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Ihre Sack­­gassen-Bilanz: 3 Gründe endlich auszu­bre­chen

Published On: 16. Juli 2013Cate­go­ries: Führung

sackgassenbilanz40 Prozent aller Erwerbs­tä­tigen denken derzeit im Sommer­loch über einen Wechsel und eine beruf­liche Verän­de­rung nach, so meldet Linkedin. Viele fragen sich: „Habe ich ein Luxus­pro­blem? Sollte ich nicht besser zufrieden sein, mit dem was ich habe?“ Ich liefere Ihnen drei verdammt gute Gründe, Ihre bishe­rige beruf­liche Situa­tion einmal gründ­lich zu über­denken. Füllen Sie Step by Step Ihre Bilanz auf wie im Beispiel (Bild) vorge­macht. Wo stehen Sie nach Punkt 3?

1.       Lernen Sie noch genug?

Und plötz­lich sind Sie stehen geblieben, Sie wollten das nie. Sie drücken nur noch Knöpf­chen, machen dasselbe wie vor drei Jahren. Was haben Sie dazu gelernt? Denken Sie einmal nach. Fällt Ihnen eine Sache aus den drei rele­vanten Berei­chen Fach­kenntnis, Metho­den­wissen und persön­liche Kompe­tenz ein? Schreiben Sie sich diese Sache auf. Reicht das? Um Sie zufrieden zu stellen, im Kopf beweg­lich und markt­fähig zu halten? Stellen Sie Ihren Regler entspre­chend ein: Er bleibt bei Null, wenn Sie nichts Rele­vantes gelernt haben und steigt auf 100% Lade­zu­stand, wenn alles gut  war.

2.       Machen Sie das, was Sie wirk­lich lieben?

Was können Sie? Und was lieben Sie? Das mögen zwei verschie­dene Dinge sein. Viele von uns handeln einen Teil Ihres Lebens, manche Ihr Leben lang „ange­bots­ori­en­tiert“. Das bedeutet, Sie tun einfach Dinge, weil man Ihnen einen Arbeits­ver­trag ange­boten hat oder sie gefragt hat. Sie werden auto­ma­tisch gut darin werden, wenn sie länger machen, was Ihnen geboten wurde. Aber sie werden es nicht unbe­dingt lieben.

Ich berate manchmal Kunden, die haben 20 Jahre einen Job gemacht, der zum Beispiel perfekte Orga­ni­sa­tion erfor­derte. Aber ist das deshalb auch das, was Sie lieben? Haben Sie es nicht einfach gelernt?

Machen wir uns nichts vor: Übung macht den Meister. Ich schreibe seit 30 Jahren jeden Tag sehr viel – das ist zu einem guten Teil erlernt. Aber Schreiben ist über­haupt nicht meine Leiden­schaft, es fällt mir einfach nur leicht. Ich bin wirk­lich zufrieden, wenn ich a.) etwas Neues und am besten eini­ger­maßen Komplexes durch­drungen und die prak­tisch rele­vante Essenz daraus gezogen habe und b.) jemanden dadurch und damit einen Impuls geben kann und c.) Ideen entwi­ckeln kann.

Goethes wahre Liebe waren die Farben, Einsteins Leiden­schaft die Musik. Etwas gut Können und sehr lieben mögen sich manchmal über­schneiden, müssen es aber nicht. Aller­dings kann Können Mittel zum Zweck sein. Und so ist es sicher kein Zufall, dass ein Groß­teil meiner Kunden über Bücher und Blog kommen.

3.       Haben Sie genü­gend Kicks?

He, wie toll ist das denn! Wie oft singen Sie im Auto, weil Sie am Tag einfach nur etwas Starkes erlebt haben? Das ist der Kick-Moment! Haben Sie genü­gend solcher Kicks, Momente in denen Sie sagen „das ist es“. Wir wollen nicht unrea­lis­tisch sein, Sie wissen ich bin eine Traumjob-Kriti­kerin. Nur wenige Menschen können 100% zufrieden sein, erst recht wenn sie kein extra­ver­tierten Enthu­siasten sind, die Dopamin-gesteuert oft höher Zufrie­den­heits­werte haben (kein Scherz, das hängt mit den Big Five zusammen, mehr dazu Ende der Woche).

Also bleiben wir auf dem Boden dessen, was bei entspre­chender Persön­lich­keit realis­tisch ist. Ich, mittel­mäßig Dopamin-gesteuert, habe solche Kicks etwa drei Mal die Woche. Und ich mache etwas, was ich mir 100% selbst ausge­sucht habe. Aber egal wie in- oder extra­ver­tiert: ein bis drei Kicks die Woche sollten  Sie haben. Haben Sie die?

Und wenn Ihre Bilanz schlecht aussieht: Machen Sie einen Termin mit meinem Büro. Sehr beliebt ist die 360Grad-Analyse, gerne zusätz­lich Karrie­re­pla­nung. Kann man wunderbar mit Urlaub in Hamburg verbinden 😉

Eine Selb­st­­lern­­kurs-Lösung zu diesem Thema finden Sie bei Kexpa.

 

 

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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One Comment

  1. Markus 22. Juli 2013 at 15:56 — Reply

    Ich glaube tatsäch­lich, dass es mehr als 40% sind, die eine Verän­de­rung wollen. Wie so oft hält aber der Sicher­heits­ge­danken und das Ausrichten an die soziale Erwünscht­heit viele zurück der Leiden­schaft zu folgen und (wie in Gene­ra­tion Golf beschrieben) auch mal etwas ganz anderes zu machen… Leider…

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