Kate­go­rien

Spiel­zimmer oder Bezie­hungs­raum? Wohin gehen Sie heute

Published On: 28. Februar 2013Cate­go­ries: Karriere

Viele Menschen stocken in ihrer persön­li­chen Entwick­lung, landen früher oder später in der Komfort­zone. Die ist wie eine Fuss­fessel, nur dass man gar nicht merkt, wie sehr man gefangen ist. Nur manchmal spüren sie den Stachel der Unzu­frie­den­heit. Aber sich bewegen? Lieber nicht.

Mit meinem Entwick­lungs­qua­drat möchte ich Ihnen einen Selbst­coa­ching­im­puls geben. Es führt Sie in verschie­dene Denk‑, Hand­­lungs- und Kommu­ni­ka­ti­ons­räume.

In welchem Raum halten Sie sich gerade bevor­zugt auf? Was passiert dort aktuell und auch hinsicht­lich der eigenen Entwick­lung? Oder was passiert nicht?

Schreiten Sie in Gedanken mit mir durch Ihre Räume.

Im Sinn­raum geht es darum, in sich zu gehen und den eigenen Sinn in der Arbeit zu hinter­fragen und viel­leicht neu zu entde­cken — even­tuell auch für Ihre Mitar­beiter. Sind Sie Führungs­kraft, möchte ich Sie an dieser Stelle an die Studie von Adam Grant von der Wharton School erin­nern, der in einem Expe­ri­ment heraus­fand, dass Call Center Mitar­beiter am erfolg­reichsten und moti­vier­testen arbei­teten, wenn sie wussten, dass sie damit unmit­telbar helfen konnten — wenn sie also Sinn­volles taten.

Im Werte­zimmer geht es darum nach­zu­sehen, ob das Inventar Ihrer Werte auf festen Füßen steht. Fragen Sie sich, was Ihre fünf wich­tigsten Werte sind. Und ob die mit denen des Unter­neh­mens und der Abtei­lung harmo­nieren.  Ohne Werte­ge­rüst ist Verän­de­rung jeder Art aus meiner Sicht viel­leicht möglich, aber nicht nach­haltig.

Im Bezie­hungs­raum steht das Verhältnis zu anderen im Mittel­punkt. Wie sind ihre beruf­li­chen, aber auch privaten Bezie­hungen gestaltet und durch was? Was ist gut, was können Sie verbes­sern?

Der Salon dient der Begeg­nung mit unter­schied­li­chen Menschen, anderen Abtei­lungen oder Kunden und auch Wett­be­wer­bern. Wie sind diese Begeg­nungen gestaltet? Sind sie von Wert­schät­zung geprägt? Wie ist der Umgang mitein­ander? Sind Sie damit zufrieden, oder ginge es anders?

Im Gemein­schafts­raum geht es um Koope­ra­tion. Welche Rolle spielt das Thema „gemeinsam etwas entwi­ckeln, auch Stra­te­gien und Ideen?“ für Sie? Kann dies geför­dert werden?

Betreten Sie nun das Ideen­feld. Was kann man dort (auch gemeinsam) machen? Gibt es über­haupt einen Raum für die Ideen­ent­wick­lung, seien es neue Produkte, Unter­neh­mens­stra­te­gien oder auch Ideen zur Mitar­bei­ter­mo­ti­va­tion?

Auf der Spiel­wiese ist alles erlaubt: Die Dinge einmal anders machen als sonst, zum Beispiel, hemmungslos sinnlos sein, sich nur dem Spaß hingeben. Von da aus kann manches in die Expe­ri­men­tier­stube wandern, in der gute Ideen – etwa auf der Spiel­wiese entstanden – weiter­ent­wi­ckelt werden.

Inter­pre­tieren Sie meine Räume frei, denken Sie sich gern neue hinzu. Fragen Sie sich, was ein aktu­elles Problem für Sie ist und was es mit Ihrem Aufent­halt (oder der Abwe­sen­heit) in einem der Räume zu tun hat.

 

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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3 Kommen­tare

  1. […] Svenja Hofert, Deutsch­lands Expertin für Karrieren, sagt: “Viele Menschen stocken in ihrer persön­li­chen Entwick­lung, landen früher oder später in der Komfort­zone. Die ist wie eine Fuss­fessel, nur dass man gar nicht merkt, wie sehr man gefangen ist. Nur manchmal spüren sie den Stachel der Unzu­frie­den­heit. Aber sich bewegen? Lieber nicht.” […]

  2. Nessa 10. März 2013 at 11:11 — Reply

    Eine sehr hübsche Idee. ich habe sie in meinem Blog weitergetragen…danke für die Anre­gung!
    Nessa Altura

  3. druck­stelle aka Fran­ziska 11. März 2013 at 16:20 — Reply

    Schöne Topo­gra­phie des Denkens! Danke!

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