Kate­go­rien

Bloggen — aber bitte mit Ziel und Plan

Published On: 26. November 2012Cate­go­ries: Führung

70 Prozent aller Blogger bloggen vor allem aus Spaß, weiß Wiki­pedia. Leider sieht man, das Spaß vergeht: verlas­sene Blogs überall. Sie sind fast so verbreitet wie verges­sene Xing-Profile. Doch über den Image­schaden, den leere Blogs hinter­lassen, will ich hier nicht reden.

Sondern viel­mehr über Profi­lie­rung. Wenn Sie sich als Experte präsen­tieren möchten, kann der Blog Ihren Status unter­strei­chen. Als Absol­vent empfehlen Sie sich darüber für ein Thema, als Berufs­er­fah­rener können Sie Know-how in einem Bereich zeigen, der mit Ihrem Lebens­lauf erst mal nichts zu tun hat – oder diesen ergänzt.

Im Blog können Sie sich den Themen widmen, die Ihnen persön­lich wichtig sind, die aber nicht unbe­dingt Ihr Fach­ge­biet sind. So kann Ihnen ein Blog auch bei der beruf­li­chen Neuori­en­tie­rung helfen, wenn Sie von einer Branche in eine andere, von dem einen in ein anderes Fach­ge­biet wech­seln möchten. Es ist der erste Ausweis einer neuen Kompe­tenz!

Doch viele beginnen einfach ohne viel nach­zu­denken. Dabei braucht es nur wenige syste­ma­ti­sche Vorüber­le­gungen, um ein Konzept zu erstellen.

Dafür empfehle ich die POST-Methode:

  1. People
  2. Objec­tives
  3. Stra­tegy
  4. Tech­no­logy

Genau das ist die rich­tige Reihen­folge: Beginnen bei 1, weiter bei 2, 3 und zuletzt 4. Viele Hobby-Blogger starten hingegen bei 4, also bei der Auswahl von Technik. Doch was das beste Blog­system ist, ergibt sich aus Antworten auf die drei vorhe­rigen Punkte.

Ein Beispiel: Wenn Sie als Coach für Ihre Kunden bloggen wollen, ergibt sich das Konzept dafür aus 1., den Bedürf­nissen Ihrer Klientel. In „people“ liegt auch die Chance, Akzente zu verschieben. Viel­leicht wollen Sie künftig mehr HR-Veran­t­­wor­t­­liche oder Manager als Kunden haben. Mit Ihrem Blog-Konzept können Sie dem Rech­nung tragen.  Sie gehen damit gedank­lich über in 2., also die Ziele. Ist es Kunden­bin­dung oder Kunden­neu­ge­win­nung, Image­aufbau oder Buch­ver­kauf? Daraus ergeben sich entschei­dende Unter­schiede für die Stra­tegie. So fordert Image­aufbau eine dezen­tere Heran­ge­hens­weise und mehr Beto­nung der eigenen Beson­der­heiten, während es beim Wunsch nach Vertriebs­un­ter­stüt­zung für ein Buch durchaus mal direk­tere „Call-to-Actions“ geben kann. Ein Blog kann auch einfach nur ein hübsch aufge­machtes Sammel­be­cken für Such­be­griffe sein und die Corpo­rate Site besser findbar machen. Sich darüber klar zu sein, ist wichtig für die Stra­tegie.

Denn 4., also die Tech­no­lo­gie­wahl ergibt sich aus dem vorher gesagten. Wer etwa Such­ma­schi­nen­un­ter­stüt­zung für seine Firmen­seite auf Platz eins seiner Ziele setzt, sollte auf ein System setzen, dass dies maximal erleich­tert, am besten Word­Press mit entspre­chenden Plugins – und natür­lich auf einen lokal gespei­cherten Blog und nicht auf ein Blogger-Netz­­werk.

Bis morgen (Dienstag 27.11, mittags) können Sie als Face­­book-Fan unseren KEXPA-Selb­st­­lern­­kurs „Der eigene Blog“ auf 60 Seiten kostenlos im Beta­test runter­laden. Das Produkt wird ab 1.12. in unserem KEXPA-Shop erhält­lich sein.

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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4 Kommen­tare

  1. Inga von Thomsen 26. November 2012 at 21:57 — Reply

    Der Kurs ist toll, eine gute Über­sicht auf knappe und trotzdem ausführ­liche Art zusam­men­ge­fasst! Kompli­ment!

  2. Gilbert 28. November 2012 at 8:11 — Reply

    Authen­ti­zität muss dazu kommen, um einen Blog richtig gut zu machen. Wenn man sich an Schritte 1 — 4 hält und alles perfekt durch­plant, um eine Abver­­­kaufs-Maschine in Stel­lung zu bringen, kann das schnell blut­leer daher kommen. Es muss also ein grund­le­gendes Inter­esse an Thema und schrift­li­cher Selbst­dar­stel­lung hinzu­kommen, sonst hält man es sowieso nicht durch und dann gehts auf den Blog­friedhof. Immer wieder inter­es­sant sind diese — ich will sie mal — Guru-Blogs — nennen. Man erkennt einen Guru-Blog daran, dass er unge­plant und konzeptlos ein Thema zu beackern scheint (in der Regel Selbst­op­ti­mie­rung oder irgend etwas Mysti­sches), tech­nisch und grafisch totaler Mist ist, aber Millionen Follo­wers hat. Das wäre also das Beispiel, dass es auch ohne 1 — 4 geht… bringt mich regel­mäßig zum verzwei­feln 😉

  3. Svenja Hofert 28. November 2012 at 12:36 — Reply

    stimmt, manchmal ist Konzept­lo­sig­keit Konzept und ich stehe auch immer fassungslos vor Face­book­seiten oder Blogs mit 30.000 Fans, deren Inhalt zwischen hohl und leer chan­giert. Habe gelernt: Um guru­mäßig erfolg­reich zu sein, muss man am besten dünne Bretter bohren. Nicht meine Sache 😉

  4. […] hier ein Corpo­rate Blog aus meiner Sicht die Basis aller Social Media Akti­vi­täten sein sollte. Svenja Hofert bietet auf ihrem Karrie­re­blog einige hervor­ra­gende Tipps für den Start in ein persön­li­ches Blog. […]

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