. Entspreche dem Medium!
    Sie schalten eine Anzeige in einer etablierten Tages­zei­tung? Dann gilt: entspre­chen sie dem Rahmen und zeigen Sie eher eine Tendenz zur seriösen Anzeige, die Profes­sio­na­lität in den Vorder­grund stellt.
    Im Internet sieht z.B. das schon ganz anders aus. Hier sollte man auffallen!
  2. Entspreche der gesuchten Tätig­keit!
    Häufig verlieren Bewerber in Anzeigen vor lauter Krea­ti­vität aus dem Blick, was die Tugenden ihres Traum­jobs sind. Jemand, der eine Buch­hal­ter­stelle sucht, könnte z.B. mit der Über­schrift „Leiden­schaft­li­cher Erbsen­zähler“ auftreten. Eine Beschrei­bung, was für eine spon­tane, lustige, krea­tive Persön­lich­keit sich hier dem Arbeit­geber bietet, wäre wohl eher fehl am Platz.
  3. Bleibe allge­mein­ver­ständ­lich!
    Eine witzige, doppel­deu­tige Über­schrift ist Gold wert. Aber bitte: testen sie diese vorher im Freun­des­kreis. Wenn sie 10 Minuten brau­chen, um den Witz zu erklären, lassen Sie’s!
  4. Weniger ist mehr!
    Es ist wie bei den Mehr­fron­ten­kriegen, die alle eine schlechte Aussicht auf Erfolg haben: Kämpfen Sie immer nur ein Gefecht! Wenn Sie nicht zum Dich­ter­fürsten geboren sind, lassen Sie die Finger von allzu wilden Sprü­chen. Auch die Selbst­ver­wirk­li­chung durch schrille Grafiken und schrei­ende Farben ist nur in Maßen geboten. Es reicht vollauf, wenn sie sprach­lich einen Hingu­cker haben. Es muss dann nicht noch alles bunt sein. Anders­herum kann eine unge­wöhn­liche Gestal­tung schon so viel
    Aufmerk­sam­keit fesseln, dass ein beson­ders ausge­fuchster Text hier den Leser über­for­dert.

Wollen Sie dazu weitere Meinungen hören? In Svenja Hoferts Forum „Kreativ Jobs finden“ bei XING wird das Thema gerade aus sehr
unter­schied­li­chen Perspek­tiven bespro­chen!

Sabine Korn­dörfer

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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