Kate­go­rien

Gute Gründe, auch 2013 NICHTS in Ihrem Leben zu ändern

Published On: 16. Januar 2013Cate­go­ries: Karriere

Ach, die Jahres­wende. Alles wird besser. Alles ändert sich. Sie ändern auch alles. Von wegen.

Eigent­lich haben Sie Ihren Job immer schon gehasst.  Sie müssten ihre Figur drin­gend der von Heidi Klum anpassen, Sport machen und beginnen, die ollen Blut­hoch­druck­ta­bletten regel­mäßig zu schlu­cken, denn von selbst wird das alles nix. Was Intel­li­gentes lesen wäre auch nicht schlecht. Mehr Pausen machen. Abschalten. Öfter mal nein sagen. All diese Dinge.

Ihre Verän­de­rungs­wün­sche thema­ti­sieren sie rauf und runter. Auf der Kommu­ni­ka­ti­ons­ebene ist alles getan. Nur handeln müsste man. Und jetzt haben wir zwei Wochen diesen neuen Jahres hinter uns – und passiert ist wieder…. Nichts. Man müsste mal. Und man kann sich auch an den Zustand des „istal­les­nicht­sodoll­hier“ gewöhnen. Norma­ler­weise würde ein Coach Sie jetzt fragen, warum sie über­haupt etwas ändern swollen oder was passieren müsste, damit sie doch noch aktiv werden. Gute Fragen.

Aber drehen wir den Spieß doch mal um und versu­chen das Selbst­coa­ching mal andersrum. Warum ist es eigent­lich gut, NICHTS zu ändern? Warum sollten Sie zum Beispiel einen bescheu­erten Job in einem Affen­zirkus, voll­kommen unter Ihren intel­lek­tu­ellen Fähig­keiten, weiter machen?

Hm, fragen Sie sich viel­leicht und sagen:

  •  … weil es keine anderen Jobs gibt.
  •  … weil das Leben kein Wunsch­kon­zert ist.
  • … oder andere Dinge.

Jetzt schauen Sie sich Ihre Gründe mal an. Wer denkt und spricht da eigent­lich – das Kind-Ich, das Eltern-Ich oder ein Erwach­­senen-Ich (siehe Grafik)?

  • … weil es keine anderen Jobs gibt = trot­ziges Kind-Ich (stampfen Sie mal ordent­lich mit dem Fuß auf, das verleiht Nach­druck).
  •  … weil das Leben kein Wunsch­kon­zert ist. = Eltern-Ich (Allge­mein­plätze à la Big Daddy, vertreten durch „alle“)

Und nun zur Lösung: Was würde das Erwach­­senen-Ich sagen, der Ich-Zustand, der konstruktiv nach vorne schaut?

Es würde z.B. sagen „Ich verän­dere NICHTS, weil ich viel zu bequem bin. Im Grunde ist mir klar, dass ich noch mal an meinem Profil arbeiten müsste und XY lernen. Ich scheue den Aufwand.“

Alles klar. Dann weg mit dem Verän­de­rungs­wunsch. Reden Sie aber auch nicht mehr drüber.

PS: Und wenn Sie es sich doch anders über­legen sollten, gibt es bei Kexpa den Kurs „Verän­dern Sie Ihr Leben. Jetzt packen Sie es an.“ 🙂

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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One Comment

  1. Meier, Jana 18. Januar 2013 at 14:54 — Reply

    Ich bin eigent­lich mitten­drin, meine guten Vorsätze umzu­setzen. Und es ist schwer. Richtig schwer. Aber ich bleib dran.
    Und nachdem ich Ihren Beitrag gelesen hab, hat mich das irgendwie moti­viert: Im Verge­lich zu den Vorjahren ist genau das einge­treten, was sie beschrieben haben -“man müsste mal, aber darum geht’s nicht.” Wenn ich mir die wahren Gründe vor Augen halte — das Erwach­­senen-Ich, dann weiß ich, warum ich die guten Vorsätze eigent­lich garnicht umsetzen wollte. Das ist mir beim Lesen gerade wieder bewusst geworden und hat mich ange­spornt, dran zu bleiben und mehr zu geben.

    Liebe Grüße!

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