Kate­go­rien

Tschüss Xing, hallo Face­book

Published On: 29. November 2010Cate­go­ries: Führung

“Och, nö, der Auftrag kam über Face­book. Xing, weiß nicht, ob das noch was bringt. Was meinen Sie?” Gute Frage, auf die ich im Moment nur “es kommt darauf an” antworten kann. Es kommt darauf an, was Sie mit Xing errei­chen wollen und in welcher Branche. Sicher aber scheint, dass Xings beste Zeiten vorbei sind. Nerv­kram, Finan­z­­makler-Eldo­rado, Pseudo-Netz­­werk: Kaum nehmen Jobsu­cher Xing als Zeig­dich­platt­form ernst, ziehen trend­set­tende Xinger um nach Face­book. Sogar Xing-Propa­­gan­­dist Joachim Rumohr hat seit einigen Tagen dort ein Profil — es muss also ernst sein. Bei Face­book scheint es irgendwie persön­li­cher für alle, die nicht grad hände­rin­gend einen Job suchen, denn als Finde­platt­form für Head­hunter eignet sich dieses Netz­werk absolut gar nicht. Dafür umso besser als Kuschel­va­ri­ante des virtu­ellen Netz­werks und Empfeh­lungs­platt­form. Die Freunde von hier sind irgendwie näher, man kennt sich wirk­lich. Kontak­te­sammler, die wild um sich xingen, um die virtu­ellen Bezie­hungen über die 5.000er Grenze zu heben — Fehl­an­zeige. Ich bin übri­gens auch umge­zogen. Ich muss mich erst mal daran gewöhnten, z.B. an die “I likes” und diese komi­schen virtu­ellen Herz­chen. Aber wird schon. Sehen wir uns auf Face­book?

Beitrag teilen:

Über Svenja Hofert

Ich bin Expertin für die Arbeits­welt der Gegen­wart und Zukunft, und das schon seit einer halben Ewig­keit. Ich coache bei Verän­de­rung, spreche über das, was Verän­de­rung mit uns macht und berate an Wegga­be­lungen. Als Unter­neh­merin habe ich immer wieder erfolg­reich gegründet, aktuell meine Akademie der Verän­de­rung.

Weiter­denken ist dabei mein Motto: Immer etwas aktu­eller, etwas poin­tierter, etwas tief­sin­niger und prag­ma­tisch voraus­schauend.

Viel­leicht kennen wir uns…

… aus dem Bücher­regal, denn seit 1998 habe ich rund 30 Bücher geschrieben, die in bis zu 8 Auflagen erschienen sind.

Als Kolum­nistin  schrieb ich DER SPIEGEL oder  WELT bilanz, aktuell habe ich beim Psycho­logen-Fach­blatt „Wirt­schafts­psy­cho­logie aktuell“ eine regel­mä­ßige Kolumne. Man findet meine Inter­views zudem im TV sowie in bekannten Medien von ZEIT bis FAZ.

Diesen Blog betreibe ich seit 2006, meinen Podcast gibt es seit 2023. Mit meiner Sonn­tags­ko­lumne WEITERDENKEN bei Substack und mehr als 4.000 Abon­nenten gehöre ich zu den meist­ge­le­senen deutsch­spra­chigen Autoren auf dieser Platt­form.

Folgen Sie mir gerne auf Youtube und wenn Sie nichts verpassen wollen auch bei Linkedin.

 

5 Kommen­tare

  1. Lars Hahn 29. November 2010 at 12:48 — Reply

    Bin schon da. Aller­dings: XING und LinkedIn bleiben wichtig. Allein wegen der Viel­falt.

  2. Jeannot Muller 1. Dezember 2010 at 1:52 — Reply

    Hallo Frau Hofert,

    ich bin in der Tat über einen Freund auf Face­book auf Ihren Blog-Antrag gestossen und hätte Ihren Beitrag auf xing.com oder linkedin.com wohl “über­sehen”.

    Ich war einer der ersten Kunden auf Xing, als es noch OpenBC hieß und war auch einer der ersten der radikal mein Profil nach Jahren gelöscht hat — und das nach 2 1/2 Jahren als zahlender Kunde. Warum? Ich war es leid xing.com und linkedin.com parallel zu pflegen (und plaxo.com und, und, und).

    Linkedin.com tut sich schwer in Europa, insbe­son­dere in Deutsch­land aber wer Globa­li­sie­rung ernst nimmt, wird an Linkedin.com nicht vorbei­kommen — es ist wesent­lich inter­na­tio­naler als xing.com. Ich sehe schon noch in linkedin.com einen Mehr­wert, es ist profes­sio­neller und hat den Touch des Seriösen, aber ich sehe in der Tat, dass der Trend Beruf­li­ches und Privates per se zu vermi­schen, das Damo­kles Schwert dieser prof. Services sein kann und wird.

    Auf der nicht unwe­sent­lich anderen Seite, macht es mehr Spaß facebook.com auf Updates zu prüfen und in der Tat suche ich auch jeden linkedin.com Kontakt auch auf Face­book. Warum? Weil mich nicht die spröde Busi­ness Präsenz inter­es­siert, dafür reichen mir auch Visi­ten­karten, Lebens­läufe usw. — nein, ich möchte den wirk­li­chen Menschen “kennen­lernen”.

    Inso­fern ist es wohl immer noch sehr umstritten, oftmals verpönnt und unge­wohnt Face­book auch eine profes­sio­nelle Kompo­nente zuzu­spre­chen. Aller­dings führt derzeit wohl kein Weg an facebook.com vorbei. Selbst wenn man kein Freund von FB ist, sollte man meines Erach­tens an FB teil­nehmen, da man ansonsten Gefahr läuft, dass man eben dort “disku­tiert und porträ­tiert wird”, ohne selbst davon Kenntnis zu haben.

    Die Haupt­aver­sion in Deutsch­land gegen Face­book liegt im Begriff “friend” und social media. Das wird zu häufig als sozial über­setzt, im Sinne von ich “sozia­li­siere”, es wird zu wenig dahin­ge­hend über­setzt, dass hiermit das soziale Umwelt und die soziale Inter­ak­tion gemeint ist.

    Inso­fern ist Face­book wahr­lich das echte soziale Medium und da sich beruf­liche und freie Zeit vermi­schen und über­lappen ist wohl keine anderes Medium derzeit mehr der Spiegel der heutigen Gesell­schaft.

    Wäre ich “Perso­naler” würde jedens­falls kein Weg an Facebook.com vorbei­führen. Für mich gilt die Regel, dass man nur das postet, was man auch in Hundert Jahren noch selber lesen möchte, bzw. von den Kinds­kin­dern vorge­haltne bekommen möchte. Face­book wird Erwachsner werden und es ist span­nend bei diesem Reife­pro­zess dabei zu sein.

    Viele Gruesse,

    J.

  3. Svenja Hofert 1. Dezember 2010 at 9:42 — Reply

    Hallo Herr Muller, stimmt, Linkedin hat ein ganz anderes Flair — und Sie erin­nern mich daran, dass ich dort auch ein Profil habe, das ich pflegen müsste — und dort und dort.… Oh gott, neulich fand ich ein Profil mit einer Adresse aus 2001 😉 Kurzum: das alles ist ganz schön anstren­gend. Und es stimmt, das im Moment Ange­nehme bei FB ist das nicht so krampf­haft Profes­sio­nelle… herz­liche Grüße Svenja Hofert

  4. Peter 3. Dezember 2010 at 16:32 — Reply

    Ich persön­lich mag Face­book noch immer nicht! Xing ist mir da noch tausendmal lieber. Irgendwie fühlt es sich deut­scher an und ich bilde mir ein besser über meine Daten bescheid zu wissen!

  5. […] anhauen, weil er nen Job hat oder sonst gute Kontakte, denkst du? Wie sprichst du Leute über Xing, Face­book & Co. an? Eine kleine Anfragen-Typo­­­logie auf der Basis sehr persön­li­cher […]

Leave A Comment