Kate­go­rien

Welches Unter­nehmen passt zu Ihnen? Wie Ihr Workli­fe­style bei der Entschei­dung hilft

Published On: 4. September 2014Cate­go­ries: Karriere

Je länger ich in diesem Busi­ness arbeite, je mehr ich höre und sehe, desto über­zeugter bin ich, dass es die eine Wahr­heit, den einen Stil, das zentrale Bedürfnis, das opti­male Umfeld ganz einfach gar nicht gibt. Es gibt einen Personal-Envi­ron­­ment-Fit, das heißt Umfeld und Person müssen zusam­men­passen. Moti­­va­­tions- und Arbeits­zu­frie­den­heits­fak­toren sind nicht für jeden gleich. Selbst New Work ist nicht für jeden dasselbe. Deshalb habe ich im Zusam­men­hang mit meinem Buch “Karriere mit System” ein Analyse-Tool entwi­ckelt, das ermit­teln solche, welche Umge­bung zu einem  Bewerber passt. Hier können Sie einen ganz kurzen Test machen. Mit Test im Buch bekommen Sie den Code für einen ausführ­li­cheren Report.

Hier einmal ein Über­blick der Stile:

Family Style

Sie suchen eine warme Atmo­sphäre, in der Raum für Persön­li­ches ist. Sie finden passende Unter­nehmen sowohl in den konser­va­tiven als in den fort­schritt­li­chen Firmen, etwa Soft­ware­un­ter­nehmen mit Feel­good Manage­ment. Tenden­ziell ist es eher der Mittel­stand, der Sie anzieht, viel­leicht sogar ein kleines Unter­nehmen oder eine kleine, vertraute Einheit.

Dynamic Style

Es ist wahr­schein­lich, dass Sie gestalten und schnell weiter­kommen möchten. Es muss voran­gehen und die Struk­turen dürfen nicht zu starr sein. Im Allge­meinen bevor­zugen Sie  deshalb klei­nere Firmen oder Einheiten, die durch­lässig sind. Ziele sind für Sie  sehr wichtig. Gut möglich, dass Networ­king und Diplo­matie nicht so Ihre Sache sind — das hindert Sie, Ihr Ding zu machen.

Conven­tional Style

Ihr Arbeits­be­reich sollte klar abge­grenzt und defi­niert sein. Sie suchen Vorgaben, nach denen Sie sich richten können. Ihnen gefällt es, wenn Sie struk­tu­riert und nach klaren Gesetz­mä­ßig­keiten entwi­ckelt werden und Beför­de­rung an Kompe­tenz und Zuge­hö­rig­keit gebunden ist. Vorgaben halten Sie ein. Tradi­tio­nelle Firmen und eher größere Orga­ni­sa­tionen und Konzerne sind Ihr Ding.

Perfor­mance Style

Sie lieben Ziele und Ergeb­nisse in Form von Zahlen, Daten, Fakten. Sie haben auch kein Problem damit, mit Ihrer Leis­tung und anhand von Zielen bewertet zu werden. Sie mögen mone­täre Anreize, verfolgen gern Ziele und es moti­viert Sie, wenn Leis­tung belohnt wird.  Sie bevor­zugen Unter­nehmen, die einem Weiter­kommen ermög­li­chen und mess­bare Perfor­mance belohnen. Das sind eher größere Konzerne und tenden­ziell solche mit anglo­ame­ri­ka­ni­schem Hinter­grund.

Coope­ra­tive Style

Sie arbeiten gern eng mit anderen zusammen. Team ist für Sie ein positiv besetzter Begriff, Koope­ra­tion ein hoher Wert. Dabei geht es Ihnen nicht nur um ein gemein­sames Mittag­essen, sondern um echte Zusam­men­ar­beit. Da können auch mal die Fetzen fliegen, wenn das gemein­same Ergebnis gut ist. Ihre Über­zeu­gung ist, dass verschie­dene Perspek­tiven wichtig sind. Sie finden Unter­nehmen für Ihren Style in Startups und im Mittel­stand. Gut möglich, dass Sie fort­schritt­liche Manage­mentan­sätze wie die „Führung von unten“ positiv bewerten.

Flexi Style

Haben Sie die höchste Punkt­zahl beim Flexi Style, so brau­chen Sie vor allem Frei­heit und Flexi­bi­lität. Diese könnten Sie in einem Unter­nehmen, mögli­cher­weise aber auch in der frei­be­ruf­li­chen Projekt­ar­beit oder der Selbst­stän­dig­keit finden. Sie brau­chen wenig Führung und sind froh, wenn Sie sich und Ihre Projekte selbst orga­ni­sieren können. Es kann sein, dass Sie auch eher Wert auf Kompe­tenz und Wissen legen und der Meinung sind, dass es darauf ankommt – nicht aber auf Anwe­sen­heit.

Better World-Style

Ashoka ist ein Name, den Sie toll finden. Sie bevor­zugen ein Umfeld, in dem Nach­hal­tig­keit eine  große Rolle spielt. Sie wollen wissen, warum Sie etwas tun und für was. Ihr Unter­nehmen muss etwas produ­zieren, dass der Welt und der Ökologie, am besten beidem, direkt nützt. Auf gar keinen Fall darf Ihr Arbeit­geber Ressourcen  verschwenden oder zum Beispiel Kinder­ar­beit tole­rieren. Das ist für Sie wich­tiger als die Details Ihrer Arbeit.

Der dynamic style fordert eine gestaltungsfreudige Umgebung

Der dynamic style fordert eine gestal­tungs­freu­dige Umge­bung

Mein eigener Stil ist übri­gens “dynamic”. Ich brauche Gestal­tungs­spiel­raum, muss bewegen können. Würde ich nach einer Fest­an­stel­lung suchen, so wäre mir Workli­fe­ba­lance nicht beson­ders wichtig. Ich bräuchte auch keine Kuschel­at­mo­sphäre, Span­nung entsteht durch kaltes Wasser…

Und wo ist die New Work zuhause? Am ehesten im Family Style, wenn dieser modern gelebt wird. New Work ist beson­ders stark veran­kert im Coope­ra­tive Style und in Ansätzen auch bei Flexi. Wie finden Sie passende Unter­nehmen? Konkrete Namen und Tipps nennt ab demnächst der zu Workli­fe­style gehö­rende News­letter.

 

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Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

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9 Kommen­tare

  1. Patrick Haas 4. September 2014 at 16:52 — Reply

    Hallo,

    lugt da “Spiral Dyna­mics” um die Ecke, prak­tisch verpackt in einen aktu­ellen “Style”?
    😉

    • Svenja Hofert 4. September 2014 at 17:21 — Reply

      oh ja, das lugt, zusammen mit etwas Karrie­re­anker und Erfah­rung, was Leute so antreibt 😉 LG Svenja Hofert

  2. Egon Olsen 19. September 2014 at 9:16 — Reply

    Was ist ein “Style” ???

  3. Egon Olsen 19. September 2014 at 9:45 — Reply

    Kannst du mal die ganzen Styles auf deutsch schreiben? Das versteht doch kein normaler Mensch.…!

    • Svenja Hofert 19. September 2014 at 13:43 — Reply

      mache ich mal bei Gele­gen­heit. Erst mal musste ich mich entscheiden deutsch oder englisch. Und da Style nun mal englisch ist, passt das so besser. Dass jemand englisch nicht versteht ist in gewisser Weiser kalku­liertes Geschäfts­ri­siko 😉 LG SH

  4. […] Workli­fe­style — weiter­füh­rende Infor­ma­tionen […]

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  6. Mareike 27. Februar 2023 at 9:21 — Reply

    Hallo, die Seite http://www.worklifestyle.net ist aktu­elle nicht verfügbar. Ich habe das Buch vorliegen und würde gerne den ausführ­li­chen Test machen. Wie komme ich denn da ran? Viele Grüße, Mareike

    • Svenja Hofert 15. April 2023 at 12:41 — Reply

      Der Test ist nicht mehr verfügbar.

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