Kate­go­rien

Die neue Intel­li­genzia: Warum heute jeder hoch­in­tel­li­gent ist

Published On: 7. August 2012Cate­go­ries: Karriere, Mensch & Orga­ni­sa­tion

Sind Sie hoch­in­tel­li­gent? Ihre Kinder? Bestimmt doch! Wie, etwa nicht? Looser oder…? (Ich scherze!)

Mir begegnen eigent­lich nur noch Hoch­in­tel­li­gente. Mütter und Väter haben hoch­in­tel­li­gente Kinder, Lehrer hoch­in­tel­li­gente Schüler. Wer gut in der Schule ist, gilt als hoch­in­tel­li­gent. Wer schlecht ist, aber auch. Dass die Vertei­lung von gefühlter Hoch­in­tel­li­genz irgendwie nicht in die Gauß­sche Normal­ver­tei­lungs­kurve, auch Glocken­kurve, rein­passt – geschenkt. Jeder denkt schließ­lich, er/sie sei anders. Auch 80% aller Führungs­kräfte halten sich wohl für über­durch­schnitt­lich intel­li­gent (was auch nicht sein kann, siehe Normal­ver­tei­lung.…) Aber gut: So wird der IQ zur Massen­ware.

Ich vermute, Internet-Tests wie der der Süddeut­schen helfen dem IQ-Mythos auf dem Sprung: Ich habe im Laufe der Jahr­zehnte mehrere Tests mit Büchern und Internet gemacht sowie einen „rich­tigen“ in der Schul­zeit. Da gab es ekla­tante Unter­schiede, mein Intel­li­genz­zu­wachs war immens 😉 Die subjek­tive Umfeld­wahr­neh­mung führt mich zu dem Schluss, dass alle Selbst­tester kleine Einsteins sein müssten, denn jeder Buch- und Internet-Tester, den ich je gespro­chen habe, hat einen IQ jenseits der 130.

Mein Fazit, was mir Experten bestä­tigten: Solche Tests erzielen bessere Ergeb­nisse als die, die in einer seriösen psycho­lo­gi­schen Praxis oder in einem Institut getestet werden. Weiter gibt es noch gravie­rende Unter­schiede bei den jeweilgen Tests.

Ausschnitt aus der unten zitierten Quelle

Das mag auch, zum Teil, an den Faktoren Mani­pu­lier­bar­keit, und die Unter­dis­zi­plinen böse Absicht und Selbst­be­trug beim Selbst­test liegen — und erst recht beim Online-Test. Als lern­hung­riger Karriere-Coach, habe ich einst gemeinsam mit einem Vertrauten in der Bewer­bungs­phase via Internet einen IQ-Test bei einem inter­na­tio­nalen Unter­nehmen gemacht, der Bestand­teil eines so genannten E‑Assessments war.

Unser gemein­samer Quotient muss nicht mehr messbar gewesen sein. Ich weiß seitdem, dass man die aber­wit­zigsten Zahlen­folgen einfach ergoo­geln kann — und mir ist lange klar: Es gibt einfach keine einzige IQ-Test-Frage, die nicht in irgend­einem Forum schon beant­wortet worden wäre. Über­spitzt könnte man es auch so formu­lieren: Ein IQ-Test bei laufender Inter­net­ver­bin­dung testet ledig­lich Recher­che­künste und Mani­pu­la­ti­ons­be­reit­schaft in oben genannten Ausprä­gungen, also mit Aufschlüssen über die Neigung zum Selbst­be­trug und/oder zur bösen Absicht.

Durch­schnitt sein will keiner mehr. Es geht darum, außer­halb der Normal­ver­tei­lung zu liegen, also am Rande der Glocke. Die kuriosen Auswir­kungen wurden mir erst kürz­lich bewusst: Als ich in gesel­liger Fami­li­en­runde nüch­tern anmerkte, mein Sohn hätte die Schlag­fer­tig­keit von mir geerbt, sei sehr clever, aber keines­wegs hoch­in­tel­li­gent, erntete ich sehr, sehr böse Blicke, vernich­tende gera­dezu. Ich war bis dahin der Meinung, dass es für die Entwick­lung der kind­li­chen Persön­lich­keit besser sei, wenn das Kind sich inner­halb einer Normal­ver­tei­lung wähnt (von IQ, Schön­heit, Gewicht, sport­li­cher Fähig­keit etc.). Besser mitten in der Gauß­schen Kurve als außer­halb am Rand. Denkste! Äh, dachte ich.…

Das Land Schleswig-Holstein hat irgendein Hoch­be­gab­ten­för­de­rungs­pro­gramm aufge­setzt. Es ist eine Posse. Lehrer bestimmen Pi mal Daumen, wer in dieses Programm gehen darf, explizit sollen nicht nur Noten entscheiden. Es traf meinen Sohn, der begeis­tert war (man lese Ironie…) als er hörte, dass er nun alle zwei Wochen zusätz­lich Philo­­so­­phie-Unter­richt haben sollte, da alle wirk­lich span­nenden Kurse ausge­bucht waren. Zusatz­un­ter­richt als Hoch­be­gab­ten­för­de­rung? Nun ja, ich sage nur so viel: Richard David Precht vergam­melt seitdem unge­lesen im Bücher­regal und jeder Versuch, philo­so­phi­sche Themen kind­ge­recht aufzu­be­reiten, schei­terte bisher; das Thema ist verbrannt.

Die Posse endete damit nicht. In der weiter­füh­renden Schule wurden die Hoch­­­be­­gabten-Pfründe, die eher Lasten waren, neu verteilt. Ich fanta­siere hier etwas, habe aber Anhalts­punkte, dass mein kleines Drama nicht allzu sehr an der Realität vorbei­schlit­tert.

„SIE ist wirk­lich sehr begabt“, erei­fert sich der Kunst­lehrer.

„Warum man DEN in der Grund­schule ins Hoch­­­be­­gabten-Programm gesteckt hat, ist mir ein Rätsel“, so Mrs. Mathe.

Herr Deutsch: „ER ist wirk­lich sehr begabt.“

Frau Bio: „DER doch über­haupt nicht.“

Das Lieb­­lings­­­schüler-Problem  als Drama in 4 Lehrer-Akten 😉 Mangels Stan­dards und Richt­li­nien, setzte sich der Lehrer mit der höchsten Macht im Reiss-Profil durch, weil das schlichtweg Grup­pen­dy­namik ist. Intel­li­gent ist, was ich dazu bestimme. Oder so  in der Art.

Passend zum Thema erschien gerade ein Buch von Dieter Zimmer, einem Wissen­schafts­jour­na­list, der uns die Wahr­heit über den IQ verraten möchte und doch nichts als altbe­kannte Fakten präsen­tiert, aller­dings endlich mal zusam­men­hän­gend. Demnach ist Intel­li­genz immer noch das, was der Intel­li­genz­test misst und weitest­ge­hend erblich, nämlich zu 75%. Das ist wissen­schaft­li­cher Konsens. Auch Hoch­be­gab­ten­pro­gramme machen aus einem Dummie keinen Über­flieger. Nach wie vor ist ein IQ jenseits von 110 unge­wöhn­lich und jenseits von 120 höchst selten, mehr dazu hier (das in meinem Beitrag verwen­dete Bild stammt hieraus). Und radikal ändern lässt er sich auch nicht.

Ich habe mir das mal ausge­rechnet und zitiere hier Kollegin Uta Glau­bitz, die neulich in einem SPON-Artikel erwähnte, Dach­de­cker hätten, einen durch­schnitt­li­chen IQ von 94. Das liegt absolut im Normal­be­reich. Trotzdem würde heute fast jeder gemei­ner­weise sagen „immerhin knapp über Toast­brot“, wissen­schaft­lich gesehen verläuft aber erst bei unter 80 die Grenze zum Schwach­sinn.

Nun stellen wir uns mal vor, der Hans, Sohn eines Dach­de­ckers mit Spezi­al­ge­biet Reet und einer Bäuerin aus dem Dith­mar­schen mit Durch­­­schnitts-Fami­­lien-IQ  94, wird von zwei Profes­soren adop­tiert, liebe­voll aufge­zogen, intel­lek­tuell geför­dert und landet auf einer Elite­schule, die damit wirbt, den IQ auf bis zu 140 stei­gern zu können.

Selbst­ver­ständ­lich ist diese Aussage ebenso wie diese Rech­nung grober Unfug, weil es gar nicht messbar wäre, aber gute PR ist ja erlaubt, ergo können Kosme­tik­firmen behaupten, Falten mit ihrer Creme zu redu­zieren, sofern nur eine Test­person dies bezeugt und Schulen könnten mit Intel­li­genz­stei­ge­rung werben (und wenn sie nur einen Fall hatten mit einem IQ von 140, von dem aber ja nun wieder nur 25% förder­fähig sind… verflixt…). Nun ist der ange­bo­rene Anteil der Intel­li­genz bei unserem Hans 75% von 94 beider Eltern­teile, also 70,5. Der maximal förder­bare Anteil liegt, so Zimmer, bei 25% von 140, also 35. Hans könnte durch den Umfeld­wechsel, also immerhin auf 105,5 kommen, was ihm neue beruf­liche Perspek­tiven eröffnen würde…. äh… z.B. als Kauf­mann im Einzel­handel, denn Redak­ti­ons­leiter, ich verweise auf Glau­bitz in ihrem Artikel, wird man damit noch nicht (die hätten nämlich 112 im Durch­schnitt, sagt sie).

105,5 bei liebe­voller Aufzucht: Damit läge unser Hans immer noch im Normal­be­reich, aber ich bin sicher, dass seine Familie den kleinen Hans dennoch für hoch­in­tel­li­gent halten würde und garan­tiert jemand findet, der das bestä­tigt.

PS: Mit 19 habe ich in einem Heim für Behin­derte gear­beitet und mir so die eigene Wohnung finan­ziert. Dort waren z.B. Menschen mit Trisomie 21, gemeinhin als Mongo­loide bezeichnet. Deren IQ ist niedrig, liegt so zwischen 35 und 70, und sinkt mit dem Alter. Ich fand die Art wie einige von ihnen über fehlende Kompe­tenzen, z.B. Dinge zu errechnen, spra­chen unheim­lich natür­lich. Es muss nicht jeder schlau sein, finde ich, Kompe­tenzen haben auch “Dumme”, oft sogar ganz beson­dere. Und man muss auch dazu stehen dürfen, ganz normal intel­li­gent zu sein.

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.

 

30 Kommen­tare

  1. Markus Väth 7. August 2012 at 18:39 — Reply

    Statis­tisch machen die echten Hoch­be­gabten mit einem IQ > 130 nur 2 % der Bevöl­ke­rung aus. Man bräuchte also eine Schul­klasse mit mindes­tens 50 Schü­lern, um auch nur einen (!) Hoch­be­gabten zu iden­ti­fi­zieren.

    • Marcel 28. Januar 2014 at 1:44 — Reply

      Das ist nicht richtig, aber auch in einer Schul­klasse mit 10 Schü­lern kann ein Kind mit einem IQ>130 sitzen …

  2. Svenja Hofert 7. August 2012 at 22:54 — Reply

    Danke für die Ergän­zung, Herr Väth, das ist eben doch weit entfernt von “jeder” LG

  3. Enrico Brie­gert 8. August 2012 at 5:00 — Reply

    Vor allem sollte man seinen Kindern einreden hoch­in­tel­li­gent zu sein. Dann brau­chen sie sich ja nicht mehr anstrengen — sind ja hoch­in­tel­li­gent ;-).
    Für den beruf­li­chen Erfolg scheint Leis­tungs­mo­ti­va­tion (Korre­la­tion 0,43) einen größeren Einfluss zu haben, als der IQ (Korre­la­tion 0,33) (Quelle: u.a. hier: http://bit.ly/RnOnOW
    ).
    Ein vererb­barer Anteil von 75% erscheint mir zu hoch. Verschie­dene wissen­schaft­liche Studien kommen zu unter­schied­li­chen Ergeb­nissen. Zwischen 40% und 70% der Varianz des IQ werden auf die gene­ti­sche Ausstat­tung zurück­ge­führt. (Viel­leicht halten wir Eltern ja deshalb unsere Kinder für hoch­in­tel­li­gent, da wir uns als Verur­sache wähnen ;-)).

  4. Svenja Hofert 8. August 2012 at 8:26 — Reply

    Danke, Herr Brie­gert, für den Kommentar. Ich bin mit dem Zimmer-Buch noch nicht ganz durch (irgendwie stapeln sich bei mir unge­le­sene letzte 100 Seiten, auch die von Kahne­mann…), aber mir erschien es wirk­lich so, als habe er so ziem­lich alles berück­sich­tigt und ist sehr tief im Thema. Nun gab es gestern eine Meldung, wonach beson­ders Intel­li­gente sich häufiger irren… Ob Herr Zimmer dazu­ge­hört, weiß man nicht. LG

    • Enrico Brie­gert 8. August 2012 at 8:54 — Reply

      Hallo Frau Hofert,
      bei Wiki finden Sie (http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenz): „Die verschie­denen Ansätze zur Unter­su­chung der Erblich­keit der Intel­li­genz erbringen keine voll­ständig konsis­tenten Befunde. Die höchsten Erblich­keits­schät­zungen von etwa h(2) = 70 % resul­tierten aus Studien an getrennt aufge­wach­senen einei­igen Zwil­lingen, während sowohl der Vergleich einei­iger mit zwei­ei­igen Zwil­lingen als auch Adop­ti­ons­stu­dien Erblich­keits­schät­zungen erbringen, welche eher bei h(2) = 50 % liegen, mitunter auch darunter.”
      Prof. Schandry führt in seinem Lehr­buch der Biolo­gi­schen Psycho­logie die oben genannten 40–70% an.

      Gruß, Enrico Brie­gert

  5. Anonym 8. August 2012 at 9:15 — Reply

    Hört sich an, als ob alles toll wäre, wenn man zu den 2% gehören würde, oder?
    Aus eigener Erfah­rung: meine Eltern ließen mich vor dem Abi zur Erleich­te­rung der Berufs­wahl profes­sio­nell testen. Ergebnis: 140. Das konkrete Ergebnis versteckten sie vor mir — ich habe es trotzdem gefunden! ;-( Leider. Aus der Rück­schau war ich über­zeugt alles errei­chen zu können. Dummer­weise war der Start an der UNI (Jura) dann auch noch ein Selbst­läufer. Bis ich es gerafft habe, dass ich mich anstrengen sollte, war das Studium schon fast vorbei. Anschei­nend doch nicht ausrei­chend intel­li­gent! ;-(
    Der Studi­en­ab­schluß lag im Mittel­be­reich. Demge­gen­über waren und sind normal intel­li­gente, flei­ßige Studenten mir Licht­jahre über­legen gewesen. Den Vorsprung konnte ich bis heute nicht mehr einholen. Mitt­ler­weile arbeite ich an einer Neupo­si­tio­nie­rung. Klar­heit hierbei hat mir ein MBTI gegeben. Heute würde ich Kindern wahr­schein­lich gar keinen IQ-Test machen lassen oder ausrei­chend begleiten, dass ein hoher IQ nicht einmal die halbe Miete ist, besser einen MBTI empfehlen, dessen Ergebnis eine Berufs­wahl passend zur Persön­lich­keit unter­stützt.
    Und dann gibt es da noch diese wissen­schaft­liche Unter­su­chung unter Musi­kern. Nur dieje­nigen, die 10.000 oder mehr Stunden geübt haben, wurden zu Solisten (über­tragen. Experten) — unab­hängig von einer Bega­bung.
    Das Rich­tige konse­quent üben macht begabt? Nach meiner Über­zeu­gung ja!

    • Svenja Hofert 8. August 2012 at 10:23 — Reply

      Danke, dass Sie dies kommen­tieren, das ist geht in die Rich­tung von Enrico Brie­gert: Der Glaube an die eigene Intel­li­genz kann auch kontra­pro­duktiv sein, weil Leis­tung und IQ doch zwei paar Schuhe sind. Das 10.000 Stunden Beispiel habe ich in diesem Blog schon mal aufge­griffen; es ist meines Wissens nicht ganz so, dass KEINE Bega­bung da war, aber: Echte Leis­tung setzt Üben voraus, hartes Trai­nieren. Nur wird jemand, der nicht die körper­li­chen Voraus­set­zungen hat, Turner zu werden, dies auch durch üben nicht schaffen.
      Und ich gebe Ihnen recht: Ich würde auch keine IQ-Tests mit Schü­lern und Abitu­ri­enten machen. Ich habe keinen einzigen Fall erlebt, in dem es Jahre später positiv gewesen war, dass jemand wusste, dass er hoch­in­tel­li­gent war. Es führte ganz oft zu beruf­li­chen Umwegen bis hin zu Depres­sionen, weil man dann doch geschei­tert ist.
      Wir arbeiten bei sehr jungen Leuten nur mit Persön­lich­keit, Kompe­tenzen und Inter­essen.

    • Markus Väth 8. August 2012 at 20:03 — Reply

      Danke an anonym für seine offenen Worte. Meiner Erfah­rung nach gibt es bei Hoch­be­gabten bei der Berufs­wahl bzw. der beruf­li­chen Lauf­bahn folgende Defi­zite:

      1.
      Man hat das Lernen nicht gelernt, weil einem bis zu einem gewissen Punkt eben alles zuflog. Ab einem gewissen Punkt braucht man jedoch eine Metho­do­logie — Wissen, wie man eigent­lich effektiv lernt. Das verin­ner­li­chen “Normalos” früher, weil sie es müssen.

      2.
      Bei Hoch­be­gabten versagt der Reali­täts­test “Ich mache XY beruf­lich, einfach, weil ich es kann.” Hoch­be­gabte können sich in ganz viele Felder sehr gut hinein­finden, haben aber oft das Gefühl, darin keine “Profis” zu sein, sondern allen­falls “begabte Dille­tanten”. Eine Spezia­li­sie­rung würde Einschrän­kung bedeuten und darum schwer­fallen.

      3.
      Hoch­be­gabte ecken an, weil sie a) schneller voraus­denken, b) krea­ti­vere, sprich: unkon­ven­tio­nel­lere Lösungen entwi­ckeln und c) öfter Defi­zite in der Sozia­li­sa­tion aufweisen. Oft sind dann nicht Gleich­alt­rige der Bezugs­punkte, sondern Ältere.

      Aus alldem folgt, dass Hoch­be­gabte eine ganz eigene Karrie­re­för­de­rung brau­chen.

  6. Gilbert 8. August 2012 at 23:41 — Reply

    Jetzt bin ich hin und her gerissen: Soll ich enttäuscht sein, dass ich beim SZ-Test nur 101 Punkte erreicht habe (ich war zeit­lich total bei den Mathe-Tests gestresst, habe aber echt nicht geschum­melt) oder soll ich lieber froh sein, weil ich mir wegen meiner Mittel­mä­ßig­keit Anthro­po­technik erar­beitet habe? Immerhin trennen mich noch 21 Punkte vom Schwach­sinn, auch ein Trost. Was mich stutzig macht: Intel­li­genz an Schnel­lig­keit zu koppeln.

  7. Svenja Hofert 9. August 2012 at 7:42 — Reply

    @gilbert: Nein es sind 31 Punkte! Voll­kommen ok für analy­ti­sche Tätig­keiten wie Busi­ness Analyse, hörte ich gestern.
    Außerdem scheint mir die Varia­ti­ons­breite der Ergeb­nisse nicht nur wegen online/offline breit. Wenn man einmal bestimmte Syste­ma­tiken durch­schaut hat, kann man auch die anderne Dinger leicht lösen…
    @markusväth: Wie aber soll diese Förde­rung aussehen? Die Praxis sieht doch so aus: Einige wenige Eltern lassen einen Test machen, einige wenige Lehrer emfehlen das. Die meisten bleiben unent­deckt. Bisher schien mir das sehr zum Vorteil der Kinder, denn sehr oft führte der Glaube an die eigene Intel­li­genz eben zum Schei­terrn. So wie eine gewisse Unsi­cher­heit durchaus leis­tungs­stei­gern ist und zuviel Sicher­heit auch zu Über­heb­lich­keit führt.
    Ich habe es einmal erlebt, dass sich jemand erst mit Mitte 30 testen ließ. Danach war der voll­kommen desori­en­tiert und schrieb die ganzen Fehl­pässe seines Lebens der nicht geför­derten Hoch­in­tel­li­genz zu.
    Und ich wüsste gern, wo es ein vernünf­tige Förde­rung gibt. Das was ich hier beschrieben habe, Land SH; kann es ja wohl nicht sein. LG

  8. Gilbert 9. August 2012 at 8:20 — Reply

    Ach so, oben steht “wissen­schaft­lich gesehen verläuft aber erst bei unter 80 die Grenze zum Schwach­sinn.” Ich hatte gedacht, das meint 79, dann wären es 22 Punkte. Ich habe auch gemerkt, dass es einen Trai­nings­ef­fekt gibt. Wie übri­gens auch bei Persön­lich­keits­tests. Je mehr ich davon mache, desto stärker werden die Ausprä­gungen, weil ich eben schon “weiß”, was für mich die “rich­tige” Antwort ist. Letzt­lich ist die hohe Intel­li­genz, die in solchen Tests gemessen wird, nur dann günstig, wenn sie von Selbst­kenntnis und Persön­lich­keits­ent­wick­lung begleitet wird. Das müsste die Förde­rung reflek­tieren, aber eben nicht nur bei Hoch­be­gabten. Das Erlernen der Hilfs­mittel und Tricks zum Bestehen im Leben und unsere Persön­lich­keits­ent­wick­lung trium­phieren über Intel­li­genz, die für sich genommen nur Poten­tial, aber keine Realität (Wirkung) ist. Das ist ein biss­chen wie beim Sport: Im Boxen trium­phiert die Ausdauer über allem. Unser Gegner kann noch so stark oder tech­nisch versiert sein, wenn wir mehr Luft haben, dann werden wir gewinnen (wenn wir keine dummen Fehler machen).

    • Svenja Hofert 9. August 2012 at 9:01 — Reply

      naja, da steht 70–80, dann würde ich mal die 70 nehmen 😉 Wir haben den Test in Erzie­hungs­wis­sen­schaften gemacht, 11. oder 12. Klasse. Neben mir saß jemand mit 80 oder 85, jeden­falls niedrig, hat sein Studium trotzdem geschafft. Der war aber mensch­lich toll und emotional stabil, das ist im Zweifel viel mehr wert. Der obli­ga­to­ri­sche Hoch­in­tel­li­gente, sozial naja und emotional unstabil, brach das Studium ab — nicht geschafft (das alte Problem: wenn ich weiß wie intel­li­gent ich bin, lerne ich nicht mehr)…

  9. Martin 23. August 2013 at 13:42 — Reply

    Bin jetzt endgültig an dem Punkt ange­kommen wo es klar ist das für Hoch­be­gabte und Hoch­in­tel­li­gente nicht in das unser System passen. Das schlimme daran ist das sich seit Tausenden von Jahren nicht gebes­sert hat. Meine versuche per Tel. und Email mit allen denk­baren stehlen Verständnis ande­rer­seits zu erwe­cken blieben erfolglos. Anders zu sein ist ein großes unlös­bares Problem, wie auch immer mit einem IQ weit über 500 ist Mann Alleine. Mir ist klar das ich niemals eine Akzep­tanz zu erwarten habe, eher Totale Blockade und Maßlose Arro­ganz. Bin auch nicht nach­tra­gend, wie soll man jemanden verstehen der denn physi­ka­li­schen Gesetzen trotzt.!

    PS:
    ein bekannter vor kurzem schreib ich zitiere;
    [Nur sollte er sich langsam klonen… das ist schon zu viel können für einen

  10. Enrico Brie­gert 27. August 2013 at 10:58 — Reply

    Laut Wein­berg kann der erreichte IQ-Wert um etwa 20–25 Punkte um den Wert schwanken, der durch die gene­ti­sche Ausstat­tung prädis­po­niert ist.

    (Wein­berg, R.A. (1989): Intel­li­gence and IQ: Land­mark issues and great debate. American Psycho­lo­gist, 44, 98–104)

  11. Internet-Nutzer 29. Januar 2014 at 2:28 — Reply

    Wenn Sie von Verer­bung der Intel­li­genz reden, sollten Sie even­tuell auch auf die neusten Studien hinweisen, dass Männer die Intel­li­genz (sehr wahr­schein­lich) nicht vererben. Die meisten Gene, welche für die Intel­li­genz zuständig sind, wurden nämlich auf dem X‑Chromosom entdeck. Wenn man von einer einheit­li­chen Verer­bung spricht, so spie­gelt diese Aussage nicht die aktu­elle wissen­schaft­liche Lage wieder. Wenn man verall­ge­mei­nert davon redet, dass Intel­li­genz vererbt wird, ist die Infor­ma­tion schlicht und ergrei­fend eben­falls inter­es­sant.

    Grüße
    Ein Mann

  12. Abdullah Aydin 26. März 2014 at 21:36 — Reply

    Hallo also ich bin ein 12jähriger junge ich habe schluss­fol­gern können das nach ihren Worten ich nicht Wirk­lich intel­li­gent sein muss ich habe grad ein IQ test gemacht und habe 131Iq gehabt ich habe nicht getrickst ich habe einfach nur gemacht weil die Lehrer meinen ich nutze mein wissen nicht richtig. Und das ich Im Unter­richt nicht stören soll wenn ich 15vor den anderen mit den aufgaben fertig bin ist das nicht unfair nur weil die anderen so lahm sind und es dann sowieso falsch machen muss ich dort in Lange­weile warten .

  13. Abdullah Aydin 26. März 2014 at 21:37 — Reply

    Minuten vor den anderen fertig bin hab es vergessen zu schreiben

  14. Abdullah Aydin 26. März 2014 at 21:38 — Reply

    Und das intel­li­gent vererbbar ist glaub ich nicht mein Vater ist meiner Meinung nach stroh­dumm aber wenn sie meinen

  15. Abdullah Aydin 26. März 2014 at 21:43 — Reply

    Und ich über nie ich lerne nur in der Schule zuhause will ich nichts von der Schule wissen deswegen gebe ich meine Nummer nicht mal an einer meiner besten Freunde weil ich lieber Sachen wie N24 oder Galileo gucke der Rest inter­es­siert mich nicht also nix mit übung

  16. Anonymus 3.0 26. Mai 2015 at 21:09 — Reply

    Wahre Intel­li­genz zeichnet sich doch eher durch Verhalten und Können, wenn Talente entspre­chend genutzt werden) aus… Ein wenig viel­leicht auch durch Auffas­sungs­gabe und die Kombi­na­ti­ons­schnel­lig­keit. Ein IQ-Test, der von Menschen gemacht wird, ist meiner Meinung nach witzlos, weil jeder Mensch ein anderes Spezi­al­ge­biet hat. Ich denke, intel­li­gente Menschen können sich gut bild­lich etwas vorstellen. Hoch­in­tel­li­gente stellen sich etwas abstrakt vor, wie das Universum und was “dahinter ist” -> abstrakt
    Auch zeichnet sich Intel­li­genz vor allem durch das Hinter­fragen von Wahr­ge­nom­menem aus und nicht durch Mathe­auf­gaben oder Wimmel­bilder ^^
    Lg, der böse Anonyme

  17. Karrie­re­be­rater 24. März 2016 at 14:56 — Reply

    Jeder von uns ist in seinem eigenen persön­li­chen Umfeld ein Experte. Was bringt einem Bauun­ter­nehmen ein schlauer Kopf, der alle Matrit­zen­auf­gaben lösen kann, aber keinen Nagel gerade einschlagen kann?

  18. Finnegan 3. November 2016 at 13:03 — Reply

    Laut SZ habe ich einen IQ von 125. Okay, das trifft mich jetzt. Denn mein IQ liegt laut einem unab­hän­gigen Test deut­lich darüber. Nein, es trifft mich natür­lich nicht wirk­lich. Das schlech­tere Ergebnis wäre mir durchaus recht und die Hoff­nung einfach nur einen guten Tag beim unab­hän­gigen Test geschafft zu haben, erlaubt eine Illu­sion. Leider eben nur eine Illu­sion, da selbst unter Berück­sich­ti­gung der Varianz mein IQ immer noch zu hoch ist um in den Normal­be­reich zu fallen.

    Ein normaler IQ wäre mir echt lieber. Einfach nur Durch­schnitt sein, macht das Leben erheb­lich leichter. Ihr Hirn muss nicht Nachts Probleme lösen. Es muss nicht darüber nach­denken, warum die Story unvoll­ständig ist und es muss nicht ständig darüber nach­denken, warum .… oder wie .… oder wo .… oder wer.… oder was .…

    Es wäre so vieles leichter. Die unsin­nige Entschei­dung vom Chef einfach zu akzep­tieren, statt — wie in meinem früheren Unter­nehmen — zusehen zu müssen, wie das Unter­nehmen Million um Million verbrennt ohne dass man dagegen etwas unter­nehmen kann. Einfach akzep­tieren zu können “Es ist halt schief gegangen”. Eine Arbeit zu machen um der Anwei­sung willen ohne das diese Arbeit irgend­einen Sinn ergibt oder zu irgendwas brauchbar wäre. Allein der Glaube, dass die Arbeit sinn­voll ist, wäre schon hilf­reich. Aber nein, mit einem hohen IQ wissen Sie, dass die Arbeit sinnlos ist und Sie wissen sogar warum. Nur, es hört Ihnen niemand zu, denn der Chef ist per se intel­li­genter und wenn er das nicht ist, hat er zumin­dest mehr Macht.

    Die Folge? Sie brennen aus. Sie wünschten sich einfach nur Durch­schnitt zu sein. Wenn Sie mich fragen: Ich will die Intel­li­genz nicht. Ich möchte Spaß an einem Fußball­spiel haben können und hinterher hirn­ris­sige Diskus­sionen führen können als Pseudo-Trainer-Fach­­mann bei einem Bier (oder auch bei mehreren).

    Und leider ist Intel­li­genz vererbbar. Jetzt sind meine Kinder dran mit dem Test. Und ich hoffe bei Gott, dass sie einfach nur normal intel­li­gent sind.

    Mein Appell an alle Eltern: Versu­chen Sie nicht Ihren Kindern Intel­li­genz aufzu­zwingen. Lassen Sie sie Kinder sein, im Schlamm spielen und mit Schrammen nach Hause kommen, statt kleine Genies zu züchten und mit anderen Eltern zu wett­ei­fern. Schlimm genug für dieje­nigen, die mit einer über­durch­schnitt­li­chen Intel­li­genz gestraft sind.

    Und wenn Sie sich schon selbst über den Erfolg des eigenen Kindes defi­nieren müssen, dann versu­chen Sie ein Team zu unter­stützen. Ihr Kind hat unend­lich mehr davon, wenn es ein Teil eines Gewin­ner­teams ist als ein einzelner Gewinner!

  19. Anonymus 4.0 27. Oktober 2017 at 23:05 — Reply

    Liebe Frau Hofert,

    eigent­lich finde ich Ihren Blog immer sehr gut und infor­mativ. Diesen Beitrag finde ich jedoch kritisch.
    Sicher­lich sind einige Maßnahmen im Bereich Begab­ten­för­de­rung zwei­fel­haft und die Erwar­tungen so mancher Eltern über­stei­gert. Ihre Darstel­lung ist jedoch recht einseitig und verschweigt die Notwen­dig­keit dieser Förder­maß­nahmen, um auch dieser Perso­nen­gruppe gerecht zu werden. Denn gerecht ist nicht, jedem dasselbe anzu­bieten, sondern die indi­vi­du­elle Bedürf­nisse zu berück­sich­tigen — und dazu sind solche Förder­maß­nahmen ein guter Ansatz.

    • Svenja Hofert 28. Oktober 2017 at 13:01 — Reply

      Liebe Kommen­ta­torin, ich gebe Ihnen völlig recht, heute würde ich den Beitrag anders und ausge­wo­gener schreiben, er ist 5 Jahre alt und mit der Zeit und neuen Infor­ma­tionen verän­dert sich meine Sicht auf Dinge. Ich fand aber auch damals schon nicht, dass alles “gleich” sein sollte und Förder­maß­nahmen sinn­voll sein können, nur kam das nicht gut zum Ausdruck. herz­liche Grüße und vielen Dank für den Kommentar, Svenja Hofert

  20. Andrea Wiedel 2. November 2017 at 17:47 — Reply

    ich beschäf­tige mich zur Zeit auch mit dem Thema “Hoch­be­ga­bung” und bin auf 2 sehr empfeh­lens­werte Bücher gestoßen:
    Jenseits der Norm & Kluge Mädchen (Frauen entde­cken ihre Hoch­be­ga­bung)
    Ich finde mich in vielen Beschrei­bungen wieder (obwohl ich noch keinen Test habe machen lassen und weder schu­lisch noch in der Karriere ein Über­flieger war).
    @Finnegan Mir geht es ähnlich: Mein Hirn gibt nie Ruhe und ich füge mich nur schlecht in Struk­turen ein.
    Hoch­be­ga­bung gilt laut diesen Büchern als “Mehr denken, mehr wahr­nehmen, mehr fühlen” und das ist ziem­lich anstren­gend. Normal ist einfach leichter und unkom­pli­zierter (siehe der neuer Blog-Artikel von Frau Hofert: die “gleichsten” machen norma­ler­weise Karriere)
    Übri­gens korre­liert Hoch­be­ga­bung mit Intro­ver­sion.

  21. Leah Jaeger 24. August 2018 at 21:10 — Reply

    Sehr infor­mativ. Danke für das Teilen.

  22. Mel 15. November 2018 at 21:23 — Reply

    Guten Tag,

    ein inter­es­santer Beitrag, was ich hier jedoch vermisse, ist der Hinweis, dass, wissen­schaft­lich gesehen, der IQ-Test keine ausrei­chenden Rück­schlüsse über die tatsäch­lich vorhan­dene Intel­li­genz zulässt, jeden­falls dann nicht, wenn man sich ein oder zwei Mal testen lässt. Denn der IQ-Test ist genauso wie viele andere Tests tages­ab­hängig, d.h., man kann an manchen Tagen um einige Punkte mehr oder weniger errei­chen als an anderen. Eben je nach Fitness, Konzen­tra­ti­ons­fä­hig­keit, äußeren Umständen, …
    Außerdem kann man IQ-Tests bis zu einem gewissen Grad auch trai­nieren, genauso wie die PISA-Tests übri­gens auch.
    Das heißt, je öfter ich IQ-Tests mache, desto besser womög­lich das Ergebnis — die Frage, ob antrai­niertes Lösen bestimmter Aufga­ben­stel­lungen sich dann auch auf andere Bereiche des Lebens über­tragen lässt, bleibt (laut wissen­­schaf­t­­lich-päda­go­­gi­­scher Theo­rien die mir geläufig sind, nicht unbe­dingt).

  23. Ange­lika 7. November 2019 at 23:13 — Reply

    Sehr geehrte Frau Hofert,
    nur ganz kurz: Ihrer (wenn auch nun schon einige Jahre alten) Bemer­kung, die Testung von Schü­lern oder Abitu­ri­enten sei nicht förder­lich, stehe ich sehr kritisch gegen­über:
    Wenn sich jemand fehl am Platz fühlt, weil er/sie anders denkt, anders fühlt, ein anderes Gerech­tig­keits­emp­finden hat, sieht, wie Dinge sein könnten oder sogar sollten, wo es andere nicht sehen, ist es hilf­reich zu wissen, dass man einfach intel­li­genter ist und komplexer denken kann und dass das etwas Gutes ist und dass man kein sozial gestörter, aufmüp­figer Quer­kopf ist, wie das die gewöhn­lich großen­teils weniger intel­li­gente Umge­bung sehr oft sugge­riert! Es hilft enorm, sich selbst einordnen zu können statt u.U. stän­dige Verun­glimp­fungen der Umge­bung über sich ergehen lassen zu müssen und dem nichts entge­gen­zu­setzen zu haben (obwohl man genau weiß, dass die Destruk­ti­vität, die einem andere aus Unver­ständnis unter­stellen, gänz­lich falsch ist).
    Schon wenn man nicht hoch­be­gabt, sondern “nur” hoch­in­tel­li­gent getestet ist (zumal die Über­gänge ja schon allein wegen der Schwan­kungen der Test­ergeb­nisse als flie­ßend betrachtet werden müssen), können sich solche Umstände ergeben und ich sehe keinen Sinn darin, einen Menschen gleich welchen Alters in quälender vager Unwis­sen­heit zu halten, da es ja schließ­lich anders geht.
    Freund­liche Grüße, A.

  24. eve 4. November 2022 at 22:58 — Reply

    Ich habe zwei abge­schlos­sene Studi­en­gänge hinter mir, bin beruf­lich hoch­qua­li­fi­ziert und habe einmal bei einer REHA an einem IQ Test mitge­macht, der 69 ergab. Ich habe es nicht persön­lich genommen.
    Woran kann das liegen? (Asperger).
    Freund­liche Grüße
    Eine Frau, Mitte 40

Leave A Comment