Kate­go­rien

Ole davon oder: Warum Arbeit manchmal so fertig macht

Published On: 19. Juli 2010Cate­go­ries: Führung

Was hinter Ole von Beusts Rück­tritt steckt?  Fest steht: Der Mann hat keine Energie mehr. Und da sollen sich dieje­nigen, die Durch­hal­te­pa­rolen brüllen, doch bitte mal gepflegt zurück­nehmen.

Oft treffe ich Menschen, die einfach keine Energie mehr haben. Meist liegt es daran, dass sie viele Jahre gegen sich selbst und eigene Bedürf­nisse ange­kämpft haben, weil der Job ein Verhalten abver­langt hat, das einfach nicht zur eigenen Persön­lich­keit passt. Es kann sein, dass ein Vertriebs­leiter Erfolgen hinter­her­jagen musste, obwohl ihm das eigent­lich gar nicht liegt. “Zum Jagen tragen” müsse man einige der Mitar­beiter, erzählte mir mal ein Kunde. Das fiel ihm schwer, denn er schleppte sich selbst.

Es kann auch sein, dass einem etwas am Anfang Spaß gemacht hat, was am Ende nur noch anstren­gend ist. Oder dass sich  Prio­ri­täten verschieben. Mag es gestern noch span­nend gewesen sein, vier Tage die Woche im Hotel zu leben, so kann dies heute schon an den Kräften zehren. Mag sein, dass man vor drei Jahren den Focus auf Erfolg im Job legte, und heute auf ein ausge­gli­chenes Privat­leben.

Es gibt ja nur dieses eine Leben. Möge jeder selbst entscheiden, wie er es gestaltet.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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2 Kommen­tare

  1. […] über­for­dernd? Diese Frage gehört zu den häufigsten – und mögli­cher­weise hat sie sich auch Ole von Beust […]

  2. Thomas Hoch­ge­schurtz 11. August 2010 at 18:51 — Reply

    “Jeder hat nur dieses eine Leben.” Viele Führungs­kräfte schei­tern, Ihre Erwar­tungen an Ihre Mitar­beiter zu formu­lieren und erzeugen so Demo­ti­va­tion.
    Noch mehr Menschen schei­tern, die Erwar­tungen an das eigene Leben zu formu­lieren. Dies führt zu Frus­tra­tion. Aber statt das eigene (Berufs-)Leben in die Hand zu nehmen, werden andere Menschen mit frus­triert (Familie, Kollegen, Mitar­beiter).
    Die Lösung: Love it, change it, or leave it!
    Ole von Beust hat es richtig gemacht und ist gegangen, wählen Sie bitte nicht Vari­ante 4: Aussitzen und jammern…

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